Recht Wirtschaftsfachwirt

Wirtschaftsfachwirt

Wirtschaftsfachwirt

Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Recht im wirtschaftlichen Kontext, insbesondere für angehende Wirtschaftsfachwirte. Sie behandeln zentrale Themen wie Vertragsrecht, Haftung, Insolvenz und Grundrechte, wobei Schwerpunkte auf dem BGB, StGB und GG liegen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Berufstätige und Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich Wirtschaftsrecht vorbereiten, da sie praxisnahe Beispiele und klare Erklärungen zu Anspruchsvoraussetzungen, Rechtsfolgen und gesetzlichen Regelungen bieten.
Karten
208
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
15.02.2026 / 25.02.2026

Cartes-fiches

Was regelt das Produkthaftungsgesetz?

Es regelt die verschuldensunabhängige Haftung des Herstellers für fehlerhafte Produkte (§ 1 ProdHaftG).

Wann liegt Zahlungsunfähigkeit vor?

Wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, seine fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen (§ 17 InsO).

Was regelt § 1353 BGB?

§ 1353 BGB regelt die Ehe als Lebensgemeinschaft mit gegenseitiger Verantwortung.

Wann kann eine Ehe geschieden werden?

Wenn die Ehe gescheitert ist (§ 1565 BGB), in der Regel nach einem Trennungsjahr.

Was regelt § 1922 BGB?

Mit dem Tod einer Person geht deren Vermögen als Ganzes auf den oder die Erben über (Gesamtrechtsnachfolge).

Was ist ein Pflichtteil?

Nahen Angehörigen steht ein Pflichtteilsanspruch (§ 2303 BGB) in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils zu.

Wann ist Datenverarbeitung nach Art. 6 DSGVO zulässig?

Wenn eine Rechtsgrundlage vorliegt, z.B. Einwilligung, Vertragserfüllung oder berechtigtes Interesse.

Was bedeutet Anwendungsvorrang des EU-Rechts?

EU-Recht hat Vorrang vor nationalem Recht, wenn beide kollidieren.

Was schützt Art. 12 GG?

Die Berufsfreiheit. Eingriffe bedürfen einer gesetzlichen Grundlage und müssen verhältnismäßig sein.

Was ist Betrug nach § 263 StGB?

Täuschung über Tatsachen, Irrtumserregung, Vermögensverfügung und Vermögensschaden in Bereicherungsabsicht.

Was ist der Unterschied zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit?

Vorsatz bedeutet Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung. Fahrlässigkeit (§ 276 BGB, § 15 StGB) ist Außerachtlassen der erforderlichen Sorgfalt.

Beispiel: A fährt unachtsam und verletzt B. Welche Ansprüche hat B?

B hat Schadensersatzansprüche aus § 823 BGB sowie ggf. aus § 7 StVG gegen den Halter.

Wann sind AGB unwirksam?

Wenn sie den Vertragspartner unangemessen benachteiligen (§ 307 BGB).

Was sind die Voraussetzungen der Stellvertretung?

Eigene Willenserklärung, im Namen des Vertretenen (Offenkundigkeitsprinzip), Vertretungsmacht (§§ 164 ff. BGB).

Wann ist eine Anfechtung wegen Irrtums möglich?

Bei Inhalts- oder Erklärungsirrtum (§ 119 BGB). Die Anfechtung muss unverzüglich erfolgen (§ 121 BGB).

Was ist die Eigentumsklage nach § 985 BGB?

Der Eigentümer kann vom Besitzer die Herausgabe der Sache verlangen.

Komplexfall: Verkäufer liefert mangelhafte Ware, Käufer zahlt nicht. Welche gegenseitigen Ansprüche bestehen?

Verkäufer: Kaufpreisforderung (§ 433 Abs. 2 BGB). Käufer: Zurückbehaltungsrecht (§ 320 BGB) wegen Mangel; Anspruch auf Nacherfüllung (§ 439 BGB). Bei Fehlschlagen Rücktritt oder Minderung (§ 437 BGB).

Was versteht man unter Unmöglichkeit der Leistung?

Unmöglichkeit liegt vor, wenn die Leistung dauerhaft nicht erbracht werden kann (§ 275 Abs. 1 BGB), z.B. wenn die geschuldete Sache zerstört wurde.

