Wirtschaftsfachwirt Unternehmensführung

Erläutere den Begriff Unternehmensleitbild

Erläutere den Begriff Unternehmensleitbild

Diese Lernkarten behandeln zentrale Aspekte der Unternehmensführung im Rahmen der beruflichen Weiterbildung, mit Fokus auf Projektmanagement und Risikomanagement. Sie erklären Projektphasen, -organisation, -planung sowie Dokumentation und Steuerung, während Risikobewältigungsstrategien und -prozesse detailliert dargestellt werden. Besonders relevant sind die Aufgaben des Projektleiters, Projektstrukturpläne und die Bedeutung klarer Zielvorgaben. Ideal für angehende Wirtschaftsfachwirte, die praktische Methoden für die Projektarbeit und Unternehmenssteuerung erlernen möchten.
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Allemand
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
25.03.2026 / 17.07.2026

Flashcards

Aufbereitung des Wissens

  • Ziele
  • Methoden der Aufbereitung 

Ziel ist es das Wissen so bereitzustellen, dass es für den Empfenger maximal nützlich ist 

Methoden:

  • Data-Mining (systematische Analyse großer Datenmengen, um Muster, Zusammenhänge und neue Erkenntnisse daraus zu gewinnen.),
  • Visualisierung und Reporting,
  • Verlinkung und Suche 


 

5 Disziplinen – Konzept der „Lernenden Organisation“

und Ziele

  • Ganzheitliches Denken im Management ist entscheidend
  • Weniger Hierarchie, mehr Selbstorganisation & Wissensaustausch
  • Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt
  • Unterstützung durch IT-Systeme & Netzwerke
  • Organisation, Führung & Technologie bilden eine Einheit

 

Ziele: 

  • Lernen fördern 
  • Wissen speichern, verarbeiten, teilen 
  • Wissen in Prozesse und Innovationen einbringen 
  • Austausch mit der Umwelt 

Erkläre das Modell der Lernenden Organisationen 

1. Personal Mastery: Selbstentwicklung und Eigenverantwortlichkeit, Führung als Coach 

2. Mental Models: Eigene Denkweise erkennen und kritisch hinterfragen 

3. Shared Vision: Gemeinsame Ziele und Visionen entwickeln, mit denen sich alle identifizieren 

4. Team Learning: Gemeinsames Lernen und offener Austausch im Team 

5. Systems Thinking: Ganzeinheitliches Denken, verbindet alle Disziplinen 

Erläuetre das Eisenhower Prinzip und gib für jedes Feld zwei Beispiele 

Die Tätigkeiten werden nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortiert 

Wichtig, nicht dringlich: Terminieren 
Bewerbungen analyisieren, Bewerber einladen 

Wichtig, dringlich: Sofort erledigen 
Löhne überweisen, Sozialversicherungsmeldungen versenden 

Nicht wichtig, nicht dringlich: Papierkorb 
Werbeanrufe oder Emails

Nicht wichtig, dringend (Delegieren)
AU abfragen, Rechnungen kontrollieren 

Nenne die Vor- und Nachteile des Eisenhower-Prinzips

  • Identifikation der wichtigten Aufgaben 
  • Aufgaben priorisierung 
  • Überblick und Ordnung in einer grafischen Darstellung veranschaulichen 
  • stärkere Einbindung von Mitarbeitern durch das Delegieren von Aufgaben 

 

  • Definition von Wichtigkeit und Dringlichkeit ist objektiv 
  • Wenig hilfreich bei Aufgabenhäufungen in kleinen Bereichen 
  • Zeitaufwenig 

ALPEN Methode

Aktivität: Aufgaben und Termine sammeln 

Länge: Zeitaufwand der Dauer der jeweiligen Aufgaben einschätzen 

Pufferzeiten: einplanen (40% ca. offen lassen) 

Entscheidungen: treffen und Aufgaben priorisieren 

Nachkontrolle: Evalution der Ergebnisse 

Vor und Nachteile der Alpen-Methode

  • Tagesziele sind klar definiert und erreichbar
  • Arbeitszufriedenheit und Motivation 
  • Zeit sparen durch Priorisierung 
  • Transparente Übersicht der Aufgaben 

 

  • Nicht auf alle Berufsfelder vollständig anwendbar 
  • Abhängig vom Arbeitsumfang und Aufgabenart 
  • Schwierig bei starker Abhängigkeit von anderen Personen 
  • 60% der Arbeitszeit verplanen ist nicht immer ausreichend 

