AIIT - Zusammenfassung
nur Fragen aus der Prüfungsvorbereitung aus allen Vorlesungen zusammengefasst
nur Fragen aus der Prüfungsvorbereitung aus allen Vorlesungen zusammengefasst
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Cartes-fiches
10 Engineering Change Management
Begriffsbestimmung Engineering Change Management
- Änderungswesen (Change Management) beschreibt den formalen Prozess, den eine Änderung an Produktdefinitionen und -konfigurationen mit sich bringt.
- Dieser Prozess umfasst den Vorschlag einer Änderung, die Kontrolle und Bewilligung dieser Änderung
- Es kann dabei notwendig sein, dass Änderungsalternativen erarbeitet und bewertet werden.
- Änderungsprozesse sollten kontrolliert durchgeführt werden, da sie u. U. einen erheblichen Einfluss auf den Entwicklungsaufwand (Zeit und Kosten) haben können.
Ziele:
- Ganzheitlicher Ansatz zur Systematisierung von Änderungsprozessen
- Vermeidung von Inkonsistenz in Datenbeständen
- Kontrolle über Aufwand (Kosten und Zeitbedarf) der Änderungsprozesse
10 Engineering Change Management
Verlauf einer Änderung im Änderungsmangement
1. Aufsetzen eines Änderungsantrags (Engineering Change Request, ECR) → Funktionale Verbesserung, Fertigungsrationalisierung, Behebung von Schwachstellen, Mängeln oder Fehlern im Produkt und Dokumenten
2. Prüfung des Antrags durch alle Beteiligten →Ergänzung fehlender Daten und Informationen, Abteilungsfestlegung für Änderungszustimmung
3. Entscheidung: Genehmigung (Engineering Change Order, ECO) oder begründete Ablehnung
4. Sperren alter Version, wenn alle Abteilungen zugestimmt haben
5. Erarbeiten einer neuen Version →Änderungen von Unterlagen, Stammdaten, Stücklisten
6. Ersetzen der alten Version durch die neue
7. Freigabe der neuen Version (Vervielfältigung und Verteilung an Betroffene)
8. Durch die Änderung im PDM-System haben alle wieder eine aktuelle Version
10 Engineering Change Management
Standardisierte Inhalte des Änderungsprozesses
- Bereich der Änderung
- Funktionale Änderung am Produkt
- Konstruktive Änderung am Produkt
- Ändereung von Engineering Workflows (Bsp. Änderungsprozesse mit virtuellen Prototypen anstelle von realen)
- Änderungen der Fertigungseinrichtungen oder -prozessen
- Art der Änderung
- Innerhalb des Moduls
- Änderung einer Schnittstelle
- Betroffene Inhalte
- CAD-Modelle, Zeichnungsableitungen, Prototypen
- Stücklisten, Kostenkalkulationen, Bestandslisten
- Verweise auf Dokumente zu Richtlinien, Werksnormen..
10 Engineering Change Management
Standardisierte Prozesse des Änderungswesens
- Einflussfaktoren und Randbedingungen (globale Entwicklungen, Varianten, komplexe Produkte, ...)
- Beteiligte (Rollen und Background: Entwickler, Projektleiter, Manager, ...)
- Ablauf (Schritte und Meilensteine, Überschneidungen mit anderen Prozessen)
- Aufwand für Änderungen (reales Beispiel: 1 Tag "kreativ" konstruieren, 1,5 Tage Pflege der PDM-Inhalte)
- Redundanzen (Aktenordner und PDM)
10 Engineering Change Management
Welche Aspekte müssen berücksichtigt werden, wenn EC-Prozesse mit IT-Systemen unterstützt werde?
- Welche Personen sind beteiligt und haben diese auch die entsprechenden Rollen (Rechte) im System?
- Ist der EC-Prozess im System hinterlegt? (z.B. als Workflow)
- Woher kommen die Nummern für ECR und ECO? (z.B. Nomenklatur im Unternehmen oder einfache Hochzählung)
- Wie lange dauern die einzelnen Prozessschritte?
