SKL - Innere Medizin

SKL - Pulmologie, Kardiologie, Angiologie, Gastro, Hämatologie und Onkologie und Rheuma

SKL - Pulmologie, Kardiologie, Angiologie, Gastro, Hämatologie und Onkologie und Rheuma


M. M.
Diese Lernkarten decken zentrale Themen der Inneren Medizin ab, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hypertonie, arteriellen Verschlüssen und Herzrhythmusstörungen. Sie erklären Begriffe, Ursachen, Symptome und Therapien, etwa bei Myokardinfarkt oder Endokarditis, und zeigen Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren wie Arteriosklerose und deren Folgen. Ideal für Auszubildende in medizinischen Berufen, um klinische Zusammenhänge zu verstehen und Prüfungswissen zu vertiefen.
Karten
161
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
04.07.2026 / 01.09.2026

Lernkarten

Definieren Sie den Begriff Hypertonie.

Definition arterielle Hypertonie:

Andauernde Erhöhung des Blutdrucks: ≥ 140 mmHg systolisch und/oder ≥ 90 mmHg diastolisch.

 

Merke:

  • Arterielle Hypertonie: < 140/90 mmHg
  • Patientenselbstmessungen: < 135/85 mmHg
  • 24-h-Blutdruckmessungen: < 130/80 mmHg

Nennen Sie Folgeerkrankungen/Komplikationen der arteriellen Hypertonie.

Folgeerkrankungen/Komplikationen arterielle Hypertonie:

  • Gehirn:
    • Schlaganfälle
  • Herz:
    • Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
    • Koronare Herzkrankheit
    • Herzinsuffizienz (Linksherzhypertrophie)
  • Aorta:
    • Aortenaneurysma/Aortendissektion
  • Niere:
    • Nierenschäden (Chronische Nierenerkrankungen)
  • Blutgefaße:
    • 50-60% entwickeln Arteriosklerose!
    • Schwere Durchblutungsstörungen (Periphere Arterienerkrankung)
    • pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
    • Karotisstenose
  • Augen (Retina):
    • Erkrankungen der Netzhaut (Retinopathie)


 

Nennen Sie beiden Formen der Hypertonie.

Arterielle Hypertonie Formen sind:

  • primäre (essenzielle) Hypertonie: Bluthochdruck ohne Grunderkrankung (> 90%)
  • sekondäre Hypertonie: Bluthochdruck Folge einer Grunderkrankung (< 10%)

Was sind die Manifestationsfaktoren (bzw. Risikofaktoren) der primäre Arterielle Hypertonie?

Arterielle Hypertonie - primäre (essenzielle) ist eine multifakorielle, polygenetische Erkrankung, beeinflusst von:

Manifestationsfakoren:

  • Rauchen
  • Alter
  • hohe Kochsalzzufuhr
  • Adipositas
  • viel Alkohol und Koffein
  • familiäre Disposition
  • Stress

Was sind die Ursachen der secondäre Arterielle Hypertonie?

Sekundäre arterielle Hypertonie infolge einer anderen Erkrankung z.B. durch:

  • renale und renovaskuläre Hypertonie:
    • Nierenerkrankungen
    • Nierenarterienstenose
  • endokrine Hypertonie:
    • Hyperaldosteronismus
    • Hyperthyreose
    • Morbus Cushing

Nennen Sie die Symptome der Hypertonie.

Symptome arterielle Hypertonie

  • Merke: Hypertoniker sind häufig beschwerdefrei. Diagnose zufällig oder durch komplikationsbedingte Symptome.

Mögliche Symptome bei Hypertonie:

  • Kopfschmerzen (v.a. frühmorgens am Hinterkopf)
  • Schwindel
  • Ohrensausen (klingeln, sausenden Geräuschs im Ohr)
  • Nervosität
  • Nasenbluten = Epistaxis

Erläutern Sie die Begriffe hypertensiver Notfall und hypertensive Krise.

Hypertensiver Notfall und hypertensive Krise: Bei beiden Formen: RR ≥ 180 mmHg systolisch und/oder ≥ 110 mmHg diastolisch

Hypertensiver Notfall:

  • Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit, Dyspnoe, Nasenbluten, Unruhe und Angst

Hochdruckkrise ist akut bedroht durch:

  • Hirnblutung, Linksherzdekompensation und Aortadissektion

 

Wie kann eine Hypertonie diagnostiziert werden?

