Themenkatalog Gleisbautechnik LAP
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Lernkarten
Beschreiben Sie mir allgemeine Regeln die, die Montage und Stationierung der
HM-Tafeln und KM- Tafeln betreffen?
Hektometertafeln sind im Abstand von
o 100m bei zweigleisigen Strecken
▪ ungerader Hektometer links vom Anfangskilometer beginnend
▪ gerader Hektometer rechts der Bahn vom Anfangskilometer beginnend in Fahrtrichtung gesehen zu montieren.
o 200m bei eingleisigen Strecken entlang der Bahnstrecke zu montieren.
• Kilometertafeln werden bei jedem „vollem“ Kilometer angebracht.
• Die genaue Standortbestimmung in Bezug auf die Kilometrierung wird mit
Metergenauigkeit ermittelt.
• Streckentafeln werden grundsätzlich an Fahrleitungsmasten senkrecht zur
Gleisachse befestigt; auf nicht elektrifizierten Strecken sind sie nach Möglichkeit
rechts der Bahn aufzustellen.
• Die Stationierung bezieht sich
o Eingleisigen Strecken auf die Gleisachse
o Zweigleisigen Strecken auf die Gleisachse des jeweiligen Gleises.
• Auf Freihalten des Lichtraumes bzw. erforderlichen Seitenräume achten.
• Die Sicht auf Signale muss gewährleistet sein.
Der vertikale Abstand zwischen Tafelunterkante und der SOK beträgt ca. 2,5m, jedoch mindestens 2,20m über der Standfläche.
Was ist ein Fehlerprofil?
Fehlerprofile sind Unterbrechungen der durchgehenden Stationierung einer
Strecke, die durch Linienverbesserungen und Linienkorrekturen entstanden sind.
Sie können positive oder negative Kilometrierungsfehlbeträge (Sprünge)
aufweisen.
• Um dem Tfz-Führer die genauen km anzugeben, sind Kilometrierungsfehl-
beträge gesondert zu kennzeichnen
Wo werden Fehlerprofiltafeln angebracht?
Die FP-Tafeln werden
o auf Bremsweglänge vor dem jeweiligen Fehlerprofil,
o unter den Hm/Km -Tafeln angebracht.
Wozu benötigt man eine Strecken- und Gleisbezeichnungstafel auf der freien
Strecke?
Die Kennzeichnung dient zur Einhaltung der LA- und Befehlsvorschreibung bzw.
zur eindeutigen Erkennung, wann sich der Tfzf auf der im Buchfahrplan
dargestellten Alternativstrecke befindet.
o Jeweils am Beginn und Ende von parallellaufenden Strecken, an den
ersten und letzten 3 Fahrleitungsmasten,
o bei jedem vollen Kilometer,
o die Angaben beziehen sich jeweils auf das einzelne Gleis.
Beschreiben Sie mir das Signal NBÜ – Bereich?
Die NBÜ dient dazu, dass in bestimmten Gleisbereichen ein Zug nicht durch eine
ausgelöste Notbremse zum Halten kommt.
• Damit der Tfz-Führer zusätzlich zu seinen Fahrplanunterlagen über diese
Bereiche informiert wird, werden diese Streckenbereiche mit dem Signal NBÜ-
Bereich gekennzeichnet.
• Wenn ein Reisender in einem NBÜ-Bereich die Notbremse betätigt, so deaktiviert
der Tfz-Führer die Notbremse so lange, bis er den NBÜ-Bereich verlassen hat.
• Erst danach leitet er die Bremsung ein.
Wie sieht der Aufbau bei der Errichtung einer einteiligen 55er Bahnsteigkante
aus?
• Fundament: Abstand von 1665 mm (R ≥ 2000 Meter), frostfrei verlegen,
kommt das Fundament auf einen Tragschichtaufbau so wird es
auf die untere Tragschicht versetzt. Oberkannte liegt bei Gleisen
ohne Überhöhung 41 cm unter SOK.
• Bahnsteigkante: auf 1 cm Mörtelbett oder auf Kunststoffdistanzplättchen mit
anschließender Verfüllung mittels Fließmörtel.
• Setzen der Steckeisen
• Aufbringen eines Betonfußes in einer Höhe von 26 cm (Bahnsteigkantenfuß)
• Hinterfüllung: verwendet wird nichtbindiges, frostfreies der Hinterfüllung endet ca. 40cm (genau 39 cm) unter der
Bahnsteigoberkannte bei ordnungsgemäßer Verdichtung.
• Errichten der unteren ungebundenen Tragschicht in einer Stärke von 20 cm
(Körnung 0/45) mit anschließender Verdichtung.
• Errichtung der oberen ungebundenen Tragschicht in einer Stärke von 10 cm (Körnung 0/32) mit anschließender Verdichtung.
