9513_GrBW_Mgmt-Modell_Teil-A+B

Grundlagen Betriebswirtschaftslehre, Mgmt-Modell HFIST9513 aus "Integrale Betriebswirtschaftslehre"

Grundlagen Betriebswirtschaftslehre, Mgmt-Modell HFIST9513 aus "Integrale Betriebswirtschaftslehre"


F. C.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Unternehmensführung und deren Integration in die Unternehmensumwelt. Sie decken Themen wie Führungsfunktionen, Funktionsbereiche, Zielsetzung, und die Interaktion zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt ab. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Berufstätige in der Betriebswirtschaftslehre, die ein tiefes Verständnis für Managementprozesse und -strategien erlangen möchten.
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Créé / Mis à jour
01.09.2015 / 04.07.2023

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Welche Kriterien können die Wahl einer Gesellschaftsform beeinflussen?

In der Praxis häufig erwähnt:

  • Haftung
  • Steuerliche Belastung
  • Kapitalbedarf

Als weitere Kriterien können erwähnt werden:

  • Fortbestand der Unternehmung (-> Nachfolgeregelung?)
  • Firmenschutz
  • Wunsch nach Anonymität
  • Formalitäten + Kosten
  • Regelung, Stimmrecht

Was bezeichnet man als Produktivität?

Als Produktivität bezeichnet man das mengenmässige Verhältnis zwischen Output und Input eines Prozesses.

Durch was ergibt sich die Wirtschaftlichkeit? (-> Erklärung!)

Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus der Produktivität durch Multiplikation von Zähler und Nenner mit Output- und Input-Preisen (wird deshalb mit einem Wertverhältnis ausgedrückt!).

Ausmass der Zielerreichung: Was wird bei der "Zieldimension" (-> Zielerreichung) unterschieden?

  • Erreichung des maximal Möglichen (Maximierungsziel)
  • Erreichung einer bestimmten Limite (Satisfizierungsziel = Zieluntergrenze od. Limiteuntergrenze)

Welche drei Messskalen können zur Messung der Zielerreichung angewendet werden?

Kardinalskala

  • durch einen numerischen Wert ausgedrückt (Bsp.: Umsatzsteigerung von 4 %)
  • quantifizierbare Ziele

Ordinalskala

  • beruht auf der Vorstellung einer Rangordnung (Bsp.: Neubesetzung einer (Kader-)Stelle)

Nominalskala

  • Aussage, ob ein Ziel erreicht worden ist oder nicht (Bsp.: Konkurs verhindern, Kaufvertrag abschliessen,...)

Zeithorizont der Zielerreichung:
In den letzten Jahren haben sich die Zeithorizonte stark verkürzt. Welche Horizonte gelten heute als grobe Richtlinien?

  • kurzfristiges Ziel: bis 1 Jahr
  • mittelfristiges Ziel: 1 - 3 Jahre
  • langfristiges Ziel: > 3 Jahre

Zwischen welchen drei Zielbeziehungen differenziert man?

  • komplementär
  • konkurrierend
  • indifferent

Wann ist eine Zielbeziehung komplementär?

  • mit einer bestimmten Massnahme beiden Zielen näher zu kommen
  • Mittel-Zweck-Beziehungen (mit dem Erreichen des Zieles A kommen wir auch dem Ziel B näher)
  • zwichen Ober-, Zwischen- und Unterzielen differenzieren

Wann ist eine Zielbeziehung konkurrierend?

  • mit jeder Massnahme nur einem der beiden Ziele näher kommt, aber nicht beiden (gleichzeitig von der Zielerreichung des andern entfernt)

Wann ist eine Zielbeziehung indifferent?

  • keine Massnahme, mit welcher man beiden Zielen näher kommt (wird nur die Erreichung eines der beiden Ziele verbessern)

Modelle:
Was versteht man unter "Modell des Integralen Management"?

  • ganzheitliches, systematisches, auf vernetztem Denken beruhendes Management

Modelle:
Warum denkt man in "Modellen"?

  • "Wirklichkeit" erfassen, erklären und auf sie einwirken zu können
  • vereinfachtes Abbild machen (vereinfachtes Abbild einer bestimmten Wirklichkeit)
  • Vereinfachung = Mittel, um Komplexität zu reduzieren = Konzentration auf das Relevante, das Bedeutende, das aktuell Interessierende
  • es wird nur die interessierende Wirklichkeit betrachtet (alles andere wird ausgeblendet)

Teilmodelle des integralen Managements:
In welche drei Teilmodelle gliedert sich das Modell des Integralen Managements?

  • Unternehmungsumwelt
  • Unternehmung
  • Unternehmungsführung

Unternehmungsumwelt:
Welche grundsätzliche Aussage über Unternehmung und Wertschöpfungskette kannst du machen?

Jede Unternehmung ist mindestens in eine Wertschöpfungskette eingebettet.

Unternehmungsumwelt:
Ergänze das Diagramm "Wertschöpfungskette".

1 = Rohstoffgewinnung
2 = Entsorgung
3 = Wertschöpfungsfaktoren
4 = Marktleistungen (befriedigte Ansprüche)
5 = Beschaffungsmärkte
6 = Unternehmung (-> Wertschöpfungsprozess!)
7 = Absatzmärkte

Unternehmungsumwelt:
Ergänze das Diagramm "Güter-, Geld- und Informationsstrom".

1 = Lieferant
2 = Unternehmung
3 = Kunden
4 = Güter
5 = Geld
6 = Informationen

Teilmodelle des integralen Managements:
Was ist das "Grundproblem" (-> Grundherausforerung) der Unternehmensführung?

