1.1.2.1 - SIA-Grundlagen

Modul 1 - Projektführung II

Modul 1 - Projektführung II


J. D.
Diese Lernkarten vermitteln die Grundlagen der SIA 2061 für Speichersysteme in Gebäuden, von Planung über Wirtschaftlichkeit bis zu Sicherheit und Nachhaltigkeit. Behandelt werden technische Anforderungen, rechtliche Vorgaben sowie praktische Aspekte wie Eigenverbrauch, Backup-Betrieb oder Rückbau. Ideal für Fachleute aus Elektrotechnik, Bauwesen und Gebäudetechnik, die Speicherlösungen normgerecht umsetzen möchten.
Karten
221
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
25.04.2026 / 20.09.2026

Lernkarten

Welche Mängelrechte hat der Bauherr gegenüber dir?

Verbesserung, Minderung, Rücktritt (bei erheblichen Mängeln) sowie Schadenersatz. Quelle: Art. 169–171.

Wie lange kann der Bauherr Mängel rügen?

Während der Rügefrist; Mängel sind innerhalb einer bestimmten Frist nach Entdeckung zu rügen, wobei SIA 118 den Begriff „Rügefrist“ verwendet; Details in Art. 172–176. Quelle: Art. 172–176.

Was passiert nach Ablauf der Rügefrist?

Die Wirkung des Fristablaufs beschränkt Mängelrechte; für verdeckte Mängel können besondere Regeln gelten. Quelle: Art. 178–179.

as passiert, wenn der Bauherr mit Zahlungen in Verzug gerät?

Du kannst nach den gesetzlichen Regeln und den Bestimmungen der SIA 118 vorgehen; z.B. Verzugszinsen verlangen, Arbeiten einstellen oder den Vertrag unter Umständen vorzeitig beenden; Details regelt Art. 190. Quelle: Art. 190.

In welchen zwei Konstellationen ist im Werkvertrag Regie ausdrücklich vorgesehen?

Entweder wird im Werkvertrag für bestimmte Arbeiten statt fester Preise Regie vereinbart oder die Bauleitung ordnet Regiearbeiten an (z.B. dringliche Arbeiten, besondere Fälle gemäss Art. 87, 88, 89). Quelle: Art. 44 Abs. 1–2.

Was muss die Bauleitung tun, wenn sie eine Arbeit in Regie ausführen lassen will?

Sie muss die Arbeit rechtzeitig vor Beginn ausdrücklich als Regiearbeit bezeichnen und mitteilen, ob sie oder der Unternehmer die Arbeit leitet. Quelle: Art. 44 Abs. 3.

Wann darfst du Regiearbeiten ohne vorgängige Anordnung der Bauleitung ausführen?

Nur bei dringlichen Arbeiten, die zur Abwendung von Gefahr oder Schaden unerlässlich sind; diese musst du sofort der Bauleitung melden. Quelle: Art. 45 Abs. 2.

Welche Mindestangaben muss ein Regierapport enthalten?

Arbeiterzahl, Maschinenstunden, Arbeitsstunden, Materialverbrauch sowie Angaben über die geleistete Arbeit. Quelle: Art. 47 Abs. 1.

In welcher Frist muss die Bauleitung deine Regierapporte prüfen und zurückgeben?

Unverzüglich prüfen und innert 7 Tagen unterzeichnet zurückgeben. Quelle: Art. 47 Abs. 2.

Welche Kosten sind in den Regieansätzen für Arbeitsstunden und Material bereits eingerechnet?

Lohn‑ und Lohnnebenkosten, Handwerkzeug, Magazin‑/Bauplatzdienst, Materialkosten inkl. Verluste, allgemeine Geschäftskosten, Risiko, Verdienst und gesetzliche Abgaben. Quelle: Art. 50 Abs. 1.

Wie werden Poliere und Vorarbeiter bei Regie vergütet?

Mit eigenen Regieansätzen; bei teilweisem Einsatz wird eine anteilsmässige Vergütung mit der Bauleitung vereinbart. Quelle: Art. 50 Abs. 2.

Wann erhöhen sich Regieansätze um Zuschläge?

Bei Überstunden, Schicht‑, Nacht‑, Samstags‑ oder Sonntagsarbeit, Arbeiten in Wasser/Schlamm usw., soweit gesetzlich oder gesamtarbeitsvertraglich vorgesehen und effektiv ausgerichtet. Quelle: Art. 51 Abs. 1.

Kann dein für Festpreise gewährter Rabatt auch für Regiearbeiten gelten?

