Unternehmensführung
Vorbereitung Technischer Fachwirt Unternehmensführung
Vorbereitung Technischer Fachwirt Unternehmensführung
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Flashcards
Was ist der Unterschied zwischen ordentlicher und außerordentlicher Kündigung und welche Gründe sind erforderlich?
Ordentliche Kündigung:
- unter Einhaltung der Kündigungsfrist
- bei Anwendung des KSchG muss sie sozial gerechtfertigt sein durch:
- personenbedingte Gründe
- verhaltensbedingte Gründe
- betriebsbedingte Gründe (§ 1 KSchG) Gesetze im Internet
Außerordentliche Kündigung:
- grundsätzlich ohne Kündigungsfrist
- erfordert einen wichtigen Grund, sodass eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist (§ 626 BGB)
- muss grundsätzlich innerhalb von 2 Wochen nach Kenntnis des Grundes erklärt werden.
Ordentlich = mit Frist / Außerordentlich = wichtiger Grund, meist fristlos.
Welche wichtigen Banksicherheiten/Kreditsicherheiten gibt es?
- Sicherungsübereignung: Bank erhält das Eigentum, Schuldner behält die Sache und kann sie weiter nutzen.
- Pfandrecht: Sache wird an den Gläubiger übergeben; Schuldner kann sie nicht mehr nutzen.
- Bürgschaft: Eine dritte Person haftet für die Verbindlichkeiten des Schuldners (§ 765 BGB).
- Möglich sind außerdem Schuldbeitritt bzw. Schuldmitübernahme.
Sicherungsübereignung = Nutzung bleibt, Pfand = Übergabe, Bürgschaft = Dritter haftet.
Was sind die wichtigsten Grundlagen des Insolvenzrechts?
- Insolvenzgründe:
- Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO)
- drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO)
- Überschuldung (§ 19 InsO)
- Insolvenzantrag: schriftlich
- Antragsberechtigt: Schuldner oder Gläubiger
- Zuständig: Amtsgericht als Insolvenzgericht
- Verbleibende Insolvenzmasse wird nach der Insolvenzquote an die Insolvenzgläubiger verteilt.
Merksatz: 3 Gründe – Antrag – Gericht – Quote.
Was ist der Unterschied zwischen externem und internem Rechnungswesen?
- Dokumentation, Buchführung, Jahresabschluss
- Adressaten: Finanzamt, Eigen- und Fremdkapitalgeber
- vergangenheitsbezogen
- Größen: Aufwand, Ertrag, Unternehmensergebnis
- gesetzliche Vorschriften, z. B. HGB/Steuerrecht
Internes Rechnungswesen:
- Auswertung, Information, Entscheidungshilfe
- Adressaten: Geschäftsführung, Abteilungsleiter
- vergangenheits-, gegenwarts- und zukunftsbezogen
- Größen: Kosten, Leistungen, Betriebsergebnis
- keine gesetzlichen Vorschriften; Gestaltung nach Bedarf
Merksatz: Extern = nach außen + gesetzlich. Intern = für Entscheidungen im Unternehmen.
Welche Unterschiede bestehen zwischen Eigenkapital und Fremdkapital?
Eigenkapital:
- Beteiligungsverhältnis
- EK-Geber haftet mindestens mit seiner Einlage
- Beteiligung an Gewinn und Verlust
- grundsätzlich Mitbestimmungsrecht
- EK-Zinsen steuerlich nicht absetzbar
Fremdkapital:
- Schuldverhältnis
- FK-Geber haftet als Gläubiger nicht
- fester Zinsanspruch
- kein Mitbestimmungsrecht
- FK-Zinsen steuerlich absetzbar
Merksatz: EK = beteiligt & bestimmt mit / FK = Gläubiger & bekommt Zinsen.
Welche betrieblichen Funktionen gibt es
- Produktion – Leistungserstellung
- Logistik – Beschaffung, Transport und Lagerung
- Marketing/Absatz – Vermarktung und Verkauf
- Rechnungswesen – Erfassung und Auswertung von Unternehmensdaten
- Finanzierung & Investition – Kapital beschaffen und einsetzen
- Controlling – Planung, Kontrolle und Steuerung
- Personal – Personal planen, beschaffen und entwickeln
Merksatz: Produktion – Logistik – Marketing – ReWe – Finanzierung – Controlling – Personal.
Welche vier Bereiche gehören zum Marketing-Mix?
Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik.
