Gebäudelehre

2 Semester

2 Semester

Diese Lernkarten decken technische und physikalische Grundlagen von Gebäuden ab, von Wärme- und Luftmanagement über Brandschutz bis zu Entwässerungssystemen. Im Fokus stehen Komponenten wie Klimaanlagen, Normen oder Wärmepumpen sowie deren Zusammenwirken in der Gebäudetechnik. Studierende der Architektur oder Gebäudetechnik profitieren von diesem Überblick, um komplexe Zusammenhänge in Planung und Betrieb zu verstehen.
Karten
127
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
10.07.2026 / 24.07.2026

Lernkarten

Welchen lebensrettenden Effekt hat die Dichteanomalie des Wassers im Winter für Gewässer 

Seen frieren von oben nach unten zu was das überleben der Tiere am Grund ermöglicht 

In welche zwei Versorgungsbereiche gliedert sich die sanitörtechnik auf 

Kommunaler und privater Bereich 

Welche Aufgaben fallen in den kommunalen Bereich der Wasserwirtschaft 

Wasser- und Abwasserwirtschaft (öffentliches Netz, Wasserwerke, Kanalisation) 

Rohwasser 

Wasser das einem Gewässer entnommen wurde aber noch nicht aufbereitet oder behandelt ist 

Ursachen für die Verschlechterung der Rohrwasserqualität 

Industrie, Landwirtschaft (Dünger, Pestizide), mikroplastik oder Medikamentenrückstände

Grundwasser 

Unterirdisches Wasser das Hohlräume zusammenhängend ausfüllt und der Schwerkraft folgt 

Mineralquellen oder Heilquellen 

Besonders hoher Gehalt an gelösten gasförmigen oder festen Stoffen 

In Thermalquellen gelöste Salze bestehen häufig aus welchen zwei Mineralien 

Calcium und Magnesium 

Uferfiltrat

Wasser aus Brunnen in unmittelbarer Nähe von Flüssen oder Seen das überwiegend aus deren filtrierten Oberflächenwasser besteht 

Warum ging Wasser als unendliche Ressource 

Es verbraucht sich nicht sondern wandelt nur seinen Aggregatzustand oder seine chemische Zusammensetzung 

In welchem Temperatur Bereich vermehren sich Bakterien wie legionellen in Wasserleitungen besonders stark 

25 bis 45 Grad Celsius 

Orte an deinen Biofilme in Trinkwasseranlagen bevorzugt entstehen 

Warmwasserleitungen, Speicher oder Stellen mit stagnierendem Wasser 

Woraus besteht die heizlast 

Lüftungswärmeverluste und Transmissionswärmeverluste 

In Klimaanlagen kann wahlweise ein Dampfbefeuchter oder ein

Umlaufwassersprühbefeuchter zur Luftbefeuchtung im Winter eingesetzt werden.

a.) Welcher Effekt stellt sich ein, wenn Wasser zur Befeuchtung verwendet wird?

b) warum stellt sich dieser Effekt ein? 

 

  • Die Adiabate Befeuchtung, bei der die Luft gekühlt und befeuchtet wird 
  •  Passiert dies nur mit Zugabe von Wasserdampf, nennt sich das Iso-thermische Befeuchtung. Hierbei wird nur die Luftfeuchtigkeit erhöht.

    b) Das zugeführte Wasser verdunstet und ändert dadurch seinen Aggregatszustand von flüssig zu gasförmig. Dafür wird die Verdampfungsenergie benötigt, welche der umgebenden Luft Energie entzieht.

 

 Ist es zweckmäßig normales Trinkwasser zur Wasserbefeuchtung in Klimaanlagen einzusetzen?

Wenn ja – warum?

Wenn nein – warum?

 

  • Nein, ist es nicht. 
  • Problematisch sind dabei Kalkablagerungen und Mineralsblagerungen  (durch die Härtebildner im Trinkwasser) 
  • Trinkwasser ist außerdem bereits in vielen Teilen der Welt knapp und die Verwendung davon zur Wasserbefeuchtung in Klimaanlagen wäre verschwenderisch.
  • Je nach Befeuchtersystem wird entsprechend aufbereitetes bzw. enthärtetes/demineralisiertes Wasser eingesetzt.