Nur, wenn es vereinbart ist; ein Rabatt für Festpreise gilt nicht automatisch für Regiearbeiten, Skonto aber schon. Quelle: Art. 54.

Wann wird deine Regierechnung fällig und gibt es dafür einen Rückbehalt?

Regierechnungen sind monatlich einzureichen; die Forderung wird mit Einreichung fällig, für den Bauherrn besteht grundsätzlich kein Recht auf Rückbehalt, ausser es ist speziell vereinbart. Quelle: Art. 55 Abs. 1–2.

 In welchen Grenzen darf der Bauherr Bestellungsänderungen verlangen?

Nur so, dass der Gesamtcharakter des übernommenen Werkes unberührt bleibt; er kann Mengen, Art oder Ausführung ändern oder zusätzliche Leistungen verlangen. Quelle: Art. 84 Abs. 1–2.

Was muss der Bauherr bei Bestellungsänderungen bezüglich deiner bereits erbrachten Leistungen tun?

Arbeiten, Bestellungen und Aufwendungen, die vor Bekanntgabe gemacht wurden und wegen der Änderung nutzlos werden, sind zu entschädigen; nutzlose Arbeiten werden nach Werkvertrag vergütet. Quelle: Art. 85 Abs. 3.

Wie wird ein Nachtragspreis bei zusätzlichen oder veränderten Leistungen zu Einheitspreisen gebildet?

Möglichst auf Basis des Preises für die ähnlichste vertragliche Leistung, unter Berücksichtigung der Unterschiede und auf Grundlage der ursprünglichen Kostengrundlage. Quelle: Art. 87 Abs. 2.

Was darf die Bauleitung tun, wenn ihr euch über einen Nachtragspreis nicht einigen könnt?

Sie kann die Arbeit in Regie ausführen lassen oder unter voller Schadloshaltung des Unternehmers an einen Dritten vergeben; untergeordnete Arbeiten immer in Regie.

Wie wird ein Mehr‑ oder Minderpreis bei Bestellungsänderungen zu Global‑ oder Pauschalpreisen vereinbart?

Als Nachtragspreis, bei Globalpreisen auf Basis der ursprünglichen Kostengrundlage, bei Pauschalpreisen auf Basis der Kostengrundlage im Zeitpunkt der Bestellungsänderung. Quelle: Art. 89 Abs. 1–2.

Welchen Anspruch hast du auf Fristanpassung bei Bestellungsänderung?

Anspruch auf angemessene neue Fristen; diese werden durch Vereinbarung festgelegt. Quelle: Art. 90.

Was passiert, wenn sich deine Arbeit infolge ausserordentlicher Umstände (z.B. Wassereinbruch, Erdbeben) übermässig erschwert?

Du hast Anspruch auf eine zusätzliche Vergütung für nachgewiesene Mehraufwendungen; bei fehlender Einigung setzt der Richter die Vergütung fest oder bewilligt die Auflösung des Vertrages. Quelle: Art. 59 Abs. 1–2.

Kannst du für ungünstige Witterung (z.B. Regen, Schnee) automatisch zusätzliche Vergütung verlangen?

Nur, wenn dies vereinbart ist; sonst besteht kein Anspruch auf zusätzliche Vergütung oder Vertragsauflösung. Quelle: Art. 60 Abs. 1.

Was ist die „ursprüngliche Kostengrundlage“ und wozu dient sie?

Sie besteht aus Lohnkostenansätzen und Preisen zum Stichtag und ist Grundlage für Teuerungsabrechnung und Bildung von Nachtragspreisen. Quelle: Art. 62 Abs. 1–3.

Welche zwei Verfahren kennt SIA 118 für die Teuerungsabrechnung?

Indexgebundene Verfahren (PKI/GPF) und Mengennachweisverfahren; bei fehlender Vereinbarung PKI im Bauhauptgewerbe und GPF im Ausbau/Zulieferbereich, sonst MNV. Quelle: Art. 65 Abs. 1–2.

Wann verlierst du bei Fristüberschreitung den Anspruch auf Teuerung und zusätzliche Vergütung für besondere Verhältnisse?

Wenn du die Frist schuldhaft überschreitest; du verlierst Teuerungsanspruch für spätere Änderungen und zusätzliche Vergütung gemäss Art. 58/59, die dich bei Einhaltung nicht getroffen hätten. Quelle: Art. 97 Abs. 2.

Welche zwei Standard‑Regelungen bietet SIA 118 für Teuerung bei Regiearbeiten?

