Wirtschaftsfachwirt Materialwirtschaft/Logistik
Materialwirtschaft und Logistik
Materialwirtschaft und Logistik
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Cartes-fiches
Ablauf der Einfuhrverzollung in Verbindung mit der Summarischen Eingangsanmeldung
Einfuhrverzollung (mit SumA)
1. SumA (vor Ankunft)
- elektronische Voranmeldung durch Beförderer
2. Gestellung (bei Ankunft)
- Ware wird beim Zoll gemeldet und bereitgestellt
3. Zollanmeldung
- Einführer beantragt Einfuhr (freie Verkehr) + reicht Unterlagen ein
4. Freigabe
- Zoll + EUSt bezahlt → Ware = Unionsware
Aktive und Passive Veredlung
Aktive Veredelung
Waren aus einem Drittland werden vorübergehend in die EU eingeführt, dort bearbeitet oder verarbeitet und anschließend wieder ausgeführt, ohne dass sofort Einfuhrabgaben anfallen.
Passive Veredelung
Unionswaren werden vorübergehend aus der EU ausgeführt, außerhalb der EU bearbeitet oder verarbeitet und danach mit Zollvergünstigungen wieder eingeführt. Nur der geschaffene Mehrwert wird verzollt
Vorübergehende Verwendung und Enverwendung
Vorübergehende Verwendung:
- Nicht - Unionsware wird nur zeitweise in das Zollgebiet der Eu eingeführt, ohne dass Einfuhrabgaben anfallen
- unverändert wieder ausgeführt
- Messe- und Ausstellungsgüter, Werkzeug
Endverwendung
- Nicht-Unionsware wird zoll- und steuerbegünstigt in die Eu eingeführt, wenn sie für einen festgelegten Zweck („Endverwendung“) bestimmt sind
- tatsächlich für DIESEN speziellen Zweck genutzt
- Schiffsbedarf (Proviant) → zollbegünstigt, Waren für militärische Zwecke oder humanitäre Organisationen
Was ist ein Zolllager
- Nicht-Unionsware kann vorübergehend in einem zugelassenen Zolllager, unter zollamtlicher Überwachung, gelagert werden.
- Vorteil ist, dass die Zölle nicht sofort fällig sind
- Entscheidung steht offen:
- Wiederausfuhr (ohne Zoll)
- Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr (Abgaben)
- Zollverfahren (aktive Veredlung)
Erkläre das T1 Verfahren
Wird verwendet, wenn Nicht-Unionswaren unter zollamtlicher Überwachung durch die EU befördert werden, ohne dass sofort Einfuhrabgaben gezahlt werden müssen.
Ablauf
Eröffnung des Versandverfahrens beim Abgangszollamt.
Die Ware erhält ein Versandbegleitdokument (T1).
Die Ware wird unter zollamtlicher Überwachung transportiert.
Gestellung der Ware beim Bestimmungszollamt.
Das Bestimmungszollamt beendet das Verfahren und die Ware erhält ihre weitere zollrechtliche Bestimmung (z. B. Einfuhr).
Erkläre das T2-Verfahren - Versand
Wird verwendet, wenn Unionswaren durch ein Gebiet außerhalb des EU-Zollgebiets oder durch bestimmte Sondergebiete transportiert werden und ihr Status als Unionsware nachgewiesen werden soll.
Ablauf
Nachweis des Unionswarenstatus (T2-Dokument).
Eröffnung des Versandverfahrens beim Abgangszollamt.
Transport der Unionsware durch ein Drittland oder Sondergebiet.
Gestellung beim Bestimmungszollamt.
Das Verfahren wird beendet und die Ware behält ihren Status als Unionsware.
Was ist das Carnet TIR
Das Carnet TIR ist ein internationales Zolldokument für den Straßengüterverkehr.
Es ermöglicht den Transport von Waren durch mehrere Länder, ohne dass in jedem Transitland neue Zollsicherheiten hinterlegt werden müssen.
Die Waren werden in plombierten (versiegelten) Fahrzeugen oder Containern befördert.
Die Zollkontrollen werden vereinfacht und beschleunigt.
Das Verfahren endet am Bestimmungszollamt, wo die Waren gestellt werden.
Was versteht man unter Umweltschutz
Unter Umweltschutz wird die Gesamtheit aller Maßnahmen und Bestrebungen verstanden, die darauf abzielen, die natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen zu erhalten.
Was sind die Managementregeln der Nachhaltigkeit:
Die Nutzung erneuerbarer Naturgüter (z. B. Wälder oder Fischbestände) darf auf Dauer nicht größer sein als ihre Regenerationsrate – andernfalls ginge diese Ressource zukünftigen Generationen verloren (vgl. als Negativbeispiel die Abholzung der Tropenwälder).
