.


F. Z.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Überblick über die Anatomie und Funktionen verschiedener Muskeln und Gelenke, insbesondere des Hüftgelenks, Schultergelenks und Kniegelenks. Sie behandeln die Ursprünge, Ansätze und Funktionen von Muskeln wie dem langen Großzehenbeuger, dem Zehenstrecker und dem Oberschenkelbindenspanner. Ideal für Medizinstudenten und Physiotherapeuten, die ihr Wissen über die menschliche Anatomie vertiefen möchten.
Cartes-fiches
149
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Histoire naturelle
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
31.03.2016 / 08.04.2016

Cartes-fiches

Gelenke - Allgemeines, Aufbau & Funktion 

Allgemeines

  • Echte Gelenke (=Diarthrosen) ermöglichen Körperbewegungen
    • Zwei Knochen sind durch bewegliche Verbindungen, den Gelenken, verbunden
  • Bei unechten Gelenken (=Synarthrose) ist die Bewegung fast völlig eingeschränkt
    • Zwei Knochen sind durch Bänder Knorpel oder Knochengewebe ohne einen Gelenkspalt fest verbunden

Auifbau

  • Gelenkkopf
    • ermöglicht Bewegungsfunktion mit Gelenkpfanne
  • Gelenkknorpel
    • Überzieht den Gelenkknorpel
    • Ermöglicht eine besseres Gleitverhalten der knochen
    • Schutz vor mechanischer Zerreibung
    • Größere Druckverteilung durch elastische Verformbarkeit
  • Gelenkspalt
    • Spaltraum zwischen den Gelenkpartner
    • Ermöglicht  Beweglichkeit
  • Gelenkknorpel
  • Gelenkpfanne
    • ermöglicht Bewegungsfunktion mit Gelenkkopf
  • Gelenkflüssigkeit (=Synovia)
    • Wird von der Gelenkinnenhaut produziert
    • Sorgt für die Ernährung des Gelenkknorpels
    • Verminderung von Reib und Scherkräften
    • Schutzeinrichtung bei Gelenkentzündung
      • Vermehrte Produktion von Synovia
  • Gelenkkapsel
    • Umhüllung des Gelenkspalts 
    • Schließt Gelenkhöle luftdicht ab
    • besteht aus zwei Schichten (Innen- & Außenhaut)

Hilfseinrichtungen der Gelenke

  • Diskus (bsp.: Bandscheibe)
    • faserknorpelartige Scheiben die an den Gelenkkapseln fixiert sind
    • ermöglichen gleichmäßige Spannungsverteilung in den Gelenkhöhlen
    • Verbesserte Kontaktführung zwischen den Gelenken
  • Meniskus (bsp.: Knie)
    • unvollständiger halbmondförmiger Diskus
    • gefäßdurchzogen und hat Rezeptoren
    • ermöglicht gleichmäßige Spannungsverteilung in den Gelenkhöhlen
    • Verbesserte Kontaktführung zwischen den Gelenken
  • Bänder
    • kollagene Fassermassen
      • verbinden Gelenkpartner
    • Bewegungsführung
    • Begrenzung des Bewegungsumfanges

Bewegungsausmaß eines Gelenkes

Das Bewegungsausmaß wird bestimmt von:

  • Form des Gelenkes
    • die Knochenführung
  • Muskelführung
    • Länge & Dehnfähigkeit der gelenkumgebenden Muskeln
  • Weite der Gelenkkapsel
  • Anordnung der Bänderführung

 

