Allgemeine Pathologie MGL 450
Ausbildung NHP
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Flashcards
Ursachen der lymphodynamischen Oedeme
- verminderter kolloidosmotischer Druck durch veränderte Bluteiweisse (v.a. Albumin)
- Lebererkranknugne
- Eiweissverlust über die Niere
- extrem eiweissarme Ernährung
- erhöhter hydrostatischer Druck in den Kapillaren
- Rechtsherzinsuffizienz
- Thrombose
- Krampfaderleiden
- langes Stehen
- erhöhte Kapillarpermeabilität
- Medikamente
- Hormone (weibl.)
- Entzündungen
- Allergien
Ursachen der lymphostatischen Oedeme
- primär:
- angeborene Fehllage des Lymphgefässes
- sekundär:
- nach Zerstörung der Lymphbahnen bzw. -knoten durch
- OP, Bestrahlung oder Tumoren
- häufigste: bei Frauen am Arm nach Brust-OP mit nachfolgender Bestrahlung der axillären Lymphknoten
- nach Zerstörung der Lymphbahnen bzw. -knoten durch
Grundsätzliche (3) Zellreaktionen auf Noxen aufzählen
- Anpassungsreaktionen (Hypertrophie, Hyperplasie, Atrophie, Dysplasie)
- Zellablagerungen (Verfettungen, Verkalkungen, Pigmente, Fibrose, Ödeme)
- Nekrose (Zelltod)
Gründe für Zellschäden
- Infektionen
- Gifte
- Sauerstoffmangel (Hypoxie)
- chemische Substanzen
- immunologische Reaktionen
- Genetische Defekte
- Ernährungsstörungen
Formen der intra- und extrazellulären Ablagerungen
- Verfettung
- Pigmente
- Verkalkung
- Fibrose
- Ödeme
Pigmente
- alle in Zellen und Geweben nachweisbaren Stoffe die eine Eigenfarbe haben
- Unterscheidung in endo- und exogene Pigmente
- exogene:
- Kohle, Russ: wird mit Atemluft aufgenommen und abgelagert
- Tätowierungen: Inj. von Tusche in die Hat
- endogene: (im Körper produzierte)
- Melanin
- Bilirubin
- exogene:
Arten von Mutationen
- Numerische (zahlenmässig) Genmutation z.B. Trisomie 21, Turner Syndrom
- strukturelle Chromosomemmutatin
- Genmutation (Einzelgenmutation)
Genmutation
- spontan oder durch Schädigung
- stumm oder klinisch apparent
- einzelne oder mehrere Gene
- Einzelgenmutationen: Sichelzellanämie Albinismus, Mukoviszidose
Numerische Chromosomenmutationen
- Fehlverteilung von ganzen Chromosomen oder von Chromosomenabschnitten bei der Meiose
- z.B. Trisomie 21 /Down Syndrom, Mongoloismus)
- 21. Chrmosom in dreifacher Ausführung
- z.B. Turner-Syndrom
- ein X Chrmosom fehlt, X0 Konfiguration
- phänotypisch primär weiblich
- Kleinwuchs
- fehelnde Ausbildng der sek. Geschlechtsmerkmale
- Unfruchtbarkeit
Strukturelle Chrmosomenmutationen
- Verlust oder Zugewinn von ganzen Chromosomenabschnitten
- bsp.weise durch Chromosomenbrüche
Bedeutung der Mutationen für mögliche Krankheitsentstehungen
- von jedem Gen (ausser den Genen auf dem Y-Chromosom) gibt es zwei Allele
- von deren Durchsetzungskraft ist die Vererbung abhängig
- ein dominantes Allel zeigt auch in einfacher Ausführung seine Wirkung, d.h. ein Mensch wird krank wenn er ein Gen (Allel) mit der Mutation und ein gesundes Gen (Allel) besitzt
- ein rezessives Allel zeigt seine Wirkung nur, wenn es in doppelter Ausführung vorhanden ist oder wenn ein entsprechendes gesundes Gen fehlt
- dies ist z.B. bei einer Mutation auf dem XChromosom der Fall (x-chromosomal rezessiv)
- ein defektes rezessives Allel auf dem XChromosom, das zu einer Krankheit führt, löst beim Mann auf jeden Fall diese Krankheit aus, da ihm das gesunde Gen fehlt
- bei der Frau tritt die Krankheit nur auf, wenn auch das entsprechende Gen auf dem zweiten X-Chromosom defekt ist
