2. Medizinische Genetik

Grundlagen Anatomie

Grundlagen Anatomie


C. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die medizinische Genetik auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Fette und Kohlenhydrate ab, sowie das Immunsystem, Hormone und ihre Funktionen, sowie Knochenbildung und Muskelphysiologie. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Biologen, die ihr Verständnis der menschlichen Physiologie und Genetik vertiefen möchten.
Karten
181
Lernende
55
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
31.01.2015 / 30.03.2025

Lernkarten

Knochenhaut

(Periost)
-umgibt die Knochenrinde
-An- und Abbavoränge des Knochens/Knochenbruchheilung gehen von Knochenhaut aus
-von dichtem Netz aus schmerzleitenden Nervenfasern durchzogen → Schläge auf oberflächliche Knochen sehr schmerzhaft

Kalzium und Phosphate (bezügl. Ernährung und Knochenbildung)

(Ca,PO)
-Mineralstoffspeicher: Es erfolgt ein laufender Ca-Austausch zwischen Blut und Knochengewebe
-Mineralstoffe bestimmen Fetogkeit und Härte der Knochen
-Mangel → Instabilität und Verformung (im Wachstum)
-für Entwicklung und Erhaltung der Knochen essentiell
 

Kreuzbänder

(ligamenta cruciata)
-Teil des Kniegelenks
-Verhindern das Nachvorne/-hinten-gleiten des Schienbeinkopfes
 

Seitenbänder

(ligamenta collateralia)
-Sicherung der Kniegelenksstreckung
-entspannt bei Flexion, maximal gespannt bei Extension
-Teil des Kniegelenks

Muskelfasern

-Teil des Muskels, folgt nach dem Muskelfaserbündel und beinhaltet viele Myofibrillen
-bei Kontraktion: maximale Verkürzung 50 %, Normalerweise 25-30%
 

Muskelspindel

-Spannungsfühler, Verhindern Überdehnung durch meldung an Zentrale (rückenmark und Gehirn) → reflexartiges Zusammenziehen des Muskels
-Messung und Regulierung der Muskellänge
-kürzer als normale Muskelfasern (bestehen aus ca. 3-6 Muskelfasern), in der Mitte nicht dehnbar/ zusammenziehbar

Agonist

Bewegungsausführender Muskel
-Bsp: Bizeps bei Arm Anziehen
-koordiniert mit Antagonist

Antagonist

-Gegenspieler, führt entgegengesetzte Bewegung zum Agonisten aus
-Bsp: triceps bei Arm anziehen
-koordiniert mit Agonist

Endokinologie

befaßt sich wissenschaftlich und klinisch mit Hormonen

exokrine Drüsem

-geben ihre Sekrete (z.B. Schweiss oder Talg) an die Oberfläche von Haut oder Schleimhäuten ab.
-es handelt sich nicht um eine Hormonabgabe

endokrine Drüsen

-bilden Hormone → werden mit Blutstrom im Körper verteilt → Hormone erreichen Zielzellen und binden sich an die passenden Rezeptoren
 

Hypothalamus

Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns und dient als oberstes Regulationszentrum für alle vegetativen und endokrinen (hormonell) Vorgänge. Er steuert u.a. Kreislauf, Körpertemperatur, Sexualverhalten, Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme.

Hypophyse

-Hormondrüse, Hirnanhangsdrüse
-haselkerngroße, von straffem Bindegewebe umschlossen
-über Hypophysenstiel mit Hypothalamus verbunden

Oxytocin

-Hormon, welches Wehen und Milcheinschuss aulöst
-Beim Mann kann es eine Beziehung/Vertauen zu einem Objekt auslösen →Bindungsstärkend

ACTH

Hormon, reguliert Nebennierenrinden Funktion (Aktivität/Produktion)

 

STH = HGH

(Human Grow Hormon)
-Wachstumshormon
-Zellteilung wird ausgelöst, wirkt direkt auf Gewebe
-Pupertät: Geschlechthormone bauen auf → STH-Dämpfung →Wachstumsstopp ⇒Umbau im Gehirn
 

Prolaktin

-Hormon, zuständig für Muttermilchsproduktion in Brustdrüsengewebe (nur ausgeschüttet wenn schwanger)
 

Thyroxin

-wichtigstes Schilddrüsenhormon
-wirkt auf Rezeptoren im ZNS

Mineralcorticoide

Hormon in Nebennierenrinde
-reguliert Salzhaushalt/ Elektolythaushalt
Vertreter/Beispiel: Aldosteron