Gelenksformen

  • Scharniergelenk
    • Oberarm-Ellen-Gelenk; oberes Sprunggelenk
    • 2 Bewegungsrichtungen um1 Achse
      • Flexion (Beugung)
      • Extension (Streckung)
  • Kugelgelenk
    • Schultergelenk; Hüftgelenk
    • 6 Bewegungsrichtungen um 3 Achsen
      • Anteversion (Vorwärtshebung) bzw. Flexion (Beugung) 
      • Retroversion (Rückwärtshebung) bzw. Extension (Streckung)
      • Abduktion (Abspreizen)
      • Adduktion (Heranführen)
      • Außenrotation (Auswärtsdrehung)
      • Innenrotation (Einwärtsdrehung)
  • Eigelenk
    • proximales Handgelenk
    • 4 Bewegungsrichtungen um 2 Achsen
      • Flexion (Beugung)
      • Extension (Streckung)
      • Radialabduktion (Seitneigung zur Speiche)
      • Ulnarabduktion (Seineigung zur Ulna
  • flaches bzw. plattes Gelenk
    • Zwischenwirbelgelenke der Wirbelsäule
    • 6 Bewegungsrichtungen um 3 Achsen
      • Flexion (Beugung)
      • Extension (Steckung)
      • Lateralflexion nach rechts (Seitbeugung rechts)
      • Lateralflexion nach links (Seitbeugung links)
      • Rotation rechts (Drehung rechts)
      • Rotation links (Drehung links)
  • Rad- oder Zapfengelenk
    • Altas/ Axis (Gelenk zwischen 1. und 2. Halswirbel)
    • 2 Bewegungsrichtungen um 1 Achse
      • Pronation bzw. Innenrotation (Einwärtsdrehung)
      • Supination bzw.  Außenrotation (Auswärtsdrehung)
  • Sattelgelenk
    • Daumengelenk
    • 4 Bewegungsrichtungen um 2 Achse
      • Abduktion (Abspreizen)
      • Adduktion (Heranführen)
      • Opposition (Gegenüberstellen)
      • Reposition (Zurückstellen)

Bestandteile des aktiven Bewegungssystem und deren Funktionen

  • Skelettmuskulatur
    • Bewegungs-, Stütz- & Schutzfunktion
  • Sehen
    • Kraftübertragung von der Skelettmuskulatur auf die Knochen
  • Hilfseinrichtungen der Muskulaur
    • Sehnenscheiden
      • Verminderung der Reibung auf die Sehnen an den Knochenvorsprüngen
    • Schleimbeutel
      • Verminderung der Reibung auf die Sehnen an den Knochenvorsprüngen
    • Sesambeine 
      • Vergrößerung der Hebel und somit der Kraftübertragung

Muskelgewebsarten

  1. Skelettmuskulatur
    • Querstreifung durch abwechselnd helle & dunkle Zonen in den Myofibrilen
    • Steuerung & Aktivierierung der Muskulatur geschieht
      • willkürlich über das zentrale Nervensystem (=ZNS)
    • Kontraktion sind je nach Fasertyp abhängig
      • von langsam & ausdauernd bis schnellkräftig
  2. Herzmuskulatur
    • Querstreifung durch abwechselnd helle & dunkle Zonen in den Myofibrilen
    • Steurung & Aktivierung des Muskels geschieht
      • autonom üner das eigene Reizbildungs- & Reizleitungssystem
    • Kontraktion hat die Herzmuskulatur einen hohen Ermüdungswiderstandsfähigkeit
  3. Glatte Muskulatur
    • längliche spindelförmige Zellen ohne Querstreifung
    • Steurung & Aktivierung der Muskeln geschieht
      • unwillkürlich über das eigene Nervensystem
    • Langsame Kontraktionen & unermüdlich
    • Beispiel: Gefäsystem, Eingeweide

Die Skeletmuskulatur - Allgemeines, Aufbau & Funktion

Allgemeines

  • der Bindegewebsmantel gehen am Muskelende in das straffe Kollagene Bindegewebe der Muskelsehne ein
  • das Bindegewbsmantel sorgt dafür dass der Muskel seine anatoische Form hält
  • Sehr Blutreich und Myoglobin (=roten Muskelfarbstoff bzw. bindet Sauerstoff = Hämaglobin)
    • deshalb hat der Muskel eine rote Farbe
  • Gute Versorgung von Nerven und Blutgefäßen
    • Bflutgefäße verzweigen sich dann in Kapillaren (= feinste Blutgefäse)
    • Nerven verzweigen sich und treten als Synapse (=motorische Ennplatte) in Kontakt mit der Zellmembran und Muskelzelle

