Waldbauliche Grundlagen Definition

Lernkarten der Begriffsdefinition

Lernkarten der Begriffsdefinition

Flashcards
164
Students
1
Language
German
Category
Nature Studies
Level
Other
Created / Updated
23.01.2026 / 24.01.2026

Flashcards

Dringlichkeit 

Festlegung der zeitlichen Priorität geplanter Massnahmen (z.B. dringend, notwendig, wünschbar). 

Spez. Verjüngungszeitraum 

Zeitraum von der Ansamung (Ansamungshieb) bis zur vollständigen Räumung des Hauptbestandes (Räumungshieb) beim Schirmschlag. 

Allg. Verjüngungszeitraum

Zeit vom Beginn bis zur vollständigen Verjüngung auf einer Fläche. 

Verjüngungszeitraum

Zeitraum vom Beginn bis zum Abschluss der Verjüngung.

Verjüngungszeitpunkt

Zeitpunkt, bei welchem die Verjüngung beginnt resp. eingeleitet wird. 

Produktionszeitraum

Zeitraum, den ein Baum oder eine Baumart zur Erreichung des Produktionszieles (Nutzholztauglichkeit) benötigt.

Umtriebszeit

Zeitraum zwischen Verjüngung und Ernte. 

Räumliche Ordnung

Durch örtliche und zeitliche Abfolge der Verjüngungshiebe bedingte Verteilung der Entwicklungsstufen über die Fläche. 

Feinerschliessungseinheit Pflegeeinheit

Wald- oder Bestandesteile mit einheitlichem oder besonderem Pflegeziel. 

Planungseinheit

Waldteil mit einheitlichem, langfristigem Waldbauziel.

Planung

Alle Überlegungen, die zur einfachsten, sichersten, billigsten und rationellsten Erreichung der Ziele führen: Festlegung und örtliche und zeitliche Einordnung von Zielen und Massnahmen innerhalb einer Planungseinheit.

Forstschutzmassnahmen

Zur Verhinderung von Insektenbefall kann liegen gebliebenes Holz entrindet oder zur schnelleren Austrocknung mit der Motorsäge eingeschnitten werden (Riffelung) 

Wildschadenverhütung

Zur Förderung natürlicher Äsungsmöglichkeiten können Äsungspflanzen erhalten oder gefördert werden, Äserstöcke erstellt und vorhandene Fegebäume stehen gelassen werden.

Köpfen

Zur Stabilitäts- und Qualitätserziehung können Konkurrenten eines Auslesebaumes geköpft anstatt ganz entfernt werden. 

Auf den Stock setzen 

bis Daumendicke könne ausschlagfähige Baumarten bei schlechter Qualität z.B. infolge Wildverbiss auf Bodenhöhe zurückgeschnitten werden

Kronenschnitt

Durch Kronenschnitt können im Jungwuchsstadium noch Zwiesel oder Steiläste entfernt werden. 

Ringeln

ermöglicht das langsame Absterben von Konkurrenten oder Vorwüchsen 

Pflege des Füllbestandes

Erdünnern zur Stabilitätspflege, entfernen von Peitschern

Beiläufige Massnahmen

gleichzeitig mit Pflege- oder Durchforstungseingriffen können beiläufige Massnahmen sinnvoll bzw. nötig sein

Vorratspflege

Förderung des Durchmesserzuwachses. 

Wertastung

Entfernung von Ästen, mit dem Ziel den astfreien Anteil des Holzes zu erhöhen.

Endabstand

der Endabstand bei Auslesebäumen (Z-Bäumen) einer Baumart entspricht dem Kronendurchmesser eines voll entwickelten Baumes in der Baumholzstufe.

Z-Baum

definitiv ausgewählte Auslesebäume im Endabstand. 

Konkurrent

Bäume, die den Auslesebaum in seiner Entwicklung beeinträchtigen. Sie sind meist herrschend oder mitherrschend und bedrängen die Kronenentwicklung des Auslesebaumes. 

Auslesebaum

Auslesebäume verfügen über die gewünschten Eigenschaften bezüglich Baumart, Qualität, Vitalität, soz. Stellung und räumlicher Verteilung. Meist werden sie im Endabstand oder im halben Endabstand ausgewählt.

Erziehung

Massnahmen zur Entfaltung der erwünschten und Eindämmung der unerwünschten Eigenschaften durch entsprechende Gestaltung der Umweltbedingungen (z.B. Ummantelung des Stammes durch Nebenbestandsbäume)

Auslese, positive 

Direkte, primäre Begünstigung der erwünschten Bäume. Positive Auslese wird angewendet sobald die erwünschten Eigenschaften (Soziale Stellung, Vitalität, Qualität Stabilität) erkennbar sind.

Auslese, negative

Entfernung unerwünschter Bäume. Nur indirekte Begünstigung der erwünschten Bäume. 

Durchforstung

Periodische Eingriffe von der Stangenholzstufe an bis zum Baumholz mit dem Ziel der Auslese und Erziehung. 

Dickungspflege

Eingriffe in der Dickungsstufe zur Regulierung der Baumartenmischung und des Konkurrenzkampfes. 

Jungwuchspflege

Eingriffe zur Förderung der Verjüngung gegenüber der Konkurrenz durch die übrige Vegetation. 

Künstliche Verjüngung

Bestandeserneuerung durch Pflanzung oder Saat. 

Natürliche Verjüngung Aufschlag

Ansamung aus schweren, flugunfähigen Samen. 

Natürliche Verjüngung Anflug

Ansