SKL - Innere Medizin

SKL - Pulmologie, Kardiologie, Angiologie, Gastro, Hämatologie und Onkologie und Rheuma

SKL - Pulmologie, Kardiologie, Angiologie, Gastro, Hämatologie und Onkologie und Rheuma


M. M.
Diese Lernkarten decken zentrale Themen der Inneren Medizin ab, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hypertonie, arteriellen Verschlüssen und Herzrhythmusstörungen. Sie erklären Begriffe, Ursachen, Symptome und Therapien, etwa bei Myokardinfarkt oder Endokarditis, und zeigen Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren wie Arteriosklerose und deren Folgen. Ideal für Auszubildende in medizinischen Berufen, um klinische Zusammenhänge zu verstehen und Prüfungswissen zu vertiefen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
04.07.2026 / 01.09.2026

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Für was wird die DMS-Kontrolle in der Angiologe verwendet?

  • Eine DMS-Kontrolle ist ein klinisches Untersuchungsverfahren zur schnellen Überprüfung von Durchblutung, Motorik, und Sensibilität.
    • In Angioloische Diagnostik pDMS:
      • periphere (p)
      • Durchblutung (D)
      • Motorik (M)
      • Sensibilität (S)

Beschreiben Sie weitere diagnostiche Untersuchungen bei Durchblutungsstörungen der Arterien.

Bei arteriellen Durchblutungsstörungen stehen die Ischämie (Minderdurchblutung) und ihre Folge im Vordergrund!

  • weitere diagnostiche Untersuchungen bei Durchblutungsstörungen der Arterien 
    • Allen-Test
      • Blutversorgung im Hand
    • Ankle-Brachial-Index (ABI)
      • Messung der Verschlussdrücke und Bestimmung des Knöchel-Arm-Indexes
      • Blutdruck am Oberarm ungefähr (bis leicht niedriger) als Blutdruck an Knöchelarterie
        • Bei einer Stenose oder einem Verschluss in einer Arterie sinkt in den dahinterliegenden Arterien der systolische Druck. Eine Stenose erzugt einen Strömungswiderstand -- > dadurch entsteht ein Druckabfall hinter (weiter weg vom Herz) der Stenose --> ABI sinkt
    • MR-Angiografie (MRA)
    • CT-Angiografie (CTA)
    • digitale Subtraktionsangiografie (DSA)
    • konventionelle Angiografie unter Echtzeit-Durchleitung
    •  

Definieren Sie den Begriff "arterielle Makroangiopathie" und nennen Sie Beispiele für die betroffenen Gefäße.

Arterielle Makroangiopathie ist der Erkrankung der großen und mittlegroßen Arterien.

  • betroffenen Gefäße (z.B.):
    • Aorta
    • Beckenarterien
    • Oberschenkelarterien
    • Koronararterien
    • Karoisarterien (Halsarterien)

Was sind die Ursachen der arterielle Makroangiopathie?

  • Ursachen der arterielle Makroangiopathie:
    • Arteriosklerose (Hauptursache)
      • Beispiele:
        • pAVK
        • Koronare Herzkrankheit
        • Karotisstenose
        • Aortenaneurysma

Definieren Sie den Begriff Aortendissektion und Nennen Sie die Risikofaktoren.

  • Definition Aortendissektion
    • Einriss der inneren Gefäßwand (Intima) der Aorta, wodurch Blut in die Gefäßwand eindringt und die Wandschichten voneinander trennt. (meist ist die thorakale Aorta betroffen)
  • Risikofaktoren
    • Arterielle Hypertonie (wichtigster Risikofaktor)
    • Arteriosklerose
    • höheres Lebensalter
    • Bindegewebserkrankungen (z.B. Marfan-Syndrom)
    • männliches Geschlecht

 

Nennen Sie die Ursache der thorakalen Aortendissektion.

Ursache thorakale Aortendissektion:

  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck

Nennen Sie die Einteilung der Aortendissektion.

