FRAGEN ZUM LERNEN


A. T.
Diese Lernkarten decken zentrale Themen der Elektrotechnik für Mittelschulen ab, von Sicherheitsvorschriften wie der BauAV über technische Details zu Anlagen und Geräten bis hin zu modernen Konzepten wie lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) und E-Mobility. Sie vermitteln sowohl theoretisches Wissen zu Normen und Richtlinien als auch praktische Anwendungen wie Installation, Abrechnungssysteme oder Schutzmaßnahmen. Ideal für Lernende, die sich fundiert auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Fachwissen vertiefen möchten.
Karten
65
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
26.01.2026 / 01.08.2026

Lernkarten

Energieklassen / Strombegrenzungsklassen 1, 2. 3

Wie kann die Leistung vom einem MFH ermittelt werden, welche Daten können zu Hilfen gezogen werden

1.Variante : über Durchschnittswert ca 8-10KW pro Wohnung
2.Variante : Über installierte Verbraucher (Kochherd, WM,Tumbler etc. ) aufrechnen + GZF
3.Variante : Jahresenergieverbrauch (kWh), Lastprofile vom EW

Ersatzstromversorgung wo würde ich diese Planen und wie sieht der Raum aus. Wie müssen die Wände beschaffen sein in Bezug auf Brandschutz

Typische Standorte:
Technikraum im Untergeschoss
separater Notstromraum
Container ausserhalb des Gebäudes (bei grösseren Anlagen)

gut zugänglich
Hochwassersicher

  • genügend Platz für:
    Aggregat
    Tank
    Schalttafel
    Wartung

Früh in der Planung:
Phase 2–3 (Vorstudie / Projektierung)

Raum muss sein:
separat
abschliessbar
nur für Ersatzstrom
nicht als Lager benutzen

Wände / Decke / Boden:
feuerbeständig, meist EI90, aus Beton oder Mauerwerk

Türen:
Brandschutztüre
EI 30 oder EI 60
selbstschliessend

weitere wichtige Punkte:
Lüftung (Verbrennung + Kühlung)
Abgasführung nach aussen
Schallschutz
Kraftstofflagerung (falls Diesel)
Not-Aus-Schalter ausserhalb des Raums

 

Was benötigen wir alles damit eine NEA funktioniert

Energiequelle
Diesel
(meist)
oder Gas:

  • Tank:.intern oder extern (Ohne Treibstoff kein Strom.)

Verbrennungsmotor
Dieselmotor: wandelt Kraftstoff in mechanische Energie : startet über Batterie

Generator (Alternator)
direkt an Motor angeflanscht. Wandelt mechanische Energie in 400V: 50Hz.

Batterie
12 V oder 24 V
wie beim Auto für Start und Steuerung. Ohne Batterie startet nichts.

Steuerung / Generator-Schaltschrank

  • überwacht:
    Spannung
    Frequenz
    Öl
    Temperatur
    gibt Startfreig ab
    meldet Störungen

Zuluft Abluft für Kühlung

Abgasrohr nach Aussen

separate Raum EI90

ölbeständige Boden

Schwingungsdämpfer

OPITONAL JE NACH AUSFÜHRUNG . USV

 

 

 

USV: Wie hoch ist die Ladespannung?

Eine Blei-Batteriezelle hat ca. 2 V

Eine 24-V-Batterie besteht aus 12 Zellen

12 Zellen × 2.27 V ≈ 27.2 V

Deshalb liegt die Ladespannung einer 24-V-USV typischerweise bei:

Float ≈ 2.27 V pro Zelle

  • ca. 27.0 – 27.6 bei 24V USV

 

 

Kann ich den Bypasschalter auch in der Unterverteilung einbauen

„Ein Bypassschalter kann grundsätzlich auch extern, zum Beispiel in einer Unterverteilung, angeordnet werden.
In der Praxis befindet er sich jedoch meist direkt bei der USV oder als separater Wartungsbypass, da dort eine sichere und kontrollierte Umschaltung gewährleistet ist.“

Ja, ein Bypass-Schalter (Wartungsbypass) kann in der Unterverteilung installiert werden, sofern ausreichend Platz vorhanden ist und die fachgerechte Installation durch einen Elektriker erfolgt. Dies ermöglicht die unterbrechungsfreie Umschaltung von der USV auf Netzstrom für Wartungsarbeiten. Der Einbau erfolgt meist als 1- bis 4-poliger Umschalter auf der Hutschiene. 

