Klausur


Isa S_
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über häufige Erkrankungen und deren Therapien, insbesondere im Bereich der Inneren Medizin. Sie behandeln Themen wie Arteriosklerose, Diabetes, Hypertonie, Herzinsuffizienz und Gicht, wobei die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten im Fokus stehen. Die Karteikarten sind ideal für Berufsschüler in der medizinischen Ausbildung, da sie komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich darstellen und auf die praktische Anwendung in der Patientenversorgung vorbereiten.
Karten
160
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
28.12.2015 / 16.01.2016

Lernkarten

5. Wie kann man ohne technische Geräte eine pAVK erkennen? 4 Symptome

 

  • Schmerzen in Ruhe oder nach nur sehr kurzer Belastung (wenige Meter)   àGehstreckentest
  • Kein arterieller Puls tastbar unterhalb der Stenose
  • Blässe der Extremität
  • Kühlere Hauttemperatur im Vergleich zur gegenüberliegenden Körperseite
  • weniger oder fehlende Behaarung der betroffenen Extremität

4. Nennen Sie die Stadieneinteilung der pAVK nach Fontain-Ratschow.

  • Stadium 1: Symptomfrei, meist klinischer Zufallsbefund (z.B. fehlende periphere Pulse)

  • Stadium 2: Claudicatio intermittens (Schmerzen unter Belastung)

  • 2a beschwerdefreie Gehstrecke > 200m

  • 2b beschwerdefreie Gehstrecke < 200m

  • Stadium 3: Ruheschmerz

  • Stadium 4: Trophische Störungen (Nekrosen, Ulzera, Gangrän)

Was ist das Leitsymptom der pAVK?

 

Schmerzen bei Belastung der minderversorgten Extremität:

ein kribbelnder, ziehender oder stechender Schmerz mit zeitweisem Hinken, zwingt zum Stehenbleiben = Schaufensterkrankheit.

Dieser  entsteht durch die Ischämie der Wadenmuskulatur, Symptombesserung nach kurzer Gehpause à Sauerstoffdefizit wird ausgeglichen und der Schmerz lässt nach, ein Weitergehen ist wieder möglich

    In welchen Körperregionen tritt sie meistens auf? pAVK

 

Meistens tritt diese Erkrankung in den Beinen auf, sehr selten in den Armen.

Welche Personen sind davon betroffen?  pAVK

 

Betroffen sind meist ältere Menschen, mehr Männer als Frauen mit den Hauptrisikofaktoren für eine Arteriosklerose:
    •    Rauchen
    •    Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“)
    •    Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
    •    Erhöhte Blutfettwerte (vor allem erhöhte Cholesterinwerte / LDL-Werte)

2. Was ist die Hauptursache für eine pAVK?

 

Die Ursache einer PAVK ist in den allermeisten Fällen eine Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“)

1. Was versteht man unter dem Begriff pAVK?

    unter welchen drei anderen Begriffen ist diese Erkrankung in der Bevölkerung bekannt?

  • Die Abkürzung pAVK steht für die "periphere arterielle Verschlusskrankheit",

    Durchblutungsstörungen der Extremitäten (der Beinarterien) durch Arterisklorse

  • auch "Schaufensterkrankheit", „Claudicatio intermittens“ oder „Raucherbein“ genannt.

6. Welche Therapiemaßnahmen gibt es? (Varizen)

    Was sollten Patienten vermeiden?

 

allgemeine Maßnahmen: Hochlagern, Bewegungsübungen, Gewichtsreduktion, Hydrotherapie

  • Konservative Therapie: Kompressionsverbände, Kompressionsstrümpfe

  • Invasive, nicht- operative Therapie: Sklerotherapie, Radiofrequenzablation, Endovenöse Laserbehandlung

  • Operative Therapie: Varizenstripping, Kryostripping

 

  • langes Stehen oder sitzen

  • lange Sonnenbäder und Hitze (Sauna)

5. Welche Gefahren können bei Varizen auftreten?

 

  • begünstigt Entstehung von Thrombose mit Gefahr der Embolie

  • Blutung aus großen Varizen

  • Variko- /Thrombophlebitis

Entwicklung einer chronisch venösen Insuffizienz

Welche Symptome deuten auf eine frühe Varikosis hin?

  • Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen

  • Juckreiz in den Beinen

  • Neigung zu Nächtlichen Wadenkrämpfen, und Kribbeln in den Beinen

  • abendliche Knöchelödeme

  • vor allem abendliches Auftreten der Beschwerden sowie bei Wärme und längerem Stehen

3. Welche Ursachen und Risikofaktoren führen zu Varikosis?

  • Ursachen der primären Varikosis ist eine genetisch (50%)und konstitutionell  veranlagte Venenschwäche.

                Begünsigte Faktoren sind:

  • stehende Tätigkeiten

  • Adipositas

  • Rechtsherzinsuffizienz

  • Schwangerschaft.

  • Eine sekundäre Varikosis entsteht, wenn das Blut in den tiefen Beinvenen nicht  mehr ungehindert abfließen kann, z.B.

  • nach Phlebothrombose = TVT

  • Trauma

  • Tumoren im Becken mit Kompression der Beckenvenen

  • AV- Fisteln (Kurzschlüsse zwischen Arterien und Venen im Bein

2. Wie häufig sind Varizen in der Bevölkerung und wer ist hauptsächlich betroffen?

  • Krampfadern (Varizen) treten mit großer Häufigkeit auf. (30% bei < 50 J. 70% bei > 50J.)

  • Frauen sind öfter betroffen als Männer. w:m = 3:1

1. Was bezeichnet man als Varikosis, was sind Varizen?

  • Varizen (Krampfadern) sind oberflächliche Venen, die pathologisch erweitert sind und sichtbar geschlängelt im Subkutangewebe verlaufen.

  • Das zugehörige Krankheitsbild heißt Varikosis (Krampfaderleiden).

    • Es werden 2 Typen der Varikosis unterschieden:

      - primäre Varikosis (70%)

      - sekundäre Varikosis (30%)

  1. Welche Therapiemaßnahmen gibt es? TVT

 

  • Was ist bei bettlägerigen und immobilen Patient zu Beachten und warum?

     

  • Mobilisation, so früh als möglich

  • Kompressionsverband

  • Schmerzlinderung mittels NSAR

  • lokale Salbenverbände zur Kühlung und Entzündungshemmung

 

Heparinisierung  (Gabe von Heparin) um Thrombenbildung zu verhindern

  1. Mit welchem diagnostischen Verfahren kann eine Thrombophlebitis von einer TVT abgegrenzt werden?

     

      Über eine Kompressions- oder Duplexsonographie kann eine TVT ausgeschlossen werden.

--> stellt den Durchfluss der tiefen Venen fest

  1. Welche beiden schweren Komplikationen können auftreten? (Thrombophlebitis)

  • Ausweitung der Thrombophlebitis am Bein über die Perforansvene auf die tiefen Beinvenen

    • tiefe Venenthrombose àGefahr einer Lungenembolie

  • Gefahr einer systemischen bakteriellen Infektion: Sepsis (sehr selten!)

  1. Welche Symptome deuten auf eine Thrombophlebitis hin?

Es kommt zu klassischen Entzündungszeichen (Kardinalsymptome: rubor, dolor, calor, tumor, functio laesa) entlang der betroffenen Vene, jedoch ist eine Schwellung im Rahmen einer Thrombophlebitis rein oberflächlich. Es kommt in der Regel nicht zu einer nennenswerten Störung des venösen Abflusses, da dieser zum größten Teil über die tiefen Venen erfolgt.

  1. Was sind die Hauptursachen für eine Thrombophlebitis an der oberen bzw. unteren Extremiät?

  • am Arm: durch Verletzung, Reizung  der Vene bei Injektionen und durch Infusionskanülen  

                    (durch Infektion, reizende Medikamente)

  • am Bein: spontane Entzündung von Varizen

  1. Was versteht man unter dem Begriff Thrombophlebitis?

     

    Wie unterscheidet sie sich von einer tiefen Venenthrompose (TVT)?

Die Thrombophlebitis ist eine Entzündung oberflächlich gelegener (epifaszialer) Venen mit      sekundärer Ausbildung von Thrombosen.