Einteilung der Aortendissektion:

  • Nach Stanford in 2 Typen, abhängig davon, welche Abschnitte betroffen sind:
    • Stanford A: Dissektionen, die die Aorta ascendens betreffen
    • Stanford B: alle Dissektionen, die nicht die Aorta ascendens betreffen

Anatomie:

  • Typ A betrifft somit die aszendierende Aorta, Typ B beginnt nach dem (Aorten-)Bogen
    • Die Aorta ascendens entspringt aus her linken Herzkammer
    • Kraniel schließt sich an die Aorta ascendens der Aortenbogen (Arcus aortae)

Welche Symptome macht eine Aortendissektion?

Symptome Aortendissektion:

  • Leitsymptom:
    • plötzlich einsetzender, sehr starker Schmerz
    • Typisch: "reißender" oder "vernichtender" Schmerz
  • Lokalisation:
    • Brust oder Rücken
  • Komplikationen - lebensbedrohlich
    • Gefäßruptur - innere Bluting
    • Minderdurchblutung von Organen
    • Schlaganfall
    • Herzinfarkt
    • Tod

Erläutern Sie die Prognose der Aortendissektion.

Prognose Aortendissektion:

  • Stanford A:
    • schlecht
    • Ohne OP stirbt die Hälfte der Patienten innerhalb der nächsten 48 h und > 90% innerhalb eines Monats an einer Ruptur; durch die OP lässt sich die Mortalität auf 15–20% innerhalb des 1. Monats senken.
  • Stanford B: deutlich bessere Prognose
    • Sterblichkeit ohne Operation bei ca. 10% nach 1 Monat

Definieren Sie den Begriff Aortenaneurysma (oder Bauchaortenaneurysma (BAA)) und nennen Sie die Risikofaktoren.

Definition Aortenaneurysma (oder Bauchaortenaneurysma):

  • Dauerhafte, umschriebene Erweiterung der Aorta (Bauchaorta) um ≥ 50% des normalen Durchmessers. Erweiterung der Gefäßwand unter Beteiligung aller Wandschichten. --> Aneurysma: ≥ 3 cm Durchmesser (normale ca. 2,0 cm)
    • Gefahr der Ruptur --> plötzliche starke Schmerzen lebensbedrohlicher Nofall!

Anatomie:

  • Die Aorta abdominalis ist der Teil der Aorta descendens der sich unmittelbar an die Aorta thoracica anschließt und vom Unterrand des 12ten BWK bis zum LWK 4/5 reicht.

Risikofaktoren:

  • Arteriosklerose
  • Rauchen
  • Alter
  • Hypertoie
  • männliches Geschlecht

Nennen Sie die Symptome des Bauchaortenaneurysmas.

Symptome Bauchaortenaneurysma:

  • Die meisten Aortenaneurysmen sind asymptomatisch
  • Große Aneurysmen können diffuse Bauch- und Rückenschmerzen auslösen

Nennen Sie die bedrohlichste Komplikation eines Bauchaortenaneurysmas und das Symptom dieser Komplikation.

Bedrohlichste Komplikation des Bauchaortenaneurysmas:

  • freie Ruptur mit schlagartig einsetzenden „Vernichtungsschmerzen“

Erläutern Sie die Prognose einer freien und einer gedeckten Ruptur eines Bauchaortenaneurysmas.

Prognose der freien und der gedeckten Ruptur:

  • freien Ruptur
    • Die meisten Patienten mit einer freien Ruptur sterben vor Erreichen des Krankenhauses an dem massiven Blutverlust
  • gedeckten Ruptur
    • Bei einer gedeckten Ruptur wird das „aufbrechende“ Aneurysma (zunächst) vom umgebenden Gewebe „gedeckelt“; die Patienten klagen über meist recht akut einsetzende, anhaltende, heftige Bauchschmerzen

Erläutern Sie die Prognose und die Prävention des Bauchaortenaneurysmas (inkl. 5-Jahre-Überlebensrate; 5-JÜR).

Prognose und Prävention Bauchaortenaneurysma:

  • 5-JÜR (5-Jahre-Überlebensrate):
    • 60–75%
    • Die Letalität nach Ruptur beträgt bis zu 85%.
  • Prävention:
    • Folgen der Arteriosklerose reduzieren (z.B. RR gut einstellen)

Definieren Sie den Begriff "Mikroangiopathie" und nennen Sie Beispiele für die betroffenen Gefäße.