Welche Folgen hat die Unmöglichkeit für den Anspruch auf Gegenleistung?

Der Anspruch auf die Gegenleistung entfällt nach § 326 Abs. 1 BGB, sofern der Schuldner die Unmöglichkeit nicht zu vertreten hat.

Wann gerät der Schuldner in Verzug?

Wenn er auf eine Mahnung des Gläubigers nicht leistet (§ 286 BGB) oder eine kalendermäßig bestimmte Leistungszeit verstreicht.

Welche Ansprüche bestehen bei Schuldnerverzug?

Schadensersatz wegen Verzögerung (§ 280 Abs. 1, 2 i.V.m. § 286 BGB) sowie Verzugszinsen (§ 288 BGB).

Was ist ein Eigentumsvorbehalt?

Beim Eigentumsvorbehalt bleibt der Verkäufer bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung Eigentümer (§ 449 BGB).

Was ist eine Bürgschaft?

Durch Bürgschaft (§ 765 BGB) verpflichtet sich der Bürge, für die Verbindlichkeit eines Dritten einzustehen.

Was ist eine Hypothek?

Eine Hypothek (§ 1113 BGB) ist ein Grundpfandrecht zur Sicherung einer Forderung an einem Grundstück.

Wie wird ein Grundstück übereignet?

Durch Einigung (Auflassung) und Eintragung ins Grundbuch (§§ 873, 925 BGB).

Was ist ein Versuch im Strafrecht?

Ein Versuch liegt vor, wenn der Täter nach seiner Vorstellung von der Tat unmittelbar zur Tatbestandsverwirklichung ansetzt (§ 22 StGB).

Wann ist der Versuch strafbar?

Wenn das Gesetz es ausdrücklich bestimmt (§ 23 StGB), z.B. bei Verbrechen stets.

Was bedeutet Mittäterschaft?

Mittäterschaft (§ 25 Abs. 2 StGB) liegt vor, wenn mehrere Täter gemeinschaftlich eine Straftat begehen.

Was ist eine Ordnungswidrigkeit?

Eine rechtswidrige und vorwerfbare Handlung, die mit Geldbuße geahndet wird (§ 1 OWiG).

Wann ist ein Verwaltungsakt rechtswidrig?

Wenn er formell oder materiell rechtswidrig ist, z.B. fehlende Zuständigkeit oder Verstoß gegen höherrangiges Recht.

Was ist die Anfechtungsklage?

Mit der Anfechtungsklage (§ 42 Abs. 1 VwGO) wird die Aufhebung eines belastenden Verwaltungsakts begehrt.

Was regelt § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG?

Die Amtshaftung: Bei Amtspflichtverletzung haftet grundsätzlich der Staat, nicht der Beamte persönlich.

Was ist das Kündigungsschutzgesetz (KSchG)?

Es schützt Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern vor sozial ungerechtfertigten Kündigungen (§ 1 KSchG).

Welche Kündigungsarten gibt es?

Ordentliche Kündigung mit Frist (§ 622 BGB) und außerordentliche fristlose Kündigung (§ 626 BGB).

Was verbietet das UWG?

Unlautere geschäftliche Handlungen (§ 3 UWG), z.B. irreführende Werbung (§ 5 UWG).

Was ist eine Verfassungsbeschwerde?

Ein Rechtsbehelf zum Bundesverfassungsgericht bei Verletzung von Grundrechten (Art. 93 GG, §§ 13, 90 BVerfGG).

Was regelt das Internationale Privatrecht?

Es bestimmt, welches nationale Recht bei grenzüberschreitenden Sachverhalten anzuwenden ist (Art. 3 ff. EGBGB).

Fall: Unternehmer U liefert verspätet mangelhafte Ware. Welche Ansprüche hat Käufer K?

K hat Ansprüche wegen Verzug (§ 286 BGB) sowie Mängelrechte nach § 437 BGB (Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung, Schadensersatz). Zudem ggf. Ersatz von Verzögerungsschäden (§ 280 Abs. 1, 2 BGB).

Was ist die Klage im Zivilprozess?

Mit der Klage (§ 253 ZPO) macht der Kläger seinen Anspruch gerichtlich geltend.

Was ist die Beweislast?

Grundsatz: Jede Partei muss die für sie günstigen Tatsachen beweisen.

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