ML 2,4,5,6
SS26
SS26
-
- 1 / 111
-
Lernkarten
PET
- Moleküle werden mit radioaktivem Element markiert, diese verteilen sich in best. Areal
- Positron wird von markiertem Molekül abgegeben u. kollidiert mit freiem Elektron -> Energie Materietransformation
- Gramma Strahlung wird in 180 Winkel abgegeben
Vorteil:
- Messung des Verbrauchs bestimmter psy. interessanter Moleküle im Gehirn
Nachteil:
- Invasive Methode
fMRT
- Wasserstoffatome haben Dipolcharakter u. drehen sich zufällig im Raum
- Starkes Magnetfeld richtet spins der WA entlang Achse aus
- Radiofrequenter Puls beeinflusst Spinaktivität: kippt Protone u. bewikt, dass alle phasengleich rotieren
- Mit Ende RF.Puls kippen Atome zurück u. rotieren wieder in ind. Phase -> Geschwindigkeit mit der T2-Prozess abläuft sagt etwas über Sauerstoffgehalt des Blutes -> gemessenes Signal (T1 und T2 relaxation)
Wie kann man den zeitlich andauernden Ausfall eines Areals bei gesunden Probanden simulieren?
?
Warum appliziert man beim fMRI einen radiofrequenten Puls, wenn doch sowieso bereits ein Magnetfeld anliegt? Welche zwei Prozesse werden dabei ausgelöst und was bedeuten sie?
- Externes Magnetfeld: richtet Protonen in Längsrichtung parallel aus
- RF: kurzer RF-Puls bewegt Atome blitzartig (=gepluste Kernresonanz) -> Protone kippen aus ihrer longitudinalen Lage -> führt bei Atomen zur synchronen Präzession -> nach Ende des RF Puls kippt Kernspin wieder in gleichförmige vertikale Lage
- T1-Relaxation: longitudinale Relaxation: Rückkehr des Protonensoins in vertikale Ausgangslage = Wiederaufbau Längsmagnetisierung (T1 ZP zu dem 63% der Längsmagnetisierung wieder erreicht ist)
- T2-Relaxation (spin-spin): transversale Relaxation: Nach RF Puls verlieren Protone Synchroniztät der Präzession -> messbar als Reduktion transversaler Magnetisierung
Was ist der Unterschied zwischen overter und coverter Aufmerksamkeit, und was hat das mit active/passive vision zu tun?
Overte: Aufmerksamkeitszuwendung sichtbar mit Blickbewegungen verbunden; hängt mit active vison zusammen, da man Sinnesorgane aktiv auf relevante Reize richtet
Couvert: Aufmerksamkeit wird auf etwas gerichtet ohne Augen/Kopf zu bewegen; Wahrnehmung geschieht ohne aktive Bewegung = passive visison; Aufmerksamkeit kann verschoben werden ohne sichtbare Augenbewegung
Wie lassen sich Augenbewegungen kategorisieren?
- Konjugierte vs. Konvergenzbewegungen
- Konjugierte weiter in: Langsame vs. schnelle; kleine vs. Große Blickbewegungen
- Langsam und klein: Driftbewegungen
- Langsam und groß: Blickfolgebewegungen
- Schnell und klein: Fixationstremor, Mikrosakkaden
- Schnell und groß: (Makro) Sakkaden
Was ist ein OKN = Optokinetischer Nystagmus?
- Kombination aus langsamen Augenfolgebewegungen und schneller Sakkaden (hier: Rückstellbewegung der Augen)
- Tritt auf wenn sich große Teile des Gesichtsfeldes kontinuierlich bewegt
z.B aus fahrendem Zug schauen, erst verfolgen Augen einen Baum (langsame Phase) dann springen sie schnell zurück, um neuen Punkt zu fixieren (schnell) )
Beschreiben und vergleichen Sie verschiedene Methoden zur Messung von Blickbewegungen.
- Eye Tracher (stationär (zeitl. Gut: können Sakkaden und Fixationen unterscheiden) und mobil (räuml. Gut, zeitl. Nicht so gut))
- EOG: billig, aber kaum räuml. Info
.Welche messtechnische Auflösung benötigt man bei einem Eye Tracker, um Sakkaden und Fixationen gut unterscheiden zu können?
- Sakkaden (20-40ms), Fixation (länger) aber wie lang?
- Sampingrate > 200 -> man braucht hohe zeitl. Auflösung, um genau messen zu können wann Sakkade anfängt/aufhört
sind die Bewegungen beider Augen perfekt konjugiert?