 

Wie Funktioniert eine Wartung einer USV

Die USV wird gewartet, während die Verbraucher über den Bypass weiter versorgt werden.

Wartung ankündigen

  • Prüfen:
    Netz vorhanden
    USV in Normalbetrieb
    Personal informiert

Umschaltung auf Bypass

  • USV wird lastfrei geschaltet

  • Verbraucher werden:
    direkt vom Netz
    über den Bypass versorgt

Wichtig:
Jetzt gibt es keine Batterie-Absicherung. Bei Netzausfall → Strom weg

Typische Arbeiten:

  • Sichtprüfung

  • Lüfter prüfen

  • Filter reinigen

  • Messungen

  • Batterietest

  • Batterie tauschen (falls nötig)

USV wieder einschalten

  • USV hochfahren

  • Funktionstest

  • Batterie laden

Rückschaltung vom Bypass

  • Verbraucher werden wieder: über die USV versorgt

  • Bypass wird deaktiviert

Wie kann ich die Heizung in KNX integrieren?

Man braucht einen KNX Heizunsaktor MDT AKH-0800.03 8fach

Elektrischer Stellantrieb 230V

 

Wann macht ein Blindleistungskompensation Sinn?

Eine Kompensationsanlage macht Sinn, wenn aufgrund vieler induktiver Verbraucher

  • Pumpen

  • Ventilatoren

  • Motoren

Blindenergie anfällt und das Energieversorgungsunternehmen diese verrechnet. Typischerweise ist das ab mittleren Gewerbeanlagen oder Industrieanlagen der Fall.

Ja, Netzbetreiber (wie IWB oder Primeo) können bei Industrieanlagen zwingend Massnahmen zur Blindleistungskompensation anfordern, um die Netzstabilität zu gewährleisten und Überlastungen zu vermeiden. Dies basiert auf den technischen Anschlussbedingungen (TAB) und den regionalen Werkvorschriften

Wie kann ich die Verlustleistung von LED DALI Konverter (Standby Energie) reduzieren, die 0.5W x Tausende von Konverter in einem Hochhaus rechnen sich ja auch

  • bei Nacht / ungenutzten Etagen ausschalten
  • Zeitschalter oder KNX/Smart-Building Integration → DALI nur tagsüber aktiv

Effekt: Standby sinkt praktisch auf 0 W bei abgeschalteten Etagen.

Erkläre Vor- und Nachteile wenn wir die VNB TS im Haus haben

Vorteile: 
Geringere Netznutzungsgebühren, da der Strom auf Mittelspannungsebene bezogen wird
Kontrolle über die eigene Infrastruktur bei Neubau oder Sanierung.
 

Nachteile:
 

  • Hohe Investitionskosten: Hohe Anschaffungskosten für die Anlage (Kompakt-, Container- oder Betonstation).
  • Wartung & Verantwortung: Der Kunde ist als Eigentümer für den Betrieb und regelmässige Kontrollen (z.B. durch ESTI in der Schweiz) verantwortlich.
  • Platzbedarf & Standort: Bedarf an geeigneter Fläche (oft Betonbauweise)
  • Komplexität: Aufwendige Installation und Erfordernis von Fachpersonal.
  • Elektrosmog: Es können magnetische Felder in der unmittelbaren Umgebung (ca. 5-10 Meter) entstehen. 

gehört die Trafostation uns wenn es bei uns ist?

Nein – eine VNB-Trafostation gehört dem Verteilnetzbetreiber.

Auch wenn sie in deinem Gebäude steht.

