Klausur


Isa S_
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über häufige Erkrankungen und deren Therapien, insbesondere im Bereich der Inneren Medizin. Sie behandeln Themen wie Arteriosklerose, Diabetes, Hypertonie, Herzinsuffizienz und Gicht, wobei die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten im Fokus stehen. Die Karteikarten sind ideal für Berufsschüler in der medizinischen Ausbildung, da sie komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich darstellen und auf die praktische Anwendung in der Patientenversorgung vorbereiten.
Cartes-fiches
160
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
28.12.2015 / 16.01.2016

Lernkarten

2. Welche Risikofaktoren gibt es? Nennen Sie fünf.

 

  • zunehmendes Alter

  • Immobilisation

  • Operationen

  • schwere Verletzungen

  • Übergewicht

  • Schwangerschaft

  • Zufuhr weiblicher Hormone (hormonelle Verhütung, Hormonersatztherapie)

  • Krebserkrankungen

  • Herzleiden z.B. Herzinsuffizienz

  • bereits früher erlittene Venenthrombose oder Lungenembolie

    Um welche Art des Embolus handelt es sich meist und woher kommt er?

 

Thrombus , der sich bei einer TVT (= Tiefen Venenthrombose) gelöst hat, meist

      aus den tiefen Beinvenen

1. Was versteht man unter einer Lungenembolie?

 

= Gefäßverschluss einer Lungenarterie durch einen Embolus

Bei welcher Personengruppe sollte Prävention beginnen und warum?

Bei Kindern und dabei die Eltern und das Umfeld  einbeziehen!!(von 0-99 Jahren)

Weil Kinder ihr Leben noch vor sich haben und eine nicht behandelte Adipositas die Lebenserwartung durch Auftreten von lebensgefährlichen Folgeerkrankungen stark senkt

und dadurch auch die Lebensqualität stark beeinträchtigt ist.

11. Erläutern Sie anhand der Adipositas primäre, sekundäre und tertiäre Präventionen.

       Nennen Sie dabei konkrete Beispiele.

  • primär:  

    alle Menschen sollten sich viel bewegen und gesund Ernährung, damit es nicht entsteht

    --> Aufklärung und Anreize schaffen, schon in Schulen und Kindergärten aber auch in Betrieben

  • sekundär: Menschen mit hohem Risiko(z.B. Kinder übergewichtiger Eltern) gezielt motivieren,

    z.B. bei Untersuchungen durch Kinderarzt, Eltern eingehend aufklären, Kind anregen Sport im Verein zu machenà positives Umfeld

  • tertiär: der Patient war/ ist adipös , ein Rückfall ist möglich

    --> weiterhin motivieren, für erreichte Ziele loben

    --> regelmäßige Untersuchungen und ggf. Therapie von Folgeerkrankungen

Wie würden Sie das Therapieziel formulieren?

  • sich der Situation bewusst werden

  • Ablenkungsmöglichkeiten finden z.B. Nähen vor dem TV, keine Chips

  • kleine Etappen schaffen anhand eines Plans

     z.B. heute auf Lebensmittel X verzichten, heute  die Treppe nehmen

10. Welchen Betrag könnte die Ergotherapie zum Erreichen eines zufriedenstellenden

 

 Therapiezieles leisten?

  • Motivation zur Veränderung von Gewohnheiten:
    - Spaß am gesunden Kochen und Bewegung vermitteln
    - mehr Bewegung in den Alltag einbauen
    - bewusste Ernährung zu bestimmten Zeitenà Tages- und Essenspläne erarbeiten

9. Warum ist aus Ihrer Sicht die Therapie der Adipositas langfristig so schwierig?

 

  • YoYo- Effekt nach kurzeitigen Diäten

  • man ändert nicht die Lebenseinstellung

  • kann nur mit Bewegung und Veränderung der Gewohnheiten funktionieren

Frustrationsphase zu überwinden ist sehr schwierig

7. Welche grundsätzlichen Therapieoptionen gibt es und für welche Patienten sind sie empfohlen?

 

alle Menschen mit Übergewicht /Adipositas:

  • Essverhalten nachhaltig = dauerhaft verändern

  • Bewegungsverhalten nachhaltig verändern

  • Verhaltensänderung : Selbstbeobachtung , Stressbewältigung (ohne Essen)

  • einbeziehen der Partner,  Familie und des Umfeldes

    Patienten mit Essstörungen oder bei sonst erfolglosen Therapieversuchen bei Adipositas zusätzlich:

  • Psychotherapie

  • Selbsthilfegruppe

    Patienten mit BMI >30 oder Begleiterkrankungen bei sonst erfolglosen Therapieversuchen zusätzlich:

  • Medikamentös

    Patienten mit BMI >40 oder Begleiterkrankungen bei sonst erfolglosen Therapieversuchen zusätzlich:

  • OP z.B. Magenband, Schlauchmagen, Magenbypass

4. Welche Folgeschäden/Erkrankungen können sich entwickeln?

  • Arthrose und andere orthopädische Erkrankungen

  • Bluthochdruck

  • Koronare Herzkrankheit (KHK), (am gefährlichsten)

  • Typ 2 Diabetes

  • Krebserkrankung, z. B. Brust,- Gebärmutter-  und Eierstockkrebs, Darm- und Prostatakrebs

  • Psychosoziales Leiden ( Depressionen, Ängste, niedriger Selbstwert)

  • Weitere Folgeerkrankungen :

    • Stoffwechselstörungen, z.B.  Hyperlipidämie, Hyperurikämie à Gicht

    • Gallensteine

    • Schlaganfall, Demenz

    • Störung der Potenz, Unfruchtbarkeit

3. Welche Symptome haben Personen mit Adipositas?

  • Optisch/Aussehen

  • Kurzatmigkeit

  • Starkes schwitzen

  • Fehlende Ausdauer, schnelles Ermüden

  • Allgemein eingeschränkte Beweglichkeit

Wer hat langfristig die meisten gesundheitlichen Risiken?

Risikogruppe: Kinder

     Warum werden immer mehr Menschen übergewichtig?

falscher Lebensstil zu viel Kohlenhydrate in den Lebensmittel, zu wenig Bewegung.

  1. Welche Ursachen gibt es? Ordnen Sie diese nach ihrer Häufigkeit.

.

1. Wie definiert die WHO Adipositas, wie wird sie eingeteilt?

WHO Definition: bei einem Body-Mass-Index von über 30 (kg/m²) wird von einer Fettleibigkeit = Adipositas gesprochen.

Untergewicht           = BMI unter 18.5

                                               Normalgewicht          = BMI zwischen 18.5 und 24.9

                                               Übergewicht               = BMI zwischen 25 und 29.9

                                               Adipositas Grad 1      = BMI ab 30

                                               Adipositas Grad 2      = BMI ab 35

                                               Adipositas Grad 3      = BMI ab 40

  1. Warum bleibt nach überstandenem Herzinfarkt häufig eine Herzinsuffizienz  zurück?

     

Durch den Herzinfarkt stirbt Herzmuskelgewebe ab (Nekrose), dies führt zu einer verminderten Pumpkraft des Herzens und somit zur Herzinsuffizienz.

  1. Was ist die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt?

     

  1. Verschluß einer Koronararterie bei Arteriosklerose der Herzkranzgefäße
  2. = KHK (Koronare Herzkrankheit)

  1. Was ist ein Infarkt? (Definition)

 

Gewebsuntergang (Nekrose) aufgrund einer Durchblutungsstörung (Ischämie), die zu Hypoxie/Sauerstoffmangel führt.

= Ein Infarkt ist eine ischämische Nekrose.

5. Welche generellen Therapieempfehlungen gibt es?

    (bzgl. Lebensführung, Medikamente sowohl allgemein, als auch beim akuten Gichtanfall)

 

    Im asymptomatischen Stadium:

  • purinarme Kost zu sich nehmen (kein Kaffee, wenig und dann nur helles Fleisch essen)

  • normales Gewicht anstreben

    (aber keine Blitzdiäten, diese können nämlich einen Gichtanfall auslösen!)

  • viel trinken, mindestens 1, 5 Liter pro Tag (keinen Alkohol àerhöht Harnsäure!)

