Buchhaltung_Recht

Buchhaltung, Recht

Buchhaltung, Recht


A. T.
Diese Lernkarten decken zentrale Grundlagen der Buchhaltung und des Rechnungswesens in der Berufslehre ab, mit Fokus auf Bilanzierung, Eigen- und Fremdkapital sowie Erfolgsrechnung. Es werden praktische Beispiele zu Konten, Kostenarten und -stellen behandelt, die für angehende Kaufleute oder Unternehmer relevant sind, um finanzielle Zusammenhänge zu verstehen und betriebliche Entscheidungen zu treffen.
Karten
80
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Recht
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
20.05.2026 / 17.08.2026

Lernkarten

Was ist Kostenstelle?

Wo die Kosten entstehen (Werkstatt, Büro usw.).

 

Eine Kostenart zeigt, welche Kosten entstanden sind, z. B. Lohnkosten, Materialkosten oder Benzin.

Eine Kostenstelle zeigt, wo die Kosten entstanden sind, z. B. im Büro, Lager oder in der Montage.

Was ist Kostenträger?

Für welches Projekt oder Produkt Kosten entstehen

SEHR WICHTIG

Gewinnformel

Gewinn=Ertrag−Aufwand

Buchhaltung Jahresabschluss/ Jahresende

Am Jahresende wird die Buchhaltung abgeschlossen.

  • Aufwand- und Ertragskonten abschliessen
    • Alle Aufwände und Erträge werden auf die Erfolgsrechnung (Gewinn/Verlust) übertragen.
  • Gewinn oder Verlust berechnen
    • Erträge > Aufwand = Gewinn
    • Aufwand > Erträge = Verlust
  • Gewinn ins Eigenkapital übertragen
    • Bei einer AG wird der Jahresgewinn zunächst dem Konto Jahresgewinn bzw. dem Eigenkapital gutgeschrieben.
  • Bilanz erstellen
    • Aktivkonten (z. B. Kasse, Bank, Debitoren)
    • Passivkonten (z. B. Kreditoren, Darlehen, Aktienkapital)

Buchhaltung Jahresbeginn

Zu Beginn des neuen Jahres:

  1. Bilanzkonten werden wieder eröffnet
    • Kasse
    • Bank
    • Debitoren
    • Kreditoren
    • Aktienkapital
    • usw.
  2. Erfolgskonten beginnen wieder bei 0
    • Aufwand = 0
    • Ertrag = 0
    • Das neue Geschäftsjahr startet "frisch".

Was ist der Unterschied zwischen Bilanz und Erfolgsrechnung?

Die Bilanz zeigt das Vermögen und die Schulden an einem bestimmten Stichtag.

Die Erfolgsrechnung zeigt den Gewinn oder Verlust während einer bestimmten Periode.

Was zeigt die Erfolgsrechnung?

Die Erfolgsrechnung zeigt:

Erträge – Aufwände = Gewinn oder Verlust

Was sind Aktiven?

  • Bank
  • Kasse
  • Fahrzeuge
  • Werkzeuge
  • Maschinen
  • Debitoren

Was ist Fremdkapital?

Fremdkapital sind Schulden gegenüber Dritten.

Beispiele:

  • Bankdarlehen
  • Lieferantenrechnungen
  • Hypotheken

Wann entsteht Gewinn?

Wenn die Aufwände höher sind als die Erträge.

Was ist eine Eröffnungsbilanz?

Sie zeigt die finanzielle Situation am ersten Tag eines Geschäftsjahres.

Wie hängen Schlussbilanz und Eröffnungsbilanz zusammen?

Die Schlussbilanz eines Jahres ist die Eröffnungsbilanz des nächsten Jahres.

Was passiert mit dem Gewinn in der Bilanz?

Der Gewinn erhöht das Eigenkapital

Was passiert mit einem Verlust?

Der Verlust vermindert das Eigenkapital.

Ist die Bilanz eine Momentaufnahme oder ein Zeitraum?

Eine Momentaufnahme.

Sie sind Geschäftsführer einer Elektrofirma.

Sie kaufen einen neuen VW Caddy für CHF 48'000.

Erscheint dieser Aufwand direkt in der Erfolgsrechnung?

Nein.

Der Kauf erhöht zuerst die Aktiven (Fahrzeuge) in der Bilanz.

Erst die jährliche Abschreibung erscheint als Aufwand in der Erfolgsrechnung.