Mikroangiopathie umfasst Erkrankung der kleinen Blutgefäße.

  • betroffenen Gefäße (z.B.):
    • Arteriolen
    • Kapillaren

Diese Gefäße sind für die direkte Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen verantwortlich.

Was sind die Ursachen der Mikroangiopathie?

Mikroangiopathie

  • Ursachen:
    • Diabetes millitus (wichtigste)
    • arterielle Hypertonie
    • chronische Entzündungen
    • Alterungsprozesse

Wie sieht die Pathophysiologie der Mikroangiopathie aus?

Mikroangiopathie

  • Pathophysiologie - Veränderungen der Gefäßwand:
    • gestörter Sauerstoffaustausch
    • verminderte Durchblutung auf Gewebeebene
    • Lumeneinengung
    • Verdickung der Gefäßwand

Wichtig: Keine großen Gefäßverschlüsse, sondern Störung der Mikrozirkulation --> Störung der Gewebeversorgung!

 

Beschreiben Sie ein typisches Beispiel für eine Mikroangiopathie und erläutern Sie, welche Gewebe hauptsächlich betroffen sind.

Typische klinische Beispiel --> Diabetische Mikroangiopathie

  • betrifft besonders:
    • Nerven --> diabetische Neuropathie
    • Haut und Gewebe --> diabetischer Fuß
    • Niere --> diabetische Nephropathie
    • Auge --> diabetische Retinopathie

 

  • Pathophysiologie bei diabetische Neuropathie:
    • Die kleinen Blutgefäße, die die Nerven versorgen werden durch den hohen Blutzucker geschädigt.
      • Folgen:
        • Wandverdickung der kleinen Gefäße = Lumeneinengung
        • Sauerstoffmangel des Nervs
          • --> chronische Minderdurchblutung des Nervengewebes --> Nervenschädigung

Hoher Blutzucker führt zu direkter Schädigung der Nerven!

Welche Folgen hat eine Mikroangiopathie?

Mikroangiopathie

  • Klinische Folgen:
    • gestörte Wundheilung
    • erhöhtes Risiko für Ulzera (Dekubitis)
    • Gewebeschädigung
    • erhöhte Infektionsanfälligkeit

Definieren Sie den Begriff periphere arterielle Verschlusskrankheit und nennen Sie die Ursache der pAVK.

Definition periphere arterielle Verschlusskrankheit:

Die pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) ist eine Durchblutungsstörungen, die vor allem die Beine, aber auch die Arme betrifft.

Sie entsteht hauptsächlich durch Arteriosklerose in den Arterien der Extremitäten, die dadurch verengt oder verschlossen sind.

  • Folge: Minderversorgung des umgebenden Gewebes

Nennen Sie die drei Hauptrisikofaktoren Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der pAVK.

Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der pAVK:

  • Rauchen
  • Diabetes mellitus
  • Hypertonie

Warum wird die pAVK als einen "Markererkrankung" bezeichnet?

Die pAVK ist sie insbesondere in den frühen Stadien als "Markererkrankung" für das Vorliegen bislang asymptomatischer und nicht diagnostizierter kardiovasculärer Erkrankungen zu verstehen.

  • Aufgrund des generalisierten Charakters der Atherosklerose leiden Patient:innen mit einer pAVK häufig an Erkrankungen in anderen Gefäßgebieten:
    • koronaren Herzkrankheit (40-60%)
    • extrakranialen hirnversorgenden Gefäße (50%)
    • Stenose der Nierenarterien (30%)

Definieren Sie den Begriff "Claudicatio intermittens".

Unter einer Claudicatio intermittens versteht man ischämisch bedingte streng (geh-)belastungsabhängige Beschwerden in der Muskulatur, die sich als krampfartige Muskelschmerzen oder (seltener) Müdigkeitsgefühl äußern.

  • Die pAVK der unteren Extremitäten ist auch als "Schaufensterkrankeit" bekannt.
    • Merke: Besserung durch Stehenbleiben/Pausen: („Schaufensterkrankheit“)

Nennen Sie die Symptome der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK).

