Altprotokolle - Fertigarzneimittel

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N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über altbewährte pflanzliche Arzneimittel und deren Anwendung im universitären Kontext. Sie behandeln Themen wie Dosierung, Wirkung und Evidenz von Extrakten aus Drogen wie Rhodiola, Ginkgo und Thymian. Besonders nützlich für Studierende der Biologie, die sich mit der Anwendung und den Wirkmechanismen von pflanzlichen Arzneimitteln vertraut machen möchten.
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Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
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Créé / Mis à jour
12.07.2016 / 18.01.2017

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Phytohustil

FAM 

Althaea officinalis Extrakt

Prospan Lutschtpastillen

Efeutrockenextrakt

1 Lutschpastille enthält 26 mg Trockenextrakt aus Efeublättern (5 - 7,5 : 1). Auszugsmittel: Ethanol 30 % (m/m).

  • nicht <6 J. 
  • nach der Mahlzeit im Mund zergehen lassen
  • Dosis: Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren lutschen 4-mal täglich 1 Pastille (entsprechend 104 mg Efeublätter-Trockenextrakt bzw. 624 mg Droge pro Tag). Kinder von 6-12 Jahren lutschen 2-mal täglich 1 Pastille (entsprechend 52 mg Efeublätter-Trockenextrakt bzw. 312 mg Droge pro Tag) -> mehr als nach Kommission E
  • alkoholfrei

Qutenza

so hohe Konzentration, dass es die Schmerzrezeptoren killt?? dadurch 8 Wochen Schmerzfreiheit, aber sehr starke Schmerzen bei Anwendung,

• Pflaster enthält 640 µg/cm2 Capsaicin (lineare Freisetzungskinetik)

• sollte von einem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft unter der Aufsicht eines Arztes angewendet werden

• angewendet zur Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen

• darf nur auf unverletzte, nicht gereizte, trockene Haut aufgebracht werden

• beim Umgang mit Qutenza und beim Reinigen der Behandlungsareale sollten immer Nitrilhandschuhe getragen werden

• soll an den Füßen (z.B. bei HIV-assoziierter Neuropathie) 30 Minuten und an anderen Stellen (z.B. bei postherpetischer Neuralgie) 60 Minuten aufgeklebt bleiben

• Behandlung kann alle 90 Tage wiederholt werden, falls die Schmerzen persistieren oder wiederkehren

 • verschreibungspflichtig

Remifemin

Zus.: 1 Tbl. enth.: Trockenextrakt aus Cimicifuga-Wurzelstock (6-11:1) 2,5 mg  -> laut Kommission E 40-60 mg Droge entsprechende Auszüge mit Ethanol 40-60%, laut Escop mit Isoprop 40% o. EtOH 40-60% 40-140 mg/Tag 

=> 2,5 x 6, 2,5 x 11 = 15-27,5 mg pro Tablette, 2x tägl = 30-55 mg Droge entsprechend

Auszugsmittel: 2-Propanol 40 Vol.-%.
Weit. Bestandteile: Cellulosepulver, Lactose 1H2O, Kartoffelstärke, Magnesiumstearat, Pfefferminzöl.


Anw.: Psychische u. neurovegetative Wechseljahresbeschw. wie: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen.
Anw.-beschränk.: Z 30. Lebererkrank. Gleichz. Einn. von Östrogenen (verstärkte Wirk. mögl.).
Nebenw.: Selten allerg. Hautreakt. (Nesselsucht, Hautjucken, Hautausschlag), Magen-Darm-Beschwerden (dyspept. Beschw., Durchfall), Gesichtsödeme, periphere Ödeme. Selten Erhöh. d. Leberwerte (Transaminasen) u. Gewichtszunahme. Sehr selten Berichte über Leberschädigungen unter der Cimicifuga-Ther. (Zusammenhang unklar).
Dos.: 2-mal tgl. 1 Tbl. unzerkaut m. Flüssigk. einnehmen.

nach heutiger Erkenntnis total der Unfug, weil keine östrogene Wirkung

Remifemin plus Dragees

Zus.: 1 Drg. enth.: Extr. Herba Hyperici sicc. (stand.: 0,25 mg Gesamthypericin ), Extr. Rhiz. Cimicifugae sicc. (stand.: 1 mg Triterpenglykoside ber. als 27-Deoxyactein).

