Themenkatalog


R. Ö. Teacher
Diese Lernkarten decken Grundlagen und spezifische Handhabungen im Gleisbau ab, etwa Schienenmontage, Werkzeugbedienung und Sicherheitsvorschriften. Sie vermitteln praxisnahes Wissen zu Abständen, Befestigungen und Gefahrenprävention für Auszubildende in der Gleisbautechnik. Ideal für Berufsschüler und Lehrlinge, die sich auf Prüfungen oder den Arbeitsalltag vorbereiten.
Karten
285
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
24.03.2026 / 08.09.2026

Lernkarten

Beschreiben Sie mir allgemeine Regeln die, die Montage und Stationierung der

      HM-Tafeln und KM- Tafeln betreffen?

 

   Hektometertafeln sind im Abstand von

                o   100m bei zweigleisigen Strecken

               ▪   ungerader Hektometer links vom Anfangskilometer beginnend

               ▪   gerader Hektometer rechts der Bahn vom Anfangskilometer  beginnend in Fahrtrichtung gesehen zu montieren.

                o   200m bei eingleisigen Strecken entlang der Bahnstrecke zu montieren.

         •   Kilometertafeln werden bei jedem „vollem“ Kilometer angebracht.

         •   Die genaue Standortbestimmung in Bezug auf die Kilometrierung wird mit

             Metergenauigkeit ermittelt.

         •   Streckentafeln werden grundsätzlich an Fahrleitungsmasten senkrecht zur

             Gleisachse befestigt; auf nicht elektrifizierten Strecken sind sie nach Möglichkeit

             rechts der Bahn aufzustellen.

         •   Die Stationierung bezieht sich

                 o Eingleisigen Strecken auf die Gleisachse

                 o Zweigleisigen Strecken auf die Gleisachse des jeweiligen Gleises.

         •   Auf Freihalten des Lichtraumes bzw. erforderlichen Seitenräume achten.

         •   Die Sicht auf Signale muss gewährleistet sein.

Der vertikale Abstand zwischen Tafelunterkante und der SOK beträgt ca. 2,5m, jedoch mindestens 2,20m über der Standfläche.

 

Was ist ein Fehlerprofil?

 

Fehlerprofile sind Unterbrechungen der durchgehenden Stationierung einer

            Strecke, die durch Linienverbesserungen und Linienkorrekturen entstanden sind.

            Sie können positive oder negative Kilometrierungsfehlbeträge (Sprünge)

            aufweisen.

        •   Um dem Tfz-Führer die genauen km anzugeben, sind Kilometrierungsfehl-

            beträge gesondert zu kennzeichnen

 

Wo werden Fehlerprofiltafeln angebracht?

 

  Die FP-Tafeln werden

                 o   auf Bremsweglänge vor dem jeweiligen Fehlerprofil,

                 o   unter den Hm/Km -Tafeln angebracht.

Wozu benötigt man eine Strecken- und Gleisbezeichnungstafel auf der freien

      Strecke?

Die Kennzeichnung dient zur Einhaltung der LA- und Befehlsvorschreibung bzw.

            zur eindeutigen Erkennung, wann sich der Tfzf auf der im Buchfahrplan

            dargestellten Alternativstrecke befindet.

                 o   Jeweils am Beginn und Ende von parallellaufenden Strecken, an den

                     ersten und letzten 3 Fahrleitungsmasten,

                 o   bei jedem vollen Kilometer,

                 o   die Angaben beziehen sich jeweils auf das einzelne Gleis.

 

Beschreiben Sie mir das Signal NBÜ – Bereich?

 

Die NBÜ dient dazu, dass in bestimmten Gleisbereichen ein Zug nicht durch eine

            ausgelöste Notbremse zum Halten kommt.

        •   Damit der Tfz-Führer zusätzlich zu seinen Fahrplanunterlagen über diese

            Bereiche informiert wird, werden diese Streckenbereiche mit dem Signal NBÜ-

            Bereich gekennzeichnet.

