Anatomie Innere Klausur 18.01.16
Klausur
Klausur
-
- 1 / 160
-
Cartes-fiches
5. Wie kann man ohne technische Geräte eine pAVK erkennen? 4 Symptome
- Schmerzen in Ruhe oder nach nur sehr kurzer Belastung (wenige Meter) àGehstreckentest
- Kein arterieller Puls tastbar unterhalb der Stenose
- Blässe der Extremität
- Kühlere Hauttemperatur im Vergleich zur gegenüberliegenden Körperseite
- weniger oder fehlende Behaarung der betroffenen Extremität
4. Nennen Sie die Stadieneinteilung der pAVK nach Fontain-Ratschow.
Stadium 1: Symptomfrei, meist klinischer Zufallsbefund (z.B. fehlende periphere Pulse)
Stadium 2: Claudicatio intermittens (Schmerzen unter Belastung)
2a beschwerdefreie Gehstrecke > 200m
2b beschwerdefreie Gehstrecke < 200m
Stadium 3: Ruheschmerz
Stadium 4: Trophische Störungen (Nekrosen, Ulzera, Gangrän)
Was ist das Leitsymptom der pAVK?
Schmerzen bei Belastung der minderversorgten Extremität:
ein kribbelnder, ziehender oder stechender Schmerz mit zeitweisem Hinken, zwingt zum Stehenbleiben = Schaufensterkrankheit.
Dieser entsteht durch die Ischämie der Wadenmuskulatur, Symptombesserung nach kurzer Gehpause à Sauerstoffdefizit wird ausgeglichen und der Schmerz lässt nach, ein Weitergehen ist wieder möglich
In welchen Körperregionen tritt sie meistens auf? pAVK
Meistens tritt diese Erkrankung in den Beinen auf, sehr selten in den Armen.
Welche Personen sind davon betroffen? pAVK
Betroffen sind meist ältere Menschen, mehr Männer als Frauen mit den Hauptrisikofaktoren für eine Arteriosklerose:
• Rauchen
• Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“)
• Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
• Erhöhte Blutfettwerte (vor allem erhöhte Cholesterinwerte / LDL-Werte)
2. Was ist die Hauptursache für eine pAVK?
Die Ursache einer PAVK ist in den allermeisten Fällen eine Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“)
1. Was versteht man unter dem Begriff pAVK?
unter welchen drei anderen Begriffen ist diese Erkrankung in der Bevölkerung bekannt?
Die Abkürzung pAVK steht für die "periphere arterielle Verschlusskrankheit",
Durchblutungsstörungen der Extremitäten (der Beinarterien) durch Arterisklorse
auch "Schaufensterkrankheit", „Claudicatio intermittens“ oder „Raucherbein“ genannt.
6. Welche Therapiemaßnahmen gibt es? (Varizen)
Was sollten Patienten vermeiden?
allgemeine Maßnahmen: Hochlagern, Bewegungsübungen, Gewichtsreduktion, Hydrotherapie
Konservative Therapie: Kompressionsverbände, Kompressionsstrümpfe
Invasive, nicht- operative Therapie: Sklerotherapie, Radiofrequenzablation, Endovenöse Laserbehandlung
Operative Therapie: Varizenstripping, Kryostripping
langes Stehen oder sitzen
lange Sonnenbäder und Hitze (Sauna)
5. Welche Gefahren können bei Varizen auftreten?
begünstigt Entstehung von Thrombose mit Gefahr der Embolie
Blutung aus großen Varizen
Variko- /Thrombophlebitis
Entwicklung einer chronisch venösen Insuffizienz
Welche Symptome deuten auf eine frühe Varikosis hin?
Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen
Juckreiz in den Beinen
Neigung zu Nächtlichen Wadenkrämpfen, und Kribbeln in den Beinen
abendliche Knöchelödeme
vor allem abendliches Auftreten der Beschwerden sowie bei Wärme und längerem Stehen
3. Welche Ursachen und Risikofaktoren führen zu Varikosis?
Ursachen der primären Varikosis ist eine genetisch (50%)und konstitutionell veranlagte Venenschwäche.
Begünsigte Faktoren sind:
stehende Tätigkeiten
Adipositas
Rechtsherzinsuffizienz
Schwangerschaft.
Eine sekundäre Varikosis entsteht, wenn das Blut in den tiefen Beinvenen nicht mehr ungehindert abfließen kann, z.B.
nach Phlebothrombose = TVT
Trauma
Tumoren im Becken mit Kompression der Beckenvenen
AV- Fisteln (Kurzschlüsse zwischen Arterien und Venen im Bein
2. Wie häufig sind Varizen in der Bevölkerung und wer ist hauptsächlich betroffen?
Krampfadern (Varizen) treten mit großer Häufigkeit auf. (30% bei < 50 J. 70% bei > 50J.)
Frauen sind öfter betroffen als Männer. w:m = 3:1
1. Was bezeichnet man als Varikosis, was sind Varizen?
Varizen (Krampfadern) sind oberflächliche Venen, die pathologisch erweitert sind und sichtbar geschlängelt im Subkutangewebe verlaufen.
