AIIT - Zusammenfassung

nur Fragen aus der Prüfungsvorbereitung aus allen Vorlesungen zusammengefasst

nur Fragen aus der Prüfungsvorbereitung aus allen Vorlesungen zusammengefasst


Julia Bolewski
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen der Informatik auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Engineering-Prozesse, Anforderungsmanagement, Systeme und Variantenmanagement, wobei Themen wie Change Management, Datenaustausch und Simulation behandelt werden. Ingenieure und Techniker profitieren von diesen Karteikarten, da sie ihnen helfen, komplexe Systeme und Prozesse zu verstehen und effizient zu managen.
Flashcards
63
Students
1
Language
German
Category
Computer Science
Level
University
Created / Updated
24.02.2013 / 11.07.2013

Flashcards

10 Engineering Change Management

Begriffsbestimmung Engineering Change Management

 

  • Änderungswesen (Change Management) beschreibt den formalen Prozess, den eine Änderung an Produktdefinitionen und -konfigurationen mit sich bringt.
  • Dieser Prozess umfasst den Vorschlag einer Änderung, die Kontrolle und Bewilligung dieser Änderung
  • Es kann dabei notwendig sein, dass Änderungsalternativen erarbeitet und bewertet werden.
  • Änderungsprozesse sollten kontrolliert durchgeführt werden, da sie u. U. einen erheblichen Einfluss auf den Entwicklungsaufwand (Zeit und Kosten) haben können.

 

Ziele: 

  • Ganzheitlicher Ansatz zur Systematisierung von Änderungsprozessen
  • Vermeidung von Inkonsistenz in Datenbeständen
  • Kontrolle über Aufwand (Kosten und Zeitbedarf) der Änderungsprozesse

   

 

10 Engineering Change Management

Verlauf einer Änderung im Änderungsmangement

 

1. Aufsetzen eines Änderungsantrags (Engineering Change Request, ECR) → Funktionale Verbesserung, Fertigungsrationalisierung, Behebung von Schwachstellen, Mängeln oder Fehlern im Produkt und Dokumenten 

2. Prüfung des Antrags durch alle Beteiligten →Ergänzung fehlender Daten und Informationen, Abteilungsfestlegung für Änderungszustimmung 

3. Entscheidung: Genehmigung (Engineering Change Order, ECO) oder begründete Ablehnung 

4. Sperren alter Version, wenn alle Abteilungen zugestimmt haben 

5. Erarbeiten einer neuen Version →Änderungen von Unterlagen, Stammdaten, Stücklisten 

6. Ersetzen der alten Version durch die neue 

7. Freigabe der neuen Version (Vervielfältigung und Verteilung an Betroffene) 

8. Durch die Änderung im PDM-System haben alle wieder eine aktuelle Version  

10 Engineering Change Management

Standardisierte Inhalte des Änderungsprozesses

 

  • Bereich der Änderung
    • Funktionale Änderung am Produkt
    • Konstruktive Änderung am Produkt
    • Ändereung von Engineering Workflows (Bsp. Änderungsprozesse mit virtuellen Prototypen anstelle von realen)
    • Änderungen der Fertigungseinrichtungen oder -prozessen
  • Art der Änderung
    • Innerhalb des Moduls
    • Änderung einer Schnittstelle
  • Betroffene Inhalte
    • CAD-Modelle, Zeichnungsableitungen, Prototypen
    • Stücklisten, Kostenkalkulationen, Bestandslisten
    • Verweise auf Dokumente zu Richtlinien, Werksnormen..

10 Engineering Change Management

Standardisierte Prozesse des Änderungswesens

 

  • Einflussfaktoren und Randbedingungen (globale Entwicklungen, Varianten, komplexe Produkte, ...)
  • Beteiligte (Rollen und Background: Entwickler, Projektleiter, Manager, ...)
  • Ablauf (Schritte und Meilensteine, Überschneidungen mit anderen Prozessen)
  • Aufwand für Änderungen (reales Beispiel: 1 Tag "kreativ" konstruieren, 1,5 Tage Pflege der PDM-Inhalte)
  • Redundanzen (Aktenordner und PDM)

10 Engineering Change Management

Welche Aspekte müssen berücksichtigt werden, wenn EC-Prozesse mit IT-Systemen unterstützt werde?

