Themenkatalog Gleisbautechnik LAP
Themenkatalog
Themenkatalog
-
- 1 / 285
-
Lernkarten
Wie läuft eine Visur von Hochpunkt zu Hochpunkt ab?
• Aufsuchen von 2 Hochpunkten.
• Visiergerät am ersten Hochpunkt aufstellen, Grundhebung(15-25mm) einstellen und
anvisieren einer Hebung an der der Messlatte am 2. Hochpunkt.
• Näherrücken der Messlatte ca.8 Schwellen(5m) Richtung Optik.
• Die erhaltenen Hebewerte ablesen und am Schienenfuß anschreiben.
• Nur mehr für kurze Fehler bis 70m erlaubt
Warum erstellen Sie ein Nivellement?
Damit man eine Geländeaufnahme erstellen kann und die Höhen und Tiefen im
Gelände erkennt.
• Um die Neigungsverhältnisse am Gleis zu ermitteln.
Wie werden Vermarkungsbolzen angebracht?
• Waagrecht und im rechten Winkel
• Ca.20 – 50 cm über dem höher liegenden Schienenstrang, im Bahnsteigbereich bis
80cm.
Wie werden Vermarkungspunkte eingewinkelt?
Vom Mastbolzen wird eine gleiche Länge links und rechts auf die Schiene
„Bezugsstrang Richtung“ aufgetragen.
• Dadurch ergibt sich ein Abstand.
• Dieser Wert wird halbiert und schon ist der Vermarkungspunkt (Mastbolzen)
eingewinkelt.
Was wissen Sie über die Punktnummerierung bzw. Punktaufteilung?
Die Punktnummer und die Punktaufteilung ist am Schieneninnensteg anzuschreiben
und aufzutragen (Bezugsstrang Richtung).
• Alle 5m ein Strich und alle 10m Strich mit Zahl.
• Es wird die Hunderter- und Zehnerzahl angeschrieben (z.B. Pkt.45 ist 450m vom
vollen Km entfernt)
• Diese ist direkt mit der jeweiligen Station verbunden und muss somit im Sinne
der Kilometrierung ansteigen.
Was beinhaltet das Bogenverzeichnis?
Das Bogenverzeichnis besteht aus Kopf,- Mittel- und Fußteil
• Im Bogenverzeichnis sind die Richtungsverhältnisse einer Strecke festgehalten
Was ist im Längshöhenverzeichnis angeführt?
• Das Längsverzeichnis besteht aus Kopf,- Mittel- und Fußteil
• Im Längshöhenverzeichnis sind die Neigungsverhältnisse einer Strecke
festgehalten.
Welche Angaben beinhaltet die Bezugspunkteliste?
Die Bezugspunkteliste besteht aus Kopf,- Mittel- und Fußteil
• In der Bezugspunkteliste sind alle Vermarkungspunkte (Masten) bzw. alle
erforderlichen Zwangspunkte enthalten.
Wie wird die Vermessung grundsätzlich unterteilt?
Höhenvermessung
• Richtungsvermessung
Welche Richtungsvermessungsarten kennen Sie?
• Schnur- und Wandersehnenverfahren
• Langsehnenverfahren
• Vermessung durch klassische Geodäsie
• Gleisvormesswagen (EM-SAT120)
• Automationsunterstützt (Amberg)
Nennen Sie einige Vorteile dem Langsehnenverfahren gegenüber dem Schnur-
und Wandersehnenverfahren?
Windunabhängig
• Längerer Messbereich (ca.40 – 70m)
• Die Aufnahme ist einfach.
• Die Solllage kann jederzeit wiederhergestellt werden
• Sehr genau (+/-3mm)
Was wird mit der Langsehnenaufnahme festgestellt?
Es wird die IST - Gleislage festgestellt.
Was ist beim Beginn und Ende eines jeden Messbereiches zu beachten?
Die Aufnahme beginnt und endet grundsätzlich immer in einer Geraden (ca. 200m)!
• Ist dies nicht möglich, kann ausnahmsweise im Kreisbogen (mind. 150m) begonnen
• oder beendet werden (Unterschreitungen nur in Absprache mit i-Gleisbearbeiter)
• Beginn bzw. Enden im Übergangsbogen ist verboten.
• Ist ein vermarkter Gleisabschnitt vorhanden, so muss die Punktaufteilung an den
Bestand angepasst werden, wenn nicht (1000m) kann ein eigener Bezugskilometer
gewählt werden (angelehnt an Hektometertafeln).
Erklären Sie das Einmessen der Vermarkungspunkte?
Müssen in der kilometrischen Lage auf „cm“ genau und im seitlichen Abstand auf
„mm“ genau zur Fahrkante eingemessen werden. (Bezugsstrang „Richtung“)
• Die Abstände der Vermarkungspunkte sind im Sinne der Kilometrierung links der
Bahn mit dem Vorzeichen „-“ und rechts der Bahn mit „+“ zu versehen.
Erklären Sie das Einmessen der Fixpunkte?
Müssen in der kilometrischen Lage auf „dm“ genau und im seitlichen Abstand auf
„cm“ genau zur Gleisachse eingemessen werden.
• Die Abstände der Fixpunkte sind im Sinne der Kilometrierung links der Bahn mit dem
Vorzeichen „-“ und rechts der Bahn mit „+“ zu versehen.
Aus welchen Teilen besteht das optische Pfeilhöhenmessgerät?
Optik
• Stativ
• Messlatte
Welcher Messstrang wird für welchen Bogen herangezogen und welches
Vorzeichen resultiert daraus?
Linker Messstrang: Rechtsbogen Vorzeichen: „+“
• Rechter Messstrang: Linksbogen Vorzeichen: „-“
Was wird bei der Langsehnenabsteckung wiederhergestellt bzw. ermittelt?
Hier wird ein Soll-Ist-Vergleich erstellt und dabei Korrekturwerte ermittelt.
• Es wird die SOLL-Gleislage wiederhergestellt.
Welche Unterlagen werden für eine Langsehnenabsteckung benötigt?
Bogenverzeichnis
• Längshöhenverzeichnis
• Bezugspunkteliste
• Arbeitsliste
Erklären Sie kurz den kompletten Langsehnenabsteckvorgang für die Richtung?
Falls nicht vorhanden, Punktnummerierung / Punktauteilung auftragen und
Vermarkungspunkte einwinkeln bzw. vorhandene Anschreibung kontrollieren
• Die Verschiebung bei beiden Vermarkungspunkten ermitteln (Mastwinkel und
Maßband oder Disto)
• Pfeilhöhenmessgerät an einem Mastfußpunkt aufstellen und die ermittelte
Verschiebung einstellen
• Messlatte am zweiten Mastfußpunkt aufstellen
• Mit Pfeilhöhenmessgerät die an den zweiten Masten ermittelte Verschiebung
anvisieren. Somit ist die optische Sehne der SOLL-Lage hergestellt
• Mit der Messlatte der Punktnummerierung entlang (in Richtung Optik) alle 5m
aufstellen und gemäß Arbeitsliste einen SOLL-IST Vergleich anstellen.
• Die dabei erhaltenen Korrekturwerte am Schienenfuß anschreiben.
Was verstehen Sie unter dem Begriff „Vermarken“ der Gleise und Weichen?
Vermarken von Gleisen und Weichen heißt, die Sollgeometrie aus der Datenbank an
die Vermarkungspunkte „anhängen“ damit diese immer hergestellt werden kann.
Was ist beim Austausch der Vermarkungsbolzen unbedingt zu beachten?
Es dürfen nur mehr neue Vermarkungsbolzen verwendet werden (RZ 2541).
• Sie müssen waagrecht und im rechten Winkel eingebohrt werden.
• Sie müssen zwischen 20cm-50cm über der höheren Schiene (Bahnsteigbereich bis
80cm) montiert werden.
• Im Bahnsteigbereich und Verschubbereich kurze Bolzen verwenden.
• Die Differenzwerte zwischen alten und neuen Vermarkungspunkt müssen dem
i-Gleisbearbeiter zur Berichtigung in der Datenbank weitergegeben werden.
Beschreiben Sie das wiederherstellen der Anschreibung und welche Unterlagen
werden dazu benötigt und wie ist bei einem STA vorzugehen?
Benötigt werden:
Bezugspunkteliste, Längshöhenverzeichnis und Bogenverzeichnis
• Die Anschreibung erfolgt immer mit wetterfestem Marker und auf der Innenseite am
Schienensteg
• Richtungs- und Höhendaten auf den jeweiligen Bezugsstrang auftragen
• Stationsausgleich bzw. Fehlerprofile sind zu berücksichtigen
Welche Messmethoden stehen für die Höhenvermessung zur Verfügung?
• Visur von Hochpunkt zu Hochpunkt
• Nivellement
• Langsehnenverfahren
• Vermessung durch klassische Geodäsie
• Gleisvormesswagen (EM-SAT120)
• Automationsunterstützt (Amberg)
Erklären Sie den Unterschied zwischen Visieren und Nivellieren.
• Visieren: meist nicht horizontaler (vertikaler) Zielstrahl
• Nivellieren: immer horizontaler Zielstrahl
Beschreiben Sie ein einfaches Liniennivellement (Längshöhen-Aufnahme)
• Punktnummerierung/Punktaufeilung herstellen
• Aufstellen mit Nivelliergerät (alle Punkte müssen sichtbar sein)
• Eingeben der Grundhöhe
• Messen eines Punktes vom Bestand
• Seitmessungen
• Vormessung (der letzte gemessene Punkt wird zur Sicherheit ein 2.Mal gemessen)
• Rückmessung (Standort des Gerätes verändern und auf den letzten Punkt
rückmessen).
Was bedeutet „Langsehnenabsteckung der Höhenlage“ mit Arbeitslisten aus
i-Gleis und erklären Sie diese?
• Anschreibung vor Ort überprüfen und gegebenenfalls wiederherstellen.
• Hebewert bei beiden Mastfußpunkten ermitteln (nivellieren).
• Messgerät auf einem Mastfußpunkt aufstellen und den 1.Hebewert einstellen.
• Anvisieren des 2.Hebewertes an der Messlatte am Vermarkungspunkt 2
• Messlatte bewegt sich analog der Punktnummerierung alle 5m in Richtung Optik, die
abgelesenen Werte sind die Hebewerte, eventuelle Absteckwerte
(Neigungswechsel) aus der Arbeitsliste sind zu berücksichtigen.
• Hebewerte werden am Schienenfuß angeschrieben
Wozu benötigt man die „Digitale Leistungsdokumentation“?
Hier wurden alle Stopfarbeiten (MDZ, PLM,…) dokumentiert, archiviert und auf
Qualität geprüft, seit 01.01.2018 findet die Qualitätsprüfung in der „Stopfschnittstelle“
statt.
Warum sind im Bogenverzeichnis bei der Station 2 Zahlen fett dargestellt?
Hierbei handelt es sich um die Punktnummerierung.
• Diese zeigt mir die Zehner- und Hunderterstelle eines Kilometers an.
Welche Verzeichnisse benötigen Sie um am Gleis einen Bogenhauptpunkt
bestimmen zu können?
• Bogenverzeichnis
• Längshöhenverzeichnis
• Bezugspunkteliste
Welcher wesentliche Unterschied besteht zwischen Wandersehne und
Langsehnenmessung?
Wandersehne: Schnurmessung immer eine mittige Pfeilhöhenmessung
• Langsehne: 40-70m immer von einem bis zum nächsten Vermarkungspunkt
Außermittige Pfeilhöhenmessung
Welche Formel verwenden Sie zur Ermittlung der Sollpfeilhöhe im Kreisbogen
bei der Langsehnenvermessung?
a
Was verstehen Sie unter der Gleis-Weichenversicherung?
Die vorhandene oder neue Gleis- und Weichenlage an, vor Bauarbeiten
geschützte Punkte zu projizieren, damit während und nach der Bauarbeit die
neue Lage überprüft werden kann.
• Die Versicherungsmaße sind nur während der Bauarbeiten gültig und
brauchen nach Bauabschluss nicht erhalten werden.
Was ist der Unterschied zwischen einer Zweipunkt- und einer
Dreipunktversicherung?
Bei der Zweipunktversicherung kann man nur die Richtung versichern
• Bei der Dreipunktversicherung wird sowohl die Richtung als auch die kilometrische
Lage versichert
Welche Versicherungsart würden Sie beim Verlegen von Weichen anwenden?
Dreipunktversicherung
• Sehr hohe Genauigkeit in Quer- und Längslage
Was ist der Unterschied zwischen Bestands- und Solllageversicherung?
Bestandslageversicherung: Das Gleis wird versichert so wie es momentan liegt.
• Solllageversicherung: Das Gleis wird versichert so wie die Geometrie nach dem
Umbau sein sollte, das heißt die Korrekturwerte werden berücksichtigt.
Welche Versicherungsart wird bei der ÖBB angewandt?
Bei der ÖBB wird immer die Solllageversicherung angewandt.
Welche Rillenweite muss bei EK Ausbohlungen eingehalten werden?
Mindestweite 60 mm + e
• Regelweite 70 mm
• Größtweite 85 mm
Was wissen Sie über die Ausgestaltung des Fahrbahnbelages im Außenbereich
einer EK (Höhenlage)?
Im Bereich von 150 mm von der Fahrkante darf die Bedielung max. bis 10 mm
unter SOK geführt werden!
Was wissen Sie über die auszugestaltende Breite in Bezug auf die Fahrbahn
außerhalb des EK-Bereiches?
Im Gleisbereich ist die Ausbohlung um 50 – 60 cm über die Fahrbahnbreite
auszugestalten.