- Wie lange dauert es von der Engineering Freigabe bis zum Einsatz der Änderung in der Produktion?
10 Engineering Change Management
Was ist Siemens PLM - TeamCenter Engineering?
ist eine zertifiierte Lösung zur Abbildung von unternehmensspezifischen Änderungsabläufen
11 Datenaustausch / Datenkonvertierung
Welche Daten fallen bei der virtuellen Produktenstehung an?
- Bauzeichungen
- CAD-Modelle (2D, 3D)
- Stücklisten
- Variantenspezifikationen
- Konfigurationsspezifikationen
- Metadaten
- Zugriffsdaten
- Videoaufzeichnungen
- Messreihen
- Beschaffungsdokumentation
- Mängelrügen und Abnehmer
- Verträge
- Dokumente allgemein
- ...
11 Datenaustausch / Datenkonvertierung
Wie können Versionen aufgebaut sein?
- Versionierung in zeitlicher Abfolge
- Versionierung auf verschiedenen Ebenen
- Versionierung mit Bezugsversion
11 Datenaustausch / Datenkonvertierung
Versionierung (zeitlich, Praxis)
Aufteilung der Konstruktionsaufgabe in
Einzelschritte
• Versionierung zwischen den Schritten („private“
Versionen zunächst nicht öffentlich)
• Veröffentlichung bei Kooperation oder zu
Synchronisationszeitpunkten
•Mögliche Versionierungszeitpunkte:
- Aufspaltung des Entwicklungspfades
- Zusammenführung von Entwicklungspfaden
- Im Ermessen des Ingenieurs
11 Datenaustausch / Datenkonvertierung
Datenaustausch ( Herausforderungen )
- Systemheterogenität erfordert die Bereitstellung und das
Vorhalten unterschiedlicher Datenformate für dieselben Informationen - Formale (Qualität CAD-Daten, Konvertierungsprobleme)
und inhaltliche Qualität der Daten (Informationsgehalt & -
güte) - Lange Durchlaufzeiten durch große Datenvolumina
- Extraktion und Integration komplexer Informations-
strukturen (z.B. Produktstrukturen) aus PDM / PLM
Systemen - Fehlerrisiko aufgrund unterschiedlicher Konventionen /
Regelungen zum Informationsaustausch
11 Datenaustausch / Datenkonvertierung
Datenaustausch ( Lösungsansätze )
- Beheben der Delta-Problematik: explizite Kennzeichnung aktueller und veränderter Daten
- Verbesserung der Prozesse durch EAI für die Harmonisierung der Tool-Schnittstellen und
ERM für die Datensicherheit
⇒ Ziel ist ein sicherer, integrierter Informationsfluss
11 Datenaustausch / Datenkonvertierung
Arten der Konvertierung
- verlustfreie Konvertierung
- kein Datenverlust
- Möglich bei der Konvertierung zwischen kompatiblen Formaten
- Konvertierung eines Rasterbildes von TIFF nach PNG
- Datenkomprimierung zu .zip, .rar, etc.
- verlustbehaftete Konvertierung
- Datenverlust kann aus folgenden Gründen entstehen:
- Verlustbehaftete Datenkompression (Reduzierung der Daten) um nicht notwendige Details, z. B. vom Audioformat WAV nach MP3.
- Zielformat ist nicht in der Lage, alle Informationen des Quellformates darzustellen, z.B. von HTML zu Textformat (sämtliche Formatierungen gehen verloren)
- sinnhafte Konvertierung
- Daten werden unter Beibehalten des wesentlichen betrachteten Inhalts konvertiert
- Mit oder ohne Informationsverlust
- Möglicherweise Anreicherung mit Informationen weiterer Quellen
- Konvertierung einer Tabelle von Microsoft Excel XLS nach CSV oder umgekehrt
- Konvertierung von proprietären CAD-Formaten in Standardformate, z.B. STEP
12 Varianten- und Komplexitätsmanagement
Was erhöht sich mit steigender Varianz meist mit? (z.B.bei er Fahrzeugkonfiguration)
Mit steigender Varianz steigt meist auch:
- die Komplexität des Angebotsspektrums an
- die Verschwendungsfaktoren an
- Längere Wartezeiten
- Überproduktion
- Unnötige Bewegungen
- Unnötige Transporte
- nicht erforderliche Bestände
- Produktfehler und Produktionsdefekte
- zusätzlicher Flächenbedarf
12 Varianten- und Komplexitätsmanagement
Verdeutliche die Varianz bezogen auf die Funktion an einem Beispiel. Welche Probleme können entstehen?