Aufbau

  1. Muskel
    • Epimysium (=Muskelfaszie) - äußere umhüllende Bindegewebe
  2. Sekundärbündel
    • externum Perimysium - ümhüllendes Bindegewebe
  3. Muskelfaserbündel
    • internus Perimysium - ümhüllendes Bindegewebe
  4. Muskelfaser
    • Endomysium - umhüllendes Bindegewbe
  5. Myofibrile
    • Sarkolemm - umhüllendes Bindegewebe
    • befähigen Muskelzelle zur Spannungsenwicklung
    • lange parallel angeordnete Eiweißketten
    • Untergliedert in helle & dunkle Zonen
      • A- & I- Bänder
  6. Sarkomer
    • regelmäßige kettenartige Anordnung der Querstreifung der Myofibrille
      • Abschnitt der Myofibrille
    • besteht aus Aktinfilamenten (=dünne Eiweißfäden) und Myosinfilamente (=dicke Eiweißfäden)
    • Mysonfilamente befinden sich in der Mitte
    • Aktifnilamente befinden sich jeweils neben den Myosinfilamenten 
      • sie sind an den Z-Scheiben angeheftet

Funktion

  • Zusammenspiel zwischen Skelettmuskulatur und zentralem Nervensystem geschieht über die motorischen Einheiten
  • Eine motorische Einheit besteht
    • Vorderhornzelle des Rückenmarks
    • efferenten motorischen Nerv (vom Nervensystem zu Musklutatur weiterleitender Nerv)
    • den Muskelzellen (die von den Nerven versorgt werden)

Funktion der Skelettmuskulatur

Zusammenspiel zwischen Skelettmuskulatur und zentralem Nervensystem geschieht über die motorischen Einheiten

  • Eine motorische Einheit besteht
    • Vorderhornzelle des Rückenmarks
    • efferenten motorischen Nerv (vom Nervensystem zu Musklutatur weiterleitender Nerv)
    • den Muskelzellen (die von den Nerven versorgt werden)
  • motorische Vorderhornzelle eintscheidet ob ein Muskel sich anspannt
    • dabei werden immer mehrere Muskelzellen angesprochen
    • immer zum gleichen Muskelfasertyp
    • desto präziser und fein abgestuftere Bewegungen, desto weniger Muskelzellen werden von der motorischen Nervenzelle kontrolliert
      • Fingermuskulatur wird einer Nervenzelle ca. 5-10 Muskelzellen zugeordnet
      • Rückenmuskulatur wird einer Nevenzelle ca. 2000 Muskelzellen zugeordnet
  • Durch Nervenimpuls wird die Muskelzelle zur Kontraktion angeregt
    • dicken Myosinfilamente ziehen die Aktinfilamente von beiden Seiten aus in die Mitte des Sarkomers
    • letzendlich zieht sich sich auch die Myofibrille zusammen und somit die ganze Muskelzelle --> Muskel
    • bei Nachlassen des Muskelimpulses ziehen die Myosinfilamente nicht mehr an den Aktinfilamenten, so dass die Sarkomer

Muskelfasertypen

Typ-I Muskelfaser -- Rote Muskelfaser -- "Slow-Twitch-Fibers"

  • Funktion: langsam-ausdauernd
  • Mitochondirenzahl: Hoch
  • Oxidative Enzyme: Hoch
  • Antioxidative Enzyme: Niedrig
  • Laktatbildung: Niedrig
  • Kapillarisierung: Hoch
  • Myoglobingehalt: Hoch
  • Phosphatspeicher: Niedrig
  • Glykogenspeicher: Hoch
  • Elektrische Erregbarkeit: niedrig
  • Kontraktionsgeschwindigkeit: Langsam

