Jagtausbildung

Jagtausbildung

Jagtausbildung


S. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biologie und Jagdbarkeit von Wildtieren, insbesondere Gamswild und Rotwild. Sie decken Themen wie Aussehen, zoologische Zuordnung, Fortpflanzung, Nahrung und Verbreitung ab. Die Karteikarten sind reich bebildert und enthalten detaillierte Informationen zu Merkmalen, Spuren und jagdlichen Bestimmungen. Ideal für Jäger, Biologen und Naturliebhaber, die ihr Wissen über heimische Wildtiere vertiefen möchten.
Karten
500
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
25.01.2026 / 27.01.2026

Lernkarten

Kolkrabe - Jagdbar

Jagdbar im Kt. Bern mit Basispatent vom 01.09. - 15.11.

 

Rabenkrähe - Zoologische Zuordnung

Ordnung: Sperlingsvögel
Unterordnung: Singvögel
Familie: Rabenvögel

Rabenkrähe - Aussehen

Merkmale:
- Einheitlich schwarz gefärbter Rabe
- Gewicht ca. 500 g
- Spannweite 90 – 100cm
- Bekannter Krähenruf (mit Variationen)
- Allesfresser, gilt als Nesträuber
- Kulturfolger
- Bewohnt alle Areale im Kt. Bern vom Mittelland bis zur Baumgrenze
- Standvogel, unverpaart teilweise Strichvogel
- Geschlechter sehen gleich aus
- Eng verwandt mit Nebelkrähe(Sammelbegriff «Aaskrähen»)

Saatkrähe hat markanteren Schnabel mit heller Basis

 

Rabenkrähe - Fortpflanzung

Brutverhalten:

  • Nistet auf Bäumen, selten an Gebäuden und Felsen
  • Brutzeit März - Juni
  • Legt 4 - 6 Eier
  • Brütet ca. 18 Tage
  • Nestlinge fliegen nach etwa 30 Tagen auf

Rabenkrähe - Jagdbar

Jagdbar im Kt.Bern mit Basispatent vom 01.09. - 15.02.
(Schwarmkrähen bis 28.02.)

 

Eichelhäher - Zoologische Zuordnung

Ordnung: Sperlingsvögel
Unterordnung: Singvögel
Familie: Rabenvögel

Eichelhäher - Aussehen

  • Unverwechselbar bunt gefärbter Rabenvogel
  • Gewicht ca. 170 g
  • Spannweite ca. 52cm
  • Rätschender Ruf, ahmt aber auch andere Vögel nach
  • Allesfresser, aber vor allem Eicheln, Nüsse, Bucheckern
  • Kulturfolger
  • Bewohnt lichte Wälder im Kt. Bern vom Mittelland bis zur Baumgrenze
  • Standvogel, teilweise Strichvogel
  • Geschlechter sehen gleich aus

Eichelhäher - Nahrung

Vor allem von Nüssen, Eicheln und Bucheckern. Diese versteckt er meist im Boden wo dann die nicht gefundenen Samen keimen und wachsen. Das hat zum Begriff «Hähersaat» geführt

Eichelhäher - Fortpflanzung

  • Zur Brutzeit verhalten sich die Vögel sehr unauffällig
  • Nest gut versteckt in Baumkronen
  • Brutzeit beginnt erst bei vollem Laubaustrieb Ende April - Anfang Mai
  • Legt 4 - 6 Eier
  • Brütet ca. 17 Tage
  • Nestlinge werden nach ca. 3 Wochen flügge

 

Eichelhäher - Trophäen

Die blau-schwarzen Federn am Flügelansatz (Arm- und Handdecken) gelten als Jagdtrophäe

 

Eichelhäher - Jagdbar

Jagdbar im Kt. Bern mit Basispatent vom 01.09. - 15.02.

