Lernkarten

Moritz Rolli
Karten 18 Karten
Lernende 46 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 23.09.2016 / 11.11.2020
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2 Exakte Antworten 16 Text Antworten 0 Multiple Choice Antworten
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Definiere den Begriff "Patientenedukation"

Patientenedukation ist jede Kombination von Lernerfahrung, die Personen bei Verhaltensveränderungen, welche Gesundheit fördern, unterstützt. Die Patientenedukation ist geplant und interdisziplinär.
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Definiere den Begriff Patientenkompetenz.

Patientenkompetenzen bezeichnet die Fähigkeit, für sich Verantwortung zu übernehmen auf dem Weg durch die Krankheit. Da dieser Weg bei jedem anders aussieht, gibt es nicht DIE Patientenkompetenz, sondern es gibt immer nun MEINE Kompetenz als Pat.
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Nenne einige Bedingungen für Veränderungen, welche Erfüllt sein müssen, damit die Menschen auf die Gesundheitsberatung reagieren. 

  • sie riskieren, eine bestimmte Krankheit zu entwickeln
  • das Risiko ist ernsthaft und die Folgen, diesen Zustand zu entwickeln sind unerwünscht
  • das Risiko kann durch eine spezifische Verhaltensänderung reduziert werden
  • Hürden zur Verhaltensveränderung sind überbrückbar. 
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Nenne die 5 Schritte, des Patientenedukations - Prozess mit einem Beispiel, was damit gemeint ist.

  1. Lernbedürfnisse ermitteln 
    1. Fragen zu: Sogen, Fähigkeiten, Optionen, Wissensstand, Ziele
    2. Lernstil: wie/wann lernen?
    3. Lernbereitschaft: Veränderungsbereitschaft, mögliche Hürden
  2. Ziele entwickeln
    1. Was will ich mit der PAEdu erreichen
    2. Nach SMART/RUMBA
  3. Planen und durchführen
    1. Was, Wann, Wo, Wer, Wie, Warum
  4. Evaluation
    1. War die Schulung erfolgreich?
    2. Beherrscht der Pat. die Inhalte?
  5. Dokumentation
    1. Dokumentation als Qualitätssicherung von der geplant erbrachten Leistung
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Was beinhaltet das Konzept der "Mikroschulungen?

Massgeschneidert auf die Situation des Patienten.

  • Kleine Lerneinheiten
  • geplant und zielorientiert
  • 15-30 Minuten, 1-2 Personen
  • Aufbaueinheiten, Wiederholungen
  • mit Ergebnissicherung
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Was wird in der Mikroschulung unter folgenden Begriffen verstanden?

  • Faktenwissen
  • Prinzipienwissen
  • Optionales Wissen

Faktenwissen: aufnehmen von definierten Informationen

Prinzipienwissen: verstehen von Hintergründen

Optionales Wissen: unter veränderten Bedingungen sicher handeln.

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Nenne mögliche Fehler, welche bei der PAEdu auftreten können.

  • einschränkende Lernbedingungen zu wenig beachtet
  • nicht akzeptieren, dass Pat. das Recht haben, ihre Meinung zu ändern
  • Reden in Fachsprache --> Pat. versteht nichts
  • Lernen nicht auswerten
  • Pat. mit Infos überladen
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Nenne Kommunikationsprobleme bei der Kommunikation mit fremdsprachigen Menschen

  • Unzureichende Deutschkenntnisse
  • Nur vereinzelte Dolmetscherdienste
  • Sitten im Herkunftsland
  • Misstrauen
  • Fordernde Haltung
  • Hochdeutsch kann Sprachproblem nicht lösen
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Was beinhaltet die Interkulturelle Kompetenz in der Pflege.