Ihre Firma schreibt eine Rechnung über CHF 18'000.

Der Kunde bezahlt aber erst in zwei Monaten.

Ist das bereits Ertrag?

Ja.

Der Ertrag entsteht mit der Rechnungsstellung, nicht erst mit dem Zahlungseingang.

Bis zur Zahlung erscheint der Betrag als Debitor in der Bilanz.

Aus welchen zwei Seiten besteht eine Bilanz?

Die Bilanz besteht aus:

  • Aktiven (Vermögen)
  • Passiven (Fremdkapital + Eigenkapital)

Was sind Passiven?

Passiven zeigen, woher das Geld stammt, mit dem die Aktiven finanziert wurden.

Sie bestehen aus:

  • Fremdkapital
  • Eigenkapital

Nenne fünf Fremdkapital-Konten einer Elektrofirma.

  • Kreditoren (Lieferanten)
  • Bankdarlehen
  • Hypothek
  • Mehrwertsteuer-Schuld
  • Offene Sozialversicherungsbeiträge

Aus welchen zwei Seiten besteht die Bilanz?

Die Bilanz besteht immer aus zwei Seiten.

Linke Seite

Aktiven

Hier steht:

Was besitzt die Firma?

 

Rechte Seite

Passiven

Hier steht:

Woher kommt das Geld?

Du gründest morgen eine Elektrofirma.

Du hast:

CHF 80'000 Erspartes.

Du kaufst:

Werkzeuge CHF 20'000

Lieferwagen CHF 40'000

Bankkonto CHF 20'000

Wie sieht deine Bilanz aus?

Aktiven

Werkzeuge 20'000

Lieferwagen 40'000

Bank 20'000

Total = 80'000

Passiven

Eigenkapital = 80'00

Merksatz Nummer 3

Aktiven zeigen WAS ich habe.

Passiven zeigen WOHER das Geld kommt.

Sie nehmen bei der Bank einen Kredit von CHF 100'000 auf.

Sind diese CHF 100'000 Eigenkapital?

Nein.

Das ist Fremdkapital.

Denn das Geld gehört der Bank und muss zurückbezahlt werden.

Was zeigt die linke Seite der Bilanz?

Die Aktiven. Sie zeigen das Vermögen der Firma.

Warum muss die Bilanz immer ausgeglichen sein?

Weil jedes Vermögen finanziert werden muss – entweder durch Eigenkapital oder Fremdkapital. Deshalb gilt immer:

Goldene Formel Nr. 1

Eigenkapital = Aktiven − Fremdkapital

Ist Eigenkapital ein Fremdkapital?

Nein. Eigenkapital ist nicht Fremdkapital. Es sind zwei unterschiedliche Finanzierungsarten:

  • Eigenkapital = Geld, das dem Unternehmen bzw. den Eigentümern gehört.
    • Beispiel: Du gründest eine GmbH und zahlst CHF 100'000 Stammkapital ein → Eigenkapital.
  • Fremdkapital = Geld, das das Unternehmen von anderen erhält und zurückzahlen muss.
    • Beispiel: Bankkredit CHF 100'000 → Fremdkapital.

EXPERT . „Eröffnungsbilanz muss bei Aktionären vorgelegt werden – diese Aussage ist falsch“

Die Eröffnungsbilanz bildet die Grundlage für die Buchführung der neu gegründeten Gesellschaft. Sie wird aus den bei der Gründung eingebrachten Aktiven und Passiven abgeleitet und muss korrekt verbucht werden.“

EXPERT: Externe finanzielle Prüfinstanz konnte nicht genannt werden

Die externe finanzielle Prüfinstanz ist die Revisionsstelle. Sie prüft die Jahresrechnung im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Revision.“

ZAHLT DIE FIRMA DIE KINDERZULAGEN?

NEIN ALSO JEIN

DIE FIRMA ZAHLT SIE BEKOMMT SIE ABER SPÄTER WIEDER VON FAK (FAMILIENAUSGLEICHSKASSE)

ZEILE KOSTENARTKOSTENSTELLE UND KOSTENTRÄGER EXPERT...