  • Symptome periphere arterielle Verschlusskrankheit:
    • in der Anfangszeit
      • i.d.R. symptomlos (aufgrund von Kollateralkreisläufen)
    • Leitsymptom
      • Claudicatio intermittens: ischämische Muskelschmerzen bei Belastung
    • Besserung durch
      • Tieflagerung und Stehenbleiben/Pausen: („Schaufensterkrankheit“)
    • Weitere Symptome:
      • Blasse, kühle Füße

Erläutern Sie den Ablauf, durch den sich körperliche Belastung auf den Körper von Patienten mit pAVK auswirkt.

Der Ablauf von Belastung auf Patienten mit pAVK:

  • Vor der Belastung:
    • die Patient:innen beschwerdefrei
  • Während der Belastung:
    • kommt es zum Auftreten der Schmerzen
  • Nach Beendigung der Belastung:
    • innerhalb weniger Minuten spontan verschwinden
    • --> "Schaufensterkrankung" order Verbesserung nach einer Pause (vor dem Schaufenster eines Ladens)

Nennen Sie die typischen Lokalisationen der Claudicatio intermittens.

Die Lokalisation der Beschwerden wird von der jeweils eingesetzeten Muskulatur bestimmt und lässt einen Rückschluss auf die Lokalisation des Gefäßprozessss zu.

  • Die typischen LokalisationenClaudio intermittens
    • Wade (häufigste)
      • M. Triceps surae oder "Wademuskulatur"
        • wo sich krampfärtige Wadernschmerzen (bereits beim Gehen zu ebener Erde zeigen)
    • vorne Oberschenkel
      • M. quadriceps femoris
        • beim Treppensteigen und Bergaufgehen
    • Gesäß- und Rückenmuskulatur
      • beim schweren Heben

 

Erläutern Sie die Stadieneinteilung der pAVK nach Fontaine-Ratschow.

Stadieneinteilung der pAVK nach Fontaine-Ratschow und Symptomen:

  • Stadium I
    • keine Symptome, obwohl pAVK in Gefäßen nachweisbar ist (meist Zufallsbefund)
  • Stadium II
    • Belastungsschmerz = Claudicatio intermittens:
      • a: schmerzfreie Gehstrecke > 200 m
      • b: schmerzfreie Gehstrecke < 200 m
  • Stadium III
    • ischämische Ruheschmerzen der Muskulatur (verstärkt bei Hochlagerung)
  • Stadium IV
    • Nekrosen/Gangrän („offene Stellen“)

Erläutern Sie, was die Gehstrecke mit der pAVK zu tun hat.

Als "schmerzfreie Gehstrecke" wird die Gehstrecke bezeichnet, die bis zum Beginn der Beschwerden zurückgelegt werden kann.

  • maximale Gehstrecke
    • beschreibt die Gehstrecke, die die Patient:innen zurücklegen können, ohne stehenbleiben zu müssen
      • Stadium II Symptomen nach Fontaine und Rutherford:
        • a: schmerzfreie Gehstrecke > 200 m (leichte Claudio intermittens)
        • b: schmerzfreie Gehstrecke < 200 m (mäßige bis schwere Claudio intermittens)

 

  • "Walkingthrough-Phänomen"
    • Bei manchen Betroffenen tritt keine limitierende Claudcatio auf.
    • Die Beschwerden lassen - ohne Abbruch der Tätigkeit - allmählch nach und verschwinden bei weiterem Gehen vollständig.

Welche Beschwerden treten in den Spätstadien einer chronisch kritischen Extremitätenischämie auf?

  • Beschwerden - chronisch kritische Extremitätenischämie:
    • ischämischer Ruheschmerz (Stadium III)
    • ischämische Hautläsionen (Stadum IV) --> in Form eines Ulkus oder einer Gangrän

Die Durchblutung der unteren Extremitäten ist durch die stenosierende Gefäßerkrankung so vermindert, dass der Erhaltungsstoffwechsel der Gewebe nicht mehr gewährleistet ist.

Eine Herzisuffizienz mit Verminderung des Herzzeitvolumens und Ausbildung peripherer Ödeme kann zur Verschlechterung beitragen.