Das zugehörige Krankheitsbild heißt Varikosis (Krampfaderleiden).
Es werden 2 Typen der Varikosis unterschieden:
- primäre Varikosis (70%)
- sekundäre Varikosis (30%)
Welche Therapiemaßnahmen gibt es? TVT
Was ist bei bettlägerigen und immobilen Patient zu Beachten und warum?
Mobilisation, so früh als möglich
Kompressionsverband
Schmerzlinderung mittels NSAR
lokale Salbenverbände zur Kühlung und Entzündungshemmung
Heparinisierung (Gabe von Heparin) um Thrombenbildung zu verhindern
Mit welchem diagnostischen Verfahren kann eine Thrombophlebitis von einer TVT abgegrenzt werden?
Über eine Kompressions- oder Duplexsonographie kann eine TVT ausgeschlossen werden.
--> stellt den Durchfluss der tiefen Venen fest
Welche beiden schweren Komplikationen können auftreten? (Thrombophlebitis)
Ausweitung der Thrombophlebitis am Bein über die Perforansvene auf die tiefen Beinvenen
tiefe Venenthrombose àGefahr einer Lungenembolie
Gefahr einer systemischen bakteriellen Infektion: Sepsis (sehr selten!)
Welche Symptome deuten auf eine Thrombophlebitis hin?
Es kommt zu klassischen Entzündungszeichen (Kardinalsymptome: rubor, dolor, calor, tumor, functio laesa) entlang der betroffenen Vene, jedoch ist eine Schwellung im Rahmen einer Thrombophlebitis rein oberflächlich. Es kommt in der Regel nicht zu einer nennenswerten Störung des venösen Abflusses, da dieser zum größten Teil über die tiefen Venen erfolgt.
Was sind die Hauptursachen für eine Thrombophlebitis an der oberen bzw. unteren Extremiät?
am Arm: durch Verletzung, Reizung der Vene bei Injektionen und durch Infusionskanülen
(durch Infektion, reizende Medikamente)
am Bein: spontane Entzündung von Varizen
Warum kommt es zusätzlich zu arteriellen Durchblutungsstörungen? (Thrombophlebitis)
Da es durch chronische Entzündungsprozesse am Bein zur Schrumpfung von Muskelfaszien (Bindegewebshüllen um Muskeln) kommt, diese Komprimmieren die Muskeln und die darin verlaufenden Arterienà Durchblutung nimmt ab
7. Welche Veränderungen der Haut treten im Verlauf einer schweren CVI auf?
Haut wird empfindlicher, durchlässiger für schädigende Substanzen und anfälliger für die Entwicklung von allergischen und infektiösen Reaktionen.
rotbraune Verfärbung (durch Austritt von Erythrozyten) , Hyperpigmentierung, evtl. weiße Stellen dazwischen
wird derb und verletzungsempfindlich, entwickelt Ekzeme und Schuppungschließlich
offene Stellen= Ulcus cruris (offenes Bein).
6. Beschreiben sie die 3 Stadien der CVI
Grad I :Kleine erweiterte Venen an den Fußrändern verbunden mit Knochenödemen
Grad II: Zunehmende ödematöse Unterschenkel Schwellung mit fortschreitenden Hautschäden
und Juckreiz
Grad III: Ausbildung eines offenen Beins
5. Welche schweren Komplikationen können auftreten? (CVI)
Thrombose
schwere Entzündung bei Ulcus cruris
Versteifung des oberen Sprunggelenkes
4. Wie wird eine CVI diagnostiziert?
meist Blickdiagnose: die beschriebenen Hautveränderungen reichen zur einer Diagnose.
Anamnese: Z.n. Thrombose, Krampfadern in der Familie
Duplexsonographie: mittels Ultraschall werden Veränderungen der Venen erkannt.
3. Welche Symptome deuten auf eine CVI hin?
Dumpfe Schmerzen und Spannungsgefühl im Bein, nach längerem stehen
abends Knöchelödem und Besenreiser (Kleinste rot, blaue Adern an Fußrändern
Rotbraune Flecken und weißliche Hautverfärbungen am Unterschenkel
Gerötete, nässende, schuppende Haut am Unterschenkel verbunden mit Juckreiz
sehr verletzliche Hat an der selbst kleinste Wunden lange nicht heilen
Was sind die beiden Hauptursachen für eine CVI?
- Spätfolge einer tiefen Beinvenenthrombose => postthrombotisches Syndrom (PTS)
- primäre Varikose (anlagebedingte Krampfaderbildung)
Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Wenig Bewegung und Veranlagung spielen ebenfalls eine Rolle.
Was versteht man unter dem Begriff CVI?
Chronische venöse Insuffizienz, eine Erkrankung der Beinvenen, die mit venösen Abflussbehinderungen, Mikrozirkulationsstörungen und trophischen Veränderungen im Bereich der Unterschenkel und Füßen einhergehen.
Was ist Ziel der Therapie? COPD
Auslösende Faktoren verringern, um Lebensqualität und Lebenserwartung zu verbessern
7. Außer einer Stufenweise angepassten medikamentösen antiobstruktiven Therapie
sind welche Maßnahmen wichtig? (COPD)
Ausschalten der Auslöser
-> Nichtrauchen, Umwelt- und Berufsgifte und nass kaltes Klima meiden
Konsequente Therapie von pulmonalen Infekten (gezielte Antibiose)
Atemschulung (Atemgymnastik und Abklopfen)
Motivation und Aufklärung von Pat und Umfeld
O2- Gabe zu Hause mit O²-Konzentrator (16h/Tg) ggf assistierte Beatmung = CPAP
6. Was ist ein Lungenemphysem? Inwiefern beeinträchtigt es die Atmung? (COPD)
Entsteht durch irreversible Zerstörung von Alveolarwänden und Erweiterung der Alveolen.
Die Fläche für den Gasaustauch ist vermindert -> respir. Insuffizienz
Eingeatmete Luft kann nicht mehr vollständig ausgetaucht werden
-> Luft sammelt sich in der Lunge an -> Lunge überbläht -> Fassthorax
Gefahr von Spontan-Pneumothorax (Luft im Pleuraspalt mit Kolabieren der Lunge)
durch Platzen von großen Emphysemblasen -> akute schwerste, lebensbedrohliche Dyspnoe
5. Welche Komplikationen können bei einer COPD auftreten?
Wie beeinträchtigen diese das Leben des Patienten?
respiratorische Insuffizienz mit Dys- und Tachypnoe
Zyanose und Trommelschlägelfinger
Cor Pulmonale -> Rechtsherz-/Globalinsuffizienz
Lungenemphysem
Lebensbeeinträchtigung: Atemprobleme, fehlende Ausdauer bei Anstrengung, Infektanfälligkeit
--> bei schweren Formen: Invalidität, keine Teilnahme an normalen Alltag mehr möglich,
verkürzte Lebensdauer
. Welche Symptome deuten auf eine COPD hin?
Husten mit Auswurf
Belastungsdyspnoe
Leistungsabfall
wiederholte Infekte
2. Was ist die Hauptursache? Nennen Sie noch zwei weitere. (COPD)
Rauchen!
- Luftverschmutzung,
- häufige Infekte
- Genetik
Wie definiert die WHO eine chronische Bronchitis? Was versteht man unter obstruktiv?
Wenn in zwei Folgejahren mindestens drei Monate im Jahr Husten mit Auswurf bestehen.
Obstruktiv = Verengung der Bronchien
1. Was bedeutet der Begriff COPD /COLD?
Chronisch obstruktive Bronchitis/ chron. obstuctive pulmonary/lung disease
Dauerhafte Schädigung der Bronchialschleimhaut und Obstruktion mit gehäuften Infektionen.
6. Wie läuft eine konservative Therapie ab wie lange dauert sie in der Regel?
Sofortige Klinikeinweisung mit Notarzt, Patient bis Therapie möglichst wenig bewegen
Gerinnungshemmung mit Heparin iv. oder sc. ggf. Fibrinolyse bei schwerer Lungenembolie
Nach 4-6 Tagen überlappend orale Antikoagulation (Marcumar) für 6Monate
Mobilisation
Wie gefährlich ist eine Lungenembolie?
Wenn ein Blutgerinnsel ein sehr kleines Gefäß blockiert, kann es unbemerkt oder mit geringen Problemen sein.
Bei ausgedehnter Embolie kommt es zu akuter Lebensgefahr, da das Herz gegen einen stark erhöhten Widerstand anpumpen muss (Herzschwäche).Außerdem kommt es zum Sauerstoffmangel.
Es kann zum Kreislaufkollaps der auch Tod führen.
5. Welche Komplikationen können bei einer Lungenembolie auftreten?
Rechts- bzw. globales Herzversagen à kardiogener Schock
chron. Cor pulmonale (Hypertrophie, Erweiterung des rechten Ventrikels)
Rezidivembolien in 30% der Fälle
Lungeninfarkt, Infarktpneumonie
Atelektasen (nicht belüftete Lungenabschnitte)
resp. Insuffizienz
4. Durch welche Untersuchungen lässt sich die Diagnose sichern?
Was kann bei fehlenden D-Dimeren im Blut ausgeschlossen werden?
Anamnese: a Symptome der TVT:
(Ödeme am Fußknöchel/ Unterschenkel oder ganzen Bein,
gerötete oder lila gefärbte Haut, Spannungsgefühl)
- Immobilität
- OP
- Andere Risikofaktoren
EKG: in 50% der Fälle typ. Veränderungen
Labor: D- Dimere erhöht (weiteres siehe Lungenembolie-> Diagnose)
Bei fehlenden D-Dimeren im Blut kann eine Lungenembolie ausgeschlossen werden.
3. Welche Symptome deuten auf eine Lungenembolie hin? (5)
Husten, evtl. blutiger Auswurf (Hämoptoe)
akut einsetzende Dyspnoe, Zyanose
Tachycardie, art. Hypotonie
Thoraxschmerzen
kalter Schweiß, Angst, Synkope, Bewusstlosigkeit
gestaute Halsvenen
ggf. Symptome der TVT