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Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zu effektiver Kommunikation und Schulungsgestaltung für Führungskräfte und Lehrende. Im Fokus stehen praktische Methoden, didaktische Reduktion, Einsatz von Medien sowie Strategien zur Motivation und Leistungssteigerung von Mitarbeitenden oder Lernenden. Anhand von Praxisbeispielen und Führungsstilen wird gezeigt, wie Aufgaben strukturiert, Feedback gegeben und Inhalte verständlich vermittelt werden. Ideal für Ausbilder, Teamleiter oder Dozenten, die ihre Schulungen zielgerichtet und praxisnah gestalten möchten.
Flashcards
500
Students
2
Language
German
Category
Social
Level
Other
Created / Updated
21.05.2026 / 10.06.2026

Flashcards

Was bedeutet Wahrnehmung im Führungskontext?

Wahrnehmung ist subjektiv und wird durch Erfahrungen, Gefühle, Werte und Erwartungen beeinflusst. Als Führungsperson muss man sich bewusst sein, dass man Situationen und Menschen nie völlig neutral wahrnimmt.

Warum soll man neue Menschen nicht sofort beurteilen?

Der erste Eindruck entsteht oft emotional, bevor rational bewertet wird. Deshalb sollte man Menschen zuerst beobachten und ihnen ein paar Minuten geben, bevor man ein Urteil bildet.

Was zeigt das Wahrnehmungsrad?

Es zeigt, dass Wahrnehmung über mehrere Schritte läuft: wahrnehmen, interpretieren, fühlen und beurteilen. Dadurch wird klar, dass zwischen Situation und Urteil immer persönliche Verarbeitung liegt.

Was bedeutet: Druck erzeugt Gegendruck?

Wenn man in der Kommunikation stark Druck macht, reagiert das Gegenüber oft mit Widerstand, Abwehr oder Rückzug. Besser ist es, ruhig zu bleiben, Fragen zu stellen und auf Augenhöhe zu kommunizieren.

Was ist der Grundgedanke des Shannon-Weaver-Kommunikationsmodells?

Eine Botschaft wird vom Sender codiert, über einen Kanal gesendet und vom Empfänger decodiert. Dabei können Störungen entstehen, weil beide Seiten durch eigene Erfahrungen, Gefühle und Werte geprägt sind.

Warum ist Feedback im Shannon-Weaver-Modell wichtig?

Feedback zeigt, ob die Botschaft so angekommen ist, wie sie gemeint war. Es hilft, Missverständnisse zu erkennen und die Kommunikation zu korrigieren.

Was bedeutet Codieren und Decodieren in der Kommunikation?

Codieren bedeutet, dass der Sender seine Gedanken in Worte, Tonfall und Körpersprache verpackt. Decodieren bedeutet, dass der Empfänger diese Botschaft mit seiner eigenen Sichtweise interpretiert.

Was ist nonverbale Kommunikation?

Nonverbale Kommunikation umfasst Signale ohne Worte, vor allem Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blickkontakt und Auftreten. Sie beeinflusst stark, wie eine Aussage wirkt.

Was besagt Mehrabian grob zur Wirkung von Kommunikation?

Bei Gefühlen oder widersprüchlichen Signalen wirken Stimme und Körpersprache oft stärker als der reine Inhalt. Die bekannte 7-38-55-Regel gilt nicht für jede Kommunikation, sondern vor allem bei emotionalen oder uneindeutigen Botschaften.

Warum ist Körpersprache bei einer mündlichen Prüfung wichtig?

Weil Auftreten, Blickkontakt, Stimme und Körperhaltung beeinflussen, wie sicher und glaubwürdig man wirkt. Der Inhalt zählt, aber die Wirkung entscheidet mit, ob man kompetent erscheint.

Was bedeutet Pacing?

Pacing bedeutet, sich respektvoll auf das Gegenüber einzustellen, zum Beispiel bei Sprache, Tempo, Tonfall oder Körpersprache. Dadurch entsteht Vertrauen und eine bessere Gesprächsbasis.

Was ist das Kommunikationsquadrat?

Das Kommunikationsquadrat zeigt, dass jede Nachricht vier Ebenen haben kann: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Der Empfänger kann eine Aussage auf jeder dieser Ebenen verstehen.

Welche vier Ebenen hat das Kommunikationsquadrat?

Sachinhalt: Worüber ich informiere. Selbstoffenbarung: Was ich von mir zeige. Beziehung: Wie ich zum anderen stehe. Appell: Was ich erreichen möchte.

Warum kann eine sachliche Aussage als Vorwurf verstanden werden?

Weil der Empfänger die Aussage nicht nur auf der Sachebene hört, sondern auch Beziehung, Appell oder Selbstoffenbarung hineininterpretiert. Deshalb hilft es, die eigene Absicht klar auszusprechen.

Wie kann man negative Interpretationen vermeiden?

Man formuliert klar, was gemeint ist, und klärt bei Bedarf die Absicht. Zum Beispiel: 'Das ist nur als Information gemeint, kein Vorwurf.'

Was sind geschlossene Fragen?

Geschlossene Fragen zielen auf kurze Antworten wie Ja oder Nein. Sie beginnen oft mit einem Verb, zum Beispiel: 'Hast du das schon gemacht?'

Wann sind geschlossene Fragen sinnvoll?

Sie sind sinnvoll, wenn man konkrete Informationen, Entscheidungen oder Bestätigungen braucht. Zum Beispiel zur Kontrolle: 'Ist die Absperrung montiert?'