Training der Kraftausdauer & Ausdauer

  • Zunahme der Glykogenspeicher in den Typ-I Faser
    • geringe Querschnittszunahme
  • Vermehrung & Vergrößerung der Mitochondrien
  • Zunahme der aeroben Enzyme in den Mitochondrien
  • Vergrößerung der Myoglobinspeicher
  • Zunahme der Kapillarisierung
  • Abnahme der Diffusionsstrecke für Sauerstoff
    • besseres Sauerstoffangebot

Typ-II Muskelfaser -- Weiße Muskelfaser -- "Fast-Twitch-Fibers"

  • Funktion: schnell-kräftig
  • Mitochondirenzahl: Niedrig
  • Oxidative Enzyme: Niedrig
  • Antioxidative Enzyme: Hoch
  • Laktatbildung: Hoch
  • Kapillarisierung: Niedrig
  • Myoglobingehalt: Niedrig
  • Phosphatspeicher: Phosphat
  • Glykogenspeicher: Niedrig
  • Elektrische Erregbarkeit: Hoch
  • Kontraktionsgeschwindigkeit: Schnell

Training der Maximalkraft & Schnellkraft

  • Vermehrung der kontraktilen Elemente der Typ-II Faser
    • Querschnittszunahme
  • Zunahme der anaeroben Enzyme
  • Zunahme des Glykogenspeichers
  • Zunahme des ATP- & KrP-Gehalts
  • Zunahme der Diffusionsstrecke für Sauerstoff in der Muskelzelle
    • Aufgrund der Querschnittszunahme
  • Zunahme der Innervationsgeschwindigkeit der Typ-II Faser

Sehnen 

Allgemeines

  • bestehen aus straffem, unelastischem kollagenem Bindegewebe
    • in dem Nerven und Sehenspindeln (=sensible Endorgane) vorhanden sind
  • sind Verbindung zwischen dem Muskel und den Knochen
    • übertragen die Kraft auf das Skelettsystem
  • Hilfseinrichtungen wie Schleimbeutel & Sehnenscheiden reduzieren den reibungsbedingten Kraftverlust
  • Muskelfascien
    • umhüllen den Muskel 
    • sorgen dafür, dass der Muskel seine Form hält
  • Sehnenscheiden
    • schützen Sehnen vor Zerreibung an den Knochen
    • geben Sehnen eine Führungsrichtung vor
  • Schleimbeutel
    • fungieren als Verschiebe- und Abfederungspolster zwischen Muskeln, welche knochenansatznahe Gelenknähe haben 
    • Minimierung der Reibung einzelner Gewebe gegeneinander
  • Sesambeine 
    • sind in Sehnen oder Gelenkkapseln eingelagerte rundliche Knorpel oder Knochenstrukturen
    • Führung von sehnenscheidenfreien Sehnen an Knochen 
    • Erhöhung der Hebelwirkung und somit auch die Kraftentfaltung
      • Kniescheibe

Agonist - Antagonist - Synergist

  • Agonist = Spieler
    • führt eine bestimmte Bewegung aus
  • Antagonist = Gegenspieler
    • ist für die entgegengesetzte Bewegung zuständig
  • Synergist = Mitspieler
    • unterstützt die Bewegung des Agonisten