     

 

 Benennen Sie die wesentlichen Merkmale eines energieeffizienten Gebäudes

 

 - Optimaler Wärmeschutz der Gebäudehülle (Außenwände, Fenster, Dach, Geschossdecke, Kellerdecke)

- Luftdichte Gebäudehülle (Prüfung durch Blower-Door-Test)

- Nutzung regenerativer Energie (z.B Wärmepumpe, Solarthermie)

- Lüftung mit Wärmerückgewinnung

 

 In den Medien und in der Literatur wird von Grundwasser, Quellwasser und Uferfiltrat gesprochen.

a.) Erläutern Sie die Begriffe.

b.) Welches Wasser wird vorrangig zur Trinkwassergewinnung verwendet?

 

 

a.) Quellwasser: Ein aus Niederschlägen gespeistes Grundwasser, welches auf natürliche Weise an die Erdoberfläche austritt.

  • Grundwasser: Unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften bestimmt wird. entsteht dadurch, dass Niederschläge versickern oder Wasser im Sohl- und Uferbereich von Oberflächengewässern durch Filtration oder künstliche Anreicherung in den Untergrund infiltriert.
  • Uferfiltrat: Brauch- oder Trinkwasser, das aus Brunnen in unmittelbarer Nähe von Flüssen oder Seen gewonnen wird. Besteht überwiegend aus dem Wasser dieser Oberflächengewässer.

b.) Vorrangig zur Trinkwassergewinnung wird natürliches Grundwasser verwendet, da es die beste Qualität hat.

 

 Was versteht man unter dem Begriff „Anomalie des Wassers“?

 

  • Bei 4°C hat Wasser sein kleinstes Volumen und somit seine größte Dichte. 
  • Erhöht oder verringert sich dann die Temperatur, vergrößert sich das Volumen des Wassers und somit verringert sich dann die Dichte. 
  • Diese Eigenschaft unterscheidet es zu fast allen anderen Flüssigkeiten. 
  • Bei 0°C dehnt sich Wasser noch weiter aus.

 

 In der Lüftungstechnik werden die Anlagenarten nach der Anzahl der thermodynamischen Behandlungsstufen unterschieden. Wann spricht man von einer Be- und Entlüftungsanlage und wann von einer Voll- Klimaanlage?

 

  • Folgende thermodynamische Behandlungen sind möglich: Erwärmen, Kühlen, Entfeuchten und Befeuchten.
  • Man spricht von einer Voll-Klimaanlage, wenn alle diese 4 thermodynamischen Zustandsänderungen der Luft realisiert werden.
  • Be- und Entlüftungsanlage: wenn nur eine thermodynamische Zustandsänderung der Luft realisiert wird.
  • Teilklimaanlage: bei 2-3 Zustandsänderungen 

 

 Bei der Verlegung einer Fußbodenheizung wird der Estrich als Heizestrich verlegt. a) Zwischen Wand und Estrich wird ein Dämmstreifen gelegt, welchen Sinn hat dieser Dämmstreifen? b) Was würde passieren, wenn der Heizestrich bis an die Wand verlegt würde (keine Kältebrücke!)?

 

  • a) Schallschutz: Er trennt den Estrich mechanisch von den Wänden, um die Übertragung von Trittschall in andere Räume zu verhindern
  • a) Um Kältebrücken zwischen dem Fußboden und der Außenwand zu verhindern, benötigt man Dämmstreifen. 
  • a) nimmt die Wärmeausdehnung des Heizestrichs auf 
  • Sie werden also dafür gebraucht, um den Wärmeverlust zu minimieren. Außerdem verhindern sie Feuchtigkeitsschäden.
  • b) Spannungsrisse: Der Estrich dehnt sich beim Aufheizen aus. Drückt er gegen die Wand, reißt die Estrichplatte oder wölbt sich nach oben.

 

Unter dem Begriff Raumklima werden alle Bedingungen eines Raumes erfasst, von denen das Wohlbefinden und die Leistungskraft der Benutzer abhängt.

a.) Nennen Sie die Einflussfaktoren, die maschinell beeinflusst werden können.

b.) Wie wirkt sich eine zu niedrige Umgebungstemperatur auf den Menschen aus?

 

a.) Befeuchtung, Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung, Oberflächentemperatur, Luftzug, Raumlufttemperatur, Luftqualität

b.) Das Wohlbefinden des Menschen nimmt ab. Die Körpertemperatur nimmt ab. Blutgefäße kontrahieren. Die Schweißdrüsen hören auf zu arbeiten. Um die niedrige Körpertemperatur auszugleichen, fängt der Körper an zu zittern, um somit eigene Wärme zu erzeugen.

 

 Die Feuchtigkeit der Luft wird durch die „relative Luftfeuchtigkeit “ gekennzeichnet

a.) Definieren Sie den Begriff „relative Luftfeuchtigkeit“

b.) In welchen Bereich sollte bei normalen Temperaturen von 20 … 22 °C liegen?

