Lagerarten
Lagerarten
Lagerarten
-
- 1 / 10
-
Lernkarten
Was ist eine Lagerart?
Lagerarten sind die unterschiedlichen Formen von Lagern in der Logistik. Sie unterscheiden sich im Aufbau, Lagerzeit, Standort und Nutzen.
Welche Lagerarten gibt es?
- Zwischenlager bzw. Pufferlager
- Distributionslager
- Umschlagslager
- Beschaffungslager
- Vorratslager
- Kommissionierlager
Zwischen- oder Pufferlager:
Dient zur kurzfristigen Lagerung von Waren zwischen zwei Arbeitsschritten. Die Güter werden dort nicht bearbeitet, sondern nur vorübergehend aufbewahrt.
Distributionslager:
Wird genutzt, um Waren nah am Kunden zu lagern und sie schnell in eine bestimmte Region zu liefern. Es verbessert den Lieferservice.
Umschlags- oder Transitlager:
Hier werden Waren nur kurz gelagert und dann direkt weitertransportiert oder auf ein anderes Transportmittel umgeladen. Es gehört direkt zum Warenfluss.
Beschaffungs- oder Produktionslager:
Lagert Rohstoffe und Materialien für die Produktion. Es sorgt dafür, dass in der Fertigung immer alles sofort verfügbar ist.
Kommissionierlager:
Dient dazu, aus vielen verschiedenen Waren passende Bestellungen zusammenzustellen. Es geht um schnelles und genaues Zusammenstellen von Aufträgen.
Vorratslager:
Hier werden Waren oder Rohstoffe für längere Zeit gelagert, um Nachfrage-, Preis- oder Versorgungsschwankungen auszugleichen.
Lagerarten vor und Nachteile 4-6
4. Distributions- bzw. Auslieferungslager
Vorteile:
- Schnelle Verfügbarkeit und reibungslose Distribution
- Verbesserte Lagerverwaltung
- Kosteneffizienz
Nachteile:
- Hoher Kapitalbedarf
- Logistische Komplexität
- Lagerhaltungskosten
5. Produktions- bzw. Beschaffungslager
Vorteile:
- Kontinuierliche Produktionsversorgung
- Effiziente Bestandsverwaltung
- Kostensenkung durch Mengenrabatte
Nachteile:
- Hohe Lagerhaltungskosten
- Kapitalbindung
- Veraltete Bestände
6. Umschlags- bzw. Transitlager
Vorteile:
- Effiziente Güterverteilung
- Kostenoptimierung durch Konsolidierung
- Flexibilität und Reaktionsfähigkeit
Nachteile:
- Erhöhte Umschlagskosten
- Risiko von Beschädigungen
- Erhöhte Logistikkomplexität
Lagerarten Vor- und Nachteile 1-3
1. Kommissionier- bzw. Auftragslager
Vorteile:
- Effiziente Auftragsabwicklung
- Skalierbarkeit
- Spezialisierte Lagerprozesse
Nachteile:
- Abhängigkeit von Drittanbietern
- Geringere Kontrolle
- Zusätzliche Kosten
2. Vorrats- bzw. Bedarfslager
Vorteile:
- Weniger Kapitalbindung
- Professionelle Lagerverwaltung
- Flexibilität bei saisonalen Schwankungen
Nachteile:
- Geringere Kontrolle
- Abhängigkeit vom Lager
3. Puffer- bzw. Zwischenlager
Vorteile:
- Verbesserung der Lieferkettengeschwindigkeit
- Reduzierung der Transportkosten
- Flexibilität in der Logistikplanung
Nachteile
- Zusätzliche Handlingskosten
- Potenziell höhere Risiken durch häufigeres Umlagern
Was ist Lagerhaltung?
Lagerhaltung bedeutet, dass ein Unternehmen Waren, Rohstoffe oder Materialien lagert, verwaltet und plant.
Zum Beispiel: Holz, Schrauben und Leim für die Herstellung von Tischen.
Das Ziel ist, immer genug Material auf Vorrat zu haben, damit Produktion und Lieferung ohne Probleme weiterlaufen.
Aufgaben der Lagerhaltung
Sicherung und Versorgung: Material ist immer verfügbar.
Pufferfunktion: Schwankungen bei Lieferungen oder Nachfrage werden ausgeglichen.
Sortierung: Waren können geordnet und übersichtlich gelagert werden.
Veredlung: Manche Produkte verbessern sich durch Lagerung, z. B. Wein.
Umformung: Waren werden für den Verkauf vorbereitet, z. B. verpackt oder etikettiert.
Spekulation: Waren werden gelagert, um Preissteigerungen oder Knappheit auszugleichen.
Größenvorteil: Große Mengen können günstiger eingekauft werden.
Arten der Lagerhaltung
nach dem Produktionsprozess: Eingangslager, Zwischenlager, Ausgangslager
nach Betriebsart: z. B. Industrie, Großhandel, Einzelhandel
nach Standort: zentrales oder dezentrales Lager
nach Bauweise: Freilager, geschlossenes Lager, Speziallager
nach Verwaltung: Eigenlager oder Fremdlager
Lagerstrategien
FIFO: zuerst eingelagert, zuerst ausgelagert
LIFO: zuletzt eingelagert, zuerst ausgelagert
FEFO: Ware mit dem frühesten Ablaufdatum zuerst
chaotische Lagerhaltung: Lagerplatz wird flexibel gewählt
HIFO: teuerste Ware zuerst
LOFO: günstigste Ware zuerst
Bedeutung in BWL (Betriebswirtschaftslehre)
In der BWL ist Lagerhaltung wichtig, damit ein Unternehmen:
lieferfähig bleibt
ohne Unterbrechung produzieren kann
Lagerkosten möglichst gering hält
Dafür nutzt man Kennzahlen wie:
Mindestbestand
Meldebestand
optimale Bestellmenge