Waldbauliche Grundlagen Definition
Lernkarten der Begriffsdefinition
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Cartes-fiches
Dringlichkeit
Festlegung der zeitlichen Priorität geplanter Massnahmen (z.B. dringend, notwendig, wünschbar).
Spez. Verjüngungszeitraum
Zeitraum von der Ansamung (Ansamungshieb) bis zur vollständigen Räumung des Hauptbestandes (Räumungshieb) beim Schirmschlag.
Allg. Verjüngungszeitraum
Zeit vom Beginn bis zur vollständigen Verjüngung auf einer Fläche.
Verjüngungszeitraum
Zeitraum vom Beginn bis zum Abschluss der Verjüngung.
Verjüngungszeitpunkt
Zeitpunkt, bei welchem die Verjüngung beginnt resp. eingeleitet wird.
Produktionszeitraum
Zeitraum, den ein Baum oder eine Baumart zur Erreichung des Produktionszieles (Nutzholztauglichkeit) benötigt.
Umtriebszeit
Zeitraum zwischen Verjüngung und Ernte.
Räumliche Ordnung
Durch örtliche und zeitliche Abfolge der Verjüngungshiebe bedingte Verteilung der Entwicklungsstufen über die Fläche.
Feinerschliessungseinheit Pflegeeinheit
Wald- oder Bestandesteile mit einheitlichem oder besonderem Pflegeziel.
Planungseinheit
Waldteil mit einheitlichem, langfristigem Waldbauziel.
Planung
Alle Überlegungen, die zur einfachsten, sichersten, billigsten und rationellsten Erreichung der Ziele führen: Festlegung und örtliche und zeitliche Einordnung von Zielen und Massnahmen innerhalb einer Planungseinheit.
Forstschutzmassnahmen
Zur Verhinderung von Insektenbefall kann liegen gebliebenes Holz entrindet oder zur schnelleren Austrocknung mit der Motorsäge eingeschnitten werden (Riffelung)
Wildschadenverhütung
Zur Förderung natürlicher Äsungsmöglichkeiten können Äsungspflanzen erhalten oder gefördert werden, Äserstöcke erstellt und vorhandene Fegebäume stehen gelassen werden.
Köpfen
Zur Stabilitäts- und Qualitätserziehung können Konkurrenten eines Auslesebaumes geköpft anstatt ganz entfernt werden.
Auf den Stock setzen
bis Daumendicke könne ausschlagfähige Baumarten bei schlechter Qualität z.B. infolge Wildverbiss auf Bodenhöhe zurückgeschnitten werden
Kronenschnitt
Durch Kronenschnitt können im Jungwuchsstadium noch Zwiesel oder Steiläste entfernt werden.
Ringeln
ermöglicht das langsame Absterben von Konkurrenten oder Vorwüchsen
Pflege des Füllbestandes
Erdünnern zur Stabilitätspflege, entfernen von Peitschern
Beiläufige Massnahmen
gleichzeitig mit Pflege- oder Durchforstungseingriffen können beiläufige Massnahmen sinnvoll bzw. nötig sein
Vorratspflege
Förderung des Durchmesserzuwachses.
Wertastung
Entfernung von Ästen, mit dem Ziel den astfreien Anteil des Holzes zu erhöhen.
Endabstand
der Endabstand bei Auslesebäumen (Z-Bäumen) einer Baumart entspricht dem Kronendurchmesser eines voll entwickelten Baumes in der Baumholzstufe.
Z-Baum
definitiv ausgewählte Auslesebäume im Endabstand.
Konkurrent
Bäume, die den Auslesebaum in seiner Entwicklung beeinträchtigen. Sie sind meist herrschend oder mitherrschend und bedrängen die Kronenentwicklung des Auslesebaumes.
Auslesebaum
Auslesebäume verfügen über die gewünschten Eigenschaften bezüglich Baumart, Qualität, Vitalität, soz. Stellung und räumlicher Verteilung. Meist werden sie im Endabstand oder im halben Endabstand ausgewählt.
Erziehung
Massnahmen zur Entfaltung der erwünschten und Eindämmung der unerwünschten Eigenschaften durch entsprechende Gestaltung der Umweltbedingungen (z.B. Ummantelung des Stammes durch Nebenbestandsbäume)
Auslese, positive
Direkte, primäre Begünstigung der erwünschten Bäume. Positive Auslese wird angewendet sobald die erwünschten Eigenschaften (Soziale Stellung, Vitalität, Qualität Stabilität) erkennbar sind.
Auslese, negative
Entfernung unerwünschter Bäume. Nur indirekte Begünstigung der erwünschten Bäume.
Durchforstung
Periodische Eingriffe von der Stangenholzstufe an bis zum Baumholz mit dem Ziel der Auslese und Erziehung.
Dickungspflege
Eingriffe in der Dickungsstufe zur Regulierung der Baumartenmischung und des Konkurrenzkampfes.
Jungwuchspflege
Eingriffe zur Förderung der Verjüngung gegenüber der Konkurrenz durch die übrige Vegetation.
Künstliche Verjüngung
Bestandeserneuerung durch Pflanzung oder Saat.
Natürliche Verjüngung Aufschlag
Ansamung aus schweren, flugunfähigen Samen.
Natürliche Verjüngung Anflug
Ansamung aus flugfähigen Samen,
Natürliche Verjüngung
Bestandeserneuerung mit Hilfe der natürlichen Ansamung,
Massnahmen der Waldpflege
Massnahmen der Waldpflege umfassen auslesende und pflegerische waldbauliche Eingriffe zur zielgerechten Lenkung der Lebensabläufe von Bäumen und Beständen.
Verjüngungsziel
Beschreibt den im Hinblick auf das Bestockungsziel anzustrebenden Jungwuchs nach der Verjüngung des vorherigen Bestandes .
Pflegeziel
Für den einzelnen Pflegeeingriff massgebendes Zwischenziel (z.B. nächste Entwicklungsstufe), auf dem Weg zum Bestockungsziel.
Bestockungsziel
Bezeichnet die dem Wirtschaftsziel entsprechende, langfristige Zusammensetzung und Struktur des Bestandes (bezogen auf die Baumholzstufe)
Wirtschaftsziel
Bestimmt die vom Forstbetrieb geforderten Leistungen und Prioritäten in Bezug auf die Waldfunktionen.