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Lernkarten
Diese Person ist ein Leistungsträger bzw. Talent. Sie sollte gefördert, gefordert und eventuell für Nachfolge oder anspruchsvollere Aufgaben vorbereitet werden.
Es lohnt sich, Ursachen zu klären: fehlende Motivation, falsche Aufgabe, unklare Ziele oder fehlende Unterstützung. Mit Coaching und klaren Zielen kann Entwicklung möglich sein.
Die Person ist in der aktuellen Rolle wertvoll und zuverlässig. Man sollte Leistung anerkennen, Stabilität sichern und passende Aufgaben geben, ohne falsche Entwicklungserwartungen aufzubauen.
Es braucht klare Gespräche, Unterstützung und überprüfbare Ziele. Wenn keine Verbesserung möglich ist, können andere Aufgaben oder Trennung Thema werden.
Gutes Feedback ist ehrlich, angemessen, konkret, respektvoll und auf Verhalten oder Ergebnisse bezogen. Es benennt Stärken und Schwächen klar, ohne die Person abzuwerten.
Wenn Feedback pauschal, persönlich angreifend oder unklar formuliert ist, fühlt sich die Person abgewertet. Dann sinkt Motivation statt zu wachsen.
Personenfeedback bewertet die Person, z. B. 'Du bist schlampig'. Verhaltensfeedback beschreibt konkret beobachtbares Verhalten, z. B. 'Die Muffe wurde nicht sauber geschrumpft'.
Ich-Botschaften zeigen die eigene Wahrnehmung und Wirkung, ohne direkt anzugreifen. Sie machen Feedback klarer und weniger defensiv.
3W-Feedback besteht aus Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch. Man beschreibt konkret, was man beobachtet, welche Wirkung es hat und was man sich künftig wünscht.
Die Wahrnehmung beschreibt eine konkrete, beobachtbare Situation ohne pauschale Wörter wie immer, nie oder ständig.
Die Wirkung beschreibt, was das beobachtete Verhalten bei mir, im Team, bei der Qualität oder in der Sicherheit auslöst.
Der Wunsch beschreibt konkret, welches Verhalten künftig erwartet wird.
Besser: 'Bei der Muffe XY habe ich gesehen, dass die Schrumpfung nicht sauber abgeschlossen war. Das kann zu Störungen führen. Ich möchte, dass du die Arbeit künftig nach Checkliste prüfst.'
Wahrnehmung: 'Ich habe heute zweimal gefragt und keine Antwort erhalten.' Wirkung: 'Ich fühle mich dadurch nicht ernst genommen und weiss nicht, ob du mich verstanden hast.' Wunsch: 'Ich wünsche mir, dass du kurz antwortest, wenn ich dich etwas frage.'
Nach Herzberg fehlen Motivatoren wie Anerkennung. Die Person kann langfristig weniger zufrieden und weniger motiviert werden, obwohl Hygienefaktoren vielleicht stimmen.
Das betrifft die Hygienefaktoren bzw. Leistungsmöglichkeit. Ohne passende Arbeitsmittel entstehen Frust und eingeschränkte Leistung.
Ich beschreibe den konkreten Fehler, erkläre die Wirkung auf Qualität oder Sicherheit und formuliere einen klaren Wunsch. Gleichzeitig anerkenne ich Fortschritte und biete Unterstützung an.
Ich vergleiche Selbst- und Fremdbild anhand konkreter Beispiele und Kriterien. Dann kläre ich Erwartungen, Ursachen und nächste Schritte.
Was hindert dich aktuell? Welche Unterstützung brauchst du? Sind Ziele und Erwartungen klar? Hast du genügend Zeit, Material und Kompetenzen? Was würde dir Sicherheit geben?
Didaktik ist die Lehre vom Lernen und Lehren. Sie befasst sich damit, was gelernt werden soll, wie gelernt wird und wie Unterricht oder Schulungen sinnvoll gestaltet werden.
Das didaktische Dreieck zeigt die Beziehung zwischen Lehrperson, Lernenden bzw. Gruppe und Thema. Gute Schulung berücksichtigt alle drei Seiten.
Eine Schulung oder Instruktion soll Lernende befähigen, bestimmte Inhalte zu verstehen, anzuwenden und in der Praxis sicher umzusetzen.
Lernende bleiben aktiver, wenn sie einbezogen werden. Fragen, Übungen und Praxisbezug fördern Verständnis und Transfer stärker als langes reines Reden.
Die Kursleitung muss Fachwissen verständlich aufbereiten, die Teilnehmenden abholen, das Thema einführen, passende Methoden wählen und den Lernstand prüfen.
Wenn Lernende eine Aufgabe nicht verstehen oder keine Erfolgserlebnisse haben, ziehen sie sich zurück. Das kann wie Demotivation aussehen, ist aber oft Überforderung.
Klare Struktur, kleinere Schritte, Vormachen, Üben, Feedback, Bezug zu bekannten Situationen und genügend Zeit helfen, Sicherheit aufzubauen.
Praxisbezug zeigt den Nutzen des Lernstoffs und erleichtert den Transfer in den Arbeitsalltag. Reines Auswendiglernen ohne Anwendung bleibt oft oberflächlich.
Die 7 Elemente sind: Wer? Zielgruppe. Was? Stoff. Wozu? Lernziele. Wie? Methoden. Womit? Medien und Hilfsmittel. Wann? Datum und Kurszeiten. Wo? Kursort.
Es klärt die Zielgruppe: Wer nimmt teil, welchen Wissensstand haben die Teilnehmenden, welche Erwartungen und Voraussetzungen bringen sie mit und welche Hilfsmittel passen?
Es klärt den Lernstoff: Welche Inhalte müssen vermittelt werden, was ist wesentlich und wie stark müssen Inhalte reduziert oder vertieft werden?
Es klärt die Lernziele: Was sollen die Teilnehmenden nach der Schulung wissen, verstehen, anwenden oder praktisch umsetzen können?
Es klärt die Methoden: Welche Lernform passt zum Ziel, zur Gruppe und zum Inhalt, z. B. Kurzvortrag, Lehrgespräch, Instruktion oder Gruppenarbeit?
Es klärt Medien und Hilfsmittel: Beamer, Whiteboard, Flipchart, Pinnwand, Online-Tools, Arbeitsblätter, echtes Material oder Werkzeuge.
Es klärt Datum, Dauer und Kurszeiten. Dabei sollten Brückentage, Schulferien, ungünstige Jahreszeiten und bei Schichtarbeit Ruhezeiten berücksichtigt werden.
Es klärt den Kursort: Raum, Platz, Hilfsmittel vor Ort, Gruppenarbeitsmöglichkeiten, Sicherheit, Technik und Umgebung.
Die Zielgruppenanalyse hilft, Schulung, Beispiele, Tempo, Hilfsmittel und Methoden an die Teilnehmenden anzupassen.
Wichtige Fragen sind: Wo stehen die Teilnehmenden im Bezug auf den Lerninhalt? Welche Erwartungen und Einstellungen haben sie? Wer sind sie? Wie ist ihre aktuelle Situation? Was geschieht nach dem Kurs?
Der Wissensstand entscheidet, wie tief man einsteigen kann. Wer zu hoch beginnt, überfordert; wer zu tief beginnt, langweilt.
Unterschiedliche Generationen wurden verschieden geprägt und haben oft unterschiedliche Lerngewohnheiten, Erwartungen und Medienaffinität.
Babyboomer bevorzugen häufig strukturierte, klassische Schulungen, klare Regeln, persönliche Diskussionen und Praxisbeispiele aus Berufserfahrung.