- allerdings sind die Verhältnisse im Einzelnen manchmal noch komplizierter: bsp.weise brechen manche dominant vererbten Krankheiten trotz Vorhandenseins eines fehlerhaften Gens nicht immer oder nicht immer in gleicher Stärke aus
- man spricht dann von unvollständiger Penetranz bzw.weise schwankender Expressivität
Autosomal rezessiver Erbgang
X-chromosal rezessiver Erbgang
- liegt auf dem X-Chromosm eine rezessive Krankheit vor, so kann sie bei der Frau von einem dominanten Allel auf dem zweiten X-Chrmosom überdeckt werden
- beim Mann jedoch, de nur ein X-Chrmomosom aufweist, kann sich die Krankheit manfestieren
- Vererbung abhängig vom Geschlecht, nur Jungen und Männer betroffen
- Überspringen von Generationen der weiblichen Linie
- klinisch gesunde weibliche Angehörige können Konduktorinnen (Überträgerinnen) sein
Begriffe Expressivität und Penetranz im Bezug auf ein Allel
- es gibt auch dominant vererbte Krankheiten mit unterschiedlicher Penetranz, bzw. schwankender Expressivität
- d.h. die Ausprägung des defekten Gens kann ganz unterschiedlich sein
- es besteht ein fliessender Übergang vom Normalbefund bis zum völligen Funktionsverlust des Gens
- das Fragile-X-Syndrom, das zu den häufigsten genetischen Ursachen für eine geistige Behinderung bei Jungen gehört, wird rezessiv vererbt, wobei die Ausprägung unterschiedlich ist.
- es gibt sowohl Jungen mit einem defekten Gen ohne klinische Auffälligkeiten wie auch Mädchen, die leichte Symptome zeigen
Erkrankungenn des Immunsystems (Abwehrsystems)
- Immunschwächen
- erworbene und angeborene Schwächen innerhalb des Abwehr- und Immunsystems können zu Erkrankungen führen
- Allergie (Überempfindlichkeitsreationen)
- spezifische Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten, an sich nicht schädlcihen, Antigenen
- z.B. Pollen ⇒ Heuschnupfen, Asthma bronchiale
- Autoimmunerkrankungen
- Zellen und Antikörper des Immunsystms richten sich gegen eigene Körperstrukturen
- Bsp.: rheuatisches Fieber, chronische Polyarthritis, M. Crohn, MS, Typ I Diab. mell., M. Basedow...
Morbus
- Krankheit
Ätiologie
Krankheitsursache
Pathogenese
- Krankheitsentstehung
- Entstehung und Verlauf einer Krankheit
Syndrom
- Gruppe von gleichzeitig auftretenden Karnkheitszeichen (Symptomen)
Morbidität
- Erkrankungshäufigkeit, Anzahl Menschen einer Bevölkerung, die eine bestimmte Krankheit haben
Mortalität
- Anzahl Menschen einer Bevölkerung, die in einem Jahr an einer bestimmten Krankheit sterben
Letalität
- Zahl der Todesfälle an einer Krankheit neu erkrankter Menschen/Jahr
Inzidenz
- Anzahl an einer Krankheit neu erkrankter Menschen/Jahr
klinischer Tod
- Herz- und Atemstillstand, Pulslosigkeit, Areflexie (keine Reflexe), und irreversibler Abfall der Körpertemperatur
biologischer Tod
- klinischer Tod und nachgewiesener Ausfall der Hirnfunktion
Angeborene Fehlbilldungen und ihre Ursachen
- Infektiöse Ursachen
- Röteln
- 6. SSW: Katarkt (Trübung der Augenlinse)
- 9. SSW: Taubheit
- 5.-10. SSW: Herzfehler
- 6.-9. SSW: Zahndeformitäten
- 2. Trimenon: Schädigung des ZNS
- Varizellen
- HIV
- Toxoplasmose
- Syphillis
- Röteln
- Strahlen
- Medikamente und Drogen
- chromosomale und genetische Faktoren
Verkalkungen
- Kalziumablagerungen, bevorzugt an Stellen mit einem alkalischen Milieu, bsp.weise in Nekrosen oder der Niere bei allgemeiner Alkalose (Störung Säure-Base-Haushalt)