VNB (Netzbetreiber)

  • ist Eigentümer der Trafostation

  • betreibt und wartet:

    • Trafo

    • MS-Schaltanlage

    • Schutztechnik

  • hat 24/7 Zutrittsrecht

 

Wo ist die Übergabestelle?

Meist auf der Niederspannungsseite der Trafostation
ab dort beginnt die Kundenanlage

Was Passiert beim Kurzschluss direkt bei der NS Seite Trafo

Wie lange ist die Abschaltzeit der Mittelspannung

NS-Schutz reagiert ZUERST

Das ist ganz wichtig

  • NS-Leistungsschalter

  • oder NS-Sicherungen

schalten ab:

  • in Millisekunden / meist < 100 ms

Ziel:
Der Fehler soll auf der NS-Seite bleiben.

Trafo ist kurzzeitig hoch belastet

  • Trafo „sieht“ den Kurzschluss

  • hält das thermisch und dynamisch kurz aus

  • dafür ist er ausgelegt

kein sofortiger Schaden, wenn Schutz richtig abgestimmt ist

Was, wenn der NS-Schutz NICHT abschaltet?

Dann kommt die Mittelspannungsseite ins Spiel.

Wer schaltet ab?

  • MS-Schutzrelais

  • im:

    • Ringnetz

    • Einspeisefeld

  • oft beim VNB

Wie lange ist die Abschaltzeit der Mittelspannung?

Typische Werte (Praxis):

  • ca. 0.3 – 1 Sekunde

  • teilweise bis 2 Sekunden  bewusst langsamer als NS, damit Selektivität 
    eingehalten wird.

Kurzschluss Trafo NS SEITIG 630 kVA Trafp uK = 4%
Wie hoch ist hier der Kurzschlussstrom?

Der Kurzschlussstrom an der NS-Seite des Trafos ergibt sich aus dem Nennstrom des Trafos und der Kurzschlussspannung uk.
Bei einem 630-kVA-Trafo mit uk = 4 % ergibt sich ein Kurzschlussstrom von rund 22.8 kA direkt am Trafo.“

Auf dem Nachhauseweg verunfallt ein Lernender mit dem Skatebord welche Versicherung deckt nun die entstandenen Kosten?

In welcher Höhe fallen die Versicherungskosten in etwa aus?

das ist ein klassischer UVG-Fall in der Schweiz.

Der Heimweg gilt als Nichtberufsunfall (NBU). WENN MEHR ALS 8H in Woche gearbeitet
sonst BU

Wer zahlt? Unfallversicherung des Arbeitgebers (UVG / NBU)

 

In diesem Fall übernimmt die Nichtberufsunfallversicherung:

  • Heilungskosten (Arzt, Spital, Medikamente)

  • allfällige Physiotherapie

  • Taggeld ab dem 3. Tag

In Basel ist das oft über die Suva oder eine private UVG-Versicherung gelöst – je nach Betrieb.

 

KOSTEN:
ich bezahle als Arbeitnehmer UV montalich etwa 0.8-1.5 %
und der Arbeitnehmer (Lehrling) bezahlt auch Monatlich seine 1.5% als NBU
Diese Prämien sind eben für solche Schäden gedeckt.

Wie kalkulieren sie die Mehrkosten für Arbeiten in überhöhe?

Der NPK-Höhenzuschlag im Schweizer Bauwesen (gemäß STEIGER Kalkulation 2019) ist ein prozentualer Aufschlag auf den Arbeitsanteil des Akkordpreises, der ab einer Installationshöhe von 3,5 Metern angewendet wird. Er entschädigt den Mehraufwand bei Arbeiten in der Höhe, beispielsweise 10-15% Zuschlag bei 3,5–5m,
20-30% bei 5–8m und
30-40% bei 8–12m

Was steht in der BauAV

BauAV = Bauarbeitenverordnung
Rechtsgrundlage: UVG (Unfallversicherungsgesetz)

Sie regelt Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei Bauarbeiten in der Schweiz.
Verbindlich für alle Arbeitgeber, Selbständigen und Beteiligten auf Baustellen.