Was gehört zur Produktpolitik?
Produktgestaltung, Sortimentsgestaltung, Kundendienst und Garantieleistungen.
Was gehört zur Preispolitik?
Preisgestaltung, Rabattpolitik, Konditionen und Kreditpolitik.
Was gehört zur Distributionspolitik?
Direkte und indirekte Absatzwege sowie Distributions- bzw. Marketinglogistik.
Was gehört zur Kommunikationspolitik?
Werbung, Sponsoring, Public Relations und Product Placement.
Was versteht man unter Marktforschung?
Marktforschung ist das systematische Sammeln und Auswerten von Informationen über den Markt und die Zielgruppe, um Marketingentscheidungen vorzubereiten.
Welche Informationen sollen durch Marktforschung gewonnen werden?
Zum Beispiel Informationen über:
- Kunden und Zielgruppen
- Kundenbedürfnisse
- Konkurrenz
- Markt- und Branchenentwicklung
- Nachfrage und Kaufverhalten
Welche vier Bereiche umfasst das betriebliche Rechnungswesen?
- Finanzbuchhaltung (FiBu) – Buchführung, Bilanz, GuV
- Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) – Kosten und Wirtschaftlichkeit
- Betriebswirtschaftliche Auswertung/Statistik – Kennzahlen und Vergleiche
- Planungsrechnung – zukünftige Planung und Soll-Ist-Vergleiche
Merksatz: FiBu – KLR – Auswertung – Planung.
Welche fünf Phasen hat eine Unternehmensgründung?
- Geschäftsidee
- Orientierung
- Konzeption
- Umsetzung
- Festigung
Welche Inhalte gehören in einen Businessplan?
Geschäftsidee, Markt/Branche, Standort, Marketing, Organisation, Rechtsform, Chancen/Risiken und Finanzierung.
Geschäftsidee, Markt/Branche, Standort, Marketing, Organisation, Rechtsform, Chancen/Risiken und Finanzierung.
Persönlich: belastbar, risikobereit, diszipliniert, mit Rückschlägen umgehen können.
Fachlich: passende Ausbildung, Berufserfahrung, Branchenkenntnisse.
Unternehmerisch: kaufmännische/rechtliche Kenntnisse, Führungsfähigkeit, Kontaktfreude, delegieren können.
Merksatz: Persönlich können – fachlich wissen – unternehmerisch führen.
Was versteht man unter horizontaler, vertikaler und diagonaler/lateraler Konzentration?
- Horizontal: gleiche Wirtschaftsstufe, z. B. zwei Autobauer
- Vertikal: verschiedene Produktions-/Wirtschaftsstufen
- Diagonal/lateral: verschiedene Branchen und Stufen → Mischkonzern
Merksatz: horizontal = nebeneinander, vertikal = Lieferkette, diagonal = branchenfremd.
Was ist ein Konzern?
Zusammenschluss rechtlich selbstständiger Unternehmen unter einheitlicher Leitung.
Was ist der Unterschied zwischen Unterordnungs- und Gleichordnungskonzern?
- Unterordnung: Ein Unternehmen beherrscht/beeinflusst die anderen.
- Gleichordnung: Unternehmen sind gleichgestellt; Leitung wird gemeinsam abgestimmt.
Die Konzernstruktur horizontal – vertikal – Mischkonzern würde ich nicht nochmal als Karte anlegen, weil sie praktisch dieselbe Unterscheidung wie deine vorherige Karte abfragt.
Welche Vorteile bietet der EU-Binnenmarkt und was gilt gegenüber Nicht-EU-Staaten?
Innerhalb der EU:
- grundsätzlich keine Zölle
- freier Warenverkehr
- viele Vorschriften angeglichen
- Handel/Personalaustausch erleichtert
Nicht-EU-Staaten:
- Zollanmeldung, ggf. Zölle
- eigene nationale Vorschriften
- ggf. Genehmigungen erforderlich
- ggf. andere Währung
Merksatz: EU = weniger Handelshemmnisse; Nicht-EU = mehr Zoll und Formalitäten.
Welche Bedingungen gelten für einen vollkommenen Markt?
- homogene Güter
- volle Markttransparenz
- keine Präferenzen
- viele Anbieter und Nachfrager (Polypol)
- schnelle Reaktion der Marktteilnehmer
Merksatz: gleiche Güter – volle Infos – keine Vorlieben – viele Teilnehmer – schnelle Reaktion.