Volumenzunahme der Skelettmuskulatur

  • Hypertrophie
    • Verdickung bzw. Vergrößerung der einzelnen Muskelzellen
      • Wissenschaftlich gesichert
    • überschwelliger Trainingsreiz muss gesetzt werden
    • wird eingeleitet von den Satelitenzellen
    • Muskelzellen besitzen keine Teilungsfähigkeit
      • nach jedem Training würden Zellen absterben und Muskel dünner
    • Satellitenzelle sind sog. "Ersatzzellen" und sind unter der äußersten Hülle der Muskelzelle
    • durch Krafttraining wird der Muskel verletzt
      • abgestorbene Faserabschnitte (=Nekrosen) werden von weißen Blutkörperchen abtransportiert
    • aktivierte Satellitenzellen (=Myoblasten) wandern in das verletzte Gebiet der Faser ein
    • Myoblasten fusionieren miteinander zu sog. Myotuben
    • narbenfreie Regeneration des verletzten mikortraumatisierten Muskelzellbereiches
    • Nachkommen der Satellitenzellen sind direkt unter der äußersten HAut wieder
      • nur nicht bei Muskelerkrankungen und ständigen Schädigungen und Degenerationsprozesse
  • Hyperplasie
    • Vermehrung von Muskelzellen
      • Wissenschaftlich nicht gesichert (nur Tierversuche)
      • Bodybuilder haben dickere und MEHR Muskelzellen
    • sehr hohe mechanische Muskelspannung erfolderlich
    • Muskelvergrößerung hauptsächlich durch Hypertrophie aber:
    • kommt es zu einer Vermehrung von Muskelzellen können diese wieder hypertrophieren
    • Hyperplasie ist abhängig von der Genetik

Muskelkater

Ursachen von Muskelkater

  • zu hohe & ungewohnte Belastungen führen zur Spannungen auf die Mikrostruktur
    • Spannung ist zu hoch, dass es zu Einrissen in den Z-Streifen kommt
  • In die Mikrotraumen gelangen Eiweißbruchstücke
    • Diese reizen die Nervenenden
      • welche wiederum mit Schmerzempfinden reagieren
        • NOZIREPTION
  • Schmerzempfinden führt zu einer lokalen reflektorischen Verpsannung der Muskulatur
  • Muskelverspannung führt zu einer verschlechterten Durchblutung
    • Regenerationsprozess wird verlangsamt
  • Kraftleistung sinkt durch Reizung der Nerven und lokalen Mikrotraumen

Therapie des Muskelkaters

  • durchblutungsfördernde Maßnahmen
    • Wassertherapie, Sauna
  • sportliche Betätigung mit niedriger Intensität
    • Kraft- oder Ausdauertraining
  • KONTRAPRODUKTIV
    • Belastung mit gleicher Intensität
    • intensives Dehnen
    • Masagen

Aufbau eines Wirbels, Bandscheibe und Wirbelsäule

 

Aufbau eines Wirbels

  1. Wirbelkörper stellt Stützelement dar
  2. Wirbelbogen geben seitlich die Querfortsätze ab und nach hinten die sog. Dornfortsätze ab
    • zwischen dem Wirbelbogen und Wirbelkörper gibt es das Wirbelloch
  3. Wirbelloch verlaufen die Nervenstränge
  4. Die Gelenkfortsätze (=bilden die Gelenkfläche) haben Kontakt zu den benachbarten Wirbelgelenken
    • Neigung der Gelenkfortsätze bestimmt wie beweglich der Abschnitt der Wirbelsäule ist

Aufbau der Bandscheibe (=Zwischenwirbelscheibe)

  • besteht aus Faserknorpelsubstanz und hat keine Blutgefäße
    • muss durch Wechseldruckbelastung ernährt werden
    • In der Entlastungsphase saugt sie sich voll wie ein Schwamm
  • Höhe bzw. Größe der Bandscheibe nimmt nach unten zur Lendenwirbelsäule zu
    • da Druckbelastung im Lendenbereich am Größten ist
  • besteht aus einem äußeren und inneren Ring
  • Äußerer Ring besteht aus festen kollagenen Fasern
    • die mit festen Deckplattern der Wirbelkörper verbunden sind
  • Innerer Ring (=Gallertkern) bindet Wasser
    • dient als Stoßdämper oder Wasserkissen