Sie verpflichtet Arbeitgeber zu schriftlichen Sicherheitskonzepten, regelt Absturzsicherungen (meist ab 2m), den Einsatz von Leitern, den Schutz bei Sonne/Hitze sowie Asbest-Prävention. $

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzept
Absturzsicherung:

Schutzmassnahmen: Vorschriften für persönliche Schutzausrüstung
Gefahrstoffe: Verhalten bei Schadstoffen wie Asbest,

Leitern: Einschränkung der Nutzung von Leitern als Arbeitsplatz; sie dürfen nur verwendet werden, wenn sicherere Mittel nicht möglich sind. 

 

NEUE REGELUNG BAUAV NEUUU WAS AB 2025

Die seit 1. Januar 2022 gültige, revidierte Bauarbeitenverordnung (BauAV) in der Schweiz, inklusive Anpassungen 2025, verschärft den Arbeitnehmerschutz durch strengere Absturzsicherungen ab 2 m Höhe, Einschränkungen beim Leiterngebrauch und eine schriftliche Sicherheitskonzept-Pflicht.

Sicherheitskonzept: Schriftliche Dokumentation ist zwingend

ich muss zusätzliche Schutzmassnahmen gegen Absturz treffen ab 2 m Höhe, z. B.:

  • Geländer

  • Sicherheitsnetze

  • Gerüste

  • Hebebühnen

Feldebene Welche Möglichkeiten warum nicht Ethernet???

  • BACnet MS/TP (RS-485)

  • Modbus RTU

  • KNX TP

  • LON

  • M-Bus (Zähler)

Zusätzlich erfordert Ethernet in der Feldebene teurere Sensoren, aktive Netzwerkinfrastruktur, Stromversorgung, komplexeres Engineering sowie höheren Wartungs- und IT-Betriebsaufwand über den gesamten Lebenszyklus, was es wirtschaftlich klar unterlegen macht

Was ist der Unterschied zwischen EI30 FE180 und E30? 

E30 steht für 30 Min. Funktionserhalt (Rettung/Evakuierung), während FE180 den Isolationserhalt über 180 Min. bei Flammeinwirkung beschreibt. Sie unterscheiden sich in Dauer und Prüfart. 

 

EI gehört zur Klassifizierung von Wänden, Decken, Türen, Schächten us

  • E = Raumabschluss (Flammen & Rauch halten draußen)

  • I = Wärmedämmung

Wer definiert die Nummer auf der OTO-Dose? Gibt es ein Protokoll für die Nummer? 

OTO-Dose (OTO = Optical Termination Outlet

 

Die OTO-ID wird vom Netzbetreiber bzw. dem Infrastruktur-Betreiber des Glasfasernetzes vergeben.
Das ist in der Regel derjenige, der das FTTH-Netz im Gebäude oder der Region gebaut hat (z.B. Swisscom, Init7, EWZ-Netz, regionale Netzbetreiber).

Diese Nummer ist nicht vom Endkunden, Provider oder vom Mieter frei wählbar, sondern gehört zur Netzinfrastruktur und wird bei der Installation einmalig zugewiesen und auf der Dose aufgedruckt.

 Sie wollen in einem grossen Industriebetrieb die 2000w-Gesellschaft einhalten. Wie geht das? Was ist die 2000w Gesellschaft überhaupt? 

Dauerhafter Primärenergieverbrauch von max. 2000 Watt pro Person
max. 1 Tonne CO₂ pro Person und Jahr

Zum Vergleich:
Schweiz heute: ~ 4’000–5’000 Watt pro Person
Industrieländer teils > 6’000 Watt

Industrie:
Strom ist 2000-Watt-kompatibel, wenn:

  • erneuerbar

  • effizient genutzt

Erneuerbare Energien am Standort

  • PV auf Dach/Fassade
    Ziel: fossile Primärenergie ersetzen, nicht nur Strom sparen.