Anw.: Klimakterische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, depressive Verstimmungszustände und psychovegetative Störungen wie Niedergeschlagenheit, innere Anspannung, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Angst u./o. nervöse Unruhe, prämenstruelle psychovegetative Beschwerden.
Dos.: 2mal tgl. 1 Drg., bei Bedarf 2mal tgl. 2 Drg. unzerkaut m. Flüss. einnehmen

Rivoltan

Teufelskralle

Rivoltan® Teufelskralle 480 mg Filmtabletten

• Zus.: 1 Filmtbl. enth.: Trockenextrakt LI 174 aus Teufelskrallenwurzel (4,4-5:1) 480 mg Auszugsmittel: Ethanol 60% (V/V).

• Anw.: Zur unterstützenden Therapie bei Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates.

• Nebenw.: Selten: Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen. Sehr selten: Überempfindlichkeitsreakt. wie Exanthem, Urticaria, Gesichtsödeme bis hin zum anaphylakt. Schock; bei insulinpflichtigem Diabetes mell. Hyperglykämie mögl.

• Dos.: Erw. u. Heranw. ab 12 J. 2-mal tgl. 1 Filmtbl. -> im Vgl zu Rheuma Empfehlung von Kommission E nur 300 mg „unterdosiert“ bei 4,4 also passt es ungefähr

Sativex

Sativex: warum bezahlt das die Kasse nicht?

  • in der EU zugelassen
  • Oromucosal Spray
  • Spissumextrakt(Dickextrakt) von Cannabis sativa L. folium cum flore
  • Blüten/Blätter mit einem Mindestgehalt von 60% Δ9-Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol
  • 100 µl Stray enthalten 27 mg Δ9-THC und 2,5 mg CBD in Ethanol
  • Dosierung individuell, maximal 12 Sprühstöße
  • zugelassen als Zusatzbehandlung mittelschwerer und schwerer Spastik bei Patienten mit MS
  • Nebenwirkungen: Schwindelgefühle, Müdigkeit, Übelkeit, Schlaflosigkeit
  • Abhängigkeitsentwicklung ist unwahrscheinlich

Sinupret forte

literaturbezogene Zulassung, aber angeblich auch Wirksamkeit belegt

antirheumatisch, antitussiv

Indikation: bei akuter Bronchitis ->

  • enthält gepulvertes Eisenkraut (schlecht, sollten eig. nur 36 mg sein): Iridoide sind gallenflussfördernd
  • Enzianwurzel gepulver 12 mg (Amarum, Verdauungsbeschwerden, tierexp. bei Bronchitis wirksam)
  • Gartensauerampferkraut gepulver 36 mg
  • Holunderblüten gepulver 36 mg
  • Schlüsselblumenblüten (entspricht sogar tatsächlich Indikation) gepulvert 3 mg -> laut Kommission E aber 2-4 mg Droge

Soledum

reines Cineol, Kapseln

Cineol erhöht die Zilienschlagfrequenz

bei produktivem Husten -> bei oraler Einnahme erfolgt Resoprtion in die Blutbahn -> wird über Lunge abgeatmet

Tebonin intens 120 mg(gute Evidenz!)

- Ginkgo Spezialextrakt EGb 761

-bei leichter Bis mittlerer Demenz (in S3 Leitlinie "kann Empfehlung")

- 240 mg täglich (1x o. 2x 120) über mind. 22-24 Wochen

- Verbesserung geistige Leistungsfähigkeit

- keine präventive Wirkung

nicht für Kinder unter 18 Jahren

Extrakt: Ginkgo biloba Trockenextrakt 120 mg, quantifiziert auf xy pro Filmtablette: 26,4 - 32,4 mg Flavonoide, berechnet als Flavonoidglykoside, sowie 6,0 - 8,4 mg Terpenlactone, davon 3,36 - 4,08 mg Ginkgolide A, B und C und 3,12 - 3,84 mg Bilobalid, und enthält unter 0,6 µg Ginkgolsäuren pro Filmtablette.

DEV: 35-67:1

Auszugsmittel: Aceton 60% m/m

Indikation: zur symptomatischen Behandlung hirnorganisch bedingten Leistungseinbußen, Tinnitus, Ohrgeräusche

Dosis:  2x tägl. Hirnstörungen, Tinnitus etc. 1-2x tägl.