Pareto Methode

Ishikawa Diagramm 

Was sind die 7 Ms

  • Maschine 
  • Material 
  • Mensch 
  • Management 
  • Mitwelt 
  • Methode 
  • Messung 

Beschreibe den Prozess der Entscheidung

1. Problemerkennung 
2. Suche nach Lösungen, Informationen sammeln 
3. Alternativen finden 
4. Bewertung der Alternativen 
5. Entscheidung treffen 
6. Umsetzung 
7. Kontrolle 

Was sind die drei Entscheidungskategorien 

  • Entscheidung bei Sicherheit: Alle Alternativen sind bekannt, vollständige Daten liegen vor, Ergebnis ist sicher vorhersehbar 
  • Entscheidung bei Unsicherheit: Keine Informationen über Eintrittswahrscheinlichkeit, Ergebnis ist nicht abschätzbar 
  • Entscheidung unter Risiko: Wahrscheinlichkeiten schätzbar, Risiko kann bewertet werden

Entscheidungsregeln (4 Stück) 

  • Maximax = optimistisch Wählt die bestmögliche Option 
  • Maximin = pessimistisch Wählt die sicherste Option 
  • Hurwicz = gemischt Mischung aus optimistisch und vorsichtig 
  • Bayes= risikoorientiert Nutzt Wahrscheinlichkeiten und Durchschnitt 

Entscheidungsmatrix kurze Erklärung und Vor und Nachteile 

Eine Entscheidungsmatrix enthählt in den Spalten: Entscheidungsalternativen und in den Zeilen: Entscheidungsrelevante Kriterien 

(Sie kann gewichtet oder ohne Gewichtung vorkommen)

  • fundierte, rationale und strukturierte Entscheidungen 
  • Entscheidungen sind nachvollziehbar 
  • Universell einsetzbar 
  • Erleichtert die Dokumentation 
  • Gewichtung erlaubt differenzierte Bewertung 
  • Eignet sich als Diskussionsgrundlage 

 

  • Kann zeitaufwendig sein 
  • Entscheidung kann durch zu viele Kriterien erschwert werden 
  • Kriteriengewichtung erfolgt subjektiv 

Beschreibe Organisationsentwicklung und Reorganisation 

  • Reorganisation: bewusste und geplante tiefgreifende und umfassende Änderung der Aufbau- und Ablauforganisation mit dem Ziel der Effektivitätssteigerung 
  • Organisationsentwicklung: längerfristig angelegter, umfassender Entwicklungs- und Veränderungsprozess von Organisationen und den in ihnen tätigen Menschen 

Was ist ein wesentlichen Merkmal der Nutzwertanalyse 

Qualitative Kriterien werden bewertet und gewichtet, um Alternativen vergleichbar zu machen

Nach welcher Norm werden die Phasen des Projektmanagements definiert?

DIN 69901

Welche 3 Eckpunkte hat das Zieldreieck eines Projektes? (Magisches Dreieck)

  • Zeit 
  • Kosten 
  • Leistung/ Umfang dazugehören Quantität und Qualität 

Nenne die 5 Phasen des Projektmanagements nach DIN ISO 69901

  • Initialisierung (Freigabe erteilen, Zuständigkeiten klären, Ziele skizzieren) 
  • Definition (Ziele definieren, Grobstruktur erstellen, Team bilden, Kommunikations und Berichtswesen festlegen, Meilensteine definieren) 
  • Planung: (projektplan erstellen, Termine, Kosten, Projektorganisation, Strukturplan, Ressourcen einplanen, Qualitätssicherung planen) 
  • Steuerung: (Vorgänge antsoßen, Termine steuern, Kosten- und Finanzmittel steuern, Zielerreichung steuern) 
  • Abschluss: (Abschlussbericht erstellen, Projektdoku erstellen, Nachkalkulation, Erfahrungen sichern, Wiedereingliederung der MA, Verträge abschließen) 

Definition Projektmanagement 

Projektmanagement ist die überlebensnotwendige Kunst zur Existenzsicherung des Unternehmens, all die Aufgaben zu lösen, die den Leistungsrahmen der klassischen Organisationsformen übersteigen. 

Projektmanagemnt dient daher vorrangig der Aufgabe, trotz gegebener Organisationsstruktur die unternehmerische Flexibilität und Zukunftssicherung zu erhalten. 