 

Elster - Zoologische Zuordnung

Ordnung: Sperlingsvögel
Unterordnung: Singvögel
Familie: Rabenvögel

Elster - Aussehen

  • Auffällig grün-blau schimmernd gefärbt
  • Sehr lange Schwanzfedern
  • Gewicht ca. 200 – 250 g
  • Spannweite 55cm
  • Rätschende Stimme («Schackern») mit vielen Variationen
  • Allesfresser, gilt als Nesträuber
  • Ausgesprochener Kulturfolger und häufig in Siedlungsgebieten. Kann jedoch bis über die Baumgrenze angetroffen werden.
  • Standvogel
  • Geschlechter sehen gleich aus

Besonderes:
Die Elster gilt als sehr intelligent und hat eines der höchst entwickelten Gehirne unter 
den Singvögeln

 

Elster - Fortpflanzung

Horstet hoch auf Bäumen in aufwendig gebauten und mit Ästen überdachten Nestern (Elsternkobel)
- Brutbeginn März - Mai
- legt 4 - 7 Eier
- brütet 2,5 - 3 Wochen (18 - 21 Tage)
- Nestlinge fliegen nach 25 - 30 Tagen aus

Elster - Jagdbar

Jagdbar im Kt. Bern mit Basispatent vom 01.09. - 15.02.

 

Saatkrähe - Zoologische Zuordnung

Ordnung: Sperlingsvögel
Unterordnung: Singvögel
Familie: Rabenvögel

Saatkrähe - Aussehen

  • Ähnlich wie Rabenkrähe aber sehr markanter Schnabel mit hellem Grund 
  • Im Flug mit den ausgeprägt gefingerten Schwingen von den Aaskrähe unterscheidbar
  • Gewicht 400 – 500 g
  • Spannweite 95cm
  • Vielseitige Lautäusserungen, sehr ruffreudig vor allem in den Kolonien, rauhes «Krah» als häufigster Ruf
  • Bewohnt das Tiefland und bevorzugt vom Menschen geschaffenes Kulturland zur Nahrungssuche
  • Allesfresser
  • Geschlechter sehen gleich aus
  • Standvogel

Saatkrähe - Fortpflanzung

Brütet in oftmals sehr grossen Kolonien auch in Siedlungen und Stadtparks
- In den Brutkolonien ruffreudig (lärmig). Daher auch als Problemvogel bekannt.
- Brutbeginn im März
- Legt 4 – 6 Eier
- Brütet etwa 18 Tage
- Nestlinge fliegen nach 1 Monat aus

 

Saatkrähe - Jagdbar

Jagdbar im Kt. Bern mit Basispatent vom 01.09. – 15.02.

Mäusebussard - Zoologische Zuordnung

Ordnung: Greifvögel
Familie: Habichtartige

Mäusebussard - Aussehen

Kurzer Stoss mit mind. 8 Querbinden, der Stoss ist am Ende abgerundet. Die Handschwingspitzen sind dunkel. Oberseite meist dunkelbraun, Unterseite weiss mit dunklen Bändern.
Verschiedene Färbungen von nahezu ganz Weiss bis fast vollständig braun. 
Flugbild: Im Segelflug werden die Flügel flach v-förmig aufgestellt, guter Segler.

 

 

Mäusebussard - Nahrung

Kleinsäuger / Amphibien / Reptilien / Insekten / Würmer / Aas
Am Boden erbeutete Kleintiere vom Wurm bis zum jungen Feldhasen

Mäusebussard - Lebensweise (im Jahresverlaub)

  • Kulturfolger
  • Standvogel und Kurzstreckenzieher
  • Jahresvogel, Durchzügler und Wintergast. Im Winter Zuzug von nördlichen Wintergästen. Bevorzugt Wald und Kulturland.