KI: Schwangerschaft, Überempfindlichkeit gegenüber Ginkgo

Besondere Vorsicht: bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung und gleichzeitige Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten, vorsichtshalber vor Operationen absetzen, da Hinweis, dass Ginkgo-Medikamente die Blutungsbereitschaft erhöhen

Tebonin konzent 240 mg

- Ginkgo Spezialextrakt EGb 761

-bei leichter Bis mittlerer Demenz (in S3 Leitlinie "kann Empfehlung")

- 240 mg täglich (1x o. 2x 120) über mind. 22-24 Wochen

- Verbesserung geistige Leistungsfähigkeit

- keine präventive Wirkung

nicht für Kinder unter 18 Jahren

Der Extrakt ist quantifiziert auf 52,8 – 64,8 mg Flavonoidglykoside sowie auf 12,96 - 15,84 mg Terpenlactone, davon 6,72 - 8,16 mg Ginkgolide A, B und C sowie 6,24 - 7,68 mg Bilobalid, und enthält unter 1,2 µg Ginkgolsäuren pro FilmtabletteDEV: 35-67:1

Auszugsmittel: Aceton 60% m/m

Indikation: zur symptomatischen Behandlung hirnorganisch bedingten Leistungseinbußen, Tinnitus, Ohrgeräusche

Dosis:  1x tägl. Hirnstörungen

Dosis: 240 mg

KI: Schwangerschaft, Überempfindlichkeit gegenüber Ginkgo

Besondere Vorsicht: bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung und gleichzeitige Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten, vorsichtshalber vor Operationen absetzen, da Hinweis, dass Ginkgo-Medikamente die Blutungsbereitschaft erhöhen, Epileptiker, da unter Umständen Auftreten von Krämpfen gefördert werden -> Rücksprache mit Arzt

Traumaplant

Beinwell Salbe

Indikation: bei Prellungen und Verstauchungen (bei Sport- und Unfallverletzungen), Muskel- und Gelenkschmerzen infolge stumpfer Verletzungen

Droge: Symphytum x uplandicum - Boraginaceae (traditionell zur Heilung von Knochenbrüchen und Verletzungen angewendet), uplandicum hat fast keine Pyrrolizidinalkaloide!-> Nachweisgrenze 0,1 ppm entsprechend 0,1 µg/g in der Zubereitung und damit rechnerisch 0,01 ppm im Fertigprodukt Traumaplant® -> KEINE Einschränkung der Behandlungsdauer!!!

Inhaltsstoffe: Allantoin, Pyrrolizidinalkaloide, Gerb- und Schleimstoffe, Saponine, Rosmarinsäure 

Wirkungen: analgetisch, antiphlogistisch, granulationsfördernd

10% Salbe (DEV 25:1)

10 g Creme enthalten 

1 g Beinwellkraut Zubereitung (2-3:1) (100 mg pro Gramm) bestehend aus  Beinwellkraut Presssaft (3-8:1) (40 mg pro Gramm) und Beinwellkraut Presssaftrückstandsextrakt (3-10:1); Auszugsmittel Ethanol 30% (V/V) (60 mg pro Gramm)

Dosis: 

  • Kinder >6<12: bis 3x tägl.
  • >12: mehrmals tägl.

Twinrix

Hep. A & B Impfstoff? A: Totimpfstoff, B: rekombinant

Umckaloabo (gute Evidenz!)

- Spezialextrakt EPs7630: ethanolischer Auszug aus Pelargonium sidoides und Pelargonium reniforme Wurzeln -zugelassen für akute Bronchitis -tägl 60-90mg max. 3 Wochen

  • Pelargonium-Extrakt EPs 7630
  • Auszugsmittel: Ethanol 11% (m/m)
  • DEV: 8-10:1
  • Indikation: akute Bronchitis
  • tägl 60-90mg max. 3 Wochen
  • enthält Cumarine (Umckalin, Scopoletin) -> kein Einsatz bei Überempfindlichkeit gegenüber Bestandteile des AM, erhöhter Blutungsneigung und Anwendung gerinnungshemmender Medikamente, Proanthocyanidine und phenolische Verbindungen wie Gallussäure

• In-vitro-Wirkungen EPs® 7630:

o Stimulation unspezifischer Abwehrmechanismen

  • Stimulation der Schlagfrequenz des Flimmerepithels
  • Modulation der Synthese von Interferonen und anderen proinflammatorischen Zytokinen
  • Erhöhung der Aktivität von NK-Zellen
  • Stimulation von Phagozyten (Chemotaxis, Adäsionsmoleküle)

o antimikrobielle Wirkungen

  • moderate direkte antibakterielle und antivirale Eigenschaften
  • Hemmung der Adhäsion von Bakterien an Endothelzellen

o zytoprotektive Wirkungen

  • Hemmung der humanen Leukozyten-Elastase
  • antioxidative Eigenschaften

o expektorierend (sekretomotorisch)