Was sind offene Fragen?

Offene Fragen sind W-Fragen und regen das Gegenüber zum Erzählen und Nachdenken an. Sie liefern mehr Informationen als reine Ja/Nein-Fragen.

Wann sind offene Fragen besonders nützlich?

Sie sind nützlich, wenn man Hintergründe, Meinungen, Gefühle oder Erfahrungen verstehen will. Zum Beispiel: 'Was war für dich an der Aufgabe schwierig?'

Was ist aktives Zuhören?

Aktives Zuhören bedeutet, aufmerksam zuzuhören, nachzufragen, zu präzisieren, in eigenen Worten wiederzugeben, Gefühle anzusprechen und zusammenzufassen.

Welche Schritte gehören zum aktiven Zuhören?

Am Ball bleiben, nachfragen, präzisieren, paraphrasieren, verbalisieren und zusammenfassen. So wird geprüft, ob man das Gegenüber wirklich verstanden hat.

Warum hilft aktives Zuhören bei Konflikten?

Es schafft Vertrauen, reduziert Missverständnisse und hilft dem Gegenüber, aus dem emotionalen Tunnelblick herauszukommen. Dadurch wird wieder sachliches Denken möglich.

Ein Mitarbeiter ist wütend und beschwert sich laut. Wie reagierst du mit aktivem Zuhören?

Ruhig bleiben, nicht sofort rechtfertigen, seine Aussage zusammenfassen und Gefühle spiegeln: 'Du ärgerst dich, weil du dich nicht informiert gefühlt hast?' Danach gezielt klären, was passiert ist.

Was bedeutet Paraphrasieren?

Paraphrasieren bedeutet, die Aussage des Gegenübers in eigenen Worten wiederzugeben. Dadurch prüft man, ob man den Inhalt richtig verstanden hat.

Was bedeutet Verbalisieren beim aktiven Zuhören?

Verbalisieren bedeutet, wahrgenommene Gefühle anzusprechen, zum Beispiel: 'Das macht dich wütend' oder 'Du wirkst enttäuscht'.

Was zeigt das Tuckman-Modell?

Das Tuckman-Modell beschreibt die Entwicklungsphasen eines Teams: Forming, Storming, Norming, Performing und Adjourning. Es hilft Führungspersonen, Gruppenverhalten besser zu verstehen und passend zu führen.

Was passiert in der Forming-Phase?

Das Team orientiert sich, Rollen sind noch unklar, Unsicherheit ist vorhanden und die Mitglieder lernen sich kennen. Die Führung sollte Orientierung und Struktur geben.

Was passiert in der Storming-Phase?

Meinungen prallen aufeinander, Rollen werden ausgehandelt und Konflikte können entstehen. Die Führung sollte klären, moderieren und Regeln schaffen.

Was passiert in der Norming-Phase?

Das Team findet Regeln, Vertrauen und gemeinsame Arbeitsweisen. Rollen werden klarer und Zusammenarbeit stabilisiert sich.

Was passiert in der Performing-Phase?

Das Team arbeitet effektiv, selbstständiger und zielorientiert. Die Führung kann mehr Verantwortung übertragen und unterstützt hauptsächlich bei Bedarf.

Was passiert in der Adjourning-Phase?

Die Zusammenarbeit oder das Projekt endet. Reflexion, Auswertung und Abschied stehen im Vordergrund.

Ein neues Baustellenteam ist unsicher und fragt viel nach. Welche Tuckman-Phase ist wahrscheinlich?

Das passt zur Forming-Phase. Die Führungsperson sollte klare Ziele, Rollen, Zuständigkeiten und Orientierung geben.

In einem Team gibt es Machtkämpfe und Diskussionen um Zuständigkeiten. Welche Phase ist das?

Das ist typisch für die Storming-Phase. Wichtig sind klare Kommunikation, Regeln, Moderation und das Klären von Erwartungen.

Was zeigen die Teamrollen nach Belbin?

Belbin zeigt, dass ein gutes Team unterschiedliche Stärken braucht. Nicht alle müssen alles können; wichtig ist, dass sich Rollen sinnvoll ergänzen.

Nenne typische Belbin-Teamrollen.

Typische Rollen sind Umsetzer, Koordinator, Macher, Erfinder/Neuerer, Beobachter, Teamarbeiter, Wegbereiter, Perfektionist und Spezialist.

Warum ist Belbin für Führung nützlich?

Die Führungsperson erkennt, welche Stärken im Team vorhanden sind und welche fehlen. Dadurch kann sie Aufgaben passender verteilen und Teamarbeit gezielter fördern.

Was ist die Rolle des Koordinators nach Belbin?

Der Koordinator behält den Überblick, verteilt Aufgaben, bringt Menschen zusammen und sorgt dafür, dass das Team auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet.

Was ist die Rolle des Machers nach Belbin?

Der Macher treibt das Team an, ist zielorientiert und durchsetzungsfähig. Er bringt Energie, kann aber auch Druck erzeugen.

Was ist die Rolle des Teamarbeiters nach Belbin?

Der Teamarbeiter fördert Harmonie, unterstützt andere und stärkt den Zusammenhalt. Er hilft besonders bei Spannungen im Team.

Was ist die Rolle des Perfektionisten nach Belbin?

Der Perfektionist achtet auf Details, Qualität und Fehlervermeidung. Er ist wichtig, damit Arbeiten sauber abgeschlossen werden.

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