Diagnose arterielle Hypertonie:

  • Blutdruckmessung: beim ersten Mal beidseits und wiederholt messen
  • Patientenselbstmessung (spontan) und Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden

Bei Diagnose Bluthochdruck: Ursachensuche, Risikofaktoren, Folgeerkrankungen

Erläutern Sie die Therapie der Hypertonie.

bei sekundäre Hypertonie:

  • kausale Therapie im Ramen von Grunderkrankung (z.B. operative Entfernung Hormon bildender Tumoren)

bei primäre (essenzielle) Hypertonie: 

  • Symptomatische Therapie = Beschwerden aber nicht Ursachen werden behandelt
    • Basistherapie = Lebenstil Veränderung
      • Gewichtsreduktion und körperliche Aktivität erhöhen
      • Salzarme Diät (< 5 g/d)
      • Gesunde Lebensmittel, wenig Fleisch (z.B. vermehrt Obst und Gemüse)
      • Alkoholkonsum einschränken
      • Rauchen aufgeben
      • Stress senken, Entspannungsübungen
    • medikamentöse Therapie
      • Diuretika (vermehrte Harnausscheidung)
      • ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Antagonisten (wirken auf die Blutdruckregulation der Niere)
      • Kalziumantagonisten = Kalziumkanalblocker (Langwirksam - stellen die Blutgefäse weit)
      • β-Blocker = β-Rezeptoren-Blocker (hemmen Sympathikus, senken Herzfrequenz)

Definieren Sie den Begriff arterielle Hypotonie.

Chronische rezidivierende Blutdruckwerte unter:

  • 110/60 mmHg bei Männer
  • 100/60 mmHg bei Frauen

Erläutern Sie die Sonderform orthostatische Hypotonie.

Orthosthase = aufrecht Körperhaltung

Sonderform orthostatische Hypotonie: Der Körper passt hierbei den Kreislauf nicht an eine abrupte Lageveränderung an (z.B. vom Liegen in den Stand)

  • Warum?
    • Schwerkraftbedingt versackt beim Aufstehen ein Teil des Blutes in den Beinvenen → Blutdruckabfall → normalerweise erfolgt dann eine Engstellung der Venen und Arteriolen sowie eine Steigerung der Pumpleistung des Herzens (v.a. Herzfrequenz ↑); führt diese Reaktion nicht zum Erfolg → Minderversorgung des Gehirns mit Schwindel und Sehstörungen → Sturzgefahr

Nennen Sie beiden Formen der Hypotonie.

Formen der Hypotonie:

  • primäre Hypotonie: ohne Grunderkrankung
    • Häufig bei Frauen und Jugendlichen
  • sekondäre Hypotonie: im Rahmen einer Grunderkrankung
    • Grunderkrankungen
      • Herzerkrankungen
      • Hormonhaushaltstörungen
      • Erkrankungen der Nerven
      • Medikamentös verursacht

Nennen Sie die Symptome der Hypotonie.

Arterielle Hypotonie - Symptomen

  • überwiegend ohne Bescherden
  • unspezifische Symptome:
    • Müdigkeit
    • Abgeschlagendheit (Erschöpfung)
    • Leistungsschwäche
    • Schwarzwerden vor den Augen
    • Schwindel
    • Leergefühl im Kopf
    • Kältegefühl in den Gliedmaßen (Extremitäten)
    • Ohrensausen
    • herzbezogene Missempfindungen
    • Schlafstörungen
    • Reizbarkeit

 

Erläutern Sie die Begriffe Kreislaufkollaps.

Arterielle Hypotonie Kreislaufkollaps ist einer drohenden Kollaps = Zusammenbruch

  • Kreislaufkollaps ist einen Notfall
    • Hinlegen
    • Hochlagerung der Beine
    • 112
  • Symptomen:
    • Plötzlicher Schwindel
    • Benommenheit
    • "Schwarz vor den Augen"
    • werden Beine "versagen"
    • Schweißausbruch
    • Unruhe
    • Angst
    • Frieren
    • Zittern

Erläutern Sie die Diagnose der arteriellen Hypotonie.

