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Flashcards
Eine Führungsperson muss sachlich, objektiv und unabhängig bleiben, gleichzeitig aber Empathie und Menschlichkeit zeigen. Zu viel Nähe kann Objektivität gefährden, zu viel Distanz Vertrauen schwächen.
Führung muss Stabilität und Sicherheit geben, gleichzeitig aber Veränderung, Innovation und Risikobewusstsein ermöglichen.
Führung kann Wettbewerb und Leistung fördern, muss aber gleichzeitig Zusammenarbeit, Harmonie und Ausgleich sichern.
Eine Führungsperson soll fachlich mitreden können, darf sich aber nicht nur in Details verlieren. Sie muss auch Zusammenhänge, Ressourcen und Gesamtziele im Blick behalten.
Eine Führungsperson verfolgt eigene Ziele und Karriere, muss aber gleichzeitig gemeinsame Team- und Unternehmensziele fördern.
SMART ist eine Methode, um Ziele klar zu formulieren: spezifisch, messbar, erreichbar bzw. attraktiv/achievable, resultatorientiert/relevant und termingebunden.
Spezifisch bedeutet, dass klar ist, was genau erreicht werden soll. Das Ziel darf nicht allgemein oder schwammig formuliert sein.
Messbar bedeutet, dass überprüft werden kann, ob das Ziel erreicht wurde. Dazu braucht es Mengen, Qualität, Termine, Beobachtungskriterien oder andere Massstäbe.
Erreichbar bedeutet, dass das Ziel realistisch ist. Es darf herausfordernd sein, aber nicht offensichtlich unmöglich.
Resultatorientiert bedeutet, dass das Ziel auf ein konkretes Ergebnis, Verhalten oder Resultat ausgerichtet ist und nicht nur eine Absicht beschreibt.
Termingebunden bedeutet, dass klar ist, bis wann das Ziel erreicht werden soll. Ohne Termin ist die Zielkontrolle schwierig.
Beispiel: Bis Ende 2026 nehme ich an zwei Weiterbildungen im Bereich Arbeitssicherheit teil und arbeite unfallfrei mit dem Ziel von null meldepflichtigen Unfällen.
Beispiel: Bis Ende 2026 führe ich Kabel- und Anschlussarbeiten gemäss internen Richtlinien aus und erreiche bei Qualitätskontrollen eine Beanstandungsquote unter 2 Prozent.
Das Kontinuum-Modell beschreibt Führungsstile nach dem Beteiligungsgrad der Mitarbeitenden an Entscheidungen. Es reicht von autoritär bis demokratisch.
Das Hauptmerkmal ist der Entscheidungsspielraum: Je mehr der Vorgesetzte allein entscheidet, desto autoritärer; je mehr die Gruppe entscheidet, desto demokratischer.
Beim autoritären Führungsstil entscheidet die Führungsperson allein und erwartet Umsetzung. Das kann in Notfällen oder bei klaren Sicherheitsfragen sinnvoll sein.
Beim patriarchalischen Stil entscheidet die Führungsperson, versucht die Mitarbeitenden aber von der Entscheidung zu überzeugen.
Beim konsultativen Stil entscheidet die Führungsperson, fragt die Mitarbeitenden aber vorher nach Meinungen, Informationen oder Vorschlägen.
Beim kooperativen Stil bezieht die Führungsperson Mitarbeitende stärker ein und erarbeitet Lösungen gemeinsam, behält aber meist die Führungsverantwortung.
Beim partizipativen Stil beteiligen sich Mitarbeitende aktiv an Entscheidungen. Ihre Vorschläge und Einschätzungen haben grossen Einfluss.
Beim delegativen Stil überträgt die Führungsperson Entscheidungsspielraum und Verantwortung an Mitarbeitende oder Team. Voraussetzung sind Kompetenz und Vertrauen.
Beim demokratischen Stil entscheidet die Gruppe weitgehend gemeinsam oder mehrheitlich. Die Führungsperson moderiert eher den Prozess.
Autoritäre Führung kann sinnvoll sein, wenn schnelle Entscheidungen nötig sind, Gefahr besteht oder klare Sicherheitsvorgaben eingehalten werden müssen.
Sie ist sinnvoll, wenn Mitarbeitende Fachwissen einbringen können, Akzeptanz wichtig ist oder Lösungen gemeinsam getragen werden sollen.
Das Managerial Grid beschreibt Führungsstile anhand von zwei Achsen: Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung. Beide Achsen reichen von niedrig bis hoch.
Aufgabenorientierung beschreibt, wie stark eine Führungsperson auf Leistung, Zielerreichung, Produktivität, Termine und Resultate achtet.
Mitarbeiterorientierung beschreibt, wie stark eine Führungsperson auf Bedürfnisse, Motivation, Entwicklung, Vertrauen und Zusammenarbeit achtet.
1.1 bedeutet wenig Aufgabenorientierung und wenig Mitarbeiterorientierung. Die Führungsperson zeigt wenig Interesse an Leistung und Menschen.
9.1 bedeutet hohe Aufgabenorientierung und geringe Mitarbeiterorientierung. Leistung und Zielerreichung stehen stark im Vordergrund, menschliche Bedürfnisse eher weniger.
1.9 bedeutet hohe Mitarbeiterorientierung und geringe Aufgabenorientierung. Harmonie und Wohlbefinden stehen stark im Vordergrund, Leistung kann zu kurz kommen.
5.5 ist ein ausgleichender Stil. Die Führungsperson sucht einen Kompromiss zwischen Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung.
9.9 bedeutet hohe Aufgabenorientierung und hohe Mitarbeiterorientierung. Ziel ist hohe Leistung bei gleichzeitig starker Zusammenarbeit und Motivation.
Wenn nur Aufgaben zählen, leidet Motivation und Vertrauen. Wenn nur Harmonie zählt, leidet Leistung. Gute Führung muss Aufgaben und Mitarbeitenden gerecht werden.
Das Reifegradmodell hilft zu entscheiden, wie viel Anleitung, Unterstützung oder Freiraum ein Mitarbeiter oder Team braucht. Es richtet den Führungsstil an Kompetenz und Motivation bzw. Bereitschaft aus.
Reifegrad beschreibt, wie fähig und bereit bzw. sicher eine Person ist, eine Aufgabe selbstständig zu erfüllen. Es geht also um Kompetenz und Motivation/Selbstvertrauen.
R1 bedeutet geringe Fähigkeit und geringe Bereitschaft oder Sicherheit. Die Person braucht klare Anweisungen und enge Führung.
R2 bedeutet geringe Fähigkeit, aber hohe Bereitschaft oder Motivation. Die Person braucht Anleitung und Unterstützung.
R3 bedeutet hohe Fähigkeit, aber schwankende oder geringe Bereitschaft/Sicherheit. Die Person braucht Motivation, Beteiligung und Vertrauen.
R4 bedeutet hohe Fähigkeit und hohe Bereitschaft/Sicherheit. Die Person kann selbstständig arbeiten; Führung kann delegieren.
Zu R1 passt ein direktiver bzw. anleitender Führungsstil. Die Führungsperson gibt klare Vorgaben, erklärt Schritte und kontrolliert enger.