Ökologie

Förster/-in HF MaienfeldLehrperson: PZ

Förster/-in HF MaienfeldLehrperson: PZ

Diese Lernkarten behandeln ökologische Grundlagen und sind für fortgeschrittene Lernende geeignet. Sie decken Themen wie Ökosysteme, Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, Energie, Atmosphäre und Klima ab. Die Karteikarten erklären auch die Photosynthese, Zellatmung, Nährstoffkreisläufe und die Bedeutung von Stickstoff und Sauerstoff. Sie eignen sich für Studierende der Biologie und Umweltwissenschaften, die ihr Verständnis ökologischer Zusammenhänge vertiefen möchten.
Flashcards
77
Students
10
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
18.02.2026 / 28.02.2026

Flashcards

Was sind autogene, was allogene Ökosystem-Konstrukteure?

Autogen: Beeinflussen Umgebung durch ihre Existenz (Struktur eines Baumes)
Allogen: Verändern ihre Umgebung (Biber)

Was macht den Energiefluss aus?

-Energieerhaltungssatz: Energie kann nur umgewandelt werden, sie geht nicht verloren.
-Bei jeder Umwandlung kann nur ein Teil verwendet werden, der Rest wird z.B. als Wärmeenergie abgegeben.
-Die Energie geht in eine Richtung (Produzenten -> Konsumenten -> Destruenten)

Nahrungsnetz

monophagie ist selten (nur 1 Nahrungskette), komplexität nimmt mit grösse zu

Faustregel: 10 % der energie wird an nächste trophieebene weitergegeben.

Wie verhält sich die Energieausbeute bei steigender Trophiestufe?

Höhere Ausbeute bei steigender Stufe, da Energie höher konzentriert (vgl. Salat - Fleisch).

Wie viele aufeinanderfolgende trophische Stufen gibt es höchstens?

höchstens 5, da auf jeder Stufe ein Teil der Energie verloren geht (als Wärme, Ausscheidungen...)

In welche 2 Kreisläufe kann der Kohlenstoffkreislauf grob eingeteilt werden?

Langfristig: Sedimentgesteine -> Vulkanismus -> Atmosphäre -> Photosynthese -> Sedimentation

Kurzfristig: Photosynthese -> Zellatmung / Zersetzung -> Atmosphäre
(Wälder, Ozeane)

Was passiert bei der Photosynthese?

6CO2 + 6H2O + Lichtenergie ->  C6H12O6  + 6O2
Kohlendioxid und Wasser reagieren in den Chloroplasten mit Energiezufuhr durch Sonnenlicht zu Zucker und Sauerstoff.

 

Zellatmung

C6H12O6  + 6O2 -> 6CO2 + 6H2O

Zucker wird in den Mitochondrien mit Sauerstoff in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt. Die freigewordene Energie wird in ATP gespeichert und so für weitere Prozesse in der Zelle verfügbar (ADP + Pi -> ATP).

Woher kommt der Stickstoff, den die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen?

Aus der Atmosphäre (78 % N), Landwirtschaft (Synthetischer Dünger), Verkehr (Emission Stickoxide).
Gelangt über Niederschlag, Biologische Fixierung (Knöllchenbakterien) und Abbau von organischer Substanz in den Boden.
Nitrifikation: Umwandlung von Ammonium zu Nitrat durch bakterien im Boden.
Denitrifikation: Anaerobe Umwandlung von Nitrat zu N2  (zurück in die Atmosphäre) und Sauerstoff (den brauchen die Bakterien).

Erkläre die Problematik steigender Stickstoffeinträge aus der Luft (Emissionen) in den Boden.

-Verlust von Magerstandorten und den entsprechend spezialisierten Arten
-Versauerung des Bodens

Welche Faktoren führen zu Bodenversauerung?

Natürlich:
-Nadelstreu
-Auswaschung von Kalk

Anthropogen:
-Saurer Regen
-Stickstoffdünger
-Holznutzung

Wo liegt die Problematik fossiler Brennstoffe im Bezug auf den Kohlenstoffkreislauf?

Fossile Brennstoffe kommen aus Sedimenten, die in den langfristigen Kohlenstoffkreislauf gehören. Verbrennen wir sie, bringen wir den Kohlenstoff in die Atmosphäre. Aus dem kurzfristigen Kohlenstoffkreislauf geht nur sehr wenig Kohlenstoff durch Sedimentation zurück in den langfristigen.

Wie können Informationen zwischen Lebewesen ausgetauscht werden?

-Physikalisch (Mimik, Gestik, Akustik)

-Chemisch

Intraspezifisch - pheromone

Interspezifisch - allelochemikalien: Sender profitiert, empfänger profitiert, sender und empfänger profitieren (3 beteiligte, einer verliert)

Woher kommen alle Nährstoffe ausser Stickstoff?

Aus dem Boden. Verwitterung von Gestein, Abbau von organischem Material (Mineralisierung). Stickstoff wird auch über den Boden aufgenommen, kommt über verschiedene Prozesse aus der Atmosphäre in den Boden (separate Karte).

In welcher Form nimmt eine Pflanze Nährstoffe auf?

Immer in Wasser gelöst.