 

Wie genau wird das Signal von LWL auf Kupfer umgewandelt

Mittels SFP-Modul (Small Form-factor Pluggable)

Das Steckt man bei Switch mit SFP-Ports

Funktion:
Das Glasfasersignal kommt als Licht im SFP-Modul an.
Dort wandelt eine Photodiode das Licht in ein elektrisches Signal um.
Die Elektronik im SFP bereitet das Signal auf, macht daraus digitale Bits
und der Switch gibt diese Bits als elektrisches Ethernet über Kupfer weiter.

Umgekehrt funktioniert es genauso: elektrische Bits → Laserlicht → Glasfaser.“

In diesem SPF Modul sind 2 Bauteile erhalten ROSA und TOSA

ROSA = Receiver Optical Sub-Assembly
Enthält:
Photodiode
Vorverstärker

Aufgabe:
Licht trifft auf Photodiode
→ sehr kleiner elektrischer Strom entsteht
→ wird verstärkt
ROSA macht aus Licht ein elektrisches Rohsignal

TOSA – Senden Empfang (Licht → Strom)

Enthält:
Laserdiode (DFB / VCSEL)

Aufgabe:
elektrische Bits → Lichtimpulse
zurück in die Glasfaser

TOSA macht aus Strom wieder Licht

Kann OS und OM nicht einfach zusammengesteckte werden?

OS und OM unterscheiden sich im Kerndurchmesser und in der Lichtführung.
Wenn man sie mischt, passt das Licht nicht richtig – es gibt hohe Verluste.
Deshalb dürfen Singlemode (OS) und Multimode (OM) nicht gemischt werden

ZULIETUNG OS dann fahrt man mit OM weiter, aber wie:
OS und OM werden nie direkt zusammengesteckt.
Der Übergang erfolgt immer über aktive Technik
(Switch, Medienkonverter, aktives Gerät).

„Der Übergang OS → OM erfolgt immer aktiv über einen Switch oder Medienkonverter.“

 

SIGEKO UND SIKO UNTERSCHIED

SiGeKo – Sicherheits- und Gesundheitskoordinator
Wo? Baustellen (Hochbau, Tiefbau, Umbauten)

Rechtsgrundlage (CH)
Bauarbeitenverordnung (BauAV)
EKAS-Richtlinien
SUVA-Vorgaben

Aufgabe : Der SiGeKo koordiniert Sicherheit und Gesundheit:, zwischen verschiedenen Firmen
Meist:
Bauingenieur
Architekt
Sicherheitsfachmann

SIKO – Sicherheitskoordinator (Betrieb)
Wo? Betriebe / Industrie / Unternehmen

Rechtsgrundlage (CH)
UVG
VUV
EKAS-Richtlinie

Der SIKO organisiert die Arbeitssicherheit im Betrieb:
Er ist Teil der betrieblichen Organisation.

Typische Aufgaben eines SIKO
Gefährdungsbeurteilungen
Sicherheitskonzepte / Betriebsanweisungen
Schulungen
Unfallanalyse
Koordination mIT SUVA

Welche Auswirkungen für die Installation und der Wahl und Anordnung der Betriebsmittel der Schreinerei ergeben sich, wenn eine Späneabsaugung installiert würde?

 

Zusätzliche elektrische Last
Absauganlagen (Motoren, Ventilatoren) haben hohe Leistungen
größere Anschlussleistungen

Anlaufstrom von Motoren
Hohe Einschaltströme

Absicherung & Schutzmassnahmen
Selektive Absicherung notwendiG

  • Einsatz von:
    Leitungsschutzschaltern
    Motorschutz
    Not-Aus-Einrichtungen

Wahl der Betriebsmittel
Staub- und Explosionsschutz
Holzstaub ist brennbar und kann explosionsfähig sein
Betriebsmittel mit geeigneter Schutzart (z. B. IP54)
ggf. ATEX-geeignete Betriebsmittel in gefährdeten Bereichen

Anordnung der Betriebsmittel
Vermeidung von Staubansammlungen
Betriebsmittel nicht in Staubzonen

Kabelführung
Geschlossene Kabelkanäle oder Rohre

 