 

  • Welche Personen sind beteiligt und haben diese auch die entsprechenden Rollen (Rechte) im System?
  • Ist der EC-Prozess im System hinterlegt? (z.B. als Workflow)
  • Woher kommen die Nummern für ECR und ECO? (z.B. Nomenklatur im Unternehmen oder einfache Hochzählung)
  • Wie lange dauern die einzelnen Prozessschritte?
  • Wie lange dauert es von der Engineering Freigabe bis zum Einsatz der Änderung in der Produktion?

10 Engineering Change Management

Was ist Siemens PLM - TeamCenter Engineering?

ist eine zertifiierte Lösung zur Abbildung von unternehmensspezifischen Änderungsabläufen

11 Datenaustausch / Datenkonvertierung

Welche Daten fallen bei der virtuellen Produktenstehung an?

 

  • Bauzeichungen
  • CAD-Modelle (2D, 3D)
  • Stücklisten
  • Variantenspezifikationen
  • Konfigurationsspezifikationen
  • Metadaten
  • Zugriffsdaten
  • Videoaufzeichnungen
  • Messreihen
  • Beschaffungsdokumentation
  • Mängelrügen und Abnehmer
  • Verträge
  • Dokumente allgemein
  • ...

11 Datenaustausch / Datenkonvertierung

Wie können Versionen aufgebaut sein?

 

  • Versionierung in zeitlicher Abfolge
  • Versionierung auf verschiedenen Ebenen
  • Versionierung mit Bezugsversion

11 Datenaustausch / Datenkonvertierung

Versionierung (zeitlich, Praxis)

 

Aufteilung der Konstruktionsaufgabe in
Einzelschritte
• Versionierung zwischen den Schritten („private“
Versionen zunächst nicht öffentlich)
• Veröffentlichung bei Kooperation oder zu
Synchronisationszeitpunkten
•Mögliche Versionierungszeitpunkte:

  •  Aufspaltung des Entwicklungspfades
  • Zusammenführung von Entwicklungspfaden
  • Im Ermessen des Ingenieurs

11 Datenaustausch / Datenkonvertierung

Datenaustausch ( Herausforderungen )

 

  • Systemheterogenität erfordert die Bereitstellung und das
    Vorhalten unterschiedlicher Datenformate für dieselben Informationen
  • Formale (Qualität CAD-Daten, Konvertierungsprobleme)
    und inhaltliche Qualität der Daten (Informationsgehalt & -
    güte)
  • Lange Durchlaufzeiten durch große Datenvolumina
  • Extraktion und Integration komplexer Informations-
    strukturen (z.B. Produktstrukturen) aus PDM / PLM
    Systemen
  • Fehlerrisiko aufgrund unterschiedlicher Konventionen /
    Regelungen zum Informationsaustausch

11 Datenaustausch / Datenkonvertierung

Datenaustausch ( Lösungsansätze )

 

  • Beheben der Delta-Problematik: explizite Kennzeichnung aktueller und veränderter Daten
  • Verbesserung der Prozesse durch EAI für die Harmonisierung der Tool-Schnittstellen und
    ERM für die Datensicherheit

⇒ Ziel ist ein sicherer, integrierter Informationsfluss

11 Datenaustausch / Datenkonvertierung

Arten der Konvertierung

 

  • verlustfreie Konvertierung
  • kein Datenverlust
  • Möglich bei der Konvertierung zwischen kompatiblen Formaten
  • Konvertierung eines Rasterbildes von TIFF nach PNG
  • Datenkomprimierung zu .zip, .rar, etc.

 

  • verlustbehaftete Konvertierung
  • Datenverlust kann aus folgenden Gründen entstehen:
  • Verlustbehaftete Datenkompression (Reduzierung der Daten) um nicht notwendige Details, z. B. vom Audioformat WAV nach MP3.
  • Zielformat ist nicht in der Lage, alle Informationen des Quellformates darzustellen, z.B. von HTML zu Textformat (sämtliche Formatierungen gehen verloren)
  • sinnhafte Konvertierung
  • Daten werden unter Beibehalten des wesentlichen betrachteten Inhalts konvertiert
  • Mit oder ohne Informationsverlust
  • Möglicherweise Anreicherung mit Informationen weiterer Quellen
  • Konvertierung einer Tabelle von Microsoft Excel XLS nach CSV oder umgekehrt
  • Konvertierung von proprietären CAD-Formaten in Standardformate, z.B. STEP

