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L. M.
Diese Lernkarten behandeln psychologische Grundlagen und Therapieverfahren auf universitärem Niveau, mit Fokus auf Verhalten, Bindung und affektive Dynamiken zwischen Kindern, Eltern und Bezugspersonen. Thematisiert werden kognitive Umstrukturierung, systemische Ansätze wie zirkuläres Fragen oder Rituale sowie verhaltenstherapeutische Methoden wie Expositionsverfahren oder operante Techniken. Studierende der Psychologie profitieren von den vertieften Einblicken in Diagnostik, Salutogenese und therapeutische Techniken, um Entwicklungsprozesse und Interaktionsmuster zu verstehen und gezielt zu beeinflussen.
Karten
106
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.07.2026 / 21.07.2026

Lernkarten

VT: Kontrollüberzeugung

  • Nach Rotter
  • Internal/external
  • Ich habe Kontrolle, Ereignis ist Konsequenz von meinem eigenen Verhalten vs etwas wird den Zufall/jemand anderem zugeschrieben 

VT: Selvstwirksamkeitserwartung

  • Nach Bandura
  • Glaube, aufgrund eigener Kompetenz- und Konsequenzerwartungen Ziele erreichen zu können 

VT: Attributionstheorie

  • Heider, Weiner, Heckhausen
  • Internale/externale Attribution
  • Günstiger Attributionsstil: bei negativen Ereignissen external, bei positiven Ereignissen internal attribuieren

Erlernte Hilflosigkeit 

  • Seligmann
  • Experiment: Hunde mit Elektrogitter

Transaktionales Stressmodell

  • Nach Lazarus
  • Nicht Situationen erzeugen Stress, sondern kognitive Bewertung der Situation 
  • Verschiedene Phasen:
    • Primäre Bewertung (positives/negatives Ereignis)
    • Sekundäre Bewertung (Abwägen von Möglichkeiten zum Umgang mit der Situation)
    • Coping (emotionsorientiertes und problemorientiertes coping)
    • Neubewertung

Salutogenese

  • Nach Antonovsky
  • Gesundheits-Krankheits-kontinuum statt gesund/krank ja/nein
  • Innere Einstellung, sich zum gesunden Pol bewegen zu wollen
  • Kohärenzgefühl bestehend aus drei Komponenten:
    • Bedeutsamkeit, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit/Bewältigbarkeit

VT: Diagnostik/Ätiologie

  • Problemanalyse (Reinecker)
    • Dient Bestimmung begünstigende und aufrechterhaltende Faktoren
  • Horizontale verhaltensanalyse (Kanfer)
    • SORCK
  • Vertikale Verhaltensanalyse (Caspar&Grawe)
    • Plananalyse

Methoden VT: Operante Verfahren 

  • Jüngere Kinder bis Grundschulalter, 6j
  • Aufbau Verhalten durch positive&negative Verstärkung
    • Shaping (kleine Schritte verstärken)
    • Chaining (Kette wird verstärkt, letztes Glied zuerst)
    • Fading
    • Prompting (TH gibt konkrete verhaltensanweisung/Hilfestellung)
    • Token economies 
  • Abbau Verhalten mittels Bestrafung I und II
    • Löschung - Checking
    • Response Cost (Verstärker weg)
    • Time-out (kritisch zu bewerten)
    • Sättigung (z.B. unbegrenzter Zugang Süßigkeiten)
    • Beschränkung (z.B. aggressives Verhalten --> physisch festhalten)
    • Verstärkung inkompatibler verhaltensweisen

Methoden VT: Apparative verfahren

  • Biofeedback
    • Z.B. Klingelhose Enuresis

Methoden VT: Expositionsverfahren

  • Graduiert/massiert, in sensu/in vivo
    • In vivo graduiert = habituation 
    • In vivo massiert = flooding
  • Systematische Desensibilisierung (Wolpe)
  • Konfrontation mit Reaktionsverhinderung

Kognitive Methoden (ältere Kinder)

