F-Ziffern & paar Diagnosekriterien

Whatever the titel SAGT

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L. M.
Diese Lernkarten decken psychische Störungen wie Angst-, Zwangs- und Essstörungen sowie affektive Erkrankungen ab und richtet sich an Studierende der Psychologie. Im Fokus stehen Diagnosekriterien nach ICD-10, etwa Symptome, Schweregrade oder spezifische Merkmale wie Zwangsgedanken oder depressive Episoden. Sie eignen sich besonders für die Prüfungsvorbereitung, da sie präzise Definitionen und Klassifikationen vermitteln.
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Langue
Allemand
Catégorie
Psychologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
04.08.2026 / 29.08.2026

Flashcards

Z: F8

Entwicklungsstörungen

  • Gemeinsamkeiten:
    • Beginn ausnahmslos in Kindheit oder Kleinkindalter
    • Entwicklungseinschränkung oder -Verzögerung von Funktionen, die eng mit biologische Reifung ZNS verknüpft
    • Stetiger Verlauf ohne remissionen/Rezidive
  • In meisten Fällen Sprache, visuell-räumliche Fertigkeiten & Bewegungskoordination betroffen
  • Mit Älterwerden vermindern sich Störungen zunehmend, geringe Defizite bleiben aber oft 

Z: F80.-

 

Umschriebene Entwicklungsstörungen der Sprache und des Sprechens

  • Normale Muster Spracherwerb von frühen Entwicklungsstadien an beeinträchtigt
  • Ziehen oft sekundäre Folgen nach sich, wie Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben, Störungen im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, im emotionalen und Verhaltensbereich
 

Z:F80.1

 

Expressive Sprachstörung

  • Sprachverständnis im Normalbereich aber expressiv gesprochene Sprache unterhalb des dem Intelligenzalter angemessenen Niveaus
 

Z: F80.2 

 

 

Rezeptive Sprachstörung

  • Sprachverständnis liegt unterhalb des dem Intelligenzalter angemessenen Niveaus
    • In praktisch allen Fällen auch expressive Sprache deutlich beeinflusst
    • Häufig Störungen in Wort-Laut-Produktion
 

Z: F81.-

 

Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

  • Normale Muster des Fertigkeitserwerbs sind von frühen Entwicklungsstadien an gestört
 

Z: F81.0

 

LRS

  • Persistieren häufig bis in Adoleszenz
  • Umschriebenen Entwicklungsstörungen des Lesens gehen Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache voraus
  • Während Schulzeit sind begleitende Störungen im emotionalen und Verhaltensbereich häufig
 

Z: F81.1

 

Isolierte Rechtschreibstörung

F81.2

 

Rechenstörung

  • Betrifft vor allem Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division
    • Betrifft weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten
 

F81.3

 

Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten

  • Restkategorie für Störungen mit deutlicher Beeinträchtigung der Rechen-, Lese- und der Rechtschreibfähigkeiten
 

Z: F82.-

Umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen

Z: F83

 

Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen

  • Mischkategorie für Störungen, bei denen gewisse Mischung von umschriebenen Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache, schulischer Fertigkeiten und motorischer Funktionen vorliegt
 

F84.-

 

Tief greifende Entwicklungsstörungen

  • Qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern
  • Eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten
 

F84.0 

 

FRÜHKINDLICHER AUTISMUS

  • Vor dem 3. Lj
  • Abnorme Funktionen in den folgenden Bereichen:
    • Soziale Interaktion
    • Kommunikation
    • Eingeschränkt stereotyp repetitives Verhalten
  • Häufig noch Vielzahl unspezifischer Probleme, wie Phobien, Schlaf- und Essstörungen, Wutausbrüche und (autodestruktive) Aggression
 

F84.1

 

  • Atypischer Autismus 
  • Unterscheidet sich von frühkindlichem Autismus durch:
    • Alter bei Krankheitsbeginn
      • Erst nach 3. Lj
    • Diagnostische Kriterien werde nicht in allen Bereichen erfüllt
      • Wechselseitige soziale Interaktionen, Kommunikationen und eingeschränktes, stereotyp repetitives Verhalten

 

F84.2

 