Die Nutzung nicht-erneuerbarer Naturgüter (z. B. fossile Energieträger oder landwirtschaftliche Nutzfläche) darf auf Dauer nicht größer sein als die Substitution ihrer Funktionen.
Die Freisetzung von Stoffen und Energie darf auf Dauer nicht größer sein als die Anpassungsfähigkeit der natürlichen Umwelt.
In welche Bereiche kann man den Umweltschutz unterteilen?
Medialer Umweltschutz:
Schwerpunkt ist der Schutz der Lebenselemente Boden, Wasser und Luft
Kausaler Umweltschutz:
Schwerpunkt ist die Prävention von Gefahren
Vitaler Umweltschutz:
Naturschutz, Landschaftsschutz und Waldschutz zählen zum vitalen Umweltschutz.
Erkläre die 4 Prinzipien des Umweltschutzes: Verursacher-, Vorsorge-, Kooperations- und Gemeinlastprinzip
Verursacherprinzip: Der Verursacher hat für die Beseitigung der von ihm verursachten Umweltschäden zu sorgen und die Kosten dafür zu tragen.
Vorsorgeprinzip: Vorbeugende Maßnahmen müssen ergriffen werden, damit Umweltschäden erst gar nicht entstehen.(Vor- und Nachsorge)
Kooperationsprinzip: Unter dem Kooperationsprinzip versteht man die Zusammenarbeit von Bürgern, Unternehmen und Staat bei Umweltthemen. Dazu gehören die Selbstverpflichtungserklärungen der Wirtschaft
Gemeinlastprinzip: Die Kosten der Beseitigung von Umweltschäden werden von der Allgemeinheit getragen (Bund, Länder, Gemeinden). Dies gilt bei Altlasten, wenn der Verursacher nicht zu ermitteln ist oder wenn die Kosten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Verursachers/Betreibers übersteigen.
Was ist das EMAS- Schema
ist ein Instrument, das Unternehmen und Organisationen jeder Größe und Branche unterstützt, seine Umweltleistungen ständig zu verbessern. Es handelt sich um ein freiwilliges europäisches Umweltmanagementsystem. Das EMAS-System enthält im Kern die Anforderungen nach der DIN ISO Umwelt-Normenreihe 14000 ff., geht jedoch noch darüber hinaus, da es eine Umweltprüfung verlangt
Was ist der Unterschied zwischen ISO 14001 und EMAS?
1. Transparenz
- ISO 14001: Die Ergebnisse bleiben grundsätzlich intern.
- EMAS: Die Organisation veröffentlicht regelmäßig eine geprüfte Umwelterklärung, die für Kunden, Behörden und die Öffentlichkeit zugänglich ist.
2. Rechtssicherheit
- ISO 14001: Das Unternehmen muss Verfahren zur Einhaltung von Umweltvorschriften haben.
- EMAS: Die tatsächliche Rechtskonformität wird überprüft und bestätigt.
3. Nachweis der Umweltleistung
- ISO 14001: Verbesserung des Managementsystems steht im Vordergrund.
- EMAS: Verbesserungen der Umweltleistung müssen anhand von Kennzahlen belegt werden.
4. Aufwand und Kosten
- ISO 14001: Weniger Dokumentations- und Prüfaufwand.
- EMAS: Zusätzliche Validierung, Berichterstattung und Registrierung führen zu höherem Aufwand.
Wer definiert die Qualitätsanforderungen:
Kunden (z.B. Handel, Endkunden, Verbraucher)
Entwicklungs- und Modetrends
Geändertes Anspruchsdenken
Preisbewusstsein
Zeitgeist
Mangelhafter Service
Markt
Konkurrenzvergleich
Anpassung an Regionalmärkte
Neue Technologien und Materialien
Produktlebenszyklus
Erforderliche Produktverbesserung
Materialsubstitution
Rationalisierung der Prozesse
Gesetzliche Regelungen
Umweltgesetze
Zulassungs- und Betriebsbestimmungen
Arbeitsschutzvorschriften
Welche drei Dimensionen der Qualität gibt es?
Ergebnisqualität
Richtigkeit des Bescheides
Umweltverträglichkeit eines Produktes
geringe Ausfallquote
Prozessqualität
geringe Wartezeit
geringe Durchlaufzeit
wenig Schnittstellen
Strukturqualität
Arbeitsplatzausstattung adäquat
qualifizierte und freundliche Mitarbeiter
Kommunikation so gestaltet, dass Beschwerdemöglichkeiten vorhanden
Was ist die interne und externe Bedeutung des QM
Interne Bedeutung des QM
eindeutige Organisationsstruktur
klare Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten
geregelte Abläufe und Verfahren
Externe Bedeutung des QM
Erhöhung der Akzeptanz des Unternehmens auf dem Markt und bei den Kunden
Imagesteigerung.
