NIN-IBW Elektroprojektleiter Modulprüfung

NIN Vorbereitungsfragen für Modulprüfung Januar 2020Elektro-Projektleiter, IBW Chur/Maienfeld

NIN Vorbereitungsfragen für Modulprüfung Januar 2020Elektro-Projektleiter, IBW Chur/Maienfeld


A. N.
Karten
95
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
23.03.2026 / 30.04.2026

Lernkarten

Wo dürfen ortsfest verlegte Leitungen miteinander verbunden werden? (3)

- An Klemmen von Betriebsmitteln

- In Verbindungsdosen

- An Klemmstellen von Schaltgerätekombinationen

 

  1. Verbindungen zwischen Leitern sowie zwischen Leitern und Anschlussstellen müssen welchen Anforderungen genügen?
  2. Verbindungsstellen müssen für die Besichtigung, Kontrolle und Wartung zugänglich sein. Ausgenommen ist was?

  1. Dauerhafte Stromübertragung, angemessene mechanische Festigkeit, ausreichender mechanischer Schutz
  2. Muffen von erdverlegten Kabeln, mit Isoliermasse gefüllte oder gekapselte Muffen, Verbindungen zwischen der Anschlussleitung und dem Heizelement für Decke-, Fussboden- und Rohrbegleitheizungen.

Leiterquerschnitte Erder

Querschnitt bei Kupfer? Stahl? 

Bei Erdern mit rechteckigem Querschnitt?

Kupfer 50mm²

Stahl 70 ... 100mm²

Bei Erdern mit rechteckigem Querschnitt Dick min. 2mm (CU)

oder Stahl mind. 3mm

Fundamenterder müssen das ganze Gebäude als geschlossenen Ring umschliessen!!

Was muss beachtet werden, wenn unterschiedliche Werkstoffe in einer Erdungsanlage verwendet werden?

In Welche Tiefe sind Erder mindestens zu verlegen?

  1. Welche Arten von Erdern werden unterschieden? 
  2. Wer entscheidet, welche Art von Erder anzuwenden ist?
  3. Welche Leitungen dürfen nicht als Erder verwendet werden?

  1. Fundamenterder, Banderder, Tiefenerder
  2. Die Netzbetreiberin
  3. Rohrleitungen aus Metall für Wasser, brennbare Flüssigkeiten oder Gase

5 + 5 lebenswichtige Regeln im Umgang mit Elektrizität

Zähle auf!

1. Für klare Aufträge sorgen

2. Geeignetes Personal einsetzen

3. Sichere Arbeitsmittel verwenden

4. Schutzausrüstung tragen (PSA)

5. Nur geprüfte Anlagen in Betrieb nehmen

5 Sicherheitsregeln

Zähle auf!

a. Freischalten und allseitig trennen

b. Gegen Wiedereinschalten sichern

c. Auf Spannngsfreiheit prüfen

d. Erden und Kurzschliessen

e. Gegen benachbarte, unter Spannung stehende Teile schützen

Personen, Nutztiere und Sachwerte sind vor schädlicher Wärmewirkungen zu schützen, welche durch den Betrieb von elektrischen Anlagen verursacht werden können. Wodurch können schädliche Wärmewirkungen entstehen? (6)

Welche Bestimmungen sind nebst der NIN ausserdem zu beachten? (2)

  1. Wärmestau
  2. Beeinträchtigung der sicheren Funktion elektrische Anlagen
  3. Überstrom
  4. Isolationsfehler
  5. Blitzeinschläge
  6. Überspannungen

- Montageanweisungen des Herstellers

- Auflagen der kantonalen Brandschutzbehörde

 

Mögliche Massnahmen zur Verhinderung von schädlichen thermischen Wärmewirkungen bei Montage von Betriebsmitteln? (2 Antw.)

  1. Auf Stoffen oder in mit niedriger Wärmeleitfähigkeit zu montieren
  2. Ausreichender Abstand zu brennbaren Stoffen

Baustoffe werden nach ihrem Brennverhalten in verschiedene Brennbarkeitsgrade eingeteilt.

leichtbrennbar? mittelbrennbar? schwerbrennbar? nichtbrennbar? quasi nichtbrennbar? nichtbrennbar und wärmeisolierend?

leichtbrennbar, 3, Holzspäne, Heu, Papier, KRF

mittelbrennbar, 4, Holz, Kohle, Fett, Karton

schwerbrennbar, 5, Holzwolle-Leichtbauplatte, Hartpapier, PVC, KRFW

nichtbrennbar, 6, Beton, Backstein, Metalle

quasi nichtbrennbar, 6q, Steinwolle, Gipskartonplatte

nichtbrennbar und wärmeisolierend, 6q / 6, Pical 10mm, Rigips 15mm

Bezeichne den Aufbau des Gebläse-Heizsystems

 

M1: Ventilator/ Lüfter (Nachlauf 60s >3kW)       B2: Sicherheitsthermostat (Temp. max. 85º)

B1: Strömungswächter                                       B3: Thermostat

E1: Heizung / Lufterhitzer                                   E1 --> B2 Distanz max. 1m!!

Bezeichne folgende Schutzelemente

  1. Absperrventil
  2. Druckreduzierventil
  3. Rückschlagventil
  4. Sicherheitsventil zur Begrenzung des Überdrucks

Bestimmung der Stromstärke des RCD

Da es sehr unwahrscheinlich ist, dass alle Stromkreise gleichzeitig zu 100% belastet sind, darf ein Gleichzeitigsfaktor berücksichtigt werden.

Anzahl Stromkreise 2 und 3? 4 und 5? 6-9? >10?

2 und 3  0,8

4 und 5  0,7

6-9        0,6

>10       0,5

Die Fehlerstromschutzeinrichtung muss nicht angewendet werden, wenn durch abschalten andere Gefahren auftreten können wie z.B. Beleuchtung einer Baustellenabschrankung. Der Schutz muss in diesem Fall durch andere Massnahmen erfolgen wie ? (3 Antworten)

- Schutztrennung

- Verwendung von Betriebsmitteln der Schutzklasse II

- SELV oder PELV-Stromkreise

  1. Welche Aufgabe hat grundsätzlich eine Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD)?
  2. Wodurch können Fehlerströme entstehen?

  1. Schutz gegen elektrischen Schlag oder für den Brandschutz. Der FI schaltet bei Auftreten eines Fehlerstromes die nachgeschaltete Installation ab.
  2. Berührung unter Spannung stehender Teile, Isolationsdefekte, Verdrahtungsfehler

  1. Summenstromwandler
  2. Magnetauslöser
  3. Schaltschloss mit Freilauf
  4. Testknopf

Fehlerstromschutzeinrichtungen werden wie folgt eingeteilt. (Beschreibung)

RCD?  RCCB?  RCBO?  RCM?

RCD, Fehlerstromschutzeinrichtung, Oberbegriff für alle Arten von FI

RCCB, Fehlerstrom-Schutzschalter, FI-Schalter ohne eingebaute Überstrom-Schutzeinrichtung

RCBO, FI-LS, FI-Schalter mit eingebautem Überstrom-Schutz

RCM, Differenzstrom-Überwachungsgerät, Einstellbare Geräte, die bei Differentströmen wahlweise melden oder schalten

Welche Geräte können als Fehlerstromschutzeinrichtung verwendet werden?

 

- Fehlerstromschutzeinrichtung Typ A, B, B+, und F

- FI in Kombination mit einem LS

- Fehlerstrom-Auslöser zum Anbauen an LS

- Leistungsschalter mit Fehlerstrom-Auslöser

- Steckdosen mit eingebauter Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (Sidos)

1. Welches sind Schutzeinrichtungen, die Überlast- und Kurzschlussströme abschalten können?

2. Welche Überströme gibt es? (kurz erklären)

1.- Leistungsschalter / Leitungsschutzschalter mit integriertem Überlast- und Kurzschlussauslöser

- Leistungsschalter in Zusammenwirken mit Sicherungen

- Sicherungen mit Sicherungseinsätzen der Charakteristik gG

- RCD (FI-LS)

2. - Überlaststrom, Ein Überstrom im fehlerfreien Stromkreis, hervorgerufen durch überlastete Leitungen

- Kurzschluss, Ein Überstrom, der durch einen Körper-, Erd-, oder Kurzschluss hervorgerufen wird.

Was muss beachtet werden ,wenn Überstrom-Schutzeinrichtungen in feuchten, nassen oder korrosionsgefährlichen Räumen montiert werden müssen?

Was ist zu beachten, wenn Überstromunterbrecher auf brennbare Gebäudeteile montiert werden müssen?

Welche Schutzart müssen Schutzkasten mindestens aufweisen, wenn diese in Räumen mit brennbarem Staub montiert werden müssen?