Aktuell sind noch Abklärungen im Gange für eine Lackiererei / Spritzkabine, sowie die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten. Notieren Sie sich die Auswirkungen auf die elektrischen Installationen in diesen Räumen bei Ex. Zone O & 1. Welche sind die Anforderungen an den Installateur sowie das Vorgehen der Installation für die korrekte Einhaltung der Dokumentationspflicht

 

bei Lackiererei / Spritzkabine und Lagerung brennbarer Flüssigkeiten
(Ex-Zone 0, 1)

In diesen Bereichen besteht durch entzündliche Dämpfe ein erhöhtes Explosionsrisiko. Daraus ergeben sich strenge Anforderungen an Planung, Installation, Betriebsmittel und Dokumentation.

  • Ex-Zone 0
    ➝ Explosionsfähige Atmosphäre ständig oder über lange Zeit vorhanden
    (z. B. Innenraum von Lackbehältern)

  • Ex-Zone 1
    ➝ Explosionsfähige Atmosphäre gelegentlich im Normalbetrieb
    (z. B. Spritzbereich der Lackierkabine)

Auswahl der Betriebsmittel

  • Nur ATEX-zugelassene Betriebsmittel

  • Gerätekategorie:

    • Zone 0 → Kategorie 1G

    • Zone 1 → Kategorie 2G

  • Kennzeichnung z. B.:

    • II 2G Ex ib IIB T4

Zündquellenvermeidung

  • Keine:
    Funken
    heissen Oberflächen
    elektrostatischen Entladungen

  • Begrenzung der Oberflächentemperatur (Temperaturklasse)

Schutzarten

  • Geeignete Zündschutzarten:

    • Ex i (Eigensicherheit)

    • Ex d (druckfeste Kapselung)

    • Ex e (erhöhte Sicherheit)

    • Leuchten, Schalter, Motoren staub- und gasdicht

Verlegung Kabel: zugelassene EX-Kabel

Erdung & Potentialausgleich : Zwingend erforderlich

  • Erdung von:

    • leitfähigen Teilen

    • Rohrleitungen

    • Lackiergeräten

  • Vermeidung von statischer Aufladung

 

Erforderliche Dokumente:

  • Explosionsschutzdokument

  • Schaltpläne & Stromlaufpläne

  • ATEX-Zertifikate der Betriebsmittel

  • Prüfprotokolle (Erst- & Wiederholungsprüfung)

  • Zoneneinteilungsplan

  • Wartungs- und Instandhaltungsnachweise

Temperaturklassen bei EX

TemperaturklasseMax. Oberflächentemperatur

T1 = 450 °C

T2 = 300 °C

T3 = 200 °C

T4 = 135 °C

T5 = 100 °C

T6 =  85 °C

Medizinisch benutzte Röume Zonen

Gruppe 0
Keine besonderen medizinischen Risiken

Keine Anwendung medizinischer elektrischer Geräte am Patienten
Ausfall der Stromversorgung nicht lebensgefährlich

Beispiele:
Büros
Warteräume
Aufenthaltsräume

Gruppe 1
Erhöhtes Risiko

Medizinische elektrische Geräte werden am Patienten angewendet
Stromausfall oder Fehler nicht unmittelbar lebensbedrohlich

Beispiele:
Untersuchungsräume
Behandlungsräume
Röntgen
Physiotherapie

Besonderheiten:
Zusätzlicher Schutz-Potentialausgleich
Besondere Anforderungen an Steckdosen

Gruppe 2
Hohes Risiko (lebenswichtig!)