Merkmale des Projektmanagements:

  • zeitliche Befristung 
  • Zielvorgabe
  • relativ neuartig 
  • Komplexität 
  • Unsicherheit, Risiko 
  • abgestimmte Organisation 
  • begrenzte Ressourcen 

Projektablauf welche Pläne gibt es 

1. Projektstrukturplan: legt Teilaufgaben und Arbeitsaspekte fest und ist KERN eines jeden Projektes, er kann funktionsorientiert, erzeugnis- oder objektorientiert sein 

2. Projektablaufplan: legt die logische Reihenfolge der Bearbeitung fest 

3. Projektterminplan: legt Termine fest (Start und Ende) 

4. Projektkapazitätenplan: enthält Schätzung der Ressourcen 

5. Gesamtkostenplanung: Einzelkosten der Arbeitspakete 

6. Projektqualitätsplanung: Q. der einzelnen Arbeitspakete wird geplant, kontrolliert und gesichert  

 

Ablauforganisation im Projektmanagement 

1. Sequenzieller Ablauf:

Start -> Arbeitspaket 1 -> Arbeitspaket 2 -> 3 -> Ende 

 

2. Paralleler Ablauf 

Start ->Aufgabenpaket 1

                                            -> Ende 

         -> Aufgabenpaket 3

 

Was sind Meilensteile im PM

  • Ereignisse mit besonderer Bedeutung 
  • werden am Ende einer Projektphase gesetzt 
  • Leistungen, Zeit, Kosten und weche Faktoren werden bis zu diesem Punkt reflektiert 

z.B. Projektstart, Lieferereignisse (wichtige Rohstoffe werden geliefert), Testergebnisse...

Was ist der der Pojektstrukturplan und was ist seine Funktion ?

Der Projektstrukturplan ist die vollständige, hierarchische Darstellung aller Elemente
bsp.: Struktur - Teilaufgabe - Arbeitspaket 

  • stellt sicher, dass keine wesentlichen Inhalte in der Planung vergessen werden 
  • vollständige Übersicht über Projektgegenstand 
  • definierbare Arbeitspakete bilden deligierbare Einheiten 
  • Grundlage für die Arbeitsteilung 

Vorgehensweise beim Projektstrukturplan 

  • Gliederung festlegen 
  • Vorgehensweise festlegen (Wer ist beteiligt) 
  • Ausgangsinformationen analysieren 
  • Sammlung der Aufgaben und Arbeitspakete 
  • Strukturierung der Pakete 

Definiere Projektsteuerung 

Die Proektsteuerung umfasst neben der Überwachung des Projektverlaufs und der Sicherung des Projektfortschritts auch die Anleitung und Motivation der Mitglieder während des gesamten Ablaufs 

Ständige Soll/ Ist Analyse bei Abweichungen muss die Projektsteuerung Maßnahmen ergreifen 

Proejktorganisation 

wird auch Sekundärorganisation genannt -> ergänzt die Primärorganisation (dauerhafte Grundstruktur, Kerngeschäfts des U.) durch flexible, zeitgleich begrenzte Strukturen zur Lösung spezieller Aufgaben 

Reines Projektmanagemet: Erklären und Vor- und Nachteile

  • Projektmanager hat volle Kompetenz in allen Sach- und Ressourcsenfragen 
  • Kann die Realisierung auch gegen den Willen der Linienmanager durchsetzten 
  • Projektmitglieder werden für die Dauer des Projektes vollständig aus dem Tagesgeschäft herausgelöst 

Vorteile:
- volle Kompetenz des PL, er kann schnell reagieren 
-Idenitifikation mit dem Projekt besser möglich 
Nachteile:
- Wissensverlust bei der bisherigen Tätigkeit 
- hohe Umstellkosten 
- Projektgruppe steht in Konkurrenz zur Linie
- Rückkehr der Teammitglieder nach Beendigung des Projekts

Stab-Projektmanagement beschreiben und Vor- und Nachteile nennen 

  • Der Projektmanager ist nur eine Stabsstelle und hat keine Weisungsbefugnis ggü. der Linie, nur Beratungsfunktion 
  • Mitarbeiter bleiben in ihren Abteilungen bestehen 

Vorteile: 
- leichte Implementierung 
- Beratungskompetenz ist hoch 
- geringes Risiko der Machtausübung 

Nachteile: 
- Akzeptanzproblem der Linie
- Problem des Zugriffs auf Ressourcen 
- ein klares Direktionsrecht 

Matrix-Projektmanagement: Beschreiben 

  • Fachabteilungen und Projektleiter arbeiten gleichberechtigt zusammen (Doppelkompetenz=Probleme) 
  • Die Linienmanager haben volle Kompetenzen bezogen auf ihren Verantwortungsbereich 
  • Projektleiter hat die volle Konpetenz in allen Fragen, die das Projekt betreffen 