Mäusebussard - Fortpflanzung

Auffälliger Balzflug mit miauenden Rufen. 
Nest mit 2-3 Eiern auf Bäumen
Brutdauer: 36 Tage von März bis August
Nestlingsdauer: 45-50 Tage

 

Mäusebussard - Jagdbar

Nein - Ganze CH geschützt

 

Waldkauz - Zoologische Zuordnung

Ordnung: Eulen
Familie: Eigentliche Eulen

Waldkauz - Vorkommen und Verbreitung

  • häufigste einheimische Eulenart
  • Kulturfolger
  • Vorkommen im ganzen Kanton Bern
  • bevorzugt lichte Laub- und Mischwälder, besiedelt aber auch Nadelwälder
  • Parkanlagen / Friedhöfe mit alten Bäumen
  • über Hälfte des Brutbestandes unter 800 m ü. M.
  • Vorkommen bis 1800 m ü. M

Waldkauz - Aussehen

  • Spannweite: 90 bis 100 cm
  • Länge: 40 cm
  • Gewicht: 350 - 650 g (Männchen leichter als Weibchen)
  • Aussehen beider Geschlechter gleich
  • dunkle Augen
  • 2 Farbvarianten: bräunlich oder gräuliche Oberseite
  • dunkle Längsflecken mit feinen dunklen Querästen
  • rundlicher Kopf mit hellen Seitenscheitelstreifen
  • Flügel eher kurz, breit und gerundet
  • Schnabel gelblich
  • Stoss relativ kurz
  • befiederte Ständer und Zehen

 

Waldkauz - Nahrung

  • Jagt fast ausschliesslich in der Nacht
  • Ansitzjäger und Grifftöter
  • Beutetiere bis Grösse Taube und Eichhörnchen
  • Vor allem Kleinsäuger (Mäuse), seltener Vögel, Amphibien, Regenwürmer, Insekten
  • Beute wird ganz verschluckt

Waldkauz - Lebensweise (im Jahresverlaub)

  • Jahres- und Standvogel
  • extrem standorttreu, bleiben auch über Winter im Revier
  • ganzjährige Revierverteidigung des Paares
  • Revier oft kleiner als 1 km2
  • Jungvögel werden zur Herbstbalz vertrieben
  • kann über 20 Jahre alt werden

Waldkauz - Fortpflanzung

  • geschlechtsreif ab 2. Lebensjahr
  • meist lebenslange Partnerschaft
  • Herbstbalz (Oktober/November) zur Partnersuche
  • Hochbalz (März): Nistplatzwahl und Kopulation


Nistplatz
brütet in Baumhöhlen, Felshöhlen, Gebäuden, Nistkästen, Greifvogel-
/Krähenhorsten

Waldkauz - Natürliche Feinde

Nesträuber: Baummarder
Ästlinge: Rotfuchs
Beutegreifer: 
Uhu, Habicht, Mäusebussard, Sperber

  • Kollisionen mit künstlichen Hindernissen
  • Strassenverkehr
  • Zäune, Stromleitungen, Bahntrassen
  • zwei Drittel der Todesfälle

Mäusegift

 

Waldkauz - Jagdbar

geschützte Art, nicht gefährdet (Rote Liste CH)

 

Schleiereule - Zoologische Zuordnung

Ordnung: Eulen
Familie: Schleiereulen

Schleiereule - Aussehen

Herzförmiger Gesichtsschleier, weisse Gefiederpartien, keine Federohren. 
Mittelgrosse Eule, goldbraune bis fast rein weisse, leicht gesprenkelte Unterseite, Geschlechter ähnlich.

 

Schleiereule - Spuren

Bildet Gewölle

Schleiereule - Nahrung

Hauptsächlich kleine Nager oder auch Kleinsäuger und Vögel. 
Je nach Mäuseangebot und Härte des Winterwetters schwankt die 
Bestandsdichte von Jahr zu Jahr stark.

Schleiereule - Lebensweise (im Jahresverlauf)

Überwiegend Standvogel, bevorzugt Kulturland und Siedlungen.
Nistet gerne in Scheunen und Kirchtürmen.

 

Schleiereule - Fortpflanzung

Brutzeit von April bis September
Brutdauer 33 Tage
Gelege 4 – 11 Eier
Nestlingsdauer 63 – 84 Tage

Schleiereule - Natürliche Feinde

Eulen (Uhu, Waldohreule, Waldkauz), Greifvögel, Marder, Waschbär, Rabenvögel.

 

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