Medizinische Geräte in direktem Kontakt mit lebenswichtigen Körperfunktionen
Stromausfall kann lebensgefährlich sein

Beispiele:
Operationssäle
Intensivstation
Herzkatheter
Aufwachräume

Besonderheiten:
Medizinisches IT-System

Isolationsüberwachung
Notstromversorgung
Kennzeichnung der Steckdosen

Problemfall 50 Ladetstaionen !!! Lösung für Expert:

Bei 80 Ladepunkten würde ich die Anlage modular aufbauen.
Die Ladepunkte werden in mehrere Stränge mit Flachbandkabeln aufgeteilt, jeweils mit eigener Absicherung.
Ein zentrales Energiemanagementsystem steuert alle Ladepunkte dynamisch, sodass die Gesamtleistung auf den verfügbaren Hausanschluss begrenzt wird.
 

wie beim Projekt The Metropolitans in Zürich

  • 212 Wohnungen
  • 187 erschlossene Parkplätze, davon 80 voll ausgerüstet
  • 22 kW Leistung pro Ladestation
  • Dynamisch geregeltes Lastmanagement
  • Neuartige Deckensäulen-Ladestationen (Typ easee)

Der Grundausbau der Ladeinfrastruktur wird von allen Stockwerkeigentümern gemeinsam bezahlt.
Die einzelne Ladestation bezahlt der jeweilige Eigentümer selbst.

Im Betrieb fallen nur geringe Kosten an.

Die Nutzenden erhalten eine RFID-Karte.
Mit dieser Karte können sie sich an der Ladestation anmelden und den Ladevorgang starten.

In der App sehen die Nutzenden jederzeit:
den Stromverbrauch
die Kosten

Die Abrechnung erfolgt monatlich über eine Kreditkarte, die in der App hinterlegt ist.
Für diese Dienstleistungen bezahlen die Nutzenden 9.90 Franken pro Monat an ewz.

Was kostet das ganze 80 Ladestation?

Ladestation 80x 800 Fr. = 64000 Fr.

Installation pro Ladestation 2000.- = 80 * 2000 Fr. = 160 000 Fr

Total etwa 230 000 Fr.

Für Flachbandkabel direkt bei Woertz anfragen!!!

Führen Sie sie Wartung an der NLA selbst durch?

Die Wartung erfolgt in der Regel durch den Hersteller oder einen dafür qualifizierten Fachbetrieb.(Haftung)

Was gehört zur Wartung?

  • Funktionsprüfung

  • Batterietest

  • Sichtkontrolle Leuchten

  • Prüfung Umschaltung Netz / Notbetrieb

  • Wartungsprotokoll / Logbuch

Ihr Monteur macht nach der Installation die Kontrolle, unterschreiben sie anschliessend den SiNa im Büro?

Der Monteur macht die Kontrolle, ist auch richtg so. Das ist eine Erstprüfung, die gemäss NIN 6.1 vor Betrieb und nach dem Betrieb durchgeführt werden muss. Diese Werte werden protokolliert und behalten, bis die Schlusskontrolle durchgeführt wurde. Die Person, die eine Schlusskontrolle durchgeführt hat, (meistens der interne Kontrolleur) unterschreibt die SINA und nicht ich, wo nicht gemessen hat.

Was muss in einer IA und in einem TAG stehen? Wird das immer benötigt?

Was muss in der IA stehen?

  • Adresse des Objekts

  • Eigentümer / Bauherr

  • Installationsbetrieb

  • Art der Arbeiten:

    • Neuinstallation

    • Erweiterung

    • Änderung

  • Anschlussleistung / Strom (ob die Leitung verstärkt werden muss)

  • Datum & Unterschrift des Installateurs

  • Dokumente : Situationsplan, Schema, Dispo

TAG

 

Verbraucher mit hoher Leistung:

  • E-Ladestationen 

  • Wärmepumpen

  • PV-Anlagen

Gerätehersteller, Gerätetyp
Absicherung
Anlaufstrom
Anlaufart
cosphi
DC Leistung, AC Leistung

 

E-Mobility: Wie können die Anfallenden Energiekosten abgerechnet werden?
Gibt es andere Wege die Kosten abzurechnen? 