Warum kommt es zusätzlich zu arteriellen Durchblutungsstörungen? (Thrombophlebitis)

 

Da es durch chronische Entzündungsprozesse am Bein zur Schrumpfung von Muskelfaszien (Bindegewebshüllen um  Muskeln) kommt, diese Komprimmieren die Muskeln und die darin verlaufenden Arterienà Durchblutung nimmt ab

7. Welche Veränderungen der Haut treten im Verlauf einer schweren CVI auf?

  • Haut wird empfindlicher, durchlässiger für schädigende Substanzen und anfälliger für die Entwicklung von allergischen und infektiösen Reaktionen.

  • rotbraune Verfärbung (durch Austritt von Erythrozyten) , Hyperpigmentierung, evtl. weiße Stellen dazwischen

  • wird derb und verletzungsempfindlich, entwickelt Ekzeme und Schuppungschließlich

  • offene Stellen= Ulcus cruris (offenes Bein).

6. Beschreiben sie die 3 Stadien der CVI

  • Grad I :Kleine erweiterte Venen an den Fußrändern verbunden mit Knochenödemen

  • Grad II: Zunehmende ödematöse Unterschenkel Schwellung mit fortschreitenden Hautschäden

                             und Juckreiz

  • Grad III: Ausbildung eines offenen Beins

5. Welche schweren Komplikationen können auftreten? (CVI)

  • Thrombose

  • schwere Entzündung bei Ulcus cruris

  • Versteifung des oberen Sprunggelenkes

4. Wie wird eine CVI diagnostiziert?

  • meist Blickdiagnose: die beschriebenen Hautveränderungen reichen zur einer Diagnose.

  • Anamnese: Z.n. Thrombose, Krampfadern in der Familie

  • Duplexsonographie:  mittels Ultraschall werden Veränderungen der Venen erkannt.

3. Welche Symptome deuten auf eine CVI hin?

  • Dumpfe Schmerzen und Spannungsgefühl im Bein, nach längerem stehen

  • abends Knöchelödem und Besenreiser (Kleinste rot, blaue Adern  an Fußrändern

  • Rotbraune Flecken und weißliche Hautverfärbungen am Unterschenkel

  • Gerötete, nässende, schuppende Haut am Unterschenkel verbunden mit Juckreiz

  • sehr verletzliche Hat an der selbst kleinste Wunden lange nicht heilen

Was sind die beiden Hauptursachen für eine CVI?

Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Wenig Bewegung und Veranlagung spielen ebenfalls eine Rolle.

Was versteht man unter dem Begriff CVI?

 

Chronische venöse Insuffizienz, eine Erkrankung der Beinvenen, die mit venösen Abflussbehinderungen, Mikrozirkulationsstörungen und trophischen Veränderungen im Bereich der Unterschenkel und Füßen einhergehen.

Was ist Ziel der Therapie? COPD

 

Auslösende Faktoren verringern, um Lebensqualität und Lebenserwartung zu verbessern

7. Außer einer Stufenweise angepassten medikamentösen antiobstruktiven Therapie

     sind welche Maßnahmen wichtig? (COPD)

  • Ausschalten der Auslöser

    -> Nichtrauchen, Umwelt- und Berufsgifte und nass kaltes Klima meiden

  • Konsequente Therapie von pulmonalen Infekten (gezielte Antibiose)

  • Atemschulung (Atemgymnastik und Abklopfen)

  • Motivation und Aufklärung von Pat und Umfeld

  • O2- Gabe zu Hause mit O²-Konzentrator (16h/Tg) ggf assistierte Beatmung = CPAP

6. Was ist ein Lungenemphysem? Inwiefern beeinträchtigt es die Atmung? (COPD)

 

Entsteht durch irreversible Zerstörung von Alveolarwänden und Erweiterung der Alveolen.

  • Die Fläche für den Gasaustauch ist vermindert -> respir. Insuffizienz

  • Eingeatmete Luft kann nicht mehr vollständig ausgetaucht werden

    -> Luft sammelt sich in der Lunge an -> Lunge überbläht -> Fassthorax

  • Gefahr von Spontan-Pneumothorax (Luft im Pleuraspalt mit Kolabieren der Lunge)

    durch Platzen von großen Emphysemblasen -> akute schwerste, lebensbedrohliche Dyspnoe

5. Welche Komplikationen können bei einer COPD auftreten?

  • Wie beeinträchtigen diese das Leben des Patienten?