KostenartWas für Kosten?Löhne, Material, Fahrzeuge, Miete

KostenstelleWo entstehen die Kosten?Montage, Werkstatt, Verwaltung, Baustelle

Mit der Kostenrechnung kann ich als Geschäftsführer feststellen, welche Kosten in welcher Kostenstelle für welchen Auftrag entstehen. Dadurch kann ich Aufträge kalkulieren, deren Rentabilität kontrollieren und gezielt Massnahmen zur Verbesserung des Unternehmensergebnisses treffen.“

 

„Wo verliere ich Geld und wo verdiene ich Geld?“

Beispele mit Konten:

Aktiv:

  • Bank
  • Kasse
  • Debitoren
  • Fahrzeuge
  • Maschinen/Werkzeuge

Passiv:

  • Kreditoren
  • Darlehen
  • Mehrwertsteuerverbindlichkeit
  • Sozialversicherungsverbindlichkeiten
  • Eigenkapital

Aufwand:

  • Lohnaufwand
  • Materialaufwand
  • Mietaufwand
  • Fahrzeugaufwand
  • Versicherungsaufwand

Ertrag:

  • Elektroinstallations-Ertrag
  • Service-Ertrag
  • Verkaufsertrag

EBIT FÜR EINE FIRMA DAS WICHTIGSTE:

EBIT = Gewinn aus dem operativen Geschäft, bevor Zinsen und Steuern abgezogen werden.

Und genau deshalb ist EBIT für den CEO interessant: Er kann damit beurteilen, wie gut das operative Geschäft läuft, unabhängig davon, ob die Firma mit viel oder wenig Fremdkapital finanziert ist.

  • Eröffnungsbilanz
    Eröffnungsbilanz muss bei Aktionären vorgelegt werden, diese Aussage ist falsch!


    was den ?

  • Die Eröffnungsbilanz zeigt die Vermögens- und Finanzierungssituation zu Beginn eines Geschäftsjahres.
  • Sie wird aus der Schlussbilanz des vorherigen Geschäftsjahres abgeleitet.
  • Sie ist Teil der Buchführung/Jahresrechnung, aber nicht etwas, das den Aktionären als separate Eröffnungsbilanz vorgelegt werden muss.
  • Den Aktionären wird insbesondere die Jahresrechnung (Jahresbericht mit Bilanz, Erfolgsrechnung usw.) zur Genehmigung vorgelegt.

  • Versicherungen
    Versicherungen wurden nicht abschliessend aufgelistet

  • AHV/IV/EO → Sozialversicherungen
  • ALV → Arbeitslosenversicherung
  • BVG / Pensionskasse → berufliche Vorsorge
  • Unfallversicherung (UVG) → Berufsunfall und Nichtberufsunfall
  • Krankentaggeldversicherung (KTG) → je nach Unternehmen/Vertrag
  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • ggf. Sach-/Gebäudeversicherung
  • Kinderzulagen eventuell noch

  • Handwerkzeug, muss jährlich vom Kopas geprüft werden, dies wurde falsch erklärt.
    Helmnutzungsdauer nach Anwendungsbereich nicht erklärt.

Handwerkzeug muss regelmässig auf sicheren Zustand kontrolliert werden; keine

„Helm: Nutzungsdauer nach Herstellerangabe und Einsatzbereich; bei Beschädigung sofort ersetzen.“
Nutzungsdauer eines Schutzhelms vom Einsatzbereich und den Herstellerangaben abhängt.

  • Anforderung KOPAS
    Anforderung KOPAS muss EFZ Ausbildung sein und die Person muss eine technische Ausbildung haben, diese Aussagen sind falsch.

KOPAS braucht nicht zwingend EFZ und keine zwingende technische Ausbildung – entscheidend sind Eignung, Instruktion/Ausbildung und die betrieblichen Anforderungen.

 

EBIT von z,b 6% was ist das

d.h von jeder Auftrag von 100K bleiben etwa 6K übrig (vor Steuern und Zinsen)

EBIT (Earning bevor Inrest and Taxes)

 

MERKE 
KOSTENART
KOSTENSTELLE
KOSTENTRÄGER

Kostenarten
→ CHF 900'000 Löhne
→ CHF 500'000 Material
→ CHF 180'000 Fahrzeuge
→ CHF 100'000 Miete usw.

Dann schaust du auf die Kostenstellen:

→ Montage: CHF 1'100'000
→ Werkstatt: CHF 200'000
→ Administration: CHF 250'000
→ Verkauf: CHF 150'000

Und schliesslich auf die Kostenträger / Aufträge:

→ Baustelle A: + CHF 40'000 Gewinn
→ Baustelle B: + CHF 15'000
→ Baustelle C: – CHF 30'000 Verlust 

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