  1. Einstellungs- und Persönlichkeitsmerkmale
    1. Motivation und Interesse an interkulturellem Kontakt
    2. Respekt gegenüber Sitten und Gebräuchen
    3. Unvoreingenommenheit, Verzicht auf negative Bewertungen
    4. Höflichkeit, Freundlichkeit, Diplomatie, Geduld, Toleranz
  2. Wissen und Kenntnisse
    1. Allgemeines Wissen und Bewusstheit über Kulturunterschiede
    2. Kenntnisse über spezifische Kulturen
    3. Sprachkenntnisse
  3. Fähigkeiten
    1. Kommunikationsfähigkeiten
    2. Ruhiges und kontrolliertes Verhalten bei Schwierigkeiten
    3. Fähigkeit zur Lösung eines Konfliktes
    4. Reflektierter Umgang mit Stereotypen
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Wie kann eine Krise definiert werden?

Ungleichgewicht zwischen Schwiereigkeiten und der Bedeutung eines Problems und den unmittelbar zur Verfügung stehenden Ressourcen, diese zu bewältigen (Caplan 1964)

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Welche Krisenmodelle kennst Du?

Lebensveränderungskrisen nach Caplan

Traumatische Krisen nach Cullberg

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In was für Schritte/Etappen sind Krisen unterteilt? Erläutere das Kriseninterventionsmodel nach Ciompi
 

 

  1. Konfrontation mit dem Ereignis, Angepasste und routinierte Reaktionen
  2. Phase der Unsicherheit und Überforderung
    1. Gewohnte Copingstrategien zeigen keinen Erfolg, Überforderung, Gefühle des Versagens, Hilflosigkeit nimmt überhand
  3. Phase der Abwehr
    1. Mobilisierung zusätzlicher Mittel kann zu: 
    2. Selbstheilung, Sozialer Rückzug, Phsychischer Labilisierung -- führen
  4. Erschöpfung, Rat- und Hilflosigkeit (Vollbild der Krise)
  5. Bearbeitung der krisenauslösenden Veränderungen und ihrer Konsequenzen
  6. Neuanpassung an die veränderten Lebensumständen
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Nenne Merkmale, Symptome, wenn ein Mensch in der Krise ist

  • Tachykardie
  • Angst
  • Schlaflosigkeit
  • Zitternde Stimme
  • Schreien
  • Weinen
  • Erweiterte Pupillen
  • Unfähigkeit, etwas zur Lösung des Problems beizutragen
  • Destruktives Verhalten
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Was sind die Etappen einer Krisenintervention

  1. Krisenanlass verstehen
  2. Gemeinsame Krisendefinition
  3. Gefühle ausdrücken bzw. entlasten
  4. Gewohnte Bewältigungsstrategien reaktivieren - Konfrontation mit der Realität
  5. Nach neuen Lösungen suchen
  6. Abschliessender Rückblick und Bilanz
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An welchem Verhalten kann man eine suizidale Gefährund erkennen=?

  • Präsuizidales Syndrom nach Ringel
    • zunehmende Einengung, Aggresionshemmung und Suizidphantasien
  • Pöldinger: Stadien suizidaler Entwicklung
    • Erwägungs- Abivalenz- und Entschlussstadium
  • Betroffener äussert Suizidgedanken/Pläne
  • Äusserung, dass alles keinen Sinn mehr macht
  • Hoffnungslosigkeit
  • Testament machen
  • sich verabschieden
  • Persönliche Sachen verschenken
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Was ist der Unterschied zwischen einer Krisensituation und einer akuten Suizidalität

Akute Suizidalität:  Notfallsituation und erfordert sofortiges eingreiffen. 

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Welche Massnahmen treffen Sie bei einer Suizidgefährdung?

  • Konkretes Ansprechen
  • Nach Suizidplänen fragen
  • Suizidrisiko feststellen (NGASR)
  • Sicherheitsplanung
  • Beziehungsaufbau
  • Pat. nicht alleine lassen
  • Zeit & Raum geben
  • Wertfreies zuhören
  • Pffenheit und Interessen am inneren Erleben zeigen. 
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Erläutere das BELLA - Kriseninterventionskonzept.

B:eziehungsaufbau

E:rfassen der Situation

L:inderung der Symptome

L:eute einbeziehen

A:nsatz zur Problembewältigung finden