Immobilienbewirtschaftung | Immobilienfachwirt

Immobilienbewirtschaftung | Immobilienfachwirt

Immobilienbewirtschaftung | Immobilienfachwirt


N. L.
Diese Lernkarten vermitteln praxisnah die zentralen Aspekte der Immobilienbewirtschaftung, von Mietberechnungen über Betriebskosten bis zu Modernisierungsumlagen und steuerlichen Themen wie Grundsteuer. Sie richtet sich an Studierende und Fachkräfte, die fundierte Kenntnisse für die Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeimmobilien erwerben möchten.
Karten
296
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.05.2026 / 27.05.2026

Cartes-fiches

Schema: Kostenmiete (Kostendeckende Miete)

Summe laufender Aufwendungen ÷ Wohnfläche gesamt ÷ 12 Monate = Kostenmiete €/m². Beispiel: 126.001,17 € ÷ 1.635 m² ÷ 12 = 6,42 €/m² monatlich.

Schema: Anteiliges Architektenhonorar bei Modernisierung

Honorar × (Modernisierungsanteil ÷ (Modernisierungsanteil + Instandhaltungsanteil)) = Honorar-Modernisierungsanteil. Beispiel: 30.000 × (145.000 / 250.000) = 17.400 €. Dieser Betrag erhöht die umlagefähigen Modernisierungskosten.

Schema: Verkaufspreis bei WEG-Umwandlung

Buchwert + Behördenleistungen + Notar/Gericht + Darlehensrückzahlung + Modernisierung + Architekten/Verwaltung + Mieterentschädigungen = Selbstkosten ohne Vermarktung. Vermarktung 4 % von Selbstkosten (über 96-%-Trick: Selbstkosten ÷ 0,96 - Selbstkosten). + Gewinn 15 % = Gesamtaufwand. Gesamtaufwand ÷ Wohnfläche = Preis €/m².

Schema: Wohnflächenberechnung nach WoFlV

Zur Wohnfläche 100 %: Wohnräume, Küche, Bad, Flur, Diele (Höhe ≥ 2,00 m). 50 %: Räume zwischen 1,00 und 2,00 m, unbeheizte Wintergärten. 25 % (max. 50 %): Balkone/Terrassen/Loggien. 0 %: < 1,00 m, Keller, Boden, Garage, Heizungsraum, Außenabstellraum. Innen-Abstellraum zählt voll, Außen-Abstellraum gar nicht.

Schema: Betriebskosten-Verteilung nach Wohnfläche

Anteil = Wohnung-m² ÷ Gesamtwohnfläche × Kosten der Position. Vorsicht: nicht umlagefähige Kosten (Verwaltung, Reparaturen, Vermögensschadenhaftpflicht, Hauswart-Wohnungsübergaben) werden 0 € ausgewiesen. Abrechnungsergebnis: Vorauszahlung - umlagefähige Kosten = Guthaben/Nachzahlung.

Schema: Zinsanpassung bei Darlehen

Restkapital wird zum neuen Zinssatz weitergeführt. Neue Zinsen p. a. = Restkapital × neuer Zinssatz. Tilgung kann gleich bleiben oder angepasst werden. Beispiel: Restkapital 510.000 € × 2,5 % = 12.750 € Zinsen + 2 % × 510.000 = 10.200 € Tilgung = Annuität 22.950 €.

Schema: Modernisierungsumlage mit Zinsvorteil-Anrechnung

Schritt 1: Modernisierungskosten × 8 % = Bruttoumlage. Schritt 2: Zinsvorteil = (Marktzins - Förderzins) × Förderdarlehensbetrag. Schritt 3: Nettoumlage = Bruttoumlage - Zinsvorteil. Schritt 4: ÷ Wohnfläche ÷ 12 = €/m² monatlich. Beispiel: 162.400 × 8 % = 12.992 €; Zinsvorteil 1,25 % × 75.000 = 937,50 €; netto 12.054,50 €.

Aufgabe: Modernisierungsumlage. Modernisierungskosten 230.000 €, davon 30.000 € Instandhaltung, 15 Wohnungen à 70 m², Ausgangsmiete 6,50 €/m². Wie hoch ist die Umlage?

Modernisierungsanteil 230.000 - 30.000 = 200.000 €. Jährliche Umlage 200.000 × 8 % = 16.000 €. Pro m² monatlich: 16.000 ÷ 1.050 ÷ 12 = 1,27 €/m². Kappungsgrenze 2 €/m² (Miete < 7 €) - eingehalten. Neue Miete 6,50 + 1,27 = 7,77 €/m².

Aufgabe: Indexmiete. Ausgangsmiete 8 €/m², Index alt 102, Index neu 110. Berechne die neue Miete.

Faktor 110 ÷ 102 = 1,0784. Neue Miete 8 × 1,0784 = 8,63 €/m². Wirkung ab übernächstem Monat nach Erklärung (Textform erforderlich).

Aufgabe: Grundsteuer. 8 Wohnungen à 65 m², Jahresrohmiete 5,20 €/m² monatlich, Vervielfältiger 8,5, Steuermesszahl 3,5 ‰, Hebesatz 420 %.

Jahresrohmiete: 5,20 × 520 × 12 = 32.448 €. Einheitswert: 32.448 × 8,5 = 275.808 €. Steuermessbetrag: 275.808 × 3,5 ‰ = 965,33 €. Grundsteuer: 965,33 × 420 % = 4.054,40 €.

Aufgabe: Unterversicherung. Versicherungssumme 600.000 €, Versicherungswert 800.000 €, Schaden 80.000 €. Entschädigung?

Quote: 600.000 ÷ 800.000 = 75 %. Entschädigung: 80.000 × 75 % = 60.000 €. Empfehlung: Versicherungssumme anpassen oder Unterversicherungsverzicht vereinbaren.

Aufgabe: Cashflow. Mieteinnahmen 180.000 €, laufende Aufwendungen 100.000 €, Abschreibung 30.000 € (in Aufwendungen enthalten), Tilgungen 40.000 €.

Rendite = 180.000 - 100.000 = 80.000 €. Cashflow = Rendite + Abschreibung - Tilgungen = 80.000 + 30.000 - 40.000 = 70.000 €.

Aufgabe: Erbbauzins. Grundstück 800 m², Bodenrichtwert 200 €/m², Erbbauzinssatz 4 % p.a.

Bodenwert 800 × 200 = 160.000 €. Erbbauzins p.a.: 160.000 × 4 % = 6.400 €.

Aufgabe: Wohnflächenermittlung. Wohnzimmer 22 m², Küche 8 m², Bad 6 m², Schlafzimmer 14 m², Balkon 6 m², Keller 8 m².

Wohnzimmer 22 + Küche 8 + Bad 6 + Schlafzimmer 14 + Balkon 25 % × 6 = 1,5 = 51,5 m². Keller zählt NICHT zur Wohnfläche.

Aufgabe: Kostendeckende Miete in €/m. Aufwendungen 96.000 € p.a., Wohnfläche 600 m².

Kostenmiete: 96.000 ÷ 600 ÷ 12 = 13,33 €/m² monatlich.

Aufgabe: Bauspardarlehen-Tilgung. Bausparsumme 100.000 €, Restkapital 40.000 €, Zinssatz 2 %, monatliche Rate 5 ‰.

Gesamtrate p.a.: 100.000 × 5‰ × 12 = 6.000 €. Zinsen: 40.000 × 2 % = 800 €. Tilgung: 6.000 - 800 = 5.200 €.

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