Immobilienbewirtschaftung | Immobilienfachwirt

Immobilienbewirtschaftung | Immobilienfachwirt

Immobilienbewirtschaftung | Immobilienfachwirt


N. L.
Diese Lernkarten vermitteln praxisnah die zentralen Aspekte der Immobilienbewirtschaftung, von Mietberechnungen über Betriebskosten bis zu Modernisierungsumlagen und steuerlichen Themen wie Grundsteuer. Sie richtet sich an Studierende und Fachkräfte, die fundierte Kenntnisse für die Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien erwerben möchten.
Cartes-fiches
296
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
15.05.2026 / 27.05.2026

Cartes-fiches

Was ist die Eigenkapitalrendite?

Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals: i. d. R. 4-5 % p. a., abhängig vom Risiko. Wird in der Wirtschaftlichkeitsberechnung als laufende Aufwendung berücksichtigt.

Was ist der Cashflow eines Immobilienobjekts?

Rendite + Abschreibung - Tilgungen. Der Cashflow zeigt den tatsächlichen Geldzufluss/-abfluss aus dem Objekt.

Was sind die Bestandteile der Bewirtschaftungskosten in der Wirtschaftlichkeitsberechnung?

1. Verwaltungskosten, 2. Instandhaltungskosten, 3. Mietausfallwagnis (i. d. R. 2-4 %), 4. Abschreibung (AfA), 5. Betriebskosten (umgelegt auf Mieter), 6. Eigenkapitalverzinsung.

Wie viele Anlässe gibt es für die Fortschreibung des Einheitswerts?

Drei: Wertfortschreibung, Zurechnungsfortschreibung, Artfortschreibung.

Was ist Mietausfallwagnis und wie wird es kalkuliert?

Risikozuschlag für Mietausfälle (Leerstand, Mietminderung, Forderungsausfälle). Üblicherweise 2-4 % der Sollmiete. Berechnung: Aufwendungen entsprechen 96 % - Mietausfallwagnis ist die Differenz zu 100 %.

Was ist die II. Berechnungsverordnung (II. BV)?

Verordnung zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Wohnraum. Definiert Gliederung der Gesamtkosten (Grundstücks-, Bau-, Baunebenkosten) und der Aufwendungen.

Wie berechnet man eine Indexmieterhöhung?

Neue Miete = Alte Miete × (neuer Index / alter Index). Voraussetzung: schriftliche Vereinbarung, ≥ 12 Monate seit letzter Anpassung, Verbraucherpreisindex (VPI).

Welche Form muss eine Indexmieterhöhung haben?

Textform mit Angabe alter Index, neuer Index, Erhöhungsbetrag. Mieter muss die Erhöhung ab dem übernächsten Monat nach Erklärung zahlen.

Was ist eine Kostenmiete?

Miete, die alle laufenden Aufwendungen der Wirtschaftlichkeitsberechnung deckt - im sozialen Wohnungsbau die höchstzulässige Miete laut Förderzusage.

Wie ist der Verkaufspreis bei einer WEG-Umwandlung zu kalkulieren?

Buchwert + Behördenleistungen + Notar/Gericht + Darlehensrückzahlung + Modernisierung + Architekten/Verwaltung + Mieterentschädigungen + Vermarktung (% des Aufwands) + Gewinn (% des Aufwands).

Wie viel beträgt die übliche Vermarktungs- und Gewinnmarge bei einer WEG-Umwandlung?

Vermarktung: ca. 4 % der Selbstkosten (ohne Gewinn). Gewinn: ca. 10-15 % der Selbstkosten.

Was beinhaltet eine Mieterhöhung nach § 558 BGB formal?

Textform, alte und neue Miete, Erhöhungsbetrag, Begründung (Mietspiegel/Sachverständigengutachten/3 Vergleichswohnungen/Mieterdatenbank), Hinweis auf Zustimmungsfrist (Ende 2. Folgemonat).

Was sind die 7 P's im erweiterten Marketing-Mix?

Product, Price, Place, Promotion, People (Personal), Process (Abläufe), Physical Evidence (Ausstattung/Räumlichkeiten). Erweiterung des klassischen 4P-Modells für Dienstleistungen.

Was ist Push- und Pull-Marketing?