 

  • a.) Die relative Luftfeuchtigkeit zeigt mit wie viel Prozent Luft mit Wasser gesättigt ist.
  • Wenn die Lufttemperatur wärmer ist, kann sie mehr Wasser aufnehmen.
  • Die Luft ist bei 100% vollständig mit Wasserdampf gesättigt und kann dann keinen
  • Wasserdampf mehr aufnehmen (wandelt sich dann folglich in Kondenswasser um).

b.) 40%-50%

 

 Welche drei Wärmeübertragungsarten sind Ihnen bekannt, nennen Sie mindestens ein typisches Beispiel pro Art 

 

  • Wärmestrahlung (z.B: Körperstrahlung, Sonnenstrahlung) 
  • Wärmeleitung (Wärmeübertragung innerhalb eines festen Körpers oder von einem Stoff auf einen Anderen)
  • Konvektion oder Wärmeströmung (Heizkörper erwärmt Raumluft, die warme Luft steigt nach oben)

 Welche Wärmebrücken werden aufgrund ihrer physikalischen Ursachen unterschieden? Nennen Sie mind. 2 Beispiele.

 

  • Geometrisch bedingt (Gebäudekanten, Gebäudeecken), 
  • Umgebungs bedingt (Heizkörper vor Außenwand)
  • Material bedingt und Stoffbedingt (in Außenwand verlegte Wasserleitung)

 

 Erläutern Sie die Begriffe Absolutdruck, Überdruck und Unterdruck

 

  • Absolutdruck: Ein Druck, der auf das Vakuum (Null Bar) bezogen ist.
  • Überdruck = Druck oberhalb des Atmosphärendrucks
  • Unterdruck = Druck unterhalb des Atmosphärendrucks

 

 

 Welcher grundsätzliche Unterschied besteht bei dem seriellen zu dem integralen Planungsprozess?

 

  • Serielle Planungsprozess = endet mit der Fertigstellung, Abnahme und Übergabe des Gebäudes an den Bauherren (Nutzungsphase gehört nicht dazu) 
  • Der Integrale Planungsprozess = bezieht die anschließende nutzungsphase mit ein, der gesamte Lebenszyklus der Immobilie wird betrachtet  (Facility Management miteingebunden) 

 

 Aus welchen Gesetzen und Verordnungen ist das heutige GEG hervorgegangen?

 

  •  Energieeinsparungsverordnung

o Heizungsanlagenverordnung

o Energieeinsparungsgesetz

o Erneuerbare Energien Wärme Gesetz

 

 Welche Parameter haben Einfluss auf die Heizkosten von Immobilien? (6)

 

o Größe des Gebäudes

o „Heizverhalten“ der Bewohner

o Standort des Gebäudes

o Energetischer Zustand

o Energieträger

o Das verwendete Heizsystem

 

Die Luftverteilung im Raum erfolgt unter anderem als Mischlüftung. Kann das System der Mischlüftung auch in sterilen Bereichen z. B. Operationsräumen eingesetzt werden?

Wenn ja – warum?

Wenn nein – warum?

 

  • Nein
  • Bei der mischlüftung wird die zuluft mit der Raumlufz verwirbelt und vermischt, Keime&Partikel werden im Raum verteilt 

  • Turbulenzarme Verdrängungsströmung (Zuluft strömt gleichmäßig von oben über den OP-Tisch und verdrängt die belastet Luft zu den Abluftöffnungen, ohne sie zu vermischen)

 

 Benennen Sie die Hauptkomponenten einer Solaranlage.

 

  • Solarkollektor (nimmt die Sonnenenergie auf) 
  • Pumpe (wälzt den Wärmeträger im Solarkreis um 
  • Sicherheitsventil
  • Ausdehnungsgefäß 
  • Warmwasserspeicher 

 Bei einem unsanierten Gebäude geht Energie durch verschiedene Bauteile verloren. Benennen Sie die Bauteile unter Angabe der von Hundert-Sätzen, die diesen zugeteilt werden.

 

  • Einfache Isolierverglasung: 17%
  • Fensterlüftung: 17%
  • Keine Außenwanddämmung: 19%
  • Keine Kellerdämmung: 6%
  • Keine Dachdämmung: 12%
  • Veralteter Heizkessel mit Warmwasserbereitung: 29%

 

 Nennen Sie die unterschiedlichen Wasserbehandlungsarten

  • Filterung

→ Entfernung von Schmutz um Rohre zu schützen 

  • Enthärtung (Ionenaustausch)

→ ionenaustausch, Korrosionsschutz

  • UV-Entkeimung

→ Behandlung des Wasser mit Hilfe von UV-Strahlung 

  • Thermische Desinfektion

→ Erhitzen des Wasser auf über 70 Grad celcius um Legionellen abzutöten 

  • Chlordosierung

→ Chemische Desinfektion des Wassers 

 

 Was ist der Unterschied zwischen Heiz-und Brennwert?

