Lagerarten

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Lagerarten

Diese Lernkarten behandeln verschiedene Lagerarten und ihre Bedeutung in der Betriebswirtschaftslehre. Sie erklären unterschiedliche Lagerstrategien wie FIFO oder LIFO sowie Aufgaben der Lagerhaltung, darunter Pufferfunktion und Sortierung. Studierende profitieren von den praxisnahen Vor- und Nachteilen einzelner Lagerkonzepte und deren Einsatzmöglichkeiten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
20.03.2026 / 20.03.2026

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Was ist eine Lagerart? 

Lagerarten sind die unterschiedlichen Formen von Lagern in der Logistik. Sie unterscheiden sich im Aufbau, Lagerzeit, Standort und Nutzen.

Lagerarten — Übersicht

Um die Lagerzeiten und -kosten so klein wie möglich zu halten, muss ein Unternehmen den passenden Lagertyp auswählen.

Denn unterschiedliche Produkte brauchen auch die angemessenen Lagerformen.

Hier spielen vor allem Lagerzeit und Lagerstandort eine große Rolle.

Welche Lagerarten gibt es?

  • Zwischenlager bzw. Pufferlager
  • Distributionslager 
  • Umschlagslager 
  • Beschaffungslager 
  • Vorratslager 
  • Kommissionierlager 

Zwischen- oder Pufferlager:
Dient zur kurzfristigen Lagerung von Waren zwischen zwei Arbeitsschritten. Die Güter werden dort nicht bearbeitet, sondern nur vorübergehend aufbewahrt.

Distributionslager:
Wird genutzt, um Waren nah am Kunden zu lagern und sie schnell in eine bestimmte Region zu liefern. Es verbessert den Lieferservice.

Umschlags- oder Transitlager:
Hier werden Waren nur kurz gelagert und dann direkt weitertransportiert oder auf ein anderes Transportmittel umgeladen. Es gehört direkt zum Warenfluss.

Beschaffungs- oder Produktionslager:
Lagert Rohstoffe und Materialien für die Produktion. Es sorgt dafür, dass in der Fertigung immer alles sofort verfügbar ist.

Kommissionierlager:
Dient dazu, aus vielen verschiedenen Waren passende Bestellungen zusammenzustellen. Es geht um schnelles und genaues Zusammenstellen von Aufträgen.

Vorratslager:
Hier werden Waren oder Rohstoffe für längere Zeit gelagert, um Nachfrage-, Preis- oder Versorgungsschwankungen auszugleichen.

Lagerarten vor und Nachteile 4-6

 

4. Distributions- bzw. Auslieferungslager

Vorteile:

  • Schnelle Verfügbarkeit und reibungslose Distribution
  • Verbesserte Lagerverwaltung
  • Kosteneffizienz

Nachteile:

  • Hoher Kapitalbedarf
  • Logistische Komplexität
  • Lagerhaltungskosten

5. Produktions- bzw. Beschaffungslager

Vorteile:

  • Kontinuierliche Produktionsversorgung
  • Effiziente Bestandsverwaltung
  • Kostensenkung durch Mengenrabatte

Nachteile:

  • Hohe Lagerhaltungskosten
  • Kapitalbindung
  • Veraltete Bestände

6. Umschlags- bzw. Transitlager

Vorteile:

  • Effiziente Güterverteilung
  • Kostenoptimierung durch Konsolidierung
  • Flexibilität und Reaktionsfähigkeit

Nachteile:

  • Erhöhte Umschlagskosten
  • Risiko von Beschädigungen
  • Erhöhte Logistikkomplexität

Lagerarten Vor- und Nachteile 1-3

 

 

1. Kommissionier- bzw. Auftragslager

Vorteile:

  • Effiziente Auftragsabwicklung
  • Skalierbarkeit
  • Spezialisierte Lagerprozesse

Nachteile:

  • Abhängigkeit von Drittanbietern
  • Geringere Kontrolle
  • Zusätzliche Kosten

2. Vorrats- bzw. Bedarfslager

Vorteile:

  • Weniger Kapitalbindung
  • Professionelle Lagerverwaltung
  • Flexibilität bei saisonalen Schwankungen

Nachteile:

  • Geringere Kontrolle
  • Abhängigkeit vom Lager

3. Puffer- bzw. Zwischenlager

Vorteile:

  • Verbesserung der Lieferkettengeschwindigkeit
  • Reduzierung der Transportkosten
  • Flexibilität in der Logistikplanung

Nachteile

  • Zusätzliche Handlingskosten
  • Potenziell höhere Risiken durch häufigeres Umlagern

 

 

Was ist Lagerhaltung?

Lagerhaltung bedeutet, dass ein Unternehmen Waren, Rohstoffe oder Materialien lagert, verwaltet und plant.


Zum Beispiel: Holz, Schrauben und Leim für die Herstellung von Tischen.

Das Ziel ist, immer genug Material auf Vorrat zu haben, damit Produktion und Lieferung ohne Probleme weiterlaufen.

Aufgaben der Lagerhaltung

  • Sicherung und Versorgung: Material ist immer verfügbar.

  • Pufferfunktion: Schwankungen bei Lieferungen oder Nachfrage werden ausgeglichen.

  • Sortierung: Waren können geordnet und übersichtlich gelagert werden.

  • Veredlung: Manche Produkte verbessern sich durch Lagerung, z. B. Wein.

  • Umformung: Waren werden für den Verkauf vorbereitet, z. B. verpackt oder etikettiert.

  • Spekulation: Waren werden gelagert, um Preissteigerungen oder Knappheit auszugleichen.

  • Größenvorteil: Große Mengen können günstiger eingekauft werden.

Arten der Lagerhaltung

  • nach dem Produktionsprozess: Eingangslager, Zwischenlager, Ausgangslager

  • nach Betriebsart: z. B. Industrie, Großhandel, Einzelhandel

  • nach Standort: zentrales oder dezentrales Lager

  • nach Bauweise: Freilager, geschlossenes Lager, Speziallager

  • nach Verwaltung: Eigenlager oder Fremdlager

Lagerstrategien

  • FIFO: zuerst eingelagert, zuerst ausgelagert

  • LIFO: zuletzt eingelagert, zuerst ausgelagert

  • FEFO: Ware mit dem frühesten Ablaufdatum zuerst

  • chaotische Lagerhaltung: Lagerplatz wird flexibel gewählt

  • HIFO: teuerste Ware zuerst

  • LOFO: günstigste Ware zuerst

Bedeutung in BWL (Betriebswirtschaftslehre)

 

In der BWL ist Lagerhaltung wichtig, damit ein Unternehmen:

  • lieferfähig bleibt

  • ohne Unterbrechung produzieren kann

  • Lagerkosten möglichst gering hält

Dafür nutzt man Kennzahlen wie:

  • Mindestbestand

  • Meldebestand

  • optimale Bestellmenge

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