Diagnose der arterielle Hypotonie:

  • Blutdruckmessung
  • Anamnese
    • Auslöser, Grunderkrankung, Medikamente, Lebensstil, etc.
  • Schellong-Test
    • Bei Verdacht auf orthostatische Hypotonie sind Puls und Blutdruck nach 5-minütigem Liegen, sofort nach dem Aufstehen sowie über weitere 3 Minuten im freien Stand zu registrieren.
    • Die Herzfrequenz darf dabei bis um 20 Schläge/min ansteigen.
    • Ein Abfall des systolischen Blutdrucks um mehr als 20 mmHg weist auf eine orthostatische Hypotonie hin.

Erläutern Sie die Therapie der Hypotonie.

Therapie der arterielle Hypotonie:

  • Nicht medikamentöse Therapie:
    • Vermeiden von Triggern wie Hitze und längerem Stehen
    • nicht aus dem Liegen sofort in den Stand übergehen
    • Anpassung der antihypertensiven Medikamente
    • Vermeiden von übermäßigem Alkoholgenuss
    • bei venöser Insuffizienz: Kompressionsstrümpfe
    • akute Hypotonie: Beine hoch lagern, Flüssigkeitszufuhr
  • medikamentöse Therapie (selten nötig)
    • Sympathomimetika (z.B. Ephedrin)

Worin unterscheiden sich die oft synonym verwendeten Begriffe Atherosklerose und Arteriosklerose?

Arteriosklerose vs. Atherosklerose:

  • Arteriosklerose ist ein Oberbegriff für Veränderungen der Gefäßwande von mittelgroßen bis großen Arterien.

 

  • Atherosklerose: Erkrankung der Gefäß-Intima (häufigste Form der Arteriosklerose!)
    • Ablagerung von Plaques sowie Kalkeinlagerungen in den Gefäßwanden der Arterien

Beschreiben Sie Schritt für Schritt die Veränderungen der Gefäßwand bei der Entstehung einer Arteriosklerose.

Gefäßwandveränderung bei Arteriosklerose:

  1. Die Gefäßwand wird durch Risikofaktoren geschädigt
    • → das Endothel wird geschädigt durch Risikofaktoren 
      • z.B. durch Rauchen, hohen Blutdruck, hohe Blutfette, Diabetes
    • → das Endothel wird dadurch durchlässiger für LDL (Cholesterin)
  2. Durch die Schädigung lagern sich Fette und Entzündungszellen in der Wand ab.
    • → LDL dringt in die Intima des Gefäßes ein
    • → Makrophagen phagozytieren LDL-Partikel und werden zu Schaumzellen (eine Zelle mit Fetteinlagerung)
  3. Der Körper versucht, das zu "reparieren", bildet aber dadurch
    • → Glatte Muskelzellen wandern aus der Media in die Intima
    • → Bildung der atherosklerotischen Plaques
  4. Bindegewebe und Kalk (fibröse Plaque)
    • → die Wand wird dicker und härter
    • → Kalzium lagert sich in die Plaques ab und verkalkt die Gefäßwand: sie wird starr (hart)
  5. Der Gefäßdurchmesser wird enger
    • → weniger Blut kommt hindurch
  6. Wenn es ganz schlimm wird:
    • das Gefäß kann sich komplett verschließen oder ein Plaque kann aufreißen → Herzinfarkt, Schlaganfall

Nennen Sie die Arten von Cholesterin und erklären Sie, wie sie wirken.

Arten von Cholesterin: LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin

  • Wirkung:
    • LDL (Low Density Lippoprotein) transportiert Cholesterin von der Leber zu den Körperzellen.
    • HDL (High Density Lippoprotein) transportiert überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber, wo es abgebaut wird. Es wirkt damit schützend, da es Cholesterin aus Gefäßwänden entfernt.
  • Risiko:
    • Überschüssiges LDL kann sich in den Gefäßwänden ablagern un dort Plaques bilden, was zur Arteriosklerose führt.
  • Merke:
    • LDL möglichst niedrig halten
    • HDL sollte hoch sein 

 

 

Welche Lebensmittel oder Faktoren beeinflussen den Cholesterinspiegel? Bitte erläuten Sie deren Auswirkungen.