F84.2 RETT-SYNDROM

  • Bisher nur bei Mädchen
  • Nach scheinbar normaler früher Entwicklung teilweiser oder vollständiger Verlust von:
    • Sprache
    • Lokomotorische Fähigkeiten
    • Gebrauchsfähigkeit der Hände
  • Verlangsamung des Kopfwachstums
 

F84.5

 

  • Asperger Syndrom 
  • Abweichung von wechselseitigen sozialen Interaktionen
    • Wie bei Autismus
  • Eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten
  • Unterschied zu Autismus:
    • Fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. fehlender Entwicklungsrückstand der Sprache und kognitiven Entwicklung
  • Geht häufig mit auffallender Ungeschicklichkeit einher

 

F9

 

Verhaltens- und emotionale störungen mit beginn in kindheit und jugend

 

F90.-

 

HYPERKINETISCHE STÖRUNG 

  • Früher Beginn, meist in ersten fünf Lj
  • Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen
  • Tendenz, von einer Tätigkeit zur anderen zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen
  • Desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität
  • Beziehung zu Erwachsenen oft durch Distanzstörung und Mangel an Zurückhaltung geprägt
  • Bei anderen Kindern oft unbeliebt, können isoliert sein
  • Häufig Beeinträchtigung kognitiver Funktionen, Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung
 

F90.0

 

EINFACHE AKTIVITÄTS- UND AUFMERKSAMKEITSSTÖRUNG

  • Aufmerksamkeitsdefizit bei:
    • Hyperaktivem Syndrom
    • Hyperakvititätsstörung
    • Störung mit Hyperaktivität
 

f90.1 

 

HYPERKINETISCHE STÖRUNG DES SOZIALVERHALTENS

  • Hyperkinetische Störung verbunden mit SSV
 

F91.-

 

STÖRUNGEN DES SOZIALVERHALTENS

  • Wiederholendes und anhaltendes Muster dissozialen, aggressiven und aufsässigen Verhaltens bei dem entweder die Grundrechte andereroder die wichtigsten altersentsprechenden sozialen Normen oder Gesetze verletzt werden
    • Mindestens 6 Monate anhaltend
  • Alterseinteilung:
    • Beginn in der Kindheit
      • Auftreten eines Symptoms vor dem 10.Lj
    • Beginn in der Adoleszenz
      • Keine Symptome vor dem 10.Lj
  • Symptome:
    • Ungewöhnlich häufige/schwere Wutausbrüche
    • Aktive Ablehnung und Zurückweisung von Wünschen und Vorschriften Erwachsener
    • Verantwortlichmachen anderer für die eigenen Fehler
    • Häufiges Schuleschwänzen, Beginn vor 13.Lj
    • Empfindlichkeit oder Sichbelästigtfühlen durch andere
    • Gehässigkeit oder Rachsucht
 

F91.0

 

AUF DEN FAMILIÄREN RAHMEN BESCHRÄNKTE SSV

  • Muss sich auf den familiären Rahmen beschränken
 

F91.1

 

SSV BEI FEHLENDEN SOZIALEN BINDUNGEN

  • Eindeutig wenig Beziehungen zu Gleichaltrigen mit Isolation, Zurückweisung oder Unbeliebtheit, Fehlen längerdauernder enger gegenseitiger Freundschaft
 

F91.2

 

SSV BEI VORHANDENEN SOZIALEN BINDUNGEN

  • SSV tritt auch außerhalb von zu Hause oder außerhalb des familiären Rahmens auf
  • Beziehungen zu Gleichaltrigen in normalem Ausmaß
 

F91.3

 

SSV MIT OPPPOSITIONELLEM, AUFSÄSSIGEM VERHALTEN

  • Symptome müssen für Entwicklungsalter unangemessen sein (bisschen trotz ist normal)
 

F92.-

 

KOMBINIERTE SSV UND DER EMOTIONEN

  • Sowohl Kriterien für Störungen des Sozialverhalten im Kindesalter (F91.-) als auch für emotionale Störungen des Kindesalters (F93.-) müssen erfüllt sein
 

F92.0

 

SSV MIT DEPRESSIVER STÖRUNG

  • Allgemeine Kriterien für SSV müssen erfüllt sein
  • Allgemeine Kriterien für affektive Störung müssen erfüllt sein
 

F93.-

 

EMOTIONALE STÖRUNGEN DES KINDESALTERS

  • Verstärkungen normaler Entwicklungstrends
    • Weniger eigenständige, qualitativ abnorme Phänomene
    • Entwicklungsbezogenheit markiert den Unterschied emotionaler Störungen mit Beginn in der Kindheit (F93.-) zu neurotischen Störungen (F40-48)
 

F93.0

 

EMOTIONALE STÖRUNG MIT TRENNUNGSANGST DES KINDESALTERS

  • Nur diagnostizieren, wenn Furcht vor Trennung Kern der Angst und wenn solche Angst erstmals während früher Kindheit auftrat
  • Unterscheidung zu normaler Angst:
    • Unübliche Ausprägung
    • Abnorme Dauer über typische Altersstufe hinaus
    • Deutliche Probleme in sozialen Funktionen
 

F93.1

 

PHOBISCHE STÖRUNG DES KINDESALTERS

  • Befürchtungen, die spezifisch für Entwicklungsphase sind aber hier in besonderer Ausprägung
    • Andere Befürchtungen, die nicht normaler Bestandteil der psychosozialen Entwicklung sind (z.B. Agoraphobie) sind in der entsprechenden Kategorie F40-48 zu kategorisieren
 

F93.2

 

STÖRUNG MIT SOZIALER ÄNGSTLICHKEIT DES KINDESALTERS

  • Vor dem 6.Lj
  • Starke Furcht/Misstrauen vor Fremden 
  • Soziale Besorgnis oder Angst in neuen, fremden Situationen
  • Führt zu deutlichen Problemen in der sozialen Funktionsfähigkeit
 

F94.-

 

STÖRUNGEN SOZIALER FUNKTIONEN MIT BEGINN IN KINDHEIT UND JUGEND

  • Heterogene Gruppe von Störungen
    • Anders als tiefgreifende Entwicklungsstörungen (Defizite in allen Bereichen sozialer Funktionen) spielen hier eher schwerwiegende Milieuschäden oder Deprivation entscheidende Rolle in Ätiologie
 

F94.0

 

ELEKTIVER MUTISMUS

  • Emotional bedingte Selektivität des Sprechens
    • Kind spricht in manchen Situationen 
  • Üblicherweise verbunden mit Persönlichkeitsmerkmalen wie Sozialangst, Rückzug, Empfindsamkeit oder Widerstand
 

F94.1

 

REAKTIVE BINDUNGSSTÖRUNG DES KINDESALTERS

  • Tritt in ersten 5 Lj auf
  • Anhaltende Auffälligkeiten im sozialen Beziehungsmuster, begleitet von emotionaler Störung und reagieren auf Wechsel in Milieuverhältnissen
  • Symptome:
    • Furchtsamkeit und Übervorsichtigkeit
    • Eingeschränkte soziale Interaktionen mit Gleichaltrigen
    • Aggressionen (selbst/andere)
    • Unglücklichsein
    • Selten: Wachstumsverzögerungen
  • Tritt wahrscheinlich als direkte Folge schwerer elterlicher Vernachlässigung, Missbrauch oder schwerer Misshandlung
 

F94.2

 

BINDUNGSSTÖRUNG DES KINDESALTERS MIT ENTHEMMUNG

  • Tritt in ersten 5 Lj auf
  • Tendenz, trotz deutlicher Milieuänderungen zu persistieren
  • Symptome:
    • Diffuses, nicht selektives Bindungsverhalten
    • Aufmerksamkeitssuchendes und wahllos freundliches Verhalten 
    • Kaum modulierte Interaktionen mit Gleichaltrigen
    • Auch emotionale und Verhaltensstörungen können vorkommen
 

F95.-

 

TICSTÖRUNGEN

  • Vorwiegende Symptom ist ein Tic
  • Motorische und vokale Tics
 

F98.-

 

ANDERE VERHALTENS- UND EMOTIONALE STÖRUNGEN MIT BEGINN IN DER KINDHEIT UND JUGEND

  • Gemeinsamkeit: Beginn in der Kindheit, ansonsten sehr unterschiedliche Symptome
 

F98.0

 

NICHTORGANISCHE ENURESIS

  • Unwillkürlicher Harnabgang Tags und nachts
  • Kann von Geburt an bestehen oder nach Periode bereits erworbener Blasenkontrolle auftreten
 

F98.00

 

Enuresis nocturna

 

F98.01

 

enuresis diurna

 

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