Was besagt das Minimumgesetz?

Das Wachstum wird durch den Nährstoff begrenzt, der am wenigsten verfügbar ist.

Welchen Einfluss hat Versauerung auf den Nährstoffhaushalt eines Bodens?

Versauerung führt zur Lösung der an Tonteilchen fixierten Nährstoffe. Diese werden ausgewaschen, wenn sie nicht mehr fixiert sind. -> Bodenversauerung führt zu Nährstoffarmut.

Was bewirkt Kalk im Boden?

Kalk ist basisch und vermag Säure zu neutralisieren. So können kalkhaltige Böden Säure puffern, während Böden auf Silikatgestein einfach immer saurer werden.

Erkläre die Sukzession nach der letzten Eiszeit in der Schweiz.

Reihenfolge:
-Birken, Föhren
-Hasel
-Eichen
-Buchen
Nadelöhre bei der Wiederbesiedlung der Alpennordseite bildeten die Alpenpässe.

Was macht einen Wald aus?

Mehr oder weniger geschlossene Baumformation, die gross genug ist,
-einen typischen Bodenzustand entstehen zu lassen
-ein charakteristisches Waldinnenklima ausbildet
(Luftfeuchtigkeit, Lichtintensität, Windgeschwindigkeiten, Niederschlag gebremst durch Kronendach)
-> typische Artenzusammensetzung, Aufbau in Schichten

Nenne 4 Faktoren, die ein Waldökosystem massgeblich prägen.

-Boden (Humusformen, Muttergestein...)
-Klima (Niederschlag, Temperatur...)
-Lage (Höhenstufe, Exposition...)
-Lebewesen (Vegetation, Wild, Mensch...)

40 % der Arten in der Schweiz kommen im Wald vor. Weshalb?

-Vielfältige Waldstandorte durch Höhenstufen und spezielle Standorte (alles was zu speziell für Landwirtschaft war)
-naturnahe, extensive Bewirtschaftung
-lange Bewirtschaftungsintervalle

Wo ist der Kohlenstoff im Wald gebunden?

-In der Biomasse (41 %)
-Im Boden (59 %)

In welche 3 Klimazonen wird die Schweiz grob eingeteilt?

-Ozeanisches Klima: Ausgeglichene Temperatur, viel Niederschlag. Jura, Voralpen, Mittelland.
-Kontinentales Klima: Temperaturschwankungen, wenig Niederschlag, trockener Wind. Wallis, Engadin
-Insubrisches / Submediterranes Klima: Mildere Temperaturen, Niederschlag unregelmässig, heftig (Föhn). Viel Sonne. Tessin, Bündner Südtäler.

Wie ist ein Ökogramm aufgebaut?

Welche waldbaulichen Massnahmen sind möglich, um einen Wald klimafit zu machen? Was ist das Ziel dahinter?

Was sind die Grundanforderungen an den naturnahen Waldbau?

-Bodenfruchtbarkeit erhalten
-Naturverjüngung fördern
-Standortgerechte Baumartenmischung
-Erhaltung und Förderung der Biodiversität bei waldbaulichen Eingriffen

Wie ist die Vegetation an einem dynamischen Flussufer aufgebaut?

Welche 3 Punkte definieren Lebensraumvielfalt?

Standortvielfalt, Struktur, Dynamik

Wie definiert Brundtland-Report die Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die möglichkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigene Bedürfnisse zu befriedigen

Was ist Boden?

Boden ist urwichtig.
Boden ist die oberste Schicht der Erdkruste. Er ist die Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und Menschen und besteht aus mineralischen und organischen Teilen, sowie Wasser und Luft. Als komplexes Ökosystem speichert er Nährstoffe, filtert Trinkwasser und reguliert den Wasserhaushalt.

Was bedeutet Mineralisierung?

Mineralisierung bedeutet die Zersetzung von organischem Material durch die Destruenten. Humus kann auch mineralisiert werden, das nennt man dann Humus-Mineralisierung und ist urwichtig.

Nenne alle Grundnährelemente und je zwei Haupt- und Spurenelemente.

Grundelemente: Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff (C, O, H)

Hauptelemente: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Schwefel (N, P, K, Ca, Mg, S)

Spurenelemente: Bor, Molybdän, Chlor, Eisen, Mangan, Zink, Kupfer (B, Mo, Cl, Fe, Mn, Zn, Cu)

Andere urwichtige Elemente werden an dieser Stelle nicht genannt.

Was ist Divergenz?

Abwandlung von homologen (Ähnlichkeit aufgrund gleicher Abstammung) Organen im Verlauf der Evolution

-> Der urwichtige Flügel der Fledermaus entspricht anatomisch der Hand des Menschen.

Bei welchem Durchforstungstyp habe ich die Gefahr, die genetische Vielfalt zu schmälern?

Welche Arten der Populationsmobilität gibt es?

Tägliche Mobilität, Wanderung, Verbreitungsbewegung (Besiedelung)

Wie kann eine Art intraspezifische Konkurrenz vermeiden?

Z.B. Territiorialverhalten oder andere Ressourcenbedürfnisse in unterschiedlichen Entwicklungsphasen (z.B. urschöne Raupe / Schmetterling)

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