Allgemeine Pathologie
MGL-609
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Lernkarten
die häufiqsten Ursachen von venösen und arteriellen Embolien aufzählen
- Venöse Embolie (tiefe Bein und Beckenvenen - bleibt in Lunge stecken)
- Arterielle Embolie (entsteht im Herz - Ursache: Herzrhythmusstörungen od. def. linke Herzklappe) enden meist im Gehirn
- Tumorembolie
den Unterschied zwischen einer arteriellen und venösen Embolie erklären
Venöse enden meistens in Lunge, arterielle meistens im Gehirn
den Begriff Neoplasie definieren
Ein Tumor im engeren Sinn (Geschwulst, Neoplasie) ist eine unabhängige, selbstständige und fortschreitende Bildung aus körpereigenen Zellen.
die Ursachen von Neoplasien aufzählen
Physikalische Faktoren
- Röntgenstrahlung und radioaktive Strahlung
Chemische
- Karzinogene (bsp. aromatische Kohlenwasserstoffe (2.8. das beim Grillieren freiwerdende Benzpyren), Nitrosamine (toxische Eiweissstickstoffuerbindungen), Metalle, Asbestfasern, Rauchen
Viren
- Einige Viren können ebenfalls Tumoren auslösen, ln neuester Zeit werden immer mehr Viren als Erreger von Tumoren identifiziert. (HPV oder Helicobactus)
Chronische Entzündungen
die Charakteristika eines benignen, semimalignen und malignen Tumors aufzählen
Benigne Tumore
- Gutartige Tumore
- scharf begrenzt
- eingekapselt
- durchbricht Basalmembran nicht
- langsames Wachstum
- Differenziertes Zellwachstum
Semimaligne Tumore
- Halb gutartig
- durchbrechen Basalmembran nicht (oft Blutungen)
Maligne Tumore
- bösartige Tumore
- schnelles Wachstum
- Durchbrechen Basalmembran
- Entartetes Zellwachstum
- keine scharfe Begrenzung
- viele Mitosen Figuren
folgende Begriffe definieren
- Dysplasie
- Störung im Gewebeaufbau
- Präkanzerose
- Vor Krebs - Vorboten Krebs (Muttermale, HPV Muttermund)
- Geschwür
- Ulcus - Schleimhautdefekt
- Geschwulst
- gut oder bösartige Neoplasie
- Tumor
- Schwellung
die Benennung von Neoplasien erkennen und erklären
- -om
- gutartiger Tumor
- -carcinom
- Maligne epitheliale Tumoren
- Hohe Mitoserate
- epithelial (überall wo Epithelgewebe ist)
- - sarkom
- maligne mesenchymale Tumoren
- nicht ephiteleal (Knochen, Knorpel, Muskeln)
die möglichen Warnsignale von Malignomen aufzählen
- ungewollte Gewichtsabnahme (mehr als 10% des Körpergewichts)
- Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Speisen (speziellgegen Fleisch)
- Leistungsverminderung, Schwäche und Müdigkeit
- Fieber und Neigung zum Schwitzen (vor allem nachts)
- Juckreiz
- Schmerzen
- Blutbildveränderungen (Anämie)
Symptome vorhanden: B-Symtomatik, nicht vorhanden: A-Symptomatik
folgende Zielsetzungsbezeichnungen für Therapien erklären
- kurativ
- vollständige Heilung
- palliativ
- beschwerdenlindernde Heilung - keine Heilung aber bessere Lebensqualitäten
- adjuvant
- unterstützend
die verschiedenen Therapieformen der Malignome aufzählen und grob erklären
OperativeTumorentfernung
- bei Malignomen ohne Verwachsung
- rund 30% der Patienten
- bei vollständiger Entfernung gute Heilungschancen
Bestrahlung
- Die Bestrahlung kann vor, nach oder anstelle der operativen Tumorentfernung angewendet werden. Die Tumormasse kann durch energiereiche Strahlung vermindert oder beseitigt werden.
Chemotherapie
- Zytostatika (Krebsmedikamente) zerstören Zellen in sensiblen Phasen des Zellzyklus.
- Dies geschieht vor allem in der Mitose.
Hormontherapie
- bei Malignomen der Geschlechtsorgane. Bei Prostatakarzinom kann die Hodenentfernung hilfreich sein, weil dann keine Androgene mehr produziert werden. Beim Mammakarzinom werden Antihormone wie z.B. Tamoxifen gegeben.
