Investition und Finanzierung
Wirtschaftsfachwirt
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Lernkarten
Die Investition deckt genau die Kosten und erreicht die Mindestverzinsung.Beispiel: Keine zusätzlichen Gewinne, aber keine Verluste.
Faktor zur Abzinsung zukünftiger Zahlungen.Formel: 1 / (1 + i)^nBeispiel: Bei 5 % und 1 Jahr → 0,952.
Damit Zahlungen aus verschiedenen Zeitpunkten vergleichbar werden.Beispiel: 1.000 € heute vs. 1.000 € in 3 Jahren → nicht gleichwertig.
Eine gleichbleibende jährliche Zahlung.Beispiel: Kreditrate von 10.000 € pro Jahr.
Sie wandelt den Kapitalwert in eine jährliche Durchschnittszahlung um.Beispiel: Eine Investition ergibt jährlich 5.000 € → positiv → sinnvoll.
Annuität > 0 → Investition lohnt sich Annuität < 0 → nicht sinnvollBeispiel: +3.000 € pro Jahr → durchführen.
Faktor zur Umrechnung eines Kapitalwertes in eine Annuität.Beispiel: KWF wird aus Tabellen je nach Zinssatz und Laufzeit entnommen.
Der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert = 0 ist.Beispiel: Investition hat IRR von 8 % → bei Mindestzins 5 % lohnt sie sich.
IRR > Kalkulationszins → Investition sinnvoll IRR < Kalkulationszins → ablehnenBeispiel: IRR = 10 %, Mindestzins = 6 % → durchführen.
Weil die Berechnung mathematisch komplex ist → Näherungsverfahren.Beispiel: Zwei Zinssätze ausprobieren und interpolieren.
Sehr genau, da alle Zahlungsströme und Zeitwerte berücksichtigt werden.Beispiel: Langfristige Projekte werden realistisch bewertet.
Hoher Datenbedarf und unsichere Zukunftsschätzungen.Beispiel: Einnahmen in 10 Jahren sind schwer prognostizierbar.
Weil Einzahlungen und Auszahlungen zeitlich und betragsmäßig nicht übereinstimmen und Liquiditätsengpässe vermieden werden müssen.Beispiel: Ein Unternehmen muss Rohstoffe bezahlen, bevor es fertige Produkte verkauft → Zwischenfinanzierung nötig.
Durch zeitliche Differenzen zwischen Auszahlungen und Einzahlungen sowie durch Investitionen.Beispiel: Löhne werden sofort gezahlt, Kunden zahlen erst nach 30 Tagen.
z. B.:- Markt- und Wettbewerbssituation- Preisniveau- Branche- staatliche VorschriftenBeispiel: Umweltauflagen können hohe Investitionen erfordern.
z. B.:- Unternehmensgröße- Produktionsprogramm- Beschäftigungsgrad- InvestitionenBeispiel: Wachstum → mehr Maschinen → höherer Kapitalbedarf.
Durch Finanzplanung (Einzahlungen und Auszahlungen gegenüberstellen).Beispiel: Wochenplan zeigt, wann Liquiditätslücken entstehen.
1. Anlagevermögen (z. B. Maschinen)2. Umlaufvermögen (z. B. Vorräte)3. einmalige Kosten (z. B. Beratung)4. laufende Kosten bis ProduktionsstartBeispiel: Kauf von Maschinen + Gehälter vor Produktionsbeginn.
Kapital für langfristige Vermögenswerte wie Gebäude und Maschinen.Beispiel: Kauf einer Produktionshalle für 600.000 €.
Kosten, die nur einmal anfallen:- Notar- Beratung- WerbungBeispiel: Gründungskosten von 30.000 € für rechtliche Beratung.
Kapital zur Finanzierung des laufenden Geschäfts.Beispiel: Rohstoffe, Löhne und Lagerbestände müssen vorfinanziert werden.
Zeit zwischen Auszahlung und Rückfluss des Geldes.Beispiel: Kauf von Material → Verkauf nach 60 Tagen → Kapital 60 Tage gebunden.
Umlaufkapitalbedarf = durchschnittliche tägliche Kosten × KapitalbindungsdauerBeispiel: 10.000 € pro Tag × 30 Tage → 300.000 €.
Alle Kosten werden zusammengefasst und mit einer durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer multipliziert.Beispiel: Einfach, aber ungenauer.
Genauere Methode, bei der jede Kostenart eigene Kapitalbindungsdauer hat.Beispiel: Material 60 Tage, Löhne 30 Tage → getrennte Berechnung.
Plan zur Deckung des Kapitalbedarfs mit geeigneten Finanzierungsquellen.Beispiel: Mischung aus Eigenkapital und Bankkredit.
Sicherstellung der Liquidität und optimale Kapitalstruktur.Beispiel: Vermeidung von Zahlungsunfähigkeit.
Langfristige Investitionen sollen langfristig finanziert werden.Beispiel: Gebäude nicht mit kurzfristigem Kredit finanzieren.
Kapitalaufnahme von außen mit Rückzahlungspflicht.Beispiel: Bankdarlehen oder Lieferantenkredit.
- Rückzahlungspflicht- Zinskosten- begrenzte LaufzeitBeispiel: Kredit über 100.000 € mit 5 % Zinsen.
Kapital wird von Eigentümern bereitgestellt und bleibt dauerhaft im Unternehmen.Beispiel: Einlage eines Gesellschafters.
- keine Rückzahlung- keine Zinsen- höhere BonitätBeispiel: Mehr Eigenkapital verbessert Kreditwürdigkeit.
- Gewinnbeteiligung- MitspracherechteBeispiel: Neue Gesellschafter beeinflussen Entscheidungen.
- Bankdarlehen- Kontokorrentkredit- Fördermittel- private DarlehenBeispiel: KfW-Kredit für Existenzgründer.
Es gibt:- Beteiligungsfinanzierung (Einlagen von außen)- Selbstfinanzierung (Gewinne werden einbehalten)Beispiel: Ein Gesellschafter zahlt Kapital ein (Beteiligung) oder Gewinne werden nicht ausgeschüttet (Selbstfinanzierung).
Zuführung von Eigenkapital durch neue oder bestehende Eigentümer gegen Beteiligung am Unternehmen.Beispiel: Ausgabe neuer Aktien bei einer AG.
Finanzierung aus einbehaltenen Gewinnen (keine Ausschüttung an Eigentümer).Beispiel: Ein Unternehmen behält 50.000 € Gewinn ein statt ihn auszuschütten.
Gewinne werden offen in der Bilanz als Rücklagen ausgewiesen.Beispiel: Gewinn wird in Gewinnrücklagen eingestellt.
Gewinne werden versteckt einbehalten, z. B. durch Unterbewertung von Vermögen.Beispiel: Maschinen werden absichtlich niedrig bewertet.
- Unabhängigkeit von Fremdkapitalgebern- keine Zinskosten- Stärkung der EigenkapitalbasisBeispiel: Unternehmen finanziert Wachstum aus eigenen Gewinnen.