• Aufbringen eines 3 cm starken Splittbettes (Körnung 2/4)
• Verlegen des 6 cm Verbundsteinpflasters
Wie erfolgt die Entwässerung von Bahnsteigen?
Oberflächenwässer grundsätzlich nicht in die Gleisbettung ableiten
• Gefälle 1,5 % – 4,5 % von der Bahnsteigkante weg
• Entwässerungsachse in Bahnsteigmitte in Form einer Pendelrinne
• Längsneigung der Pendelrinne – 3 ‰
Wie erfolgt die Ausbildung der Bahnsteigenden?
Senkrechter Abschluss
• Gitterroststufen (60 cm breit, Geländer bei mehr als 4 Stufen)
• Schild „Zutritt für Unbefugte verboten“
Wie können sich sehbehinderte Menschen auf Bahnsteigen orientieren?
Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben
Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.
Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben
Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.
Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben
Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.
Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben
Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.
Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben
Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.
Wie erfolgt die Kennzeichnung des Aufenthaltsbereiches?
• Mit 10 cm breiten zinkgelben Warnstreifen und 10cm breiten anthrazitfarbenen
Kontraststreifen.
• Der Warnstreifen liegt außerhalb des Aufenthaltsbereiches, der Kontraststreifen
im Aufenthaltsbereich.
Welche maximale Überhöhung dürfen Gleise, welche neben Bahnsteigen liegen,
aufweisen?
D ≤ 60 mm, bei bestehenden Anlagen D ≤ 100 mm
Wie erfolgt die Festlegung von 550er Bahnsteigkanten?
• Alle 7,5 m ist im Bahnsteigbereich eine Festlegevorrichtung einzubauen. 30 m
vor und nach dem Bahnsteig sind an jeder 5. Schwelle beidseitig SIK
anzubringen.
Welchen Regelabstand weisen 550er Bahnsteigkanten in der Geraden auf,
welche Abweichungen dürfen zufolge Betriebseinwirkung entstehen?
Regelabstand = 1665 mm
• In Folge Betriebseinwirkung darf sich der Abstand um max. 15 mm verringern
(Mindestabstand: 1650 mm) und um max. 35mm vergrößern (Maximalabstand:
1700mm)
Wie wirkt sich die Überhöhung von Gleisen im Bahnsteigbereich aus?
Bahnsteige neben Bogenaußenstrang sind, um einen gewissen Faktor der
Überhöhung höher zu legen bzw. näher an das Gleis zu führen.
• Bahnsteige neben Bogeninnenstrang sind, um einen gewissen Faktor der
Überhöhung tiefer zu legen bzw. vom Gleis abzudrücken.
Wie erfolgt die Kennzeichnung des Gefährdungsbereiches auf Bahnsteigen bei
einer örtlichen Geschwindigkeit über 160km/h?
Der Gefährdungsbereich wird rot gekennzeichnet
• An geeigneten Stellen werden Gefahrenhinweise aufgestellt
Unter welchen Voraussetzungen dürfen schienengleiche Bahnsteigzugänge
errichtet werden?
Nur ein definierter, stirnseitig angeordneter Zugang
• Sicht der 2,5-fachen Annäherungsgeschwindigkeit des Tfz – Vmax = 40 km/h
• Zugang über maximal 1 Hauptgleis (mehrere Nebengleise dürfen überschritten
werden)
• Zugang über das durchgehende Hauptgleis ist verboten
• Gefahrenhinweise müssen angebracht werden
Womit wird die Oberfläche der Bahnsteige befestigt?
Mit Verbundsteinen (vorzugsweise hellgrau) 6cm hoch
• Bahnsteigen auf „Nebenbahnen“ mit geringer Fahrgastfrequenz mit
Abfallgemühle.
Was versteht man unter Linienführung?
• Ist der geometrische Verlauf der Gleisachse bzw. Bahnachse im Gelände.
• Die Linienführung wird bestimmt durch Verkehrswirtschaftlichkeit, Topografie und
Technik.
Was versteht man unter Richtung?
Ist der Verlauf der Gleisachse im Grundriss.
Was versteht man unter Neigung?
Ist der Verlauf der Gleisachse im Aufriss.
Was versteht man unter Anlagenverhältnisse?
Unter Anlageverhältnisse wird der geometrische Verlauf der Gleis- oder
Bahnachse (das ist Richtung und Neigung gemeinsam) verstanden.
Welche Trassierungsvariablen kennen Sie?
• Längsneigung
• Überhöhung
• Verwindung
• Krümmung
Was versteht man unter Längsneigung?
Ist das Verhältnis zwischen Höhe und Länge.
• Angabe in ‰ (d.h. 1mm Höheunterschied pro 1m Streckenlänge, in der
Steigung oder im Gefälle)
Was versteht man unter einem Kreisbogen?