Therapien, die noch erprobt werden
- Die lmmuntherapie soll die Tumorbekämpfung durch das eigene lmmunsystem unterstützen Gentechnologische Möglichkeiten werden noch erforscht
die verschiedenen Mutationsmöglichkeiten nennen
- numerische
- strukturelle Chromosomenmutation
- Einzelgenmutation
die Bedeutung der Mutationen für mögliche Krankheitsentstehungen erklären
Von jedem Gen (ausser den Genen auf dem Y-Chromosom) gibt es zwei Allele. Von deren Durchsetzungskraft ist die Vererbung abhängig. Ein dominantel Alel zeigt auch in einfacher Ausführung seine Wirkung. D.h. ein Mensch wird krank wenn er ein Gen (Allel) mit der Mutation und ein gesundes Gen (Allel) besitzt Ein rezessives Allel zeigt seine Wirkung nur, wenn es in doppelter Ausführung vorhanden ist oder wenn ein entsprechendes gesundes Gen fehlt. Dies ist z.B. bei einer Mutation auf dem XChromosom der Fall (x-chromosomal rezessiv). Ein defektes rezessives Allel auf dem XChromosom, das zu einer Krankheit führt, löst beim Mann auf jeden Fall diese Krankheit aus, da ihm das gesunde Gen fehlt. Bei der Frau tritt die Krankheit nur auf, wenn auch das entsprechende Gen auf dem zweiten X-Chromosom defekt ist. Allerdings sind die Verhältnisse im Einzelnen manchmal noch komplizierter: Beispielsweise brechen manche dominant vererbten Krankheiten trotz Vorhandenseins eines fehlerhaften Gens nicht immer oder nicht immer in gleicher Stärke aus. Man spricht dann von unvollständiger Penetranz beziehu ngsweise schwankender Expressivität
folgende Erbgänge von Krankheiten erklären
- autosomaldominant
- Ein defektes Chromosom wird weiter vererbt
- überspringt keine Generation
- autosomal rezessiv
- es braucht 2 defekte Chromosomen
- Vererbung unabhängig vom Geschlecht Überspringen von Generationen
- 2/3 der klinisch gesunden Geschwister Betroffener sind heterozygot für das fehlerhafte Gen
- z.B. zystische Fibrose
- X-chromosomal rezessiv
- Vererbung abhängig vom Geschlecht, nur Jungen und Männer betroffen Überspringen von Generationen der weiblichen Linie klinisch gesunde weibliche Angehörige können Konduktorinnen (Uberträgerinnen) sein (z.B. Bluterkrankheit)
die Begriffe Expressivität und Penetranz im Bezug auf ein Allel allgemein erklären
Es gibt auch dominant vererbte Krankheiten mit unterschiedlicher Penetranz, bzw. schwankender Expressivität. D.h. die Ausprägung des defekten Gens kann ganz unterschiedlich sein. Es besteht ein fliessender Übergang vom Normalbefund bis zum völligen Funktionsverlust des Gens. Das Fragile-X-Syndrom, das zu den häufigsten genetischen Ursachen für eine geistige Behinderung bei Jungen gehört, wird rezessiv vererbt, wobei die Ausprägung unterschiedlich ist. Es gibt sowohl Jungen mit einem defekten Gen ohne klinische Auffälligkeiten wie auch Mädchen, die leichte Symptome zeigen
grob die möglichen Erkrankungen des lmmunsystems aufzählen
- lmmunschwäche
- Allergie
- Autoimmunerkrankungen
Beispiele für Autoimmunerkrankungen nennen
- Morbus Bechterew
- Morbus Crohn
- MS
- Sklerodermie
- Rheumatoide Arthritis
folgende Begriffe der Pathologie definieren
- Morbus
- Krankheit
- Ätiologie
- Ursache
- Pathogenese
- Weg von Ansteckung bis Ausbruch
- Syndrom
- verschiedene Symptome die zusammenkommen
- Morbidität
- wie viele von 100000 erkranken können
- Mortalität
- Todesrate
- Letalität
- wie viele der Erkrankten sterben
- lnzidenz
- Anzahl neu erkrankter pro Jahr
- klinischer Tod
- Ausfall Herz-Kreislauf-System
- biologischer Tod
- nach klinischem Tod