Wie kann die pAVK diagnostiziert werden?

  • Diagnose pAVK:
    • Anamnese
      • Beschwerden (Charakterisierung des Schmerzes --> Claudio intermittens / ischämischer Ruheschmerz)
      • Risikofaktoren der Arteriosklerose
    • Inspektion
      • Haut: blasse, marmorierte Haut, Wundheilungsstörungen
    • Palpitation
      • Palpation der (Fuß-)Pulse
      • Hauttemperatur im Seitenvergleich
    • Auskultation der Gefäße
      • Stenosegeräusche
    • Weiter:
      • Knöchel-Arm-Index (ABI, Ankle-Brachial-Index)
        • pAVK --> ABI < 0,9 in Ruhe oder eine Abnahme des Knöchelverschlussdrucks
      • MR- oder CT-Angiografie
      • digitale Subtraktionsangiografie (DSA)

Erläutern Sie der Ratschow-Lagerungsprobe Diagnostik.

Ratschow-Lagerungsprobe --> pAVK Diagnostik

Bei der Lagerungsprobe nach Ratschow hebt der Patient die Beine senkrecht hoch und bewegt die Füße, bis der Ischämieschmerz auftritt. (ASTE: RL)

Dann setzt sich der Patient hin und lässt die Beine hängen, während der Untersucher beobachtet, nach welcher Zeit sich die Haut wieder rötet und sich die Venen füllen. (ASTE: Sitz auf Bank)

  • Normwerte:
    • Rötung: nach 5-10 Sekunden
    • Venenfüllung nach 15-20 Sekunden
  • Physiologisch (gesund) --> Pathologisch 
    • normale Hautfarbe --> Blässe
    • diffuse Rötung --> persistierende Blässe
    • Venenfüllung --> verspätete Rötung
    • verspätete Venenfüllung

Erläutern Sie die Therapie der pAVK.

  • pAVK Therapie
    • Kausale Therapie:
      • Ziel = behandlung der Grunderkrankung
        • Verhinderung von neuen Eregnissen in Folge der Durchblutungsstörungen
        • Verbesserung der Prognose zum Überleben (Freiheit von kardiovaskulären Komplikationen)
          • --> Da 95% der pAVK Fälle durch Atherosklerose verursacht werden bedeutet dies vor allem die Behandlung der Risikofaktoren und die Verhinderung atherothrombotischer Komplikationen
    • Symptomatische Therapie
      • Ziel = die Blutversorgung der Extremitäten zu normalisieren order zumindest so zu verbessern, dass sich die Gehleistung steigert, trophische Läsionen heilen order erst gar nicht entstehen und die Lebensqualität steigt
        • konservative Therapie
          • strukturiertes Gehtraining
            • Das Gehtraining fördert die Kollateralbildung → schmerzfreie Gehstrecke ↑
          • vasoaktive Substanzen --> verbessern den Muskelstoffwechsel und die Kollateralisierung
          • strukturierte Wundbehandlung
        • revaskularisierende Therapie
          • Interventionelle Therapie
            • PTA: perkutane transluminale Angioplastie mit Ballondilatation
            • Stentimplantation ggf. Stent-Einlage
            • lokale Fibrinolyse
            • perkutane Aspirationsthrombektomie
          •  Operative Therapie
            • Thrombendarteriektomie (TEA): chirurg. Entfernung des Blutgerinnsels
            • Anlegen eines Gefäßbypasses (Venentransplantat oder Teflon)
            • Ultima Ratio: Amputation

Welche Aspekte müssen Physiotherapeuten oder Masseuren bei der Behandlung einer pAVK beachten?

  • Physiotherapeuten oder Masseuren müssen bei der Behandlung einer pAVK beachte:
    • Vorsicht mit lokalen Wärme- oder Kälteanwendung, da die betroffenen Gefäße paradox (unerwartet) reagieren können!
    • Druck durch Lagerung, Kleidung etc. vermeiden!
    • Keine Antithrombosestrümpfe bei Dopplerdruck unter 50 mmHg!
    • Extremität tief lagern!

