Allgemeine Pathologie MGL 450
Ausbildung NHP
Ausbildung NHP
88
0.0 (0)
A. J.
A. J.
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende Konzepte der Pathologie, darunter Krankheitsentstehung, Zell- und Gewebeveränderungen sowie spezifische Störungen wie Entzündungen, Blutungen und Stoffwechselerkrankungen. Sie erklären Ursachen von Gefäßverschlüssen, Infarkten und Adaptionsformen von Zellen sowie hereditäre und erworbene Krankheitsbilder. Medizinstudierende profitieren von dieser Übersicht, um pathophysiologische Zusammenhänge zu verstehen und für Prüfungen oder klinische Anwendung zu verinnerlichen.
-
- 1 / 88
-
Cartes-fiches
Granulomatöse Entzündung
- überschiessende knötchenförmige Ansammlung von Entzündungszelen und Bindegewebe in Form von s.g. Granulomen (z.B. bei Tuberkulose, M. Crohn)
Ursachen für kardial bedingte Kreislaufstörungen
- Druckbelastung (Bluthochdruck)
- Volumenbelasung (Klappeninsuffizienzen)
- Änderung der Herzfrequenz (Tachycardien, Bradykardien, Arrythmien)
- Kontraktionsstörungen (reduzierte Pumpleistung)
- Endokarderkrankungen (Erkrankungen der inneren Herzschicht)
- Myokarderkrankungen (Erkrankungen der Herzmuskels, z.B. Infarkt, Myokarditis)
- Druck von aussen (Herzbeutelerguss)
Blutung (Hämorrhagie)
- Def: Austreten von Blut aus Gefässen in umliegendes Gewebe, in Hohlräume oder andere Oberflächen
- je nach Ursprung kann man kapilläre, venöse, arterielle und kardiale Blutungen unterscheiden
- Innere Blutung: Blutung innerhalb des Körpers
- Äussere Blutung: wenn BlUtung austritt
Makroskopische Blutungen
- Petechien: kleine Einzelblutungen an der Hautoberfläche oder an Schleimhäuten
- Hämatom: Bluterguss
Spezielle Bezeichnungen von Blutungen nach ihrer Lokalisation
- Epistaxis: Blutung aus der Nase
- Hämatemesis: Erbrechen von Blut
- Meläna: Blut im Stuhl (schwarz)
- Hämaturie: Erythrozyten im Urin
Gründe für einen Gefässverschluss
- Wandveränderungen z.B. durch Wandverdickung (Arterioskerose)
- Verschluss des Gefässlumens z.B. durch einen Thrombus oder Embolus
- Kompression des Gefässes z.B: durch einen Tumor oder Abszess
Infarktarten und gefährdete Organe
- Ischämischer (Blutarmut) Infarkt: durch Arterienverschluss
- Hämorrhagischer (Einblutung) Infarkt: bei Einblutungen ins Gewebe kann kein frisches Blut nachfliessen, Gewebe kann absterben
-nicht jeder Gefässverschluss führt obligat zum Infarkt
-sind genügend Anastomosen vorhanden, kann Gewebe auch auf anderem Weg versorgt werden
-jedoch bei Organen mit Endarterien kommt es zu keilförmigen Infarkt, predistiiert dafür:
- Herz, Gehirn, Netzhaut, Nierenrinde, Milz, Lungenlappen, Dramschlingen, Endarterien der Extremitäten
Arten von Thromboembolien
- Venöse Embolie:
- Thrombus befindet sich im venösen System 8venöses Stromgebiet. vor allem tiefe Bein- und Beckenvenen)
- Thrombus wird von der Peripherie bis zu Herzen getragen und bleibt schliesslich in der Lunge stecken ⇒ Lungenembolie
- keinere werden gut vertragen, 60-70% verlaufen stumm
- grössere können zu Rechtsherzversagen bis hin zum reflektorischen Herzstillstand führen
- arterielle Embolie
- im arteriellen Schenkel gebildet
- meist im Hrz selbst
- Ursache: Herzrhythmusstörungen, defekte Herzklappe im linken Herzen, Aortenaneurysma
- Arterien nah am Herzen grösseren Durchmesser und werden immer kleiner
- daher arteriele Embolien meist in den Endarterien der Organe oder Extremitäten z.B: Gehirn (60%)
- Tumorembolie
- abgerissener Geschwulstzapfen eines in das Gefäss infiltrierten Tumors kann im nächstfolgendem Kapillagebiet zu Embolien führen
- wächst Tumorzellembolus in diesem Organ an entsteht eine Tumormetastase