    Beim akuten Gichtanfall:

  • Gabe von Schmerzmitteln (NSAR) ggf. Colchizin

  • Ruhigstellung und Kühlung des betroffenen Gelenkes

    Bei Gicht zusätzlich zu den Allgemeinmaßnahmen:

  • Gabe von Urikostatika (Medikamente, die die Harnsäurebildung hemmen)

    z.B. Allopuriol (nicht beim akuten Gichtanfall, da es Symptome verschlimmert!)

  • ggf. Gabe von Urikosurika (Medikamente, die die Harnsäureausscheidung fördern)

    Welche Probleme können bei chron. Gicht entstehen?

  •  irreversible Gelenkdestruktion

  • Nierenschäden (Uratnephropathie)bis Niereninsuffizienz

4. Wie und wo zeigt sich ein akuter Gichtanfall?

 

zu 60% im Großzehengrundgelenk (Podagra). Der Patient hat alle klassischen Entzündungszeichen und leitet unter starken Schmerzen.

    Bei welchen vier weiteren Umständen kann es zu krankhaft erhöhten Werten kommen?

  • Chemo-/Strahlentherapie bei Leukämie

  • chronischen Nierenerkrankungen

  • hoher Alkoholspiegel

  • manche Arzneimittel

  • Azidosen (Übersäuerung des Blutes) durch Diabetes mellitus

  • Fasten

  • nach Extremsport

 

3. Was ist die häufigste Ursache für erhöhte Harnsäurespiegel?

 

Meistens  genetisch bedingt und verläuft  chronisch.

manifestiert sich bei purinreicher Ernährung (Fleisch, Linsen und Innereien).

2. Wer ist hauptsächlich davon betroffen?

     Welches Syndrom haben viele dieser Patienten?

.

Hauptsächlich sind Männer von der Gicht betroffen. Frauen sind durch das Östrogen davor geschützt.

 

Viele der Patienten haben das metabolische Syndrom, dass sich aus folgenden Erkrankungen zusammensetzt: Adipositas, Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus.

 

 

1. Was versteht man unter Hyperurikämie und was ist Gicht?

 

Hyperurikämie = eine Purinstoffwechselstörung mit Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut.

Gicht = Ablagerung von Harnsäurekristallen (Urate) mit Entzündungsreaktionen in den Gelenken oder in der Niere.

Welche Interventionellen (OP) Therapiemethoden in Stadium 3 und 4 gibt es?

 

 

Welche Therapie ist die Ultima Ratio im Stadium 4?

  • minimal- Invasiv: Thrombendarteriektomie, Angioplastie

  • operativ: Bypass-Operation, Interponate (Ersatz von Gefäßabschnitten), Sympathektomie

 

Amputationen

Warum wird ab Stadium 2 die Einnahme eines Thrombozytenaggregationshemmers

empfohlen? pAVK

 

Diese Medikamente verhindern das Zusammenballen von Blutplättchen (Thrombozyten). So

verbessern sie die Fließeigenschaften des Blutes und erleichtern es dem Blut, durch die verengten

Gefäße zu gelangen und Vermindern die Gefahr von Gefäßverschluss durch Thromben.

6. Welche Therapie ist im Stadium 1 und 2 der pAVK am wichtigsten?

 

Ergotherapie (Gehtraining) Ziel: die Gehstrecke zu verbessern durch Bildung von Umgehungskreisläufen und damit die Beschwerden des Patienten zu vermindern

Welche erweiterten diagnostischen Verfahren gibt es? 3 Untersuchungen. pAVK

 

• Ultraschall-Doppler Methode

• Duplex-Sonographie

• Angiographie

5. Wie kann man ohne technische Geräte eine pAVK erkennen? 4 Symptome

 

  • Schmerzen in Ruhe oder nach nur sehr kurzer Belastung (wenige Meter)   àGehstreckentest
  • Kein arterieller Puls tastbar unterhalb der Stenose
  • Blässe der Extremität
  • Kühlere Hauttemperatur im Vergleich zur gegenüberliegenden Körperseite
  • weniger oder fehlende Behaarung der betroffenen Extremität

4. Nennen Sie die Stadieneinteilung der pAVK nach Fontain-Ratschow.

  • Stadium 1: Symptomfrei, meist klinischer Zufallsbefund (z.B. fehlende periphere Pulse)

  • Stadium 2: Claudicatio intermittens (Schmerzen unter Belastung)

  • 2a beschwerdefreie Gehstrecke > 200m

  • 2b beschwerdefreie Gehstrecke < 200m

  • Stadium 3: Ruheschmerz

  • Stadium 4: Trophische Störungen (Nekrosen, Ulzera, Gangrän)

Was ist das Leitsymptom der pAVK?