Definieren Sie den Begriff "akuter arterieller Verschluss".

Ein akuter arterieller Verschluss liegt vor, wenn die arterielle Strombahn durch ein embolisches order lokal thrombotisches Ereignis abrupt verschlossen wird. --> Wo? Extremitäten Arterie --> lebensbedrohlichen gefäßchirurgischen Notfall!

  • Eine akute kritische Ischämie tritt auf, wenn dabei der Ruhesauerstoffbedarf der betroffenen Extremitäten / des Organs unterschriften wird.
    • Zeitraum: Beginn der Erkrankung innerhalb 14 Tage
      • nach 14 Tage = chronisch kritische ischämie

Bei ca. 7% der Patienten wird die Amputation der betroffenen Extremität notwendig und etwa 30% sterben in der Akutphase.

 

Nennen Sie die Ursachen des "akuten arteriellen Gefäßverschluss".

  • Ursachen des "akuten arteriellen Gefäßverschluss"
    • arterielle Embolie (70%)
    • arterielle Thrombose (20%)
      •  Atherothrombose bei vorgeschädigtem Gefäß bei pAVK
    • seltene
      • traumatisch bedingte
      • entzündliche Gefäßläsionen

Erläutern Sie den Unterschied zwischen "Embolus" und "Embolie".

Unterschied zwischen "Embolus" und "Embolie":

  • Embolus
    • Blutgerinnsel
      • löst sich ab und gelangt an andere Stelle des Blutkreislaufs
      • sehr selten Fetttropfen oder Gewebe
  • Embolie
    • Gefäßverschluss
      • durch eingeschwemmtes Materiel --> meistens Blutgerinnsel
      • Merke: Ursache des "akuten arteriellen Gefäßverschluss"

Woher kommt der arterielle Embolus bei einem akuten arteriellen Verschluss?

Ein arterieller Embolus (Blutgerinnsel) ist eine Ursache für einen "akuten arteriellen Verschluss".

  • Häufige Quellen für Embolien (Gefäßverschluss) sind:
    • 90% aus dem Herz
      • linker Vorhof (Herzohr)
        • Vorhofflimmern
      • linker Ventrikel (Kammer)
        • Herzinfarkt
        • Infarkt mit Aneurysmabildung
        • hochgradig eingeschränkter LV-Funktion (Insuffizienz)
      • Herzklappen
        • Vitium
        • Endokarditis

 

Nennen Sie die "6 Ps" der akuten arteriellen Verschluss und begründen Sie diese.

Die "6 Ps" der akuten arteriellen Verschluss: Pain, Paleness, Paraesthesia, Paralysis, Pulselessness und Prostration.

  • Mit „6 Ps“ lässt sich die Symptomatik zusammenfassen:
    • Pain:
      • Plötzlich einsetzende, heftigste Schmerzen, die sich bei Tieflagerung bessern;
    • Paleness:
      • Blässe distal des Verschlusses;
    • Paraesthesia:
      • Gefühlsstörungen und Missempfindungen, die auf eine Nervenbeteiligung hindeuten;
    • Paralysis:
      • Lähmung der betroffenen Extremität;
    • Pulselessness:
      • Keine Pulse distal des Verschlusses;
    • Prostration:
      • Schock

Was ist eine weitere Komplikation einer ischämischen Durchblutungsstörung der Muskeln, die länger als 6-12 Stunden andauert?

Wenn die Ischämie länger als 6–12 Stunden andauert, zerfällt die Muskulatur, so genannte Rhabdomyolyse.

--> Die Zerfallsprodukte können neben einem Schock ein akutes Nierenversagen bedingen!

Was sind die Sofortmaßnahmen bei akutem arteriellen Verschluss?

  • Sofortmaßnahmen - akuter arterieller Verschluss:
    • Extremität tief lagern;
    • Watteverband, um vor Auskühlung zu schützen;
    • Schmerzmittel i. v., auch um einer sympathikusvermittelten Vasokonstriktion vorzubeugen;
    • Heparin i. v., um weitere Thrombusbildung zu verhindern;
    • Schockprophylaxe durch Volumensubstitution.

Étudier