Entweder Preisänderung anhand des Regieansatzes per Offertstichtag mit derselben Methode wie bei Einheits/Globalpreisen oder Abrechnung mit jeweils aktuellem Regieansatz zum Ausführungszeitpunkt. Quelle: Art. 68 Abs. 1–2.

Was muss geschehen, bevor der Bauherr das Werk abnimmt?

Du musst die Vollendung anzeigen; es erfolgt eine gemeinsame Prüfung, danach Abnahme des geprüften Werkes oder Abnahme mit/unterschiedlichen Mängelregelungen. Quelle: Art. 157–160.

Welche Rechte kann der Bauherr bei Mängeln des Werkes geltend machen?

Verbesserung, Minderung oder Rücktritt sowie Schadenersatz. Quelle: Art. 169–171.

Welches Sicherungsmittel steht dir als Unternehmer für deine Werklohnforderungen zur Verfügung?

Anspruch auf Errichtung eines Bauhandwerkerpfandrechts nach Art. 837 ff. ZGB; bei gewissen öffentlichen Grundstücken alternativ eine gesetzliche Bürgschaft. Quelle: Art. 83.

Welche Mittlere Beleuchtungsstärke Evm schreibt die SIA 2056 für Verkaufsflächen vor?

Verkaufsflächen = 750lx

Was ist das Bauhandwerkerpfandrecht?

Das Bauhandwerkerpfandrecht ist ein gesetzliches Pfandrecht am Grundstück, auf dem du gearbeitet hast, und sichert deine offenen Werklohnforderungen.

Als Unternehmer oder Handwerker kannst du damit im Streitfall die Eintragung eines Pfandrechts im Grundbuch verlangen und dich notfalls aus dem Erlös einer Zwangsverwertung befriedigen, wenn der Bauherr oder dein Auftraggeber nicht zahlt.

Welche Mittlere Beleuchtungsstärke Evm schreibt die SIA 2056 für: Büros, Schulräume, Küchen, Werkstätten (feine Arbeiten), Labore, Behandlungsräume, Turnhallen vor?

Büros, Schulräume, Küchen, Werkstätten (feine Arbeiten), Labore, Behandlungsräume, Turnhallen = 500lx

Welche Mittlere Beleuchtungsstärke Evm schreibt die SIA 2056 für: Mehrzweckhallen, Lagerhallen, Werkstätten (grobe Arbeiten), Restaurants, Hotel- und Bettenzimmer vor?

Mehrzweckhallen, Lagerhallen, Werkstätten (grobe Arbeiten), Restaurants, Hotel- und Bettenzimmer: = 300lx

Welche Mittlere Beleuchtungsstärke Evm schreibt die SIA 2056 für: Treppenhäuser, WC, Garderoben, Korridore in Spitälern vor?

Treppenhäuser, WC, Garderoben, Korridore in Spitälern = 200lx

Welche Mittlere Beleuchtungsstärke Evm schreibt die SIA 2056 für: Verkaufsflächen, Korridore, Nebenräume vor?

Verkaufsflächen, Korridore, Nebenräume = 100lx

Welche Mittlere Beleuchtungsstärke Evm schreibt die SIA 2056 für Parkhäuser vor?

Parkhäuser = 75lx

Was beinhaltett und regelt die SIA 2056?

SIA 2056 legt fest, wie du den elektrischen Energie‑ und Leistungsbedarf eines Gebäudes einheitlich berechnest und dokumentierst – von Büro, Beleuchtung und IT bis zu Aufzügen, E‑Ladestationen und USV.

Wie hoch ist der jährliche Energieverbrauch der Geräte in einer Schule nach SIA 2056?

In einer typischen Schule verbrauchen die elektrischen Geräte (Büroarbeitsplätze, IT, Gastro‑Zonen usw.) im Mittel rund 6.31 kWh pro Quadratmeter Nettogeschossfläche und Jahr.

 Wie hoch ist der jährliche Energieverbrauch der Geräte in einem Verkaufsgebäude nach SIA 2056?

In einem Verkaufsgebäude (Laden/Verkaufsfläche) liegen die Geräteverbräuche im Mittel bei etwa 5.23 kWh pro Quadratmeter Nettogeschossfläche und Jahr.

Wie hoch ist der jährliche Energieverbrauch der Geräte in einem Restaurant nach SIA 2056?

In einem Restaurant betragen die reinen Geräteverbräuche im Durchschnitt etwa 5.62 kWh pro Quadratmeter Nettogeschossfläche und Jahr.

Étudier