SS26


A. K.
Diese Lernkarten widmen sich zentralen Konzepten der differentiellen Psychologie, Testtheorie und empirischen Forschung. Sie behandeln Variablen, Prozesse und Methoden wie Operationalisierung, Hypothesenbildung, Skalenniveaus sowie Vor- und Nachteile psychologischer Messverfahren. Studierende profitieren von diesem Überblick, um empirische Studien kritisch zu bewerten und eigene Forschungsfragen präzise zu formulieren.
Flashcards
111
Students
1
Language
German
Category
Psychology
Level
University
Created / Updated
09.06.2026 / 10.06.2026

Flashcards

PET

  • Moleküle werden mit radioaktivem Element markiert, diese verteilen sich in best. Areal
  • Positron wird von markiertem Molekül abgegeben u. kollidiert mit freiem Elektron -> Energie Materietransformation 
  • Gramma Strahlung wird in 180 Winkel abgegeben 

 

Vorteil: 

  • Messung des Verbrauchs bestimmter psy. interessanter Moleküle im Gehirn 

Nachteil: 

  • Invasive Methode 

 

fMRT

  • Wasserstoffatome haben Dipolcharakter u. drehen sich zufällig im Raum 
  • Starkes Magnetfeld richtet spins der WA entlang Achse aus 
  • Radiofrequenter Puls beeinflusst Spinaktivität: kippt Protone u. bewikt, dass alle phasengleich rotieren 
  • Mit Ende RF.Puls kippen Atome zurück u. rotieren wieder in ind. Phase -> Geschwindigkeit mit der T2-Prozess abläuft sagt etwas über Sauerstoffgehalt des Blutes -> gemessenes Signal (T1 und T2 relaxation)

Wie kann man den zeitlich andauernden Ausfall eines Areals bei gesunden Probanden simulieren?

?

Warum appliziert man beim fMRI einen radiofrequenten Puls, wenn doch sowieso bereits ein Magnetfeld anliegt? Welche zwei Prozesse werden dabei ausgelöst und was bedeuten sie?

  • Externes Magnetfeld: richtet Protonen in Längsrichtung parallel aus 
  • RF: kurzer RF-Puls bewegt Atome blitzartig (=gepluste Kernresonanz) -> Protone kippen aus ihrer longitudinalen Lage -> führt bei Atomen zur synchronen Präzession -> nach Ende des RF Puls kippt Kernspin wieder in gleichförmige vertikale Lage 
    • T1-Relaxation: longitudinale Relaxation: Rückkehr des Protonensoins in vertikale Ausgangslage = Wiederaufbau Längsmagnetisierung (T1 ZP zu dem 63% der Längsmagnetisierung wieder erreicht ist)
    • T2-Relaxation (spin-spin): transversale Relaxation: Nach RF Puls verlieren Protone Synchroniztät der Präzession -> messbar als Reduktion transversaler Magnetisierung 

Was ist der Unterschied zwischen overter und coverter Aufmerksamkeit, und was hat das mit active/passive vision zu tun?

Overte: Aufmerksamkeitszuwendung sichtbar mit Blickbewegungen verbunden; hängt mit active vison zusammen, da man Sinnesorgane aktiv auf relevante Reize richtet 

Couvert: Aufmerksamkeit wird auf etwas gerichtet ohne Augen/Kopf zu bewegen; Wahrnehmung geschieht ohne aktive Bewegung = passive visison; Aufmerksamkeit kann verschoben werden ohne sichtbare Augenbewegung 

Wie lassen sich Augenbewegungen kategorisieren?

  • Konjugierte vs. Konvergenzbewegungen
  • Konjugierte weiter in: Langsame vs. schnelle; kleine vs. Große Blickbewegungen 

 

  • Langsam und klein: Driftbewegungen 
  • Langsam und groß: Blickfolgebewegungen 
  • Schnell und klein: Fixationstremor, Mikrosakkaden 
  • Schnell und groß: (Makro) Sakkaden 

Was ist ein OKN = Optokinetischer Nystagmus?

  • Kombination aus langsamen Augenfolgebewegungen und schneller Sakkaden (hier: Rückstellbewegung der Augen)
  • Tritt auf wenn sich große Teile des Gesichtsfeldes kontinuierlich bewegt 

z.B aus fahrendem Zug schauen, erst verfolgen Augen einen Baum (langsame Phase) dann springen sie schnell zurück, um neuen Punkt zu fixieren (schnell) )

Beschreiben und vergleichen Sie verschiedene Methoden zur Messung von Blickbewegungen.

  • Eye Tracher (stationär (zeitl. Gut: können Sakkaden und Fixationen unterscheiden) und mobil (räuml. Gut, zeitl. Nicht so gut))
  • EOG: billig, aber kaum räuml. Info

.Welche messtechnische Auflösung benötigt man bei einem Eye Tracker, um Sakkaden und Fixationen gut unterscheiden zu können?

  • Sakkaden (20-40ms), Fixation (länger) aber wie lang?
  • Sampingrate > 200 -> man braucht hohe zeitl. Auflösung, um genau messen zu können wann Sakkade anfängt/aufhört 

sind die Bewegungen beider Augen perfekt konjugiert?