        •   Wenn ein Reisender in einem NBÜ-Bereich die Notbremse betätigt, so deaktiviert

            der Tfz-Führer die Notbremse so lange, bis er den NBÜ-Bereich verlassen hat.

        •   Erst danach leitet er die Bremsung ein.

Wie sieht der Aufbau bei der Errichtung einer einteiligen 55er Bahnsteigkante

      aus?

•   Fundament: Abstand von 1665 mm (R ≥ 2000 Meter), frostfrei verlegen,

                          kommt das Fundament auf einen Tragschichtaufbau so wird es

                          auf die untere Tragschicht versetzt. Oberkannte liegt bei Gleisen

                          ohne Überhöhung 41 cm unter SOK.

         •   Bahnsteigkante: auf 1 cm Mörtelbett oder auf Kunststoffdistanzplättchen mit

                          anschließender Verfüllung mittels Fließmörtel.

  •   Setzen der Steckeisen

  •   Aufbringen eines Betonfußes in einer Höhe von 26 cm (Bahnsteigkantenfuß)

 •   Hinterfüllung: verwendet wird nichtbindiges, frostfreies der Hinterfüllung endet ca. 40cm (genau 39 cm) unter der

 Bahnsteigoberkannte bei ordnungsgemäßer Verdichtung.

 •   Errichten der unteren ungebundenen Tragschicht in einer Stärke von 20 cm

   (Körnung 0/45) mit anschließender Verdichtung.

 •   Errichtung der oberen ungebundenen Tragschicht in einer Stärke von 10 cm                                                                         (Körnung 0/32) mit anschließender Verdichtung.

 •   Aufbringen eines 3 cm starken Splittbettes (Körnung 2/4)

 •   Verlegen des 6 cm Verbundsteinpflasters

Wie erfolgt die Entwässerung von Bahnsteigen?

 

   Oberflächenwässer grundsätzlich nicht in die Gleisbettung ableiten

         •   Gefälle 1,5 % – 4,5 % von der Bahnsteigkante weg

         •   Entwässerungsachse in Bahnsteigmitte in Form einer Pendelrinne

         •   Längsneigung der Pendelrinne – 3 ‰

Wie erfolgt die Ausbildung der Bahnsteigenden?

 

   Senkrechter Abschluss

         •   Gitterroststufen (60 cm breit, Geländer bei mehr als 4 Stufen)

         •   Schild „Zutritt für Unbefugte verboten“

Wie können sich sehbehinderte Menschen auf Bahnsteigen orientieren?

Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben

            Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.

 

 

Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben

            Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.

 

 

Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben

            Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.

 

 

Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben

            Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.

 

 

Das Blindenleitsystem wird im Abstand von mind. 57 cm von der gelben

            Markierung (Gefahrenraum) durch das taktile Blindenleitsystem angezeigt.

 

 

Wie erfolgt die Kennzeichnung des Aufenthaltsbereiches?

 

        •   Mit 10 cm breiten zinkgelben Warnstreifen und 10cm breiten anthrazitfarbenen

            Kontraststreifen.

        •   Der Warnstreifen liegt außerhalb des Aufenthaltsbereiches, der Kontraststreifen

            im Aufenthaltsbereich.

Welche maximale Überhöhung dürfen Gleise, welche neben Bahnsteigen liegen,

      aufweisen?

D ≤ 60 mm, bei bestehenden Anlagen D ≤ 100 mm

Wie erfolgt die Festlegung von 550er Bahnsteigkanten?

•   Alle 7,5 m ist im Bahnsteigbereich eine Festlegevorrichtung einzubauen. 30 m

            vor und nach dem Bahnsteig sind an jeder 5. Schwelle beidseitig SIK

            anzubringen.

Welchen Regelabstand weisen 550er Bahnsteigkanten in der Geraden auf,

       welche Abweichungen dürfen zufolge Betriebseinwirkung entstehen?