  • Selbstkontrolle
    • Rückfallprophylaxe: 1) Selbstbeobachtung, 2) Selbstbelohnung/bestrafung, 3) Stimuluskontrolle, 4) Contract Management
  • Verdeckte Verfahren
    • Verdeckte Sensibilisierung (z.B. Alkohol trinken gemeinsam mit Erbrechen vorstellen)
    • Verdeckte Löschung (z.B. vorstellen bei Essen zu kleckern ohne Kritik von anderen)
    • Verdeckte Verstärkung (z.B. Verstärker vorstellen)
  • Problemlösetrainings
  • Gedankenstopp
    • Kontraindikation: Zwang! Hier erhöht es auftretenswhk Gedanken, wenn man unterdrückt 
  • Paradoxe Intervention & Symptomverschiebung
    • "Ich bin Angsthase" --> sie sind vorsichtig 
    • Werden sie so oft rot wie nötig 
  • Habit Reversal Training

Kognitive Umstrukturierung: Kognitive Therapie (Beck)

  • Kognitive Triade: negative Gedanken über sich selbst, Umwelt und Zukunft 
  • Denkfehler etc

Kognitive Umstrukturierung: Rational-emotive Therapie (Elliott)

 

  • A - activated Event
  • B - beliefs
  • C - Konsequenzen
  • Unsere Bewertung der Dinge bereitet uns Probleme, nicht die Dinge selbst

Kognitive Umstrukturierung: kognitive Verhaltensmodifikation (Meichenbaum)

  • Selbstinstruktionstraining
  • Stressimpfungstraining

Systemische Therapie 

  • Von Schlippe & Schweitzer
  • Abstände Sitzungen lang (4-6 Wochen): Zeit für Veränderung
  • Änderungen nicht in Bezug auf einzelnes Individuum, sondern Ziel: Veränderung der Interaktion, insbesondere Kommunikation innerhalb System 

Zirkuläres Fragen 

  • Fragen über Interaktionen anderer Familienmitglieder werden meist reihum gestellt
    • Dienen der Erfassung dyadischen (was denkst du, denkt dein Vater über deine schulischen Probleme?) und triadischen (was wirft dein Bruder deiner Mutter im streit vor?) Beziehungsmustern
  • Fördert Mentalisierung

Systemik: Reflecting Team

  • Angeleitetes Reflexionsgespräch durch mehrere TH
  • Therapeutisches Team verfolgt Gespräche aus Beobachtungsraum
    • Nach stiller Anfangsphase lautes mitdenken und Ideenaustausch
    • Gewollte Störung der Zirkularität, um Vielfalt der Perspektiven zu ermöglichen 

Systemik: Ich-Gebrauch

  • Kommunikationstraining
  • Senden von Ich-Botschaften statt man

Systemik: Rituale 

  • Gemeinsame Regeln werden festgelegt, ganze Familie nimmt teil
  • Vermittelt Sicherheit, Zusammenhalt und Struktur 

Kontingente: KZT (Erwachsene) 

  • VT: 12+12
  • TP: 12+12
  • AP: 12+12
  • ST: 12+12

Kontingente LZT Erwachsene

  • VT: 60
    • Max 80
  • TP: 60
    • Max 100
  • AP: 160
    • Max 300
  • ST: 36
    • Max 48

Kontingente: KZT Jugendliche 

  • Alles 12+12

Kontingente: LZT Jugendlicher 

  • VT:60
    • Max 60
  • TP: 90
    • Max 180 (+30)
  • AP:90
    • Max 180 (+30)
  • ST:36
    • Max 48

Kontingente: KZT Kinder

Alles 12+12

Kontingente: LZT Kinder 

  • VT: 60
    • Max 80
  • TP: 70
    • Max 150 (+30)
  • AP: 70
    • Max 150 (+30)
  • ST: 36
    • Max 48

Bezugspersonen 

  • Bezugspersonen bei Erwachsenen: Lebenspartner und Familienangehörige
  • Bezugspersonen bei KiJu: Eltern
    • Neu: soziales Umfeld (z.B. Lehrer, Jugendamt)
    • Einbezug bereits während Sprechstunde und Probatorik
    • Unterschied zu Erwachsenen: begleitende elternarbeit im rahmen zusätzlicher Stunden (1:4 bzw 1:8)

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