Push: Produkt wird über Verkaufskanäle in den Markt „gedrückt" (z. B. Außendienst). Pull: Nachfrage wird beim Endkunden direkt geschaffen (Werbung), der dann das Produkt nachfragt.

Was ist eine SWOT-Analyse?

Strategisches Analyseinstrument: S=Stärken (intern), W=Schwächen (intern), O=Chancen (extern), T=Risiken (extern). Grundlage für strategische Entscheidungen.

Aus welchen drei Kostengruppen bestehen die Gesamtkosten nach II. BV?

1. Grundstückskosten (Kaufpreis + Nebenkosten + Erschließung), 2. Baukosten (Gebäudekosten + Außenanlagen + Baunebenkosten), 3. Gesamtkosten = Summe.

Was ist ein Bauspardarlehen?

Tilgungsdarlehen aus einem Bausparvertrag mit niedrigem festem Zins. Tilgung erfolgt mit fest vereinbarter monatlicher Rate (Promille der Bausparsumme).

Wie wird die Tilgung beim Bauspardarlehen berechnet?

Monatliche Rückzahlungsrate × 12 Monate (z. B. 6 ‰ der Bausparsumme) - Zinsen = Tilgung pro Jahr.

Was ist der Erbbauzins?

Jährliches Entgelt für die Nutzung eines fremden Grundstücks bei Erbbaurecht. Berechnung: Bodenwert × Erbbauzinssatz (z. B. 3-5 %). Wird wie eine laufende Aufwendung behandelt.

Wie wird die Abschreibung in der Wirtschaftlichkeitsberechnung angesetzt?

Linear vom Gebäudewert (nicht vom Grundstück!). Üblich 1-2 % p. a. Die Abschreibung soll i. d. R. die Tilgung der Darlehen finanzieren.

Wie wird die Zinsanpassung bei einem Darlehen berücksichtigt?

Das Restkapital wird zum neuen Zinssatz fortgeführt: neue Zinsen = Restkapital × neuer Zinssatz. Die Tilgungsrate kann ebenfalls angepasst werden.

Was bedeutet „Bausparsumme" und „Bausparguthaben"?

Bausparsumme = vereinbarter Gesamtbetrag (Guthaben + Darlehen). Bausparguthaben = das angesparte Kapital. Bauspardarlehen = Bausparsumme - Bausparguthaben.

Was sind statische Investitionsrechnungen?

Vereinfachte Verfahren OHNE Zeitwert des Geldes: Kostenvergleichsrechnung, Gewinnvergleichsrechnung, Rentabilitätsrechnung, statische Amortisationsrechnung.

Was sind dynamische Investitionsrechnungen?

Verfahren MIT Berücksichtigung des Zeitwerts: Kapitalwertmethode (NPV), interne Zinsfußmethode (IRR), Annuitätenmethode, dynamische Amortisationsrechnung.

Was ist die Kapitalwertmethode?

Investition lohnt sich, wenn der Barwert aller Ein- und Auszahlungen positiv ist (Kapitalwert > 0). Diskontierung mit Kalkulationszinssatz.

Welche Räume zählen zu 100 % zur Wohnfläche?

Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Esszimmer, Kinderzimmer, Bad/WC, Flur, Diele, Gäste-WC, Hausarbeitsraum - lichte Höhe ≥ 2,00 m.

Welche Räume zählen nur teilweise zur Wohnfläche?

Schrägen 1,00-2,00 m Höhe: 50 %; unter 1,00 m: 0 %. Unbeheizte Wintergärten/Schwimmbäder: 50 %. Balkone/Terrassen/Loggien: i. d. R. 25 %, max. 50 %.

Welche Flächen zählen NICHT zur Wohnfläche?

Kellerräume, Bodenräume, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Garagen, Heizungsräume, Waschküchen, Treppen mit > 3 Stufen, Treppenabsätze, Schornsteine.

Wie wird der Innen-Abstellraum bewertet?

Wenn er sich INNERHALB der Wohnung befindet (lichte Höhe ≥ 2 m), zählt er voll zur Wohnfläche.

Wie werden Balkon und Terrasse anteilig berücksichtigt?

Grundsätzlich 25 %, in Ausnahmefällen (hohe Wohnqualität) bis 50 % der Grundfläche.