Was ist der Projektauftrag 

Der Projektauftrag ist ein wichtiger Grundstein fürs Projekt und regelt die Grundlagen für die Durchführung, insbesondere die Ziele. Der Auftrag wird vom Projektleiter erstellt und vom Auftraggeber freigegeben 

Beschreibe das Cynefin-Modell zur Wahöll des Projektmanagemnts 

Phasen im Projektabschluss für den Projektleiter 

  • Abnahmebedingung prüfen 
  • Abschlussbericht erstellen 
  • Abschlussbericht präsentieren 
  • Multiplikatoren sichern 
  • Feedback 
  • Dank und Würdung (Team) 
  • Reintegration der Mitglieder 
  • Erfahrungen festhalten 

Interne Projektdokumentation 

Externe Projektdokumentation 

Intern: Abweichungsberichte, Schätzungen des Kernteams, Meilensteinprotokolle 

Extern: Projektvertrag, Statusbericht, Projektabschlussbericht (nach Außen gerichtet) 

Was sind die Aufgaben des Projektmanagements 

  • Projektplanung: Projektdefinition, Aufgabenplanung (was, wie gut), Terminplanung, Ressourcenplanung,
    Kostenplanung, Finanzplanung
  • Projektorganisation: Rollendefinition, Teamaufbau, Aufgabenverteilung, Kommunikation, Schnittstellenmanagement
  • Projektteamführung: Förderung von Zielklarheit und -akzeptanz, Förderung der Zusammenarbeit, Gestaltung von Arbeitsbedingungen, Teamauflösung
  • Management der Umfeldbeziehungen: Umfeldanalyse, Projektmarketing
  • Projektcontrolling: integrierte Überwachung von Leistung, Qualität, Terminen, Ressourcen, Kosten, Finanzmittel,
    Verfolgung der Entwicklung kritischer Erfolgsfaktoren

Beschreibe die Projektumfeldanalyse

  • Zu den Sachfaktoren zählen dabei das natürliche bzw. physische, technische, ökonomische, organisatorische, gesellschaftliche und rechtliche Umfeld, zum sozialen Umfeld die sogenannten Stakeholder, also alle Personen und Personengruppen die ein berechtigtes Interesse am Projekt oder seinen Ergebnissen haben.

Gründe für das Scheitern eines Projektes 

  • Projektbeginn ohne klares Bedürfnis
  • Auswahl eines ungeeigneten Projektmanagers
  • Fehlende Unterstützung des Managements
  • Unzureichend definierteAufgaben
  • Nicht effektive Anwendung des Projektmanagement-Prozesses
  • Widerwillen, das Projekt zu beenden
    • …
    „Ein Projekt ist erfolgreich, wenn alle berechtigten Interessen berücksichtigt werden und alle
    Beteiligten zufrieden sind!“

Erkläre was Risiko bedeutet und erläutere das Risikomanagement 

Ein Risiko ist ein Ereignis, von dem nicht sicher bekannt ist, ob es eintreten und/oder in welcher
genauen Höhe es einen Schaden verursachen wird.


Risikomanagement
• Ist die bewusste und proaktive Steuerung und Absicherung von Projektrisiken
• bedeutet

  • zu wissen, was schief laufen kann
  • zu wissen, was es für das Projekt bedeutet wenn etwas schief läuft
  • einen Plan zu haben wenn etwas Schief läuft
  • Risiken unter Kontrolle zu halten

Nenne die 4/6 Phasen des Risikomanagementprozesses und erkläre diese

  • Risiken identifizieren 
  • Risiken bewerten 
  • Risiken priorisieren 
  • steuer 
  • überwachen
  • berichterstatten 

(Es ist nicht genau festgelegt welche Phasen es gibt die IHK kann nach 3 oder 4 oder 8 Phasen fragen)

Welche Risiko-Bewältigungsstrategien gibt es

  • Risiko-Vermeidung: Inhalte streichen, Termine verlängern, Budget erhöhen 
  • Risiko-Verminderung: Eintrittswahrscheinlichkeit senken ... nur bekannte Lieferanten, Prototypen...
  • Risiko-Teilung/Übertragung: Versicherung oder Risiko auf Dritte verlagern (Vertragsklausel Lieferant haftet für zuspäte Lieferung) 
  • Bewusste Risiko-Tragung: Akzeptanz, oft werden dafür Sicherheitsreserven gebildet

Study