Aufbau der Wirbelsäule

  • zwei übereinander liegende Wirbelkörper und einer Bandscheibe (=Faserknorpel)
  • Wirbelsäule weist eine "Doppel-S-Form" auf
  • 33 -34 Wirbel insgesamt mit 23 Zwischenwirbelscheiben
    • 7 Halswirbel - Lordose
    • 12 Brustwirbel - Kyphose
    • 5 Lendenwirbel - Lordose
    • 5 miteinander verschmolzenen Kreuzwirbel - Kyphose
    • 4-5 miteinander verschmolzenen Steißwirbel

Funktion der Wirbelsäule

  1. Stützfunktion des menschlichen Skeletts als Zentrum des Bewegungssystem
  2. Puffer- und Stoßdämpferfunktion
    • Doppel-S-Form & Bandscheiben
  3. Aufrechte Körperhaltung
  4. Bewegungsfunktion
  5. Schutzfunktion für das Rückenmark

Trainingsprinzipien für die Wirbelsäule

Allgemeine Trainingsprinzipien

  • Übungen sollten in aufrechter Körperpostion mit physiologischer Rückenhaltung durchgeführt werden
  • Bei Übungsausführung sollte eine Ganzkörperspannung beachtet werden
    • entlastet das passive Bewegungssystem
  • Übungen im Stehen sollten bevorzugt werden
    • Beine entlasten die Bandscheiben
  • Übungen in vorgebeugter Trainingshaltung sollten nur Fortgeschrittene ausführen
    • korrekte Bewegungstechnick und Fähigkeit zur Autostabilisation

Training der Wirbelsäule - Beteiligte Muskulatur, Gelenke, Bewegungsmöglichkeit

Allgemeines

  • flaches bzw. plattes Gelenk
  • zwei übereinanderliegende Wirbel und dazwischen eine Bandscheibe
  • Gelenkstabilisation geschieht muskulär & ligamentär (=durch Bänder)

Beteiligte Muskulatur

  1. erector spinae (=autochthone Rückenmuskulatur)
  2. quadratus lumborum (=quadratischer Lendenmuskel)
  3. rectus abdominis (=gerader Bauchmuskel)
  4. transversus abdominis (=querverlaufender Bauchmuskel)
  5. obliquus externus abdominis (=äußerer schräger Bauchmuskel
  6. obliquus internus abdominis (=innerer schräger Bauchmuskel)

Bewegungsmöglichkeit

  1. Extension (=Steckung)
    • erector spinae (=autochthone Rückenmuskulatur)
  2. Flexion (=Beugung
    • rectus abdominis (=gerader Bauchmuskel)
    • obliquus externus abdominis (=äußerer schräger Bauchmuskel)
    • obliquus internus abdominis (=innerer schräger Bauchmuskel)
  3. Lateralflexion (=Seitbeugung nach rechts und links)
    • obliquus externus abdominis (=äußerer schräger Bauchmuskel)
    • obliquus internus abdominis (=innerer schräger Bauchmuskel)
    • erector spinae (=autochtone Rückenmuskulatur)
    • quadratus lumborum (=quadratischer Lendenmuskel)
  4. Rotation (=Drehbewegung)
    • obliquus externus abdominis (=äußerer schräger Bauchmuskel)
    • obliquus internus abdominis (=innerer schräger Bauchmuskel)
    • erector spinae (=autochthone Rückenmuskulatur)

Autochthone Rückenmuskulatur - lateraler Trakt

erectoer spinae = autochthone Rückenmuskulatur

  • iliocostales
    • Ursprung:
      • Hüftbein
    • Ansatz:
      • Rippen
  • longissimi
    • Ursprung:
      • Dornfortsätzen
    • Ansatz:
      • Querfortsätzen
      •  Rippen
  • spinales
    • Ursprung:
      • Dornfortsätzen 
    • Ansatz:
      • Querfortsätzen

Funktion

  • Extension (=Steckung)
  • Lateralflexion (=Seitliche Beugung nach rechts und nach links)
  • statische Funktion

Autochthone Rückenmuskulatur - medialer Trakt

erector spinae = autochthone Rückenmuskulatur

  • semispinales
    • Ursprung:
      • über Wirbel 4-7
    • Ansatz:
      • Dornfortsätzen
  • multifidi
    • Ursprung:
      • über Wirbel 2-3 
    • Ansatz:
      • Dornfortsätzen