Schema: Berechnung der Grundsteuer (altes Recht)

Schritt 1: Jahresrohmiete (€/m² × m² × 12) → Schritt 2: × Vervielfältiger = Einheitswert → Schritt 3: × Steuermesszahl (‰) = Steuermessbetrag → Schritt 4: × Hebesatz (%) = Grundsteuer p.a. Beispiel: 4,90 € × 700 m² × 12 = 41.160 € × 9,2 = 378.672 € × 3,5‰ = 1.325 € × 380 % = 5.035 €.

Schema: Mieterhöhung nach § 559 BGB (Modernisierung)

Schritt 1: Modernisierungskosten = Gesamtkosten - Instandhaltung - anteilige Verwaltung. Schritt 2: × 8 % = jährliche Umlage. Schritt 3: - Zinsvorteile öffentlicher Förderdarlehen (Marktzins - Förderzins) × Darlehen. Schritt 4: ÷ Wohnfläche ÷ 12 = €/m² monatlich. Schritt 5: Kappungsprüfung (2 €/m² bei < 7 €/m², sonst 3 €/m² in 6 Jahren).

Schema: Indexmieterhöhung

Schritt 1: neuer VPI ÷ alter VPI = Faktor. Schritt 2: alte Miete (€/m²) × Faktor = neue Miete (€/m²). Beispiel: 108,5 ÷ 100,4 = 1,0807 → 7 € × 1,0807 = 7,57 €/m². Wirkung ab übernächstem Monat nach Erklärung; min. 12 Mon. Pause.

Schema: Wirtschaftlichkeitsberechnung - laufende Aufwendungen

Summe aus: Zinsen Fremdkapital + Eigenkapitalverzinsung (4,25 %) + Erbbauzins + Abschreibung 1-2 % (Gebäudewert) + Verwaltungskosten + Instandhaltungskosten + Mietausfallwagnis (4 %). Aufwendungen ÷ Wohnfläche ÷ 12 = Kostenmiete €/m² monatlich.

Schema: Eigenkapitalverzinsung

Eigenkapital + Eigenleistungen = verzinsungsfähige Basis. Basis × Zinssatz (z. B. 4,25 %) = jährliche EK-Verzinsung. Beispiel: 460.000 € + 20.000 € (Eigenleistung) + 70.000 € (neue) = 550.000 € × 4,25 % = 23.375 €.

Schema: Bauspardarlehen - Tilgung berechnen

Jährliche Gesamtrate = Bausparsumme × monatliche Rate (‰) × 12 Monate. Tilgung = Gesamtrate - Zinsen. Beispiel: BSP-Summe 200.000 €, Rate 4 ‰ mtl. → 200.000 × 4‰ × 12 = 9.600 € Gesamtrate. Restkapital 60.000 € × 2,25 % = 1.350 € Zinsen → Tilgung = 8.250 €.

Schema: Cashflow-Berechnung

Schritt 1: Rendite = Mieten - laufende Aufwendungen. Schritt 2: + Abschreibung (nicht zahlungswirksam!) = Mittelzufluss. Schritt 3: - Tilgungen (zahlungswirksam) = Cashflow. Beispiel: Rendite 72.847 + AfA 24.350 - Tilgungen 52.637 = Cashflow 44.560 €.

Schema: Erbbauzins berechnen

Bodenfläche (m²) × Bodenrichtwert (€/m²) = Bodenwert × Erbbauzinssatz (% p. a.) = Erbbauzins p. a. Beispiel: 1.100 m² × 140 € × 3 % = 4.620 € p. a.

Schema: Unterversicherung - Entschädigung berechnen

Quote = Versicherungssumme ÷ Versicherungswert. Entschädigung = Schaden × Quote. Beispiel: VS 900.000, VW 1.200.000 → Quote 75 %; Schaden 150.000 × 75 % = 112.500 € Entschädigung.

Schema: Versicherungsprämie Gebäude (gleitender Neuwert)

Versicherungssumme in Wert 1914 × Prämiensatz (‰) = Nettoprämie. × gleitender Neuwertfaktor = aktuelle Nettoprämie. + 19 % Versicherungssteuer = Bruttoprämie. Beispiel: VS 1914 = 45 → 45 × 0,70 ‰ = 31,50 €; × 26,1 = 822,15 €; + 19 % = 978,36 € Brutto.

Étudier