Lebensmittel oder Faktor und ihre Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel:

  • Lebensmittel
    • Gesättiges Fette (Butter, Wurst, Sahne, fettes Fleisch)
      • Erhöhen LDL
    • Transfette (Frittierfette, Fast Food, Backwaren mit gehärteten Fetten)
      • Erhöhen stark LDL
    • Ungesättigte Fettsäuren (Olivenöl, Rapsöl, Nüsse, Avocado)
      • Senken LDL, Erhöhen HDL
    • Ballaststoffe (Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse, Hafer)
      • Binden Cholesterin im Darm
  • Faktoren
    • Bewegung & Gewichtsabnahme
      • Erhöht HDL, senkt LDL
    • Rauchen & Stress
      • Senken HDL, erhöhen LDL

Nennen Sie die akute Komplikation einer Arteriosklerose.

Akute Komplikation der Arteriosklerose: akuter Gefäßverschluss durch eine Plaqueruptur (sofortige Aktivierung des Gerinnungssystems (Thrombozyten) → Thrombus verschließt das Gefäß akut)

  • Schritt für Schritt:
    • Durch Einrisse im Plaque (Plaqueruptur) kommt es zu fuhren:
      • Einblutungen in den Plaque und Aktivierung der Thrombozyten
    • Es bildet sich ein Thrombus (Blutgerinnsel):
      • der das Blutgefäße verstopft und die Blutversorgung des betroffenen Gewebes unterbricht

Nennen Sie beeinflussbare und nicht beeinflussbare Hauptrisikofaktoren einer Arteriosklerose.

Risikofaktoren Arteriosklerose:

  • Beeinflussbare Hauptrisikofaktoren:
    • Nikotinkonsum (toxische Schädigung des Endothels)
    • arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)
    • Störung des Fettstoffwechsels
    • Diabetes mellitus
    • Andere Risikofaktoren:
      • Adipositas
      • Bewegungsmangel
      • Glukostoleranzstörung (Diabetes-Vorstufe)
      • Veränderungen im Gerinnungssystem
      • chronische Entündungszustände
  • Nicht beeinflussbare Hauptrisikofaktoren:
    • männliches Geschlecht
    • Lebensalter (Männer älter als 45, Frauen älter als 55 Jahre)
    • erbliche Veranlagung (positive Familienanamnese)

Nennen Sie Folgeerkrankungen, die durch eine Arteriosklerose entstehen können.

Folgeerkrankungen der Arteriosklerose:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
  • Zerebrale arterielle Verschlusskrankheit
  • Schlaganfall
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Akuter Verschluss einer Extremitätenarterie
  • Akuter Verschluss einer Darm versorgenden Mesenterialarterie (Ischämie von Bauchorganen)
  • Aortendissektion
  • Aortenaneurysma
  • Nierenarterienstenose

Welche Gefäße sind am häufigsten von einer Arteriosklerose betroffen?

Die von Arteriosklerose am häufigsten betroffenen Gefäße sind:

  • Herzkranzgefäße (Koronararterien)
  • Halsschlagadern (Aa. carotis internae)
  • Arterienring des Gehirns (Circulus arteriosus cerebri)
  • Bauchaorta (Aorta abdominalis)

Erläutern Sie Maßnahmen zur Prävention der Arteriosklerose.

Maßnahmen zur Prävention der Arteriosklerose:

  • Wirksame Allgemeinmaßnahmen:
    • Gewichtsnormalisierung
    • ausreichend Bewegung
    • gesunde Ernährung (an den Energieverbrauch angepasst und fettmodifiziert)
    • Rauchverzicht
  • Medikamente zur Prophylaxe:
    • Medikamente zur Einstellung von: Bluthochdruck, zu hohen Blutfettwerten, Diabetes mellitus
    • Allgemein: Thrombozytenaggregationshemmung (z.B. mit ASS)

Erläutern Sie die interventionelle und operative Therapie arteriosklerotischer Erkrankungen.

Interventionelle und operative Therapie arteriosklerotischer Erkrankungen:

  • Gefäßdilatation mittels Ballondilatation und Stent (z.B. PTCA)
  • Entfernung des Plaquematerials mittels Thrombendarteriektomie (TEA)
  • Bypass-Operationen

Definieren Sie den Begriff koronare Herzkrankheit (KHK).

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Manifestation einer Atherosklerose an den Koronararterien (Herzkranzarterien).

 

Merke: Atherosklerose: Erkrankung der Gefäß-Intima (häufigste Form der Arteriosklerose!)

  • Ablagerung von Plaques sowie Kalkeinlagerungen in den Gefäßwanden der Arterien

Erläutern Sie, warum die Blutversorgung des Herzmuskels über die Koronargefäße so kritish ist.