Funktion

  • Extension (=Streckung)
  • Lateralflexion (=Seitbeugung nach rechts und nach links)
  • Rotation (=Drehbewegung)
  • PRIMÄR
    • Segmentelle Stabilisation
    • segmentale dynamische Funktion
  • Segmentelle Stabilisation

Autochthone Rückenmuskulatur - medialer Trakt - Kurzer Teil

erector spinae = autochthone Rückenmuskulatur

  • intertransversarii
    • Urpsrung:
      • Querfortsätze
    • Ansatz:
      • Querfortsätze
  • interspinales
    • Ursprung:
      • Dornfortsätze
    • Ansatz:
      • Dornfortsätze
  • rotatores
    • Ursprung:
      • Querfortsätze
    • Ansatz:
      • Dornfortsätze

Funktion

  • Extension (=Streckung)
  • Lateralflexion (=Seitbeugung nach rechts und nach links)
  • Rotation (=Drehbewegung)
  • PRIMÄR
    • Segmentelle Stabilisation
    • segmentale dynamische Funktion
  • Segmentelle Stabilisation

gerader Bauchmuskel

rectus abdominis = gerader Bauchmuskel

  • Ursprung:
    • 5. - 7. Rippenknorpel & Brustbein
  • Ansatz:
    • Schambein
  • Funktion
    • Flexion der Wirbelsäule
  • Besonderheiten 
    • Muskelfaserverlauf wird durch Schalt- bzw. Zweischensehnen in mehrere Bewegungssegmente unteretiel
      • sog. "Sixpack"

äußerer schräger Bauchmuskel

obliquus externus abdominis = äußerer schräger Bauchmuskel

  • Ursprung:
    • Außenfläche der 5. - 12 Rippe
  • Ansatz:
    • Darmbeinkamm,
    • Leistenband,
    • weiße Linie
  • Funktion
    • Flexion (=Beugung)
    • Lateralflexion (=seitliche Beugung nach rechts und links)
    • Rotation der Wirbelsäule (=Drehung)

innerer schräger Bauchmuskel

obliquus internus abdominis = innerer schräger Bauchmuskel

  • Ursprung:
    • Darmbeinkamm
    • Leistenband
    • Lendenaponeurose
  • Ansatz:
    • 9-12. Rippe
  • Funktion
    • Flexion (=Beugung)
    • Lateralflexion (Seitliche Beugung nach rechts und links)
      • Rotation der Wirbelsäule (Drehbewegung)

querverlaufender Bauchmuskel

transversus abdominis = querverlaufender Bauchmuskel

  • Ursprung
    • Innenfläche des 7.-12. Rippenknorpels
    • Lendenfascie
    • Darmbeinkamm
  • Ansatz
    • Scheide des geraden Bauchmuskel
  • Funktion
    • Bauchpresse
    • Stabilisation der physiologischen Lendenlordose

quadratischer Lendenmuskel

quadratus lumborum = quadratischer Lendenmuskel

  • Ursprung
    • Darmbeinkamm
  • Ansatz
    • 12. Rippe
    • Querfortsätze der Lendenwirbel
  • Funktion
    • PRIMÄR - Lateralflexion (=Seitliche Beugung nach rechts & links)
    • Extension der Wirbelsäule (=Streckung)

Schlüsselbein

Clavicula

Brustbein

Sternum

Schulterblatt

Scapula

Oberarm

humerus

Schulterkopf

Acromium

Schädel

Cranium

Kniescheibe

Patella

Sprungbein

Talus

Speiche

Radius

Brustkorb

Thorax

Dambein

os ilium

Oberschenkel

Femur

Wadenbein 

Fibula

Schulterblatt 

Scapula

Elle

 

Ulna

Wirbelsäule

Columna vertebralis

Étudier