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M. M.
Diese Lernkarten behandeln medizinische Notfallmaßnahmen und -diagnosen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Symptome, Indikationen, Kontraindikationen und Durchführungen verschiedener Verfahren wie Injektionen, Kardioversion und Beckenschlingen. Sie umfassen auch Risiken, Alternativen und klinische Symptome bei Zuständen wie Bradykardie, Tachykardie, Sepsis und Stromunfällen. Ideal für Medizinstudierende und Notfallmediziner, die schnelle und präzise Entscheidungen in kritischen Situationen treffen müssen.
Flashcards
57
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
15.02.2026 / 25.02.2026

Flashcards

Was sind klinische Symptome bei einem Stromunfall?

  • Strommarken
  • HRS
  • Myalgien (Muskelschmerzen)
  • Krampfanfall
  • neurologische Ausfälle
  • Vebrennungen
  • Weichteilverletzungen

Was sind Indikationen und Kontraindikationen der intramuskulären Injektion?

Indikationen:

  • Epinephringabe i.m. bei anaphylaktischer Reaktion 
  • Glucagongabe bei Hypoglykämie
  • Opioidgabe zur Analgesie 
  • Esketamingabe zur Analgesie 
  • Midazolamgabe zur Krampfdurchbrechung 

Kontraindikationen:

  • Kreislaufstillstand oder manifester Schock anderer Genese
  • Infektionen oder eingeschränkte Durchblutung an der Punktionsstelle
  • paretische, verletzte oder (vor-)geschädigte Extremität
  • Therapie mit Antikoagulantien und Blutungsneigung anderer Genese 

Was sind klinische Symptome eines Schocks?

  • arterielle Hypotonie; RRsyst unter 90 mmHg 
  • verlängerte Rekapillarisierungszeit 
  • Blässe
  • Kaltschweißigkeit 
  • Agitation (innere Unruhe und Erregung)
  • Bewusstseinsstörung 

Was ist das SKIPS - Schema?

Schema zur Anlage einer Beckenschlinge. 
Anlage erfolgt bei folgenden Kriterien:

Schock 

  • + Kinematik
  • + Inspektion
  • + Palpation
  • + Schmerz

Wie sind die Stadien der Hypothermie?

Was muss ab dem Stadium II dringend beachtet werden?

Stadien:

  1. Stadium I: bewusstseinsklar, frierend 
  2. Stadium II: beeinträchtigtes Bewusstsein ohne Frieren
  3. Stadium III: bewusstlos
  4. Stadium IV: keine Vitalzeichen 

Achtung:

ab/ bei Stadium II erfolgt eine Immbobilisation. Patienten dürfen sich nicht bewegen, da es zu HRS oder einem Herzstillstand kommen kann. Dies geschieht durch das kalte Blut aus den Extremitäten, welches dann ruckartig zurm Herzen zurück fließt.

Was sind Instabilitätszeichen bei einer instabilen Tachykardie?

  • Schock 
  • Bewusstseinsstörungen
  • Synkope
  • Myokardischämie 
  • schwere Herzinsuffizienz

Was sind Hinweise auf eine Sepsis?

  • Fieber über 38°C (nicht zwingend)
  • Husten 
  • grippale Symptome
  • Hauterscheinungen (z.B. Petechien, Erysipel)
  • gastroenteritische Beschwerden (Erbrechen, Diarrhoe)
  • Hinweise auf einen Harnwegsinfekt
  • Hinweise auf Meningitis

Was sind Hinweise auf einen ACS? (klinisch und im EKG)

Symptome:

  • retrosternale Schmerzen / Druck 
  • Ausstrahlung der Beschwerden (Arme/ Schultern / Oberbauch/ Rücken/ Kiefer)
  • Verstärkung unter Belastung
  • Kaltschweißigkeit 
  • Übelkeit 
  • Dyspnoe 

EKG:

  • ST-Strecken-Veränderungen (Hebungen/ Senkungen)
  • oklusiver Myokardinfarkt (OMI)
  • neu aufgetretene Schenkelblockbilder

Was sind Instabilitätszeichen bei einer instabilen Bradykardie?