1) Standardlösung (heute Stand der Technik)
Jede Ladestation misst den eigenen Stromverbrauch:

  • Jede Partei hat:
    eine eigene Ladestation
    mit integriertem Zähler (MID-konform)

  • Abrechnung erfolgt:
    verbrauchsabhängig
    pro Wohnung / Benutzer

jeder bezahlt nur seinen eigenen Strom

Wie lauft die Abrechnung:
Möglichkeit A: Backend / Abrechnungssystem ⭐ (empfohlen)

  • Ladestationen sind:, online, mit Backend (Abrechnungstool)verbunden

  • Nutzer identifiziert sich: App, RFID-Karte

  • Das System: misst kWh, erstellt Abrechnung

  • Zahlung: monatlich, Kreditkarte oder Rechnung

Das ist die einfachste Lösung für Verwaltung & Eigentümer.

2. Variante:
Separater Zähler pro Ladepunkt

  • Jede Ladestation: eigener, geeichter Energiezähler
    Ablesen: manuell oder durch Verwaltung. Aufwendig!

3.Variante:Anbindung an Wohnungszähler

  • Ladestation wird: direkt an Wohnungszähler angeschlossen.Strom läuft: über die Wohnung

SELEKTIVVITÄÄÄÄTTT LS UND DIAZED

nur die Sicherung direkt vor dem Fehler auslösen
und nicht die darüberliegende(n).

Sonst: zack → halbes Gebäude dunkel

Erst ab ca. 1.6-facher Nennstromdifferenz entsteht brauchbare Selektivität bei Standard-LS.

Das ist eine Praxis-Faustregel, keine Magie-Zahl.

 

Die 1.6-Faustregel gilt NICHT pauschal für NH-Sicherungen.
 

1.6-Faktor gilt hauptsächlich für:

  • Leitungsschutzschalter (LS B/C/D)

  • Geräte mit ähnlicher Auslösecharakteristik

Typische Selektivität bei NH gG

Bei NH-Sicherungen gilt grob:

  • 250 A → 400 A = selektiv ✅

  • 315 A → 500 A = selektiv ✅

  • 350 A → 500 A oft schon selektiv

  • 350 A → 630 A sicher selektiv

Hier liegt der Faktor eher bei:

1.25–1.41.

nicht 1.6.

Was steht alles in BauAV...wichtigste Themen:

1.Allg.Bestimmungen
2 Bestimmungen für Bauarbeiter..
Helm Tragpflicht, SIKO Pflicht Art.4. Warnweste, Leitern, Absturzsicherung, Bodenöffnung, Luftqualität, Lärmschutz, Sonne-Hitze Schutz
Beleuchtung bei Baustellen
3. Arbeiten auf Dächern
4. Gerüste
5. Gräben & Öffnungen
6. Rückbau und Abbrucharbeiten

Wo steht es, dass die Gerüste gemäss Herstellerangaben montiert werden müssen??

ANDERS GEFRAGT:

Wie müssen Gerüste montiert werden?

Gemäss Herstellerangabe : BauAV Art.60 Montage und Demontage von Arbeitsgerüste

Welche 2 Arten von LSS?

WAS KANN MAN BEI LSS ALLES EINSTELLEN?

COMPACT LEISTUNGSSCHALTER

LUFTLEISTUNGSSCHALTER

 

Überlastschutz
Kurzschlussschutz zeitverzögert (S - Short Time Delay) für die Selektivität.
Kurzschlussschutz unverzögert (I - Instantaneous): Einstellung des Sofortauslösestroms bei sehr hohen Kurzschlussströmen.
 

  • MCCB: Oft manuelle Einstellung per Drehregler (Potentiometer) am Gerät für thermomagnetische oder elektronische Auslöser.
  • ACB: Meist komplexe elektronische Auslösesysteme, die weitaus feinere Einstellungen und digitale Anzeigen ermöglichen

 

Was steht alles in IA?

Installationsort
Adressen
Installationsbeschrieb
Art der Installation: Neu, Änderung, Temporär...
Standort HAK? neu bestehend? muss Versärkt werden?

Bisherige AS-Überstromunterbrecher, Erforderliche AS-Überstromunterbrecher.
 

Liste der Verbraucher
Zählernummer
Voraussetzliche Inbetriebnahme

Beilagen: Schema, Dispo, Situationsplan...

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