Nenne Grundsätze des Qualitätsmanagements
Kundenorientierung
Führung
Einbeziehung von Personen
prozessorientierter Ansatz
Verbesserung
faktengestützte Entscheidungsfindung
Beziehungsmanagement
Was beinhaltet die ISO 9000
Erklärt die Grundbegriffe und Grundlagen des Qualitätsmanagements. Sie bildet die Basis der gesamten Normenreihe.
ISO 9001:2015
was beinhaltet diese Norm
Das ist die wichtigste Norm. Sie legt fest, wie ein Qualitätsmanagementsystem aufgebaut sein soll. Unternehmen können sich nach dieser Norm zertifizieren lassen.
Ziele der DIN EN ISO 9001:
Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) festlege
Kundenanforderungen und Qualitätsanforderungen erfüllen
Vertrauen in Produkte und Dienstleistungen schaffen
Kundenzufriedenheit erhöhen
Interne Kommunikation verbessern
Prozesse besser verstehen, steuern und optimieren
Was bedeutet das Total Quality Management
„Total“ bedeutet, dass sämtliche Anspruchsgruppen (Stakeholder) des Unternehmens in die Qualitätspolitik einbezogen werden.
Was ist der PDCA-Zyklus oder auch Demingzyklus
P= Plan
D= Do
C= Check
A = Act
Die kontinuierliche Verbesserung (KVP) findet über einen PDCA-Zyklus statt. Dabei wird ein höheres Qualitätszustandsniveau erreicht. Durch „Act“ wird das höhere Zustandsniveau nachhaltig auf einer höheren Ebene verankert. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess mit dem PDCA-Zyklus wird z. B. bei Rationalisierungsmaßnahmen eingesetzt.
Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess:
Aktivitäten als Prozesse auffassen, um besser die Wirtschaftlichkeit sowie die Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten untersuchen zu können
Zielvereinbarungen mit Mitarbeitern; Anbindung der Mitarbeiterebene an operative und strategische Ziele als auch an Qualitätsziele.
Problem- und Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter durch Schulungen und Vorgesetztengespräche wecken.
Reporting und Visualisierung von Daten.
Gruppenarbeit und betriebliches Vorschlagswesen mit Anreizsystemen, damit Ideen zur kontinuierlichen Verbesserung erzeugt werden.
Was ist ein Audit
Ein Audit ist eine qualitätsorientierte Bewertungsmethode, durch Befragung (Audit-Fragenkatalog), Anhörung und Untersuchung von definierten Einheiten die Erreichung der jeweiligen Auditkriterien festzustellen.
Nur speziell ausgebildete, offiziell geprüfte Qualitätsexperten, die Auditoren, dürfen Audits durchführen
Welche Arten von Audits gibt es erkläre:
- First-Party-Audit
- Second-Party-Audit
- Third-Party-Audit:
First-Party-Audit: Self-Assessment; das Unternehmen überprüft sich selbst.
Second-Party-Audit: Kunde führt Audit bei Lieferanten durch
Third-Party-Audit: Eine dritte Institution (TÜV, Dekra) führt es durch
Was ist das European Foundation for Quality Management (EFQM) Modell 2020 beschreibe die 7 Krieterien
Das EFQM-Modell für Business Excellence ist ein Unternehmensmodell, das eine ganzheitliche Sicht auf Organisationen ermöglicht.
Es bietet Organisationen Hilfestellung für den Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung von umfassenden TQM-Managementsystemen.
- Aurichtung
- (1) Zweck, Vision und Strategie
- (2) Organisationsstruktur und Organisationsführung
- Realisierung
- (3) Interessengruppen einbinden
- (4) Nachhaltigen Nutzen schaffen
- (5) Leistungsfähigkeit und Transformation vorantreiben
- Ergebnisse
- (6) Wahrnehmung der Interessengruppen
- (7) Strategie- und leistungsbezogene Ergebnisse
Welche Rangfolge der Maßnahmen (Abfallhierarchie) schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) vor?
Vermeidung -> Vorbereitung zur Wiederverwendung -> Recycling - > Sonstige Verwertung -> Beseitigung Erklärung: Dies ist die 5-stufige Hierarchie gemäß
§ 6 KrWG. Vermeidung hat oberste Priorität, Deponierung (Beseitigung) ist die letzte Option.