Glucocorticoide

-Homon, stimuliert das ZNS
-Beeinflussung des Zuckerstoffwechsels
-In Nebennierenrinde
Beispiel/Vertreter: Cortisol, Corison (Entzündungshemmend)

Androgene

-Hormon, Produktion bei Mann hauptsächlich im Hoden, bei Frau in Nebennierenrinde
-für von Knochen-, Muskel und Bindegewebe
Vertreter/Beispiel: Testosteron

Adrenalin/Noradrenalin

Hormon, im Nebennierenmark produziert
-direkt mit Hirn verbunden (durch Nervenbahnen)
-stimuliert Leistunsfähigkeit des Körpers
-optimiert Verhalten in Flucht oder Angriff (Durchblutung v. Muskeln, Herzschlag, mehr O2)
-zu viel Adrenalin → Blackouts an Prüfungen!

Estrogene

weibliches Sexualhormon, in Ovarien produziert
-verantwortlich für die Bildung der geschlechtspezifischen Organen

Progesteron

weibliches Geschlechtshormon, in Plazenta und Ovarien währen Schwangerschaft produziert

Insulin

Hormon, in Bauchspeicheldrüse gebildet
-Reguliert (Senkt) den Blutzuckerpiegel, durch Einlagerung von Glukose (Blut/-Traubenzucker) zu Glykogen in Leber (gespeicherte Glukose)
 

Glukagon

Hormon, in Bauchspeicheldrüse produziert
-Bei niedrigen Blutzuckerspiegel baut es Glykogen aus der Leber zu Glukose im Blut ab. →Blutzuckerspiegel steigt

Melatonin

Hormon, macht müde
-Produktion Nachts, bei wenig Licht, da mit Retina (Netzhaut) verbunden
→Reguliert den Schlaf-Wach-Rythmus

 Erythrozyten

-Rote Blutkörperchen ohne Zellkern
-speichern O2

Thrombozyten

-Blutplättchen
-für Blutgerinnung (stoppt, verschliesst Blutung bei Wunde) → Blutstillung

Leukozyten

-Weisse Blutkörperchen mit Zellkern
-Immnuzellen
-Familie von Blutzellen, die im menschlichen Immunsystem sehr unterschiedliche Funktionen ausüben:
Granulozyten, Monozyten/Makrophagen, Lymphozyten

Granulozyten

Fresszellen
-Teil des körpereigenen unspezifischen Immunsystems
-identifiziert Fremdkörper, zerstört/frisst, verdaut es

Monozyten/ Makrophagen

-umschliessen und zerlegen Erreger in Bausteine, Fressen bis sie platzen → Eiterform
-aktivieren spezifisches Immunsystem

Lymphozyten

-Teil des spezifischen Immunsystems
-bekämpfen Viren in Zellen

B-Zellen/Plasmazellen

-Teil des spezifischen Immunsystems (Lymphozyten)
-Gedächniszellen
-produzieren spezifische Antikörper (Y)
 

T-Zellen

-Teil des spezifischen Immunsystems (Lymphozyten)
-T-Killerzelle: spüren infizierte körpereigene Zellen auf und tötet diese mit Gift ab. (Krebszellen tarnen → täuschen T-Killerzellen)
-T-Helferzellen: steuern ganzes Immunsystem, beseitigen aber nicht selber. HIV zerstört diese → Immunsystem bricht zusammen

Natürliche Killerzellen (NKZ)

-Teil des spezifischen Immunsystems (Lymphozyten)
-lässt sich nicht von Krebszellen verarschen

Eustress

-vom Körper als positiver Stresseinfluss empfunden
-steigert Leistungsbereitschaft
-Bsp: Aufmerksamkeit, vorfreude

Distress

-vom Körper as negativ empfundener Stress
-zu viel Noradrenalin und Adrenalin
→  Burnout, Blackout gefahr!

Sympathikus

Nervengewebe im Rückenmark
-von Hypothalamus gesteuert
-Teil des vegetativen Nervensystems
-setzt Adrenalin und Noradrenalin frei → Fluchtbereitschaft

Kohlenhydrate

-Monosaccharide: Glucose (Blutzucker), Fructose (Fruchtzucker) → Einfachzucker
-Disaccharid: Saccharose (Industriezucker) → Zweifachzucker
-Polysaccharid: Stärke (Amylose) → Mehrfachzucker
-viele Zuckermoleküle verkettet →  Stärke (Amylose) → nicht mehr süss (Pasta, Reis, Kartoffeln)
 

Lernen