   Regelabstand = 1665 mm

         •   In Folge Betriebseinwirkung darf sich der Abstand um max. 15 mm verringern

             (Mindestabstand: 1650 mm) und um max. 35mm vergrößern (Maximalabstand:

             1700mm)

Wie wirkt sich die Überhöhung von Gleisen im Bahnsteigbereich aus?

  Bahnsteige neben Bogenaußenstrang sind, um einen gewissen Faktor der

             Überhöhung höher zu legen bzw. näher an das Gleis zu führen.

         •   Bahnsteige neben Bogeninnenstrang sind, um einen gewissen Faktor der

             Überhöhung tiefer zu legen bzw. vom Gleis abzudrücken.

Wie erfolgt die Kennzeichnung des Gefährdungsbereiches auf Bahnsteigen bei

       einer örtlichen Geschwindigkeit über 160km/h?

 

   Der Gefährdungsbereich wird rot gekennzeichnet

         •   An geeigneten Stellen werden Gefahrenhinweise aufgestellt

 

Unter welchen Voraussetzungen dürfen schienengleiche Bahnsteigzugänge

       errichtet werden?

Nur ein definierter, stirnseitig angeordneter Zugang

         •   Sicht der 2,5-fachen Annäherungsgeschwindigkeit des Tfz – Vmax = 40 km/h

         •   Zugang über maximal 1 Hauptgleis (mehrere Nebengleise dürfen überschritten

             werden)

         •   Zugang über das durchgehende Hauptgleis ist verboten

         •   Gefahrenhinweise müssen angebracht werden

Womit wird die Oberfläche der Bahnsteige befestigt?

Mit Verbundsteinen (vorzugsweise hellgrau) 6cm hoch

         •   Bahnsteigen auf „Nebenbahnen“ mit geringer Fahrgastfrequenz mit

             Abfallgemühle.

 

 

Was versteht man unter Linienführung?

 

•       Ist der geometrische Verlauf der Gleisachse bzw. Bahnachse im Gelände.

        •       Die Linienführung wird bestimmt durch Verkehrswirtschaftlichkeit, Topografie und

                Technik.

Was versteht man unter Richtung?

 

Ist der Verlauf der Gleisachse im Grundriss.

 

Was versteht man unter Neigung?

 

Ist der Verlauf der Gleisachse im Aufriss.

 

Was versteht man unter Anlagenverhältnisse?

 

Unter Anlageverhältnisse wird der geometrische Verlauf der Gleis- oder

                Bahnachse (das ist Richtung und Neigung gemeinsam) verstanden.

 

Welche Trassierungsvariablen kennen Sie?

 

•       Längsneigung

        •       Überhöhung

        •       Verwindung

        •       Krümmung

 

Was versteht man unter Längsneigung?

 

Ist das Verhältnis zwischen Höhe und Länge.

            •    Angabe in ‰ (d.h. 1mm Höheunterschied pro 1m Streckenlänge, in der

                 Steigung oder im Gefälle)

 

Was versteht man unter einem Kreisbogen?

•   Von einem Kreisbogen spricht man, wenn der Halbmesser immer gleich groß

              ist.

          •   Die Bogenpunkte werden im Sinne aufsteigender Kilometrierung mit

              Bogenanfang (BA) und Bogenende (BE) benannt.

          •   Von einem Linksbogen spricht man, wenn der Mittelpunkt des Bogens links liegt

              im Sinne aufsteigender Kilometrierung.

          •   von einem Rechtsbogen spricht man, wenn der Mittelpunkt des Bogens rechts

              liegt im Sinne aufsteigender Kilometrierung.

 

Was versteht man unter einem Korbbogen?

Von einem Korbbogen spricht man, wenn mindestens zwei oder mehrere

              gleichgerichtete Kreisbögen mit verschiedenen Halbmessern direkt

              aneinanderstoßen.

          •   Der Punkt wo die Bögen direkt aneinanderstoßen wird mit Bogenwechsel (BW)

              benannt.

Was ist eine Gerade?

Eine Gerade ist die kürzeste Verbindung zweier Punkte.

          •   Beide Schienen sind Gerade - Krümmung ist 0.

          •   Linke und rechte Schiene liegen in einer horizontalen Ebene.

 

Was versteht man unter einem Gegenbogen?

 

Von einem Gegenbogen spricht man, wenn ein Rechts- bzw. Linksbogen oder

              umgekehrt direkt aneinanderstoßen.

          •   Der Punkt wo die Bögen direkt aneinanderstoßen wird mit Bogenende (BE) -

              Bogenanfang (BA) bezeichnet.

 

 

Was versteht man unter einem Übergangsbogen?

 •   Ein Übergangsbogen ist der allmähliche Übergang von einer Geraden zu einem

              Kreisbogen oder von einem schwächer gekrümmten zu einem stärker

              gekrümmten Kreisbogen.

          •   Die Punktbezeichnungen beim Übergangsbogen lauten

                  o   ÜA=Übergangsbogenanfang

                  o   ÜE=Übergangsbogenende

          •   ÜA liegt immer dort, wo die Krümmung am schwächsten ist.

          •   ÜE liegt immer dort, wo die Krümmung am stärksten ist.

 

Was versteht man unter einem Neigungswechsel?

Ist ein Wechsel in der Längsneigung des Gleises, z.B. Steigung auf Gefälle, …

 

Was versteht man unter Überhöhung?

 

Wenn die Bogenaußenschiene um das Maß „D“(mm) höher liegt als die

              Bogeninnenschiene um der Seitenbeschleunigung entgegenzuwirken.

 

 

Welche Arten der Überhöhung kennen Sie?

 

   •   Ausgeglichene Überhöhung

          •   Regelüberhöhung

          •   Mindestüberhöhung

          •   Größte auszuführende Überhöhung

          •   Kleinste auszuführende Überhöhung

Was versteht man unter Regelüberhöhung?

 

   •   Ist die Überhöhung, die in der Regel ausgeführt wird.

          •   Nach Wahl des Kreisbogenradius wird die Regelüberhöhung für verschiedene

              Geschwindigkeitsbereiche, in Abhängigkeit von Überhöhungsfehlbetrag und

              Überhöhungsüberschuss festgelegt.

 

Was versteht man unter Überhöhungsfehlbetrag?

  • Ist jene Fehlüberhöhung, die beim Befahren mit der Vmax auf die

              ausgeglichene Überhöhung fehlt, um mit keiner Seitenbeschleunigung zu

              fahren. Das Fahrzeug wird dadurch in den Bogenaussenstrang gedrückt. Das

              Symbol für den Überhöhungsfehlbetrag ist = I.

          • Dreg= Dequ - Ireg

Was versteht man unter Überhöhungsüberschuss?

Ist beim Befahren eines Bogens mit einer bestimmten Geschwindigkeit die

              Überhöhung (Dequ) zu groß, dann entsteht eine Seitenbeschleunigung zur

              Bogeninnenseite, dass Fahrzeug fährt, dadurch auf dem Bogeninnenstrang.

              Das Symbol für den Überhöhungsüberschuss ist= E.

          •   D=Dequ + Ereg

 

Was versteht man unter Mindestüberhöhung?

 

 

Ist die Überhöhung, bei der der Überhöhungsfehlbetrag den größten zulässigen

              Wert annimmt. Dieser Wert ist Mindestens auszuführen. Wird immer auf ganze

              mm aufgerundet.

 

Was ist die größte auszuführende Überhöhung?

•   Dgr = 160 mm

 

Was ist die kleinste auszuführende Überhöhung?

  •    Dkl = 20 mm

 

Was wissen Sie über das Krümmungsbild?

 

  •    Das Krümmungsbild dient als Schaubild der Anlageverhältnisse.

             •    Im Sinne Aufsteigender Kilometrierung erhält der Rechtsbogen das Vorzeichen

                  „+“ (positiv)

             •    Im Sinne Aufsteigenden Kilometrierung erhält der Linksbogen das Vorzeichen

                  „-“ (negativ)

 

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