HF unter 40 und bzw. oder

  • Schock
  • Bewusstseinsstörungen
  • Synkope 
  • Myokardischämie
  • schwere Herzinsuffizienz

Wie ist die Durchführung und die Erfolgskontrolle bei der intranasalen Medikamentengabe?

Durchführung:

  1. höchstkonzentrierte Lösung, kleinstes Volumen des Medikaments wählen 
  2. benötigtes Medikamentenvolumen in Spritze aufziehen
  3. Zerstäuber an Luer-Lock-Anschluss des Spritzenkonus verbinden 
  4. Luft eliminieren und sicherstellen, dass Spritze das gewünschte Medikamentenvolumen enthält
  5. mit der freien Hand den Hinterkoopf des Patienten halten 
  6. Zerstäuber fest auf Nasenloch aufsetzen
  7. Ausrichtung Stempel anch oben oder zur Seite
  8. Spritzenstempel zügig vorschieben 
  9. max. Gesamtvolumen 1 ml pro Nasenloch

Erfolgsprüfung: 

  • gewünschte pharmakologische Wirkung verabreichter Medikamente

Was sind Indikationen, Kontraindikationen und Alternativen bei einem i.o.-Zugang?

Indikationen:

  • Herz-Kreislauf-Stillstand
  • lebensbedrohliche Situation mit zwingender Indikation für parentalen Zugang und Unmöglichkeit eines peripheren i.v.-Zugangs

Kontraindikationen:

  • Fraktur der entsprechenden Tibia 
  • vorheriger Punktionsversuch am selben Knochen 
  • Infektion, Endoprothese oder Implantat an der Punktionsstelle 
  • massive Weichteilschäden an der Punktionsstelle 

Alternativen:

  • bei erhaltenem Kreislauf: Applkation i.m., nasal, buccal, oder rectal erwägen
  • Verzicht auf Maßnahme bis Eintreffen NA

WIe ist die Druchführung der intramuskulären Injektion?

  1. Aufsuchen der Punktionsstelle: mittleres Drittel lateraler Oberschenkel, ggf. Oberarm 
  2. Punktionsort ausreichend reinigen und desinfizieren 
  3. Spannen der Haut am Einstichareal / Pat. soll Muskel nicht anspannen
  4. Punktion senkrecht
  5. langsame Injektion - bei Widerstand (z.B. Knochen) - Nadel etwas zurückziehen
  6. nach Injektion: rasches Herausziehen und Kompression der Einstichstelle mit steriler Kompresse 
  7. Pflasterverband

Was ist der qSOFA-Score?

  • Atemfrequenz über 22/ min 
  • RRsyst kleiner 100 mmHg
  • akute Vigilanzminderung (GCS kleiner 15)

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen, Alternativen und Aufklärung/ Risiken bei der Kardioversion?

Indikationen/ Symptome:

  • kardial bedingte Tachykardie mit hämodynamischer Instabilität und Bewusslosigkeit 

Kontraindikationen:

  • fehlende Bewusstlosigkeit, Sinustachykardie 

Alternativen:

  • keine 

Aufklärung/ Risiken:

  • keine Aufklärung möglich 
  • Verbrennungen/ Hautläsionen
  • Verletzungen

Was sind Indikationen/ Symptome, Kontraindikationen und Alternativen bei einem i.v.-Zugang?

Indikationen/ Symptome: 

  • Infusion erforderlich (medizinische Indikation)
  • (zu erwartende) Medikamentengabe i.v. erforderlich 

Kontraindikationen: 

  • Infektionen an der Punktionsstelle
  • Dialyse-Shunt/ Z.n. axilliärer Lymphknotenentfernung
  • paretische Extremität 
  • verletzte oder (vor-)geschädigte Extremität 

Alternativen:

  • intranasal, buccal, sublingual, rectal, oral
  • intramuskulär
  • intraossär
  • Verzicht auf Maßnahme bis Eintreffen NA

Wann besteht eine Asystolie-Gefahr bei einer instabilen Bradykardie?

  • kürzliche Asystolie 
  • AV-Block 2. Grades Typ 2 (Mobitz)
  • AV-Block 3. Grades mit breiten QRS-Komplexen
  • ventrikuläre Pausen über 3 sek

Was sind reversible Ursachen einer instabilen Bradykardie?

  • Hyperkaliämie
  • Hypovolämie
  • Hypoglykämie

Study