• Von einem Kreisbogen spricht man, wenn der Halbmesser immer gleich groß
ist.
• Die Bogenpunkte werden im Sinne aufsteigender Kilometrierung mit
Bogenanfang (BA) und Bogenende (BE) benannt.
• Von einem Linksbogen spricht man, wenn der Mittelpunkt des Bogens links liegt
im Sinne aufsteigender Kilometrierung.
• von einem Rechtsbogen spricht man, wenn der Mittelpunkt des Bogens rechts
liegt im Sinne aufsteigender Kilometrierung.
Was versteht man unter einem Korbbogen?
Von einem Korbbogen spricht man, wenn mindestens zwei oder mehrere
gleichgerichtete Kreisbögen mit verschiedenen Halbmessern direkt
aneinanderstoßen.
• Der Punkt wo die Bögen direkt aneinanderstoßen wird mit Bogenwechsel (BW)
benannt.
Was ist eine Gerade?
Eine Gerade ist die kürzeste Verbindung zweier Punkte.
• Beide Schienen sind Gerade - Krümmung ist 0.
• Linke und rechte Schiene liegen in einer horizontalen Ebene.
Was versteht man unter einem Gegenbogen?
Von einem Gegenbogen spricht man, wenn ein Rechts- bzw. Linksbogen oder
umgekehrt direkt aneinanderstoßen.
• Der Punkt wo die Bögen direkt aneinanderstoßen wird mit Bogenende (BE) -
Bogenanfang (BA) bezeichnet.
Was versteht man unter einem Übergangsbogen?
• Ein Übergangsbogen ist der allmähliche Übergang von einer Geraden zu einem
Kreisbogen oder von einem schwächer gekrümmten zu einem stärker
gekrümmten Kreisbogen.
• Die Punktbezeichnungen beim Übergangsbogen lauten
o ÜA=Übergangsbogenanfang
o ÜE=Übergangsbogenende
• ÜA liegt immer dort, wo die Krümmung am schwächsten ist.
• ÜE liegt immer dort, wo die Krümmung am stärksten ist.
Was versteht man unter einem Neigungswechsel?
Ist ein Wechsel in der Längsneigung des Gleises, z.B. Steigung auf Gefälle, …
Was versteht man unter Überhöhung?
Wenn die Bogenaußenschiene um das Maß „D“(mm) höher liegt als die
Bogeninnenschiene um der Seitenbeschleunigung entgegenzuwirken.
Welche Arten der Überhöhung kennen Sie?
• Ausgeglichene Überhöhung
• Regelüberhöhung
• Mindestüberhöhung
• Größte auszuführende Überhöhung
• Kleinste auszuführende Überhöhung
Was versteht man unter Regelüberhöhung?
• Ist die Überhöhung, die in der Regel ausgeführt wird.
• Nach Wahl des Kreisbogenradius wird die Regelüberhöhung für verschiedene
Geschwindigkeitsbereiche, in Abhängigkeit von Überhöhungsfehlbetrag und
Überhöhungsüberschuss festgelegt.
Was versteht man unter Überhöhungsfehlbetrag?
• Ist jene Fehlüberhöhung, die beim Befahren mit der Vmax auf die
ausgeglichene Überhöhung fehlt, um mit keiner Seitenbeschleunigung zu
fahren. Das Fahrzeug wird dadurch in den Bogenaussenstrang gedrückt. Das
Symbol für den Überhöhungsfehlbetrag ist = I.
• Dreg= Dequ - Ireg
Was versteht man unter Überhöhungsüberschuss?
Ist beim Befahren eines Bogens mit einer bestimmten Geschwindigkeit die
Überhöhung (Dequ) zu groß, dann entsteht eine Seitenbeschleunigung zur
Bogeninnenseite, dass Fahrzeug fährt, dadurch auf dem Bogeninnenstrang.
Das Symbol für den Überhöhungsüberschuss ist= E.
• D=Dequ + Ereg
Was versteht man unter Mindestüberhöhung?
Ist die Überhöhung, bei der der Überhöhungsfehlbetrag den größten zulässigen
Wert annimmt. Dieser Wert ist Mindestens auszuführen. Wird immer auf ganze
mm aufgerundet.
Was ist die größte auszuführende Überhöhung?
• Dgr = 160 mm
Was ist die kleinste auszuführende Überhöhung?
• Dkl = 20 mm
Was wissen Sie über das Krümmungsbild?
• Das Krümmungsbild dient als Schaubild der Anlageverhältnisse.
• Im Sinne Aufsteigender Kilometrierung erhält der Rechtsbogen das Vorzeichen
„+“ (positiv)
• Im Sinne Aufsteigenden Kilometrierung erhält der Linksbogen das Vorzeichen
„-“ (negativ)