Wenn die Hauptstämme order Äste nur noch eingeschränkt (Plaque, Arteriosklerose) oder gar nicht (Herzinfarkt), gibt es keine sofortige Durchblütungsunterstützung durch Kollateralgefäße (Ersatzgefäße).

Daher ist die Herzmuskelversorgung durch die Koronargefäße so kritisch.

Erläutern Sie die Atherosklerose und die Folgen einer koronaren Herzkrankheit (KHK).

**Im Prüfung, in eigene Wort erläutern mit Beispiel!**

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Manifestation einer Atherosklerose and den Koronararterien. Die Atherosklerose führt zur Bildung von Plaques sowie Kalkeinlagerungen in die Gefäßwände.  →  Dadurch kann es zu einer Verengung (Stenosierung) der Koronararterien and nachfolgend zu einem Misverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels kommen.

  • Folge:
    • Minderdurchblutung des Herzmuskels (Myokardischämie) → weniger Sauerstoff (Hypoxie) → Leistungsfähigkeit des Herzens ↓, zudem Ischämieschmerz (Angina pectoris)

Welche beiden Verlaufsformen der koronaren Herzkrankheit werden unterschieden?

Verlaufsformen der koronaren Herzkrankheit:

  • Chronisches Koronarsyndrom:
    • Das chronische Koronarsyndrom beschreibt die durch eine KHK bereits verursachten kardialen Erkrankungen ohne akuten Progress der Atherosklerose und mit stabiler Symptomatik.

 

  • Akutes Koronarsyndrom (ACS):
    • Das akute Koronarsynsdrom (ACS) umfasst verschiedene Ausprägungen myokardialer Ischämie, die sich anhand des Leitsymptoms akuter Thoraxschmerz präsentieren.
      • Die zugrunde liegende Pathophysiologie ist die Ruptur oder Erosion einer vulnerablen Plaque mit konsekutiver Thrombusbildung in einer Koronararterie.

Wie tödlich ist koronare Herzkrankheir (KHK)?

Ein Drittel aller Tödesfälle gehen auf eine KHK zurück --> die haüfigste Todesursache in den Ländern westlicher Gesellschaften

Nennen Sie die Risikofaktoren der koronaren Herzkrankheit.

Haupt Kardiovaskuläre Risikofaktoren der koronaren Herzkrankheit:

  • Erhöhtes LDL-Cholesterin
    • LDL lagert sich in die Gefäßwand ein --> Plaquebildung (Arteriosklerose)
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
    • Erhöht den Druck auf die Gefäßwand --> fördert Risse und Plaqueeinlagerungen
  • Diabetes mellitus (v.a. Typ 2)
    • Beschleunigt Gefäßverkalkung durch Zuckerschäden und Fettstoffwechselstörungen
  • Rauchen (Nikotinabusus)
    • Führt zu Gefäßverengung, Endothelschäden und erhöhter Gerinnungsneigung
  • positive Familienanamnese
    • Frühe KHK/Herzinfarkt bei Eltern oder Geschwistern erhöht das persönliche Risiko deutlich
  • Lebensalter
    • Mit zunehmendem Alter steight das Risiko (m ≥ 45 J.; w ≥ 55 J. nach der Menopause)
  • männliches Geschlecht
    • Männer sind früher und häufiger betroffen (Frauen sind durch Östrogne bis zur Menopause etwas geschützt)

Weitere Kardiovaskuläre Risikofaktoren:

  • Adipositas (abdominal v.a. viszerales Fett)
    • Verbunden mit Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung
  • Bewegungsmangel
    • Vermindert HDL-Cholesterin, begünstigt Übergewicht
  • Ungesundes Ernährung
    • Zu viel gesättiges Fett, Zucker, Salz --> fördert Arteriosklerose
  • Alkoholkonsum (übermäßig)
    • Erhöht Blutdruck und Triglyzeride

Erkrankungen, die das kardiovaskuläre Risiko erhöhen:

  • Chronische Niereninsuffizienz
  • chronische obstruktive Lungenerkrangung (COPD)
  • chronische Entzündungen (z.B. rheumatoide Arthritis)
  • obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)
  • psychische Belastungsfaktoren

Erläutern Sie die Begriffe Myokardischämie.