     

  • respiratorische Insuffizienz mit Dys- und Tachypnoe

  • Zyanose und Trommelschlägelfinger

  • Cor Pulmonale -> Rechtsherz-/Globalinsuffizienz

  • Lungenemphysem

 

 

Lebensbeeinträchtigung: Atemprobleme, fehlende Ausdauer bei Anstrengung, Infektanfälligkeit

--> bei schweren Formen: Invalidität, keine Teilnahme an normalen Alltag mehr möglich,

         verkürzte Lebensdauer

. Welche Symptome deuten auf eine COPD hin?

  • Husten mit Auswurf

  • Belastungsdyspnoe

  • Leistungsabfall

  • wiederholte Infekte

2.  Was ist die Hauptursache? Nennen Sie noch zwei weitere. (COPD)

  • Rauchen!

  • Luftverschmutzung,
  • häufige Infekte
  • Genetik

     Wie definiert die WHO eine chronische Bronchitis? Was versteht man unter obstruktiv?

 

Wenn in zwei Folgejahren mindestens drei Monate im Jahr Husten mit Auswurf bestehen.

Obstruktiv = Verengung der Bronchien

1. Was bedeutet der Begriff COPD /COLD?

 

Chronisch obstruktive Bronchitis/ chron. obstuctive pulmonary/lung disease

Dauerhafte Schädigung der Bronchialschleimhaut und Obstruktion mit gehäuften Infektionen.

6. Wie läuft eine konservative Therapie ab wie lange dauert sie in der Regel?

  • Sofortige Klinikeinweisung mit Notarzt, Patient bis Therapie möglichst wenig bewegen

  • Gerinnungshemmung mit Heparin iv. oder sc. ggf. Fibrinolyse bei schwerer Lungenembolie

  • Nach 4-6 Tagen überlappend orale Antikoagulation (Marcumar) für 6Monate

  • Mobilisation

Wie gefährlich ist eine Lungenembolie?

 

Wenn ein Blutgerinnsel ein sehr kleines Gefäß blockiert, kann es unbemerkt oder mit geringen Problemen sein.

Bei ausgedehnter Embolie kommt es zu akuter Lebensgefahr, da das Herz gegen einen stark erhöhten Widerstand anpumpen muss (Herzschwäche).Außerdem kommt es zum Sauerstoffmangel.

Es kann zum Kreislaufkollaps der auch Tod führen.

5. Welche Komplikationen können bei einer Lungenembolie auftreten?

  • Rechts- bzw. globales Herzversagen à kardiogener Schock

  • chron. Cor pulmonale (Hypertrophie, Erweiterung des rechten Ventrikels)

  • Rezidivembolien in 30% der Fälle

  • Lungeninfarkt, Infarktpneumonie

  • Atelektasen (nicht belüftete Lungenabschnitte)

  • resp. Insuffizienz

4. Durch welche Untersuchungen lässt sich die Diagnose sichern?

     Was kann bei fehlenden D-Dimeren im Blut ausgeschlossen werden?

Anamnese: a Symptome der TVT:

(Ödeme am Fußknöchel/ Unterschenkel oder ganzen Bein,

gerötete oder lila gefärbte Haut,  Spannungsgefühl)

- Immobilität

- OP

- Andere Risikofaktoren

 EKG:               in 50% der Fälle typ. Veränderungen

 Labor:           D- Dimere erhöht  (weiteres siehe Lungenembolie-> Diagnose)

                             Bei fehlenden D-Dimeren im Blut kann eine Lungenembolie ausgeschlossen werden.

3. Welche Symptome deuten auf eine Lungenembolie hin? (5)

  • Husten, evtl. blutiger Auswurf (Hämoptoe)

  • akut einsetzende Dyspnoe, Zyanose

  • Tachycardie, art. Hypotonie

  • Thoraxschmerzen

  • kalter Schweiß, Angst, Synkope, Bewusstlosigkeit

  • gestaute Halsvenen

  • ggf. Symptome der TVT

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