12 Varianten- und Komplexitätsmanagement

Was erhöht sich mit steigender Varianz meist mit? (z.B.bei er Fahrzeugkonfiguration)

 

Mit steigender Varianz steigt meist auch:

  • die Komplexität des Angebotsspektrums an
  • die Verschwendungsfaktoren an
    • Längere Wartezeiten
    • Überproduktion
    • Unnötige Bewegungen
    • Unnötige Transporte
    • nicht erforderliche Bestände
    • Produktfehler und Produktionsdefekte
    • zusätzlicher Flächenbedarf

12 Varianten- und Komplexitätsmanagement

Verdeutliche die Varianz bezogen auf die Funktion an einem Beispiel. Welche Probleme können entstehen?

 

Beispiel: Schweizer Taschenmesser  Probleme:

  • Nicht alle Funktionen sind miteinander in einem Produkt kombinierbar.
  • Ursachen können ein begrenzter Bauraum, eine geringe Rechenleistung oder Energieversorgung oder funktionale Inkompatibilitäten sein.

12 Varianten- und Komplexitätsmanagement

Verdeutliche die Varianz bezogen auf Bauformen an einem Beispiel. Welche Probleme können entstehen?

 

Beispiel:

BWW 3er Baureihe

 

Problem

  • Nicht nur die sichtbaren Komponenten unterscheiden sich. Oft ist eine Anpassung vieler nicht sichtbarer Komponenten zusätzlich erforderlich.

12 Varianten- und Komplexitätsmanagement

Verdeutliche die Varianz bezogen auf Erscheinungsformen an einem Beispiel. Welche Probleme können entstehen?

 

Beispiel:

iPod nano:

 

  • Unterscheidung der Geräte durch unterschiedliche Farbgebung
  • Funktional und baulich sind sich die Gerät ähnlich bzw. gleich

Probleme:

  • Erweiterung der Farbpalette kann schnell zu vielen Varianten führen
  • In der Fertigung müssen Farben u. Werkzeuge entsprechend geplant werden
  • Montage darf nur bestimmte Farben f. Gehäuse u. Bedienteil kombinieren
  • Anmerkung: Zuvor wurde nur die Trendfarbe weiß angeboten und von vielen Kunden als Markenzeichen verstanden.

12 Varianten- und Komplexitätsmanagement

Was ist unter Komplexitäts- und Variantenmanagement zu verstehen?

Komplexitäts- und Variantenmanagement als  ganzheitlicher Ansatz im Unternehmen zur Beherrschung eines vielfältigen Produktspektrums

12 Varianten- und Komplexitätsmanagement

Was sind die Ziele des Komplexitäts- und Varaintenmanagements?

 

  • Erhöhung der Produktvielfalt zur gezielten Steigerung des Kundennutzen
  • Umsetzung geringeren Kosten trotz gesteigerter Produktvielfalt
  • Verbesserung der Geschäftsprozesse in Produktplanung, Entwicklung, Beschaffung, Logistik, Produktion, Montage, Vertrieb, After-Sales, etc.
  • Reduzierung, Vermeidung und Handhabung von Komplexität

13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik

Definition Arbeitsplanung?

 

Die Arbeitsplanung umfasst alle einmalig auftretenden Planungsmaßnahmen, welche definieren, wie das Produkt mit welchen Ressourcen / Betriebsmitteln unter Einhaltung von vorgegebenen Zeiten, Kosten und Qualitätskriterien hergestellt wird.

13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik

Was wird in einen Arbeitsplan beschreiben?

Ablaufabschnittfolge und Arbeitssysteme, die für eine schrittweise Aufgabendurchführung erforderlich sind

13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik

Nenne alle Planungsgrundfälle?

 

 

  • Neubau ("grüne Wiese")
  • Um- und Neugestaltung bestehender Industriebetriebe
  • Erweiterung bestehender Undustriebetriebe aufgrund von Auftrags- und umsatzwachstum
  • Rückbau von Industriebetrieben
  • Revitalisierung

13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik

Wie sieht die Verbindung von Produkt, Prozessen, Ressourcen und Layout aus? (graphisch)

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13 Produktionsplanung und Digitale Fabrik

Welche Betrachtungsebenen sind in der Digitalen Fabrik zu finden?

 

  • Konzern
  • Werk
  • Produktionsbereich
  • Anlage
  • Komponente

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