MGL-609


S. I.
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Übersicht über die Grundlagen der Pathologie und eignen sich ideal für Berufslehrlinge in der Medizin. Sie decken zentrale Begriffe wie Entzündung, Gewebeveränderungen und Krankheitsursachen ab, einschließlich genetischer Aspekte wie Mutationen und Erbgänge. Die Lernkarten behandeln auch verschiedene Tumorarten, ihre Ursachen, Therapieformen und Warnsignale, sowie die Unterschiede zwischen benignen, semimalignen und malignen Tumoren. Sie richten sich an angehende Mediziner, die ein solides Verständnis der Pathologie aufbauen möchten.
Flashcards
58
Students
18
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
25.01.2014 / 17.09.2023

Cartes-fiches

die häufiqsten Ursachen von venösen und arteriellen Embolien aufzählen

  • Venöse Embolie (tiefe Bein und Beckenvenen - bleibt in Lunge stecken)
  • Arterielle Embolie (entsteht im Herz - Ursache: Herzrhythmusstörungen od. def. linke Herzklappe) enden meist im Gehirn
  • Tumorembolie

den Unterschied zwischen einer arteriellen und venösen Embolie erklären

Venöse enden meistens in Lunge, arterielle meistens im Gehirn

den Begriff Neoplasie definieren

Ein Tumor im engeren Sinn (Geschwulst, Neoplasie) ist eine unabhängige, selbstständige und fortschreitende Bildung aus körpereigenen Zellen.

die Ursachen von Neoplasien aufzählen

Physikalische Faktoren

  • Röntgenstrahlung und radioaktive Strahlung

Chemische

  • Karzinogene (bsp. aromatische Kohlenwasserstoffe (2.8. das beim Grillieren freiwerdende Benzpyren), Nitrosamine (toxische Eiweissstickstoffuerbindungen), Metalle, Asbestfasern, Rauchen

Viren

  • Einige Viren können ebenfalls Tumoren auslösen, ln neuester Zeit werden immer mehr Viren als Erreger von Tumoren identifiziert. (HPV oder Helicobactus)

Chronische Entzündungen

 

die Charakteristika eines benignen, semimalignen und malignen Tumors aufzählen

Benigne Tumore

  • Gutartige Tumore
  • scharf begrenzt
  • eingekapselt
  • durchbricht Basalmembran nicht
  • langsames Wachstum
  • Differenziertes Zellwachstum

Semimaligne Tumore

  • Halb gutartig
  • durchbrechen Basalmembran nicht (oft Blutungen)

Maligne Tumore

  • bösartige Tumore
  • schnelles Wachstum
  • Durchbrechen Basalmembran
  • Entartetes Zellwachstum
  • keine scharfe Begrenzung
  • viele Mitosen Figuren

folgende Begriffe definieren

  • Dysplasie
    • Störung im Gewebeaufbau
  • Präkanzerose
    • Vor Krebs - Vorboten Krebs (Muttermale, HPV Muttermund)
  • Geschwür
    • Ulcus - Schleimhautdefekt
  • Geschwulst
    • gut oder bösartige Neoplasie
  • Tumor
    • Schwellung

die Benennung von Neoplasien erkennen und erklären

  • -om
    • gutartiger Tumor
  • -carcinom
    • Maligne epitheliale Tumoren
    • Hohe Mitoserate
    • epithelial (überall wo Epithelgewebe ist)
  • - sarkom
    • maligne mesenchymale Tumoren 
    • nicht ephiteleal (Knochen, Knorpel, Muskeln)

die möglichen Warnsignale von Malignomen aufzählen

  • ungewollte Gewichtsabnahme (mehr als 10% des Körpergewichts)
  • Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Speisen (speziellgegen Fleisch) 
  • Leistungsverminderung, Schwäche und Müdigkeit
  • Fieber und Neigung zum Schwitzen (vor allem nachts)
  • Juckreiz
  • Schmerzen
  • Blutbildveränderungen (Anämie)

Symptome vorhanden: B-Symtomatik, nicht vorhanden: A-Symptomatik

die möglichen Folgen eines malignen Tumors nennen

Sie hungern den Körper aus!

Siehe Tabelle

folgende Zielsetzungsbezeichnungen für Therapien erklären

  • kurativ
    • vollständige Heilung
  • palliativ
    • beschwerdenlindernde Heilung - keine Heilung aber bessere Lebensqualitäten
  • adjuvant
    • unterstützend

die verschiedenen Therapieformen der Malignome aufzählen und grob erklären

OperativeTumorentfernung

  • bei Malignomen ohne Verwachsung
  • rund 30% der Patienten
  • bei vollständiger Entfernung gute Heilungschancen

Bestrahlung

  • Die Bestrahlung kann vor, nach oder anstelle der operativen Tumorentfernung angewendet werden. Die Tumormasse kann durch energiereiche Strahlung vermindert oder beseitigt werden.

Chemotherapie

  • Zytostatika (Krebsmedikamente) zerstören Zellen in  sensiblen Phasen des Zellzyklus.
  • Dies geschieht vor allem in der Mitose.

Hormontherapie

  • bei Malignomen der Geschlechtsorgane. Bei Prostatakarzinom kann die Hodenentfernung hilfreich sein, weil dann keine Androgene mehr produziert werden. Beim Mammakarzinom werden Antihormone wie z.B. Tamoxifen gegeben.

Therapien, die noch erprobt werden

  • Die lmmuntherapie soll die Tumorbekämpfung durch das eigene lmmunsystem unterstützen Gentechnologische Möglichkeiten werden noch erforscht

die verschiedenen Mutationsmöglichkeiten nennen

  • numerische
  • strukturelle Chromosomenmutation
  • Einzelgenmutation

die Bedeutung der Mutationen für mögliche Krankheitsentstehungen erklären

Von jedem Gen (ausser den Genen auf dem Y-Chromosom) gibt es zwei Allele. Von deren Durchsetzungskraft ist die Vererbung abhängig. Ein dominantel Alel zeigt auch in einfacher Ausführung seine Wirkung. D.h. ein Mensch wird krank wenn er ein Gen (Allel) mit der Mutation und ein gesundes Gen (Allel) besitzt Ein rezessives Allel zeigt seine Wirkung nur, wenn es in doppelter Ausführung vorhanden ist oder wenn ein entsprechendes gesundes Gen fehlt. Dies ist z.B. bei einer Mutation auf dem XChromosom der Fall (x-chromosomal rezessiv). Ein defektes rezessives Allel auf dem XChromosom, das zu einer Krankheit führt, löst beim Mann auf jeden Fall diese Krankheit aus, da ihm das gesunde Gen fehlt. Bei der Frau tritt die Krankheit nur auf, wenn auch das entsprechende Gen auf dem zweiten X-Chromosom defekt ist. Allerdings sind die Verhältnisse im Einzelnen manchmal noch komplizierter: Beispielsweise brechen manche dominant vererbten Krankheiten trotz Vorhandenseins eines fehlerhaften Gens nicht immer oder nicht immer in gleicher Stärke aus. Man spricht dann von unvollständiger Penetranz beziehu ngsweise schwankender Expressivität

folgende Erbgänge von Krankheiten erklären

  • autosomaldominant
    • Ein defektes Chromosom wird weiter vererbt
    • überspringt keine Generation
  • autosomal rezessiv
    • es braucht 2 defekte Chromosomen
    • Vererbung unabhängig vom Geschlecht Überspringen von Generationen
    • 2/3 der klinisch gesunden Geschwister Betroffener sind heterozygot für das fehlerhafte Gen 
    • z.B. zystische Fibrose
  • X-chromosomal rezessiv
    • Vererbung abhängig vom Geschlecht, nur Jungen und Männer betroffen Überspringen von Generationen der weiblichen Linie klinisch gesunde weibliche Angehörige können Konduktorinnen (Uberträgerinnen) sein (z.B. Bluterkrankheit)

die Begriffe Expressivität und Penetranz im Bezug auf ein Allel allgemein erklären

Es gibt auch dominant vererbte Krankheiten mit unterschiedlicher Penetranz, bzw. schwankender Expressivität. D.h. die Ausprägung des defekten Gens kann ganz unterschiedlich sein. Es besteht ein fliessender Übergang vom Normalbefund bis zum völligen Funktionsverlust des Gens. Das Fragile-X-Syndrom, das zu den häufigsten genetischen Ursachen für eine geistige Behinderung bei Jungen gehört, wird rezessiv vererbt, wobei die Ausprägung unterschiedlich ist. Es gibt sowohl Jungen mit einem defekten Gen ohne klinische Auffälligkeiten wie auch Mädchen, die leichte Symptome zeigen

grob die möglichen Erkrankungen des lmmunsystems aufzählen

  • lmmunschwäche
  • Allergie
  • Autoimmunerkrankungen

Beispiele für Autoimmunerkrankungen nennen

  • Morbus Bechterew
  • Morbus Crohn
  • MS
  • Sklerodermie
  • Rheumatoide Arthritis

folgende Begriffe der Pathologie definieren

  • Morbus
    • Krankheit
  • Ätiologie
    • Ursache
  • Pathogenese
    • Weg von Ansteckung bis Ausbruch
  • Syndrom
    • verschiedene Symptome die zusammenkommen
  • Morbidität
    • wie viele von 100000 erkranken können
  • Mortalität
    • Todesrate
  • Letalität
    • wie viele der Erkrankten sterben
  • lnzidenz
    • Anzahl neu erkrankter pro Jahr
  • klinischer Tod
    • Ausfall Herz-Kreislauf-System
  • biologischer Tod
    • nach klinischem Tod

Étudier