Die Myokardischämie ist Minderdurchblutung infolge einer koronare Herzkrankheit (KHK) aüßert sich typischerweise in Form des Leitsymptoms Angina pectoris (AP) --> "Brustenge".

Definieren Sie den Begriff stabile Angina pectoris.

Stabile AP: Beschwerden treten nur selten und in vorhersagbaren Situationen auf (z.B. Belastung, Stress, Emotionen) und sind stets reversibel.

  • Merke:
    • Bei vermehrten Sauerstoff Bedarf des Herzens:
      • Bei körperlicher Anstrengung --> Gehen, Arbeiten
      • Bei psychischem Stress, der körperlich auswirkt --> Sorgen, Konflikte
      • Bei Fieber --> erhöhte Herzfrequenz
    • Durch die Verengung im Gefäß kommt bei gesteigertem Bedarf nicht mehr genug Blut am Herzmuskel an.

Definieren Sie den Begriff instabile Angina pectoris.

Die instabile Angina pectoris ist definiert als Angina pectoris, die

  • erstmals order in Ruhe auftritt ("Ruheangina")
  • die in ihrer Intensität zunehmen oder therapierefraktär sind

**Behandlung wie akutes Koronarsyndrom = Herzinfarkt!**

Nennen Sie die Symptome der koronaren Herzkrankheit.

Symptome koronare Herzkrankheit:

  • Leitsymptom: Angina pectoris (AP) (häufig erst bei Belastung)
    • retrosternaler Druck, Schmerz, Engegefühl (infolge reversibler Minderdurchlutung)
      • mit/ohne Ausstrahlung in:
        • Arm (häufiger Links)
        • Unterkiefer
        • Oberbauch
        • Zwischen die Schülterblätter

 

  • bei stabile AP
    • Dauer meist nur wenige Minuten
      • Wenn durch Belastung / Stress hervorgerufen, Ende mit dem Auslöser
    • Ein typisches Charakteristikum ist das Ansprechen der Beschwerden auf Nitroglycerin
      • Stellt die Gefäße weit und verringert den Blutdruck und Sauerstoffbedarf des Herzens

Wie kann eine koronare Herzkrankheit diagnostiziert werden?

Diagnose koronare Herzkrankheit:

  • Anamnese (Risikofaktoren) und körperliche Untersuchung
  • EKG
  • Belastungs-EKG (manchmal sieht man ST-Veränderungen erst im Belastungs-EKG)
  • Echokardiografie (Herzultraschall)
  • Kardio-CT
  • Koronarangiografie (Herzkatheter)
    • Goldstandard für die Diagnose einer KHK

Erläutern Sie die zwei Ziele der Therapie bei koronarer Herzkrankheit.

Die Therapie der KHK verfolgt zwei grundsätzliche Ziele:

  1. Verhinderung von kardiovaskulären (Folge-) Eregnissen
    • wie z.B. Herzinfarkt und somit eine Verbesserung der Prognose.
  2. Symptomlinderung
    • weniger Angina Pectoris, mehr Belastbarkeit
      • hierfür stehen medikatmentöse Therapien sowie ebenfalls interventionelle oder operative Verfahren zur Vierfügung

Nennen Sie nichtmedikamentöse Möglichkeiten der KHK-Prävention.

Nichtmedikamentöse Möglichkeiten der KHK-Prävention:

  • Lebensstilveränderung:
    • Gewichtsreduktion und körperliche Aktivität
    • Ernährungsumstellung (wenig Fett, Alkohol und Salz)
    • Nicht Rauchen
    • Entspannung lernen (Blutdruck gut einstellen)
    • bei Diabetes mellitus Blutzuckerspiegel einstellen

Erläutern Sie die medikamentöse Prävention bei koronarer Herzkrankheit.

Medikamentöse Prävention bei koronarer Herzkrankheit:

  • ASS = Azetylsalizylsäure
    • ASS ist ein Thrombozytenaggregationshemmung
  • Betablocker
    • senken den myokardialen Sauerstoffbedarf
  • Statine
    • reduzieren die Cholesterinsynsthese und schützen zusätzlich das Gefäßenothel
  • Nitrate, Molsidomin und Kalziumantagonisten
    • wirken gefäßerweiternd
  • Ranolazin
    • wirkt antianginös
  • Ivabradin
    • senkt die Herzfrequenz und ist somit antiischämisch

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