- Bewegungen beider Augen sind nicht perfekt konjugiert, sondern leicht verschieden (Disparation)
- Unterschiede gering, sodass es für die Forschung meist irrelevant ist
Beschreiben Sie vier räumliche Bewegungsparameter
- FixationsWSK
- Sakkadenamplitude
- Fixationsposition
-Fixationshäufigkeit
- Refixationshäufigkeit
Fixationswahrscheinlichkeit
relative Häufigkeit, mit der ein Objekt mindestens 1x fixiert wird
Sakkandenamplitude
Distanz zwischen mittleren Position zweier aufeinanderfolgender Fixationen
Fixationsposition
innerhalb eines Objekts fixierte Position
Fixationshäufigkeit
mittlere absolute Häufigkeit von Fixationen im Objekt, meist auf den ersten Blick bezogen
Refixationshäufigkeit
relative Häufigkeit mindestens einer auf die initiale Fixation folgende erneute Fixation im Objekt
zeitliche Blickbewegungsparameter
- initilale Fixationsdauer
- Refixationsdauer
- Blickzeit
- Gesamzblickzeit
Initiale Fixationsdauer
Dauer der ersten Fixation im Objekt, unabhängig davon, ob weitere folgen
Refixationsdauer
Dauer von Fixationen, die unmittelbar auf die erste Fixation folgen vor dem ersten Verlassen des Objekts
Blickzeit
summierte Dauer aller Fixationen innerhalb des ersten Blicks
Gesamtblickzeit:
summierte Dauer aller Fixationen auf dem Objekt (inkl. Fixation nach Interobjekt-Regressionen)
Was ist der Unterschied zwischen Regressionen und Refixationen?
Refixation: nach erster Fixation innerhalb eines Objekts folgt eine weitere, neue Fixation innerhalb desselben Objekts
Regression: Rücksprung zu einem zuvor betrachteten Objekt; Auge kehrt zu einem zuvor bereits betrachteten Objekt zurück, das es zwischendurch verlassen hat
Nenne zwei Beispiele für eine Dissoziation von Kognition und aktueller Fixationsposition.
- invisible boundary technique/preview benefit effect
- spillover effect
Invisible boundary-technique/preview benefit effect
- Wenn vor Fixation eines Wortes dasselbe nicht/nicht vollständig dargeboten wird, ist nachfolgende Verarbeitung verzögert
- Auch rechts von der aktuellen Fixation beim Lesen werden bereits Infos verarbeitet (Geist ist Auge voraus)
Spillover-Effekte
- seltenes Wort im Satz wird länger fixiert -> das nachfolgende auch länger (beide schneller bei häufigem Wort)
- spill over von seltenem Wort -> Geist noch mit seltenem Wort beschäftigt -> Geist hinkt Auge hinterher: spricht für eher lockere räumliche Kopplung von Blick und Kognition
Was ist das funktionale visuelle Feld?
- der Bereich des Bereiches, der vom Auge wahrgenommen werden kann UND aus dem Infos verarbeitet und genutzt werden können
- Fragen die daraus entstehen: wie viel größer muss Buchstabe dargestellt werden, dass er in gleicher Zeit wie fixierter Buchstabe verarbeitet werden kann
Welche Steuerungsniveaus kann man bei Blickbewegungen unterscheiden?
- reflexiv-automatisch
- automatisierte Routinen, erlernte visuelle Strategien
- kognitive (willentliche) Steuerung
Kann man Blickbewegungen als Eingabeinstrument verwenden? Wenn ja, geben Sie ein Beispiel
- In vielen Smartphones uns Tablets bereits realisiert
- Z.b. Autofokus per Blick in Kameras
Beschreiben Sie, in welchen psychologischen Disziplinen Blickbewegungen aussagekräftig sein können.
- Geeignet zur Erfassung kognitiver Prozesse in GL- u. Anwendungsfächern
- Aufmerksamkeitsforschung
- Entscheidungsforschung
- Entwicklungspsychologie
- Verkehrspsychologie
- Handlungskontrolle
psychologischen Disziplinen Blickbewegungen aussagekräftig sein können.Geben Sie für vier verschiedene Disziplinen je ein (ausgedachtes?) Beispiel
Entscheidung: Analyse ob Personen bei der Wahl eines Produkts länger auf Preis o. Bewertung schauen, bevor sie entscheiden
Entwicklung: Vgl. Von Blickmustern bei Kindern unters. Alters z.B. ob Kleinkinder stärker Gesichter oder Objekte fixieren
Verkehr: Erfassung wohin Autofahrende im Straßenverkehr schauen, um Unfallrisiko zu erkennen
Handlungskontrolle: Untersuchen ob Blickbewegungen eine geplante Handlung vorwegnehmen
Was kann die Messung von Blickbewegungen zur Sozialpsychologie beitragen?
- Soziale Präferenz beeinflusst Steuerung unserer Aufmerksamkeitsressourcen
- Wahrgenommene Blickrichtung als Hinweisreiz zur Aufmerksamkeitssteuerung
- Blickzuwendung als Indikator potentieller Aggression bzw. Zuneigung
- Blickabwendung u. Blickmeidung als Indikatoren sozialer Submission
- Blickinteraktion als Indikator von sozialem Status