Liegt in der Herstellung eines "Fits" zwischen Unternehmungsumwelt und Unternehmung.

Unternehmungsumwelt:
Ergänze das Diagramm " Wertschöpfungs- und Führungsprozess".

1 = Input
2 = Transformation
3 = Output
4 = Wertschöpfungsprozess
5 = Führungsprozess

Unternehmungsumwelt:
Warum läuft der Führungsprozess dem Wertschöpfungsprozess entgegen?

Das Nachdenken über die Ziele der Unternehmung beginnt beim Absatzmarkt bzw. Kunden.

Unternehmungsumwelt:
Wie heissen die Aspekte der Umweltsphären?

  • ethische
  • ökologische
  • soziale, rechtliche und politische
  • technologische
  • wirtschaftliche (ökonomische)

Unternehmungsumwelt:
Wozu dienen die "Umweltsphären"?

  • Probleme zu lokalisieren
  • Probleme zuzuordnen
  • Probleme in einem grösseren Zusammenhang zu sehen

Unternehmungsumwelt:
Was wird unter "sozialen, rechtlichen und politischen Umweltsphären" umschrieben?

  • Umschreibt die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten, Strömungen und Entwicklungen.

Unternehmungsumwelt:
Was wird unter "ethischer Umweltsphäre" beschrieben?

  • Umschreibt die moralischen und ethischen Aspekte (allgemein anerkannte Normen, denen das menschliche Zusammenleben unterliegt)

Unternehmungsumwelt:
Was wird unter "ökologischer Umweltsphäre" umschrieben?

  • Beschreibt den Zustand der Umwelt für Menschen, Tier und Pflanzen und die Gegebenheiten ihres Zusammenlebens.

Unternehmungsumwelt:
Was wird unter "technologischer Umwelsphäre" umschrieben?

  • Umschreibt die materiellen, naturwissenschaftlichen und technologischen Geschehen.

Unternehmungsumwelt:
Was wird unter "wirtschaftlicher Umweltsphäre" umschrieben?

  • Umschreibt die ökonomischen Fragestellungen wie Konjunktur, Wachstum, Beschäftigung, Aussenwirtschaft etc.

Unternehmungsumwelt:
Welche Anspruchsträger (Anspruchsgruppen) stellen Ihre Bedürfnisse an die Unternehmung?

  • Staat
  • Kunden
  • Konkurrenten
  • Institutionen, Individuen
  • Kapitalgeber
  • Lieferanten
  • Mitarbeitende

Unternehmungsumwelt:
Welches sind die vier obersten Ziele der Unternehmung?

  1. Existenzsicherung (langfristig!)
  2. Gewinn (erwirtschaften)
  3. optimale Ressourceneinsatz
  4. Wachstum (oder Entwicklung, Fortschritt -> eine Notwendigkeit!)
    (muss qualitativ und/oder quantitativ wachsen)

Unternehmung:
Was wird unter dem Begriff "System" verstanden?

Unter einem System verstehen wir eine geordnete Gesamtheit von Elementen, zwischen denen irgendwelche Beziehungen bestehen oder hergestellt werden können.

Unternehmung:
Welche Elemente  umfasst ein "System"?

  • Umwelt
  • System
  • Elemente
  • Beziehungen

Unternehmung:
Was ermöglicht wirkliches "Systemdenken"?

  • ein Denken in Gesamtheit
  • hilft Probleme zu gliedern
  • Probleme in beherrschbare Teile aufzuspalten
  • Übersicht über die Gesamtheit und die Zusammenhänge behalten

Unternehmung:
Welche Aspekte umfassen die "Gestaltungssphären"?

  • ethische
  • ökologische
  • soziale, rechtliche und politische
  • technologische
  • wirtschaftliche (ökonomische)

Unternehmung:
Welche zwei Aufgabenarten lassen sich unterscheiden?

  • Innovative Aufgaben
  • Repetitive Aufgaben

Unternehmung:
Ergänze das Diagramm "Innovative / Repetitive Aufgaben".

s. Bild!

Unternehmung:
Was "gilt" bei der Mitarbeiterführung  bei innovativen Aufgaben?

  • partizipativen oder mitarbeiterorientierten Führungsstil

Unternehmung:
Was "gilt" bei der Mitarbeiterführung  bei repetitiven Aufgaben?

  • sachorientierter, eher autoritärer Führungsstil

Unternehmung:
Ergänze das Diagramm "Umwel- und Unternehmensanalyse".

1 = Umwelanalyse
2 = Unternehmungsanalyse
3 = Chancen / Gefahren
4 = Ziele

Unternehmungsführung:
Welche vier "Metafunktionen" lassen sich unterscheiden?

  • Führungsfunktionen
  • Versorgungsfunktionen
  • marktleistungsbezogene Funktionen
  • Querschnittfunktionen

Unternehmungsführung:
Zähle die Funktionsbereiche der "Führungsfunktionen" auf.

  • Management (Entscheiden, Umsetzen, Kontrollieren)
  • Organisation (Prozesse strukturieren, Strukturen oder Lenkungshierarchien entwerfen)
  • Personalführung (Soll-Werte vereinbaren, Verhalten der Mitarbeiter beeinflussen, Leistung beurteilen und Mitarbeiter fördern)

Unternehmungsführung:
Zähle die Funktionsbereiche der "marktleistungsbezogenen Funktionen" auf.

  • Marktleistungsentwicklung
  • Marktleistungserstellung
  • Marketing
  • Beschaffung
  • Distribution

Étudier