  • Sie sind in korrosionsgeschützte Schutzkästen mit Schutzart IPX3 oder besser einzubauen
  • Die brennbaren Gebäudeteile sind entsprechend zu verkleiden oder Einbau in nicht oder schwerbrennbare Schutzkästen
  • mind. IP5X

Welche Anforderungen werden grundsätzlich an den Montageort von Überstromunterbrechern gestellt?

  1. in trockenen, staubfreien und nicht feuergefährdeten Räumen
  2. jederzeit ohne Hilfsmittel zugänglich und bedienbar
  3. vor mechanischer Beschädigung geschützt

Welche Einrichtungen stellen nur den Überlastschutz dar?

Welches Sicherungssystem darf nur von Laien bedient werden?

Welches Sicherungssystem für instruierte Personen?

Wo dürfen Kleinleistungssicherungen (KLS) eingebaut werden?

  1. Motorschutzschalter ohne Magnetauslösung, Geräteschutzschalter, Miniatursicherungssysteme, Schmelzleiter sichtbar
  2. Schraubschmelzeinsätze bzw. Normalleistungssicherungen (DI, DII, DII Diazed)
  3. NH000 - bis NH4a, Hochleistungsschmelzeinsätze, KLS (sandgefüllt, undurchsichtig)
  4. in Steuerstromkreisen

Montagehöhen von Überstrom-Schutzeinrichtungen

 

NIN 2015 min. 0.4m

NIN 2020 min. 0.2m

Welche ortsfest montierten Motoren müssen nicht vor Überlast geschützt werden?

Können in einer Leitung keine Überlastströme auftreten, so müssen sie auch nicht vor Überlast geschützt werden. 

Dies sind Leitungen zu festangeschlossenen Verbrauchern wie?

  1. Motoren kleiner als 500W, ausgenommen unbeaufsichtigte Motoren in feuergefährdeten Räumen.
  2. Wassererwärmer, Raumheizgeräte, Kochherde und Kondensatoren

Unter gewissen Voraussetzungen kann auf den Kurzschlussschutz verzichtet werden. (Siehe Bild)

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit bei dieser Leitung auf den Kurzschlussschutz verzichtet werden kann.

 

- Leitungslänge max. 3m

- Die Gefahr eines Kurzschlusses ist auf ein Mindest beschränkt

- Es dürfen sich keine brennbaren Stoffe in der Nähe befinden

Aufgrund einschlägiger Erkenntnisse sind Stecker und Steckdosen für den Hausgebrauch für den Dauerbetrieb mit ihrer Bemessungsstromstärke nicht geeignet. Wie hoch sollen diese Steckdosen max. belastet sein?

Mit ca. 80% ihrer Bemessungsstromstärke

Industrie-Steckvorrichtungen nach CH-Norm (J15 usw.) dürfen nicht mehr verwendet werden. 

Was muss beachtet werden, wenn in einer Installation Steckvorrichtungen für verschiedene Spannungen, Stromarten oder Frequenzen verwendet werden? 

Die Unverwechselbarkeit der Steckvorrichtungen muss gewährleistet sein.

Was muss beachtet werden, wenn Drehstromverbraucher mittels Steckvorrichtung angeschlossen werden, um Schäden oder Unfälle zu vermeiden?

Wie sind bei Drehstromsteckdosen die drei Aussenleiter anzuschliessen? Bei runden und quadratischen Steckdosen?

Bei rechteckigen Steckdosen?

  1. Die Richtung des Drehfeldes muss stimmen.
  2. Bei runden (quadratischen) im Uhrzeigersinn
  3. Bei rechteckigen in Richtung des Schutzkontaktes

Ausländische Steckdosen

Dürfen ausländische Steckdose (z.B. Schuko) montiert werden?

Welche Aufschrift ist notwendig, wenn die Steckdosen durch verschiedene Stromkreise gespeist werden?

  1. Nur, wenn daneben eine Steckdose nach CH-Norm installiert wird.
  2. Vorsicht Fremdspannung!

Schutzart nach IP-System

Bei der Planung und Installation ist es wichtig zu wissen, an welche Beanspruchung die Betriebsmittel ausgesetzt werden.

IP ist die Abkürzung für was?