  • Bewegungen beider Augen sind nicht perfekt konjugiert, sondern leicht verschieden (Disparation)
  • Unterschiede gering, sodass es für die Forschung meist irrelevant ist 

 

Beschreiben Sie vier räumliche Bewegungsparameter

- FixationsWSK

- Sakkadenamplitude 

- Fixationsposition 

-Fixationshäufigkeit 

- Refixationshäufigkeit 

Fixationswahrscheinlichkeit 

relative Häufigkeit, mit der ein Objekt mindestens 1x fixiert wird 

Sakkandenamplitude

Distanz zwischen mittleren Position zweier aufeinanderfolgender Fixationen 

Fixationsposition 

innerhalb eines Objekts fixierte Position 

Fixationshäufigkeit

mittlere absolute Häufigkeit von Fixationen im Objekt, meist auf den ersten Blick bezogen 

Refixationshäufigkeit

relative Häufigkeit mindestens einer auf die initiale Fixation folgende erneute Fixation im Objekt 

zeitliche Blickbewegungsparameter

- initilale Fixationsdauer 

- Refixationsdauer

- Blickzeit 

- Gesamzblickzeit 

Initiale Fixationsdauer 

Dauer der ersten Fixation im Objekt, unabhängig davon, ob weitere folgen 

Refixationsdauer

Dauer von Fixationen, die unmittelbar auf die erste Fixation folgen vor dem ersten Verlassen des Objekts 

Blickzeit

summierte Dauer aller Fixationen innerhalb des ersten Blicks 

Gesamtblickzeit:

 summierte Dauer aller Fixationen auf dem Objekt (inkl. Fixation nach Interobjekt-Regressionen)

Was ist der Unterschied zwischen Regressionen und Refixationen?

 

Refixation: nach erster Fixation innerhalb eines Objekts folgt eine weitere, neue Fixation innerhalb desselben Objekts 

 

Regression: Rücksprung zu einem zuvor betrachteten Objekt; Auge kehrt zu einem zuvor bereits betrachteten Objekt zurück, das es zwischendurch verlassen hat 

Nenne zwei Beispiele für eine Dissoziation von Kognition und aktueller Fixationsposition.

- invisible boundary technique/preview benefit effect 

- spillover effect 

Invisible boundary-technique/preview benefit effect

  • Wenn vor Fixation eines Wortes dasselbe nicht/nicht vollständig dargeboten wird, ist nachfolgende Verarbeitung verzögert 
  • Auch rechts von der aktuellen Fixation beim Lesen werden bereits Infos verarbeitet (Geist ist Auge voraus)

Spillover-Effekte 

- seltenes Wort im Satz wird länger fixiert -> das nachfolgende auch länger (beide schneller bei häufigem Wort)

- spill over von seltenem Wort  -> Geist noch mit seltenem Wort beschäftigt -> Geist hinkt Auge hinterher: spricht für eher lockere räumliche Kopplung von Blick und Kognition 

Was ist das funktionale visuelle Feld?

  • der Bereich des Bereiches, der vom Auge wahrgenommen werden kann UND aus dem Infos verarbeitet und genutzt werden können 

 

  • Fragen die daraus entstehen: wie viel größer muss Buchstabe dargestellt werden, dass er in gleicher Zeit wie fixierter Buchstabe verarbeitet werden kann 

Welche Steuerungsniveaus kann man bei Blickbewegungen unterscheiden?

- reflexiv-automatisch

- automatisierte Routinen, erlernte visuelle Strategien

- kognitive (willentliche) Steuerung 

Kann man Blickbewegungen als Eingabeinstrument verwenden? Wenn ja, geben Sie ein Beispiel

  • In vielen Smartphones uns Tablets bereits realisiert
  • Z.b. Autofokus per Blick in Kameras 

Beschreiben Sie, in welchen psychologischen Disziplinen Blickbewegungen aussagekräftig sein können.

  • Geeignet zur Erfassung kognitiver Prozesse in GL- u. Anwendungsfächern 
  • Aufmerksamkeitsforschung
  • Entscheidungsforschung
  • Entwicklungspsychologie
  • Verkehrspsychologie 
  • Handlungskontrolle

psychologischen Disziplinen Blickbewegungen aussagekräftig sein können.Geben Sie für vier verschiedene Disziplinen je ein (ausgedachtes?) Beispiel

Entscheidung: Analyse ob Personen bei der Wahl eines Produkts länger auf Preis o. Bewertung schauen, bevor sie entscheiden 

Entwicklung: Vgl. Von Blickmustern bei Kindern unters. Alters z.B. ob Kleinkinder stärker Gesichter oder Objekte fixieren 

Verkehr: Erfassung wohin Autofahrende im Straßenverkehr schauen, um Unfallrisiko zu erkennen 

Handlungskontrolle: Untersuchen ob Blickbewegungen eine geplante Handlung vorwegnehmen

Was kann die Messung von Blickbewegungen zur Sozialpsychologie beitragen?

  • Soziale Präferenz beeinflusst Steuerung unserer Aufmerksamkeitsressourcen 
  • Wahrgenommene Blickrichtung als Hinweisreiz zur Aufmerksamkeitssteuerung
  • Blickzuwendung als Indikator potentieller Aggression bzw. Zuneigung 
  • Blickabwendung u. Blickmeidung als Indikatoren sozialer Submission 
  • Blickinteraktion als Indikator von sozialem Status

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