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Lernkarten
Menschen lernen unterschiedlich und behalten mehr, wenn sie hören, sehen, sprechen und handeln kombinieren.
Sie zeigen, dass aktives Lernen wirksamer ist als passives Lernen: Hören bleibt weniger hängen als Sehen, Sagen und Tun.
Weil Lernende den Stoff aktiv verarbeiten, erklären und praktisch anwenden. Dadurch entstehen mehr Verknüpfungen und bessere Erinnerung.
Basismethoden sind grundlegende Unterrichtsformen wie Kurzvortrag, Lehrgespräch, Instruktion, Lernwerkstatt, Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und Gruppenpuzzle.
Ein Kurzvortrag dient der gezielten Informationsvermittlung. Die Lernenden sind eher passiv, deshalb soll er klar strukturiert und zeitlich begrenzt sein.
Er eignet sich für Einstieg, Überblick, Zusammenfassung oder kurze Theorievermittlung.
Inhalte auswählen und reduzieren, klare Struktur, passende Medien, verständliche Sprache und nicht zu lange reden.
Ein Lehrgespräch ist ein Dialog zwischen Kursleitung und Lernenden. Es wird durch Fragen gesteuert und dient Einstieg, Erarbeitung, Vertiefung oder Kontrolle.
Die Kursleitung steuert das Gespräch zielgerichtet mit Fragen. Es bleibt auf Lernziel und Thema ausgerichtet.
Gute W-Fragen stellen, Wartezeit geben, Antworten aufnehmen oder visualisieren und am Schluss zusammenfassen.
Eine Instruktion ist handlungsorientiertes Lernen: vormachen, nachmachen, üben, beobachten, kontrollieren und korrigieren.
Sie eignet sich für Geräte, Werkzeuge, Arbeitsabläufe und praktische Tätigkeiten, z. B. Bedienung einer Kabelschere oder Sicherheitskontrolle.
Vom Einfachen zum Schwierigen aufbauen, mehrfach üben lassen, beobachten, korrigieren und Selbstkontrolle ermöglichen.
Eine Lernwerkstatt ermöglicht selbstständiges, individuelles Lernen mit vorbereiteten Materialien. Lernende arbeiten allein oder in Gruppen im eigenen Tempo.
Es gibt thematische Werkstatt, Übungswerkstatt und Erfahrungswerkstatt.
Einzelarbeit bedeutet, dass Lernende sich individuell mit einem Inhalt auseinandersetzen. Sie eignet sich für Vorbereitung, Repetition, Lernkontrolle oder konzentriertes Arbeiten.
Partnerarbeit bedeutet, dass zwei Lernende gemeinsam eine Aufgabe bearbeiten. Sie fördert Kommunikation, Kooperation und gegenseitige Erklärung.
Gruppenarbeit bedeutet, dass drei oder mehr Lernende gemeinsam komplexere Inhalte oder Probleme bearbeiten. Sie fördert soziale Kompetenz und Zusammenarbeit.
Gruppengrösse, klare Aufgaben, Rollen, Zeitvorgabe, Ergebnissicherung und Präsentation oder Auswertung müssen definiert sein.
Beim Gruppenpuzzle bearbeiten Lernende zuerst Teilthemen in Expertengruppen, erklären diese danach in neuen Gruppen und sichern am Schluss gemeinsam das Verständnis.
1. Expertenrunde: Teilthema bearbeiten. 2. Austauschrunde: Experten erklären in neuen Gruppen. 3. Klärungsrunde: Fragen, Zusammenfassung oder Test.
Eine Instruktion passt gut, weil praktische Tätigkeiten durch Vormachen, Nachmachen und Üben sicher gelernt werden.
Ein Kurzvortrag oder Lehrgespräch passt gut, je nachdem ob zuerst kompakt informiert oder Vorwissen aktiviert werden soll.
Ein Gruppenpuzzle eignet sich, wenn ein Thema in mehrere Teilbereiche aufgeteilt werden kann und Lernende sich gegenseitig Inhalte erklären sollen.
Beamer, PowerPoint, Whiteboard, Flipchart, Pinnwand, Online-Tools, Arbeitsblätter, echte Werkzeuge, Formulare und Praxisbeispiele.
Ein Beamer eignet sich für strukturierte Präsentationen, Bilder, Videos, Grafiken und theoretische Inhalte vor grösseren Gruppen.
Er ist abhängig von Technik, Strom und Computer, kann ausfallen, braucht teils abgedunkelten Raum und macht Lernende schnell passiv.
Ein Flipchart eignet sich für Brainstorming, Besprechungen und das gemeinsame Sammeln von Ideen während der Schulung.
Es hat begrenzten Platz, Schrift muss lesbar sein, es ist weniger geeignet für grosse Gruppen und braucht teilweise Vorbereitung.
Sie eignet sich für Gruppenarbeiten, Ideensammlungen und Strukturierung von Themen, weil Karten verschoben und geordnet werden können.
Ein Whiteboard eignet sich für spontane Erklärungen, Skizzen und das gemeinsame Entwickeln von Inhalten.
Inhalte müssen meist wieder gelöscht werden, Platz ist begrenzt und Schrift muss gut lesbar sein.
Mentimeter eignet sich für Live-Umfragen, Quizze, Abstimmungen, Aktivierung, Feedback und Wissensabfragen per Smartphone oder Computer.
Kahoot eignet sich für spielerische Quizze, Repetition, Lernkontrolle und Motivation durch Wettbewerbseffekt.
Padlet eignet sich als digitale Pinnwand für Brainstorming, Projektarbeit, Austausch, Sammeln von Links, Bildern oder Ideen.
Canva eignet sich für Grafiken, Präsentationen, Infografiken, Arbeitsblätter und Social-Media-Inhalte.
Wooclap eignet sich für Live-Umfragen, Feedback und Wissensabfragen im Unterricht oder bei Präsentationen.
Gratisversionen sind oft eingeschränkt, Technik kann ausfallen und Tools können vom Lernziel ablenken, wenn sie nur als Spielerei eingesetzt werden.
Didaktische Reduktion bedeutet, komplexe Inhalte so zu vereinfachen und auszuwählen, dass sie für die Lernenden verständlich, überschaubar und praxisrelevant werden.
Vom Einfachen zum Komplexen: Zuerst das Grundprinzip verständlich machen, danach schrittweise vertiefen.