 

Schmerzen bei Belastung der minderversorgten Extremität:

ein kribbelnder, ziehender oder stechender Schmerz mit zeitweisem Hinken, zwingt zum Stehenbleiben = Schaufensterkrankheit.

Dieser  entsteht durch die Ischämie der Wadenmuskulatur, Symptombesserung nach kurzer Gehpause à Sauerstoffdefizit wird ausgeglichen und der Schmerz lässt nach, ein Weitergehen ist wieder möglich

    In welchen Körperregionen tritt sie meistens auf? pAVK

 

Meistens tritt diese Erkrankung in den Beinen auf, sehr selten in den Armen.

Welche Personen sind davon betroffen? pAVK

 

Betroffen sind meist ältere Menschen, mehr Männer als Frauen mit den Hauptrisikofaktoren für eine Arteriosklerose:
    •    Rauchen
    •    Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“)
    •    Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
    •    Erhöhte Blutfettwerte (vor allem erhöhte Cholesterinwerte / LDL-Werte)

2. Was ist die Hauptursache für eine pAVK?

 

Die Ursache einer PAVK ist in den allermeisten Fällen eine Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“)

1. Was versteht man unter dem Begriff pAVK?

    unter welchen drei anderen Begriffen ist diese Erkrankung in der Bevölkerung bekannt?

  • Die Abkürzung pAVK steht für die "periphere arterielle Verschlusskrankheit",

    Durchblutungsstörungen der Extremitäten (der Beinarterien) durch Arterisklorse

  • auch "Schaufensterkrankheit", „Claudicatio intermittens“ oder „Raucherbein“ genannt.

  1. Welche Veränderungen an den Gefässwänden treten dabei auf? (Pathophysiologie)

Plaques und Thromben

  • Bildung von Plaques (Ablagerungen) zwischen Intima und Media der Arterien
  • Arteriendurchmesser wird enger à Minderdurchblutung mit evtl. Gewebeschädigung
  • bei hohem Druck reißt Intima über dem Plaque auf (wie ein Pickel)
  • Thrombozyten lagern sich an à Thrombozytenpfropf entsteht
  • Blutgerinnsel verstopft Arterien à Durchblutung stoppt à Infarkt

4. Welche Erkrankungen (Komplikationen) sind typische Folgen einer Arteriosklerose?

  • Gefäßverschluss und Infarkt
    • koronare Herzerkrankung = KHK  bis zum  Herzinfarkt
    • Schlaganfall = Apoplex
    • Arteriosklerotisches Aneurysma, Aortendissektion
    • akute oder chronische arterielle Verschlüsse (v.a. Bauch-, Nieren- und Darmarterien)
    • pAVK = periphere arterielle Verschlusskrankheit  (in Becken- und Beinarterien)

 

Zusatz: Behandlungsmöglichkeit:

Stent zur Aufdehnung des Lumens

!2. Welche Risikofaktoren der Arteriosklerose kann man beeinflussen, welche nicht?!

beeinflussbar

  • Rauchen
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Hypertonie
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Stress
  • Gerinnungsstörungen

nicht beeinflussbar

  • Alter
  • Geschlecht (männlich)
  • Familiäre Vorgeschichte
  • Genetik

  1. Welches sind die Hauptursachen, die zur Arteriosklerose führen können?

  • Fettstoffwechselstörungen
  • Rauchen
  • Hypertonie
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Stress
  • Alter
  • männliches Geschlecht
  • familiäre Vorgeschichte
  • Genetik
  • bakterielle Infektionen

Lernen