 

NW: MD-Beschwerden, leichtes Zahnfleisch- und Nasenbluten, Überempfindlichkeitsreaktionen

KI: bei erhöhter Blutungsneigung (z.B. Vit. K Antagonist-Therapie)

Studie: hat nicht ergeben, dass Umckaloabo hepatotoxisch ist o. erhöhte Blutungsneigung macht (weil Cumarine meist zu 7-Hydroxycumarin umgewandelt werden und nicht zu Cumarin-Epoxid), unabhängig vom Hersteller

Vertigo heel

Homöopathikum!

Inhaltsstoffe:

  • Conii herba: aus Conium makulatum (gefleckter Schierling), Apiaceae, der u.a. giftiges Conium-Alkaloid Coniin enthält, was wie Nicotin wirkt -> Nicotinrezeptor-Agonist -> Ganglienblockade -> Lähmung der Muskulaturen, Atemlähmung bei vollem Bewusstsein
  • Cocculus indicus (Menispermaceae)
  • Ambra grisea

Wirkung: verbessert angeblich Mikrozirkulation

Indikation: Bei Schwindelzuständen

Warum bezahlt die Kasse Sativex nicht?

weils nicht Therapiestandard ist und nicht vom GBA nach §135 SGB 5 beschlossen wurde?

Vitamin D3 Präparat , 800 IE

Vitamin D wirklich ein Vitamin? Definition zu Vitamin. Warum heißt das dann Vitamin? (Ist historisch. Leute dachten früher weils ne Mangelerkrankung gibt, dass der Körper es nicht selbst produzieren kann) Wie heißt die Mangelerkrankung?
Dann Vitamin D aufmalen. Kurz die Synthese mündlich erklären.
Wirkung von Calcitriol im Körper

Vitango

Indikation:

Droge: - Rhodiolae rhizoma - Rhodiola rosea (Rosenwurz) - Crassulaceae -> keine Kommission E Monographie, aber bisher volksmedizinisch zur Kräftigung und Erhöhung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit eingesetzt

Inhaltsstoffe: Phenylethanoide (Salidrosid), Phenylpropanoide ( Rosavin, Rosarin), Flavonolignane (Rhodiolin) etc.

Wirkung: in vitro MAO A und B Hemmung nachgewiesen

Extrakt: standardisiert, 350 mg Rosenwurzextrakt (3,07% Rosavin, 1,95% Rhodiolosid)

DEV:

Auszugsmittel:

Dosierung: 

Studie: gegen Sertralin 50 mg (SSRI) und Placebo getestet, Placebokontrolliert über 12 Wochen -> zu geringe Teilnehmerzahl, Ergebnisse: alle 3 Arme haben starke Besserung gezeigt, keine wirkliche Auswertung möglich

Weißdorn Kneipp

Weißdorn Kneipp, Gepulverte Droge + Extrakt, Zulassungsnummer, und es stand drauf „traditionell angewendet bei……“ Hab ihn dann erstmal gefragt von wann das Präparat ist ob das vor 2011 gekauft wurde (er fand den Ansatz interessant und meinte so hätte er das auch noch nicht betrachtet). Also war ein altes 109a AM. Dann Zulassung geklärt, seit wann AMG und diese Novellen, wie das mit der Zulassung heute ist, wie die Traditionelle Zulassung heute ist….
- Dann Bewertung der Inhaltsstoffe (Mischung von Pulver mit Extrakt ist kompletter Blödsinn, dann waren von dem Extrakt 40mg drin --> unterdosiert --> mindestens 600mg müssen drin sein
- Was ist in Weißdorn drin? Aus was bestehen oligomere Procyanidine, Catechin Zeichnen, Epicatechin erklären. (Hat noch überlegt ob ich die Biosynthese machen soll, wollt er aber doch nicht)
- Kann man Weißdorn überdosieren? (Meinte ich das wird wohl keine kardiowaskulären UAW machen, wenn überhaupt GIT. Er meinte kann man nicht überdosieren, große therapeutische Breite. Das einzige was man falsch machen könnte wär jemanden mit Herzinsuffizienz nicht zum Arzt zu schicken)

Zintona(gute Evidenz!)

-Ingwerwurzelstock -bei Reiseübelkeit -1-2 g präventiv vor Reise einzunehmen

Étudier