Heizwert: Hu

→ Wärmemenge die bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffs frei wird 

→ der entstehende Wasserdampf bleibt gasförmig und verlässt die Anlage mit dem Abgas (Wärme geht verloren) 

→ z. B. bei alten Heizsystemen

Brennwert: Ho

→ Wärmemenge die bei der vollkommenen Verbrennung eines Brennstoffes frei wird und bei der Verbrennung entstehende Wasserdampf im Abgas kondensiert und Wärme abgibt 

→ z. B. bei modernen Brennwertkesseln

 

 Was für Gebäude Sind nicht im GEG?

 

  • z. B. nur vorübergehend genutzt werden (unter 2 Jahre), 
  • unterirdisch sind oder vor allem der Tierhaltung dienen. 
  • kleine Gebäude unter 50 m², Ferienhäuser mit seltener Nutzung, Gewächshäuser oder 
  • denkmalgeschützte Gebäude, bei denen das GEG das Erscheinungsbild stark verändern würde, sind nicht betroffen.

 

 Welcher chemische Faktor ist für schlechte Luft verantwortlich?

  • CO2 Wert in der Luft, der bei Überschuss die Luftqualität mindert. 
  • Es kommt zur Konzentrationsstörungen, schlechtem Atmen und hat einen negativen Einfluss auf die thermische Behaglichkeit eines Menschen

 

 Was ist die Rückstaueben und was passiert bspw. bei einem Waschbecken wenn es unter der Rückstauebene verbaut ist?

 

  • definiert die höchste Ebene, bis zu der Abwasser aus der Kanalisation bei starkem Regen oder Überlastung ansteigen kann
  • Falls ein Waschbecken unter der Rückstauebene ist, kann es bei hohen Wassermengen dazu führen, dass Abwasser zurückfließt und es dadurch zu Überschwemmungen und Wasserschäden kommt

 

 Was ist eine Druckerhöhungsanlage und warum wird diese eingesetzt?

 

  • erhöht den Wasserdruck in Gebäuden. 
  • Sie wird eingesetzt bei höheren Etagen, falls der Mindestdruck nicht genügt, um mehr Fließdruck (Bar) zu gewährleisten und ausreichend Wasser in die oberen Etagen des Gebäudes zu transportieren.

 

 Was braucht man um Feuer auszulösen? Was ist der wirksamste Schutz gegen ein Feuer?

 

  • Brennbaren Stoff wie z.B. Holz, Gas, Staub etc. 
  • Dann wird Sauerstoff für die Oxidation benötigt, so dass das Feuer ausgelöst wird und sich ausbreiten kann. 
  • Des Weiteren braucht man auch eine Zündquelle wie z.B. einen Funke, Flamme oder erhöhte Hitze
  • Kombination aus vorbeugendem Brandschutz, funktionierender Früherkennung und automatischen Löschanlagen

 

 3 Säulen vorbeugende Brandschutz benennen und welche Berufsgruppe ist bei der Vierten gemeint?

 

- Baulicher Brandschutz

→ z. B. Brandwände, Feuerschutztüren, Rettungswege, Baustoffklassen

- Anlagentechnischer Brandschutz

→ z. B. Brandmeldeanlagen, Sprinkleranlagen, Rauchabzug, Löschtechnik

- Organisatorischer Brandschutz

→ z. B. Brandschutzordnung, Schulungen, Fluchtwegpläne, Feuerlöschübungen

 

In welchem Gesetz ist der Brandschutz geregelt und welche Schutzziele hat der Brandschutz?

 

  • Der Brandschutz ist in der Musterbauordnung (MBO) geregelt, insbesondere in § 14.
  • Zusätzlich gelten die Landesbauordnungen sowie technische Regeln wie die DIN 4102 und die Bauproduktenverordnung (EU).

Die Schutzziele des Brandschutzes sind:

  1. Verhinderung der Entstehung von Feuer und Rauch 
  2. Gebäude so bauen, errichten dass man Brand vorbeugt 
  3. Verhinderung der Ausbreitung von Feuer und Rauch 
  4. Sicherung der Rettung von Menschen und Tieren
  5. Ermöglichung wirksamer Löscharbeite

 

Lernen