Beispiel: Schweizer Taschenmesser Probleme:
- Nicht alle Funktionen sind miteinander in einem Produkt kombinierbar.
- Ursachen können ein begrenzter Bauraum, eine geringe Rechenleistung oder Energieversorgung oder funktionale Inkompatibilitäten sein.
12 Varianten- und Komplexitätsmanagement
Verdeutliche die Varianz bezogen auf Bauformen an einem Beispiel. Welche Probleme können entstehen?
Beispiel:
BWW 3er Baureihe
Problem
- Nicht nur die sichtbaren Komponenten unterscheiden sich. Oft ist eine Anpassung vieler nicht sichtbarer Komponenten zusätzlich erforderlich.
12 Varianten- und Komplexitätsmanagement
Verdeutliche die Varianz bezogen auf Erscheinungsformen an einem Beispiel. Welche Probleme können entstehen?
Beispiel:
iPod nano:
- Unterscheidung der Geräte durch unterschiedliche Farbgebung
- Funktional und baulich sind sich die Gerät ähnlich bzw. gleich
Probleme:
- Erweiterung der Farbpalette kann schnell zu vielen Varianten führen
- In der Fertigung müssen Farben u. Werkzeuge entsprechend geplant werden
- Montage darf nur bestimmte Farben f. Gehäuse u. Bedienteil kombinieren
- Anmerkung: Zuvor wurde nur die Trendfarbe weiß angeboten und von vielen Kunden als Markenzeichen verstanden.
12 Varianten- und Komplexitätsmanagement
Was ist unter Komplexitäts- und Variantenmanagement zu verstehen?
Komplexitäts- und Variantenmanagement als ganzheitlicher Ansatz im Unternehmen zur Beherrschung eines vielfältigen Produktspektrums
12 Varianten- und Komplexitätsmanagement
Was sind die Ziele des Komplexitäts- und Varaintenmanagements?
- Erhöhung der Produktvielfalt zur gezielten Steigerung des Kundennutzen
- Umsetzung geringeren Kosten trotz gesteigerter Produktvielfalt
- Verbesserung der Geschäftsprozesse in Produktplanung, Entwicklung, Beschaffung, Logistik, Produktion, Montage, Vertrieb, After-Sales, etc.
- Reduzierung, Vermeidung und Handhabung von Komplexität
13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik
Definition Arbeitsplanung?
Die Arbeitsplanung umfasst alle einmalig auftretenden Planungsmaßnahmen, welche definieren, wie das Produkt mit welchen Ressourcen / Betriebsmitteln unter Einhaltung von vorgegebenen Zeiten, Kosten und Qualitätskriterien hergestellt wird.
13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik
Was wird in einen Arbeitsplan beschreiben?
Ablaufabschnittfolge und Arbeitssysteme, die für eine schrittweise Aufgabendurchführung erforderlich sind
13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik
Nenne alle Planungsgrundfälle?
- Neubau ("grüne Wiese")
- Um- und Neugestaltung bestehender Industriebetriebe
- Erweiterung bestehender Undustriebetriebe aufgrund von Auftrags- und umsatzwachstum
- Rückbau von Industriebetrieben
- Revitalisierung
13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik
Welche Betrachtungsebenen sind in der Digitalen Fabrik zu finden?
- Konzern
- Werk
- Produktionsbereich
- Anlage
- Komponente