- bsp. in Arterienwänden - Arteriosklerose
Formen der Zelladaption (-anpassung)
- Atrophie
- Hypertrophie
- Hyperplasie
- Dysplasie
Ursachen der Atrophie
- Altersatrophie (senile Atrophie)
- physiologisch, Organverkleinerung, bräunlich
- Involutionsatrophie (Rückbildungsatrophie)
- physiologisch z.B. Verschluss Ductus botalli (Herz) nach Geburt, Thymusinvolution
- Druckatrophie
- durch mechanischen Druck (z.B. Tumor) , anliegende Zellen werden komprimiert, Durchlblutung des Gwebes gstört, Sauerstoff- und Nährstoffnagl
- Inaktivitätsatrophie
- durch Nichtbeanspruchung von Organen, Muskeln, Knochen
- Bsp. Muskelatrophie bei Hemiplegie
- hormonal bedingte Atrophie
- KOnzentrationsverinderung bestimmter Hormone
- Bsp. Nierenatrophie bei längerem Gebrauch von Steroiden
- Atrophie bei Zirkulationsstörungen
- Minderdurchbltung eines organs
- Bsp. verengte Niernearterie für
- führt zur Atrophie der Niere
- Hungeratrophie
- generelle Unterversiorgung der Zellen
- Bsp. Alkohol, Anorexia nervosa, Infekte Tumoren, Unter-, Fehlernährung
Dysplasie
- gestörte Entwicklung
- dysplastische Veränderungen von Geweben
- Auftreten zahleicher atypischer Zellen (Veränderung von Zellform, -grösse ud Zellafbau)
- schwere Dysplasien ⇒ Präkanzerosen (Krebsvorstufen)
Stoffwechselstörungen
- jeder Stofwechel kann gestört werden
- Flüssigkeitshaushalt
- Kohlenhydratstoffwechsel, bsp. Diabetes mellitus
- Eiweisstoffwechsel
- Fett- und Cholesterinstoffwechsel, bsp. zu hohe Blutfette⇒ Arteriosklerose
- Pigmentstoffwechsel, bsp. Albinismus
- Mineralstoffwechsel
Komplikationen im Wundheilungsprozess
- Infekte
- überschiessende Narbenbildung (Keloid)
- Narbenkontraktur (v.a. bei Verbrennungen)
Ursachen einer chronischen Entzündung
- Unfähigkeit des Organismus den Agressor zu eliminieren, bsp. Immunschwäche, anatomische Veränderungen
- autoimmune Vorgänge
- nichtabbaubare allergisch-toxische Substanzen: Fremdköper, fortwährende Exposition gegenüber entzündungsverursachenden Noxen
- persistierende Infektion durch intrazelluläre Erreger (Tuberkulose, Virus)
Spezielle Entzündungsformen
- exsudative Entzündung
- ulzerative Entzündung
- proliferative Entzündung
- granulomatöse Entzündung
Exsudative Entzündung
- viel austretende Flüssigkeit
- entsprechend Exsudatzusammensetzung Unterscheidung in
- seröse Entzündung-eiweissreiche Flüssigkeit (Konsistenz etwa Blutplasma), häufig durch Viren verursacht
- eitrige Entzündung- abgestorbene Leukos, Trümmer anderer Zellen un Gewebsreste, häufig durch (eitererregende) Bakterien (z.B. Strepto- oder Staphylokokken) hervorgerufen
Sonderformen der eirigen Entzündung
- Empyem
- eitrige Entzündung in einem bestehendem anatomischen Hohlraum (z.B: Pleuraspalt)
- Abszess
- Eitransammlung in einem durch Gewebszerfall neu entstandendenen Hohlraum
- Phlegmone
- flächenhafte, diffuse, eitrige Entzündungsform ohne klare Abgrenzung (können Interzellulärsubstanz auflösen und sich im Bindegewebe von Geweben und Organen ausbreiten)
Ulzerative (geschwürige) Entzündung
- Ulcus: tief reichender Haut-, Schlemhaut- ud evtl. Gefässwanddefekt (z.B. bei Colitis ulcerosa durch herdförmige Entzündung an der Darmschleimhaut Gewebsdefekte)
Proliferative (wuchernde) Entzündung
- Neubildung von Fibroplastenzellen die Bindegewebe produzieren (z.B. Verheilung von schweren Verbrennungswunden)