1. Ziffer steht für?

2. Ziffer steht für?

  1.  Ingress Protection (Eindringschutz)
  2. 1. Ziffer Schutzgrade für Berührungs- und Fremdkörperschutz
  3. 2. Ziffer Schutzgrade für Wasserschutz

Werden für einen Schutzgrad keine bestimmte Anforderungen gestellt, so steht anstelle der Ziffer eine X!

1. Ziffer Berührungs- und Fremdkörperschutz

IP0X? IP1X? IP2X? IP3X? IP4X? IP5X? IP6X? 

IP0X Kein Schutz (blanke Teile)  IP1X Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 50mm Hand

IP2X Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 12mm Finger

IP3X Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 2.5mm Schraubenzieher

IP4X Schutz gegen feste Fremdkörper grösser als 1mm Draht

IP5X Staubgeschützt (wenig Staub kann eindringen)

IP6X Staubdicht

2. Ziffer für Wasserschutz

IPX0? IPX1? IPX2? IPX3? IPX4? IPX5? IPX6? IPX7? IPX8?

IPX0 Kein Schutz      IPX1 Schutz gegen Tropfwasser

IPX2 Schutz gegen Tropfwasser bis zu einer Neigung 15º

IPX3 Schutz gegen Sprühwasser (60º)

IPX4 Schutz gegen Spritzwasser    IPX5 Schutz gegen Strahlwasser

IPX6 Schutz gegen Schwallwasser (Welle)    IPX7 Schutz beim Untertauchen

IPX8 Schutz bei dauerndem Untertauchen

Die IP-Kennzeichnung kann mit einer dritten Ziffer (Buchstaben) ergänzt werden.

Nur verwendet wenn der tatsächliche Schutz gegen das Berühren von gefährlichen Teilen höher ist als der durch die erste Kennziffer angegebene.

A? B? C? D?

A Geschützt gegen Zugang mit dem Handrücken

B Geschützt gegen Zugang mit dem Finger

C Geschützt gegen Zugang mit Werkzeug >2.5mm

D Geschützt gegen Zugang mit Draht >1mm

Äussere Einflüsse auf Räume werden ebenfalls durch Kurzzeichen gekennzeichnet. (wie IP-Kennzeichen)

Die Kurzzeichen sind nicht für Geräteufschriften, sodern für die Planung und Errichtung elektrischer Anlagen. 

Erste Buchstabe: A, B, C ?   zweite Buchstabe: D, E, G ?   Ziffer an dritter Stelle: 2, 4, 5 (bei Wasser)?

A= Umgebungsbedingungen, B= Benützung, C= Gebäudekonstruktion

D= Auftreten von Wasser, E= Auftreten von festen Fremdkörpern, G= mechanische Beanspruchung ( Schlag, Schock)

2= Tropfwasser, 4= Spritzwasser, 5= Strahlwasser --> gemäss IP-Schutz

Die Angaben über die äusseren Einflüsse gelten im Normalfall für den ganzen Raum. 

In vielen Fällen können sie sich aber auch nur auf ein Zone / Bereich beziehen. 

Beispiele?

Fahrzeugreparaturhalle mit einem Waschplatz in einer Ecke

Grosser Lagerraum mit einer Abfülleinrichtung für Zement

Beispiele für äussere Einflüsse

BA1?   BA4?

AG1?

BE3?

CA2?

BA1 normale Laien (B Benützung)

BA4 unterwiesene Personen, Bedienungspersonal

AG1 niedrige Beanspruchung, Haushalt o.ä.

BE3 Explosionsgefährlich Treibstofflager

CA2 Brennbares Bauwerk, Holzhäuser

Die Einteilung der unterschiedliche Räume, Zonen oder Bereiche hinsichtlich der äusseren Einflüsse geschieht durch folgende Instanzen.

  1. Räume, Bereiche und Zonen ohne besondere äussere Einflüsse?
  2. Feuergefährdete Bereiche und explosionsgefährdete Bereiche?
  3. Medizinisch Bereiche?

  1. die Elektrofachkraft, im Zweifelsfall entscheidet die Netzbetreiberin
  2. kantonale Brandschutzbehörde in Zusammenarbeit mit den für den Arbeitsschutz zulässigen Stellen (SUVA)
  3. der Betriebsinhaber mit dem verantwortlichen Arzt

Leiterquerschnitt Schutz-Potenzialausgleichsleiter (SPA) ?

halber Querschnitt des Hauptschutzleiters

min. 6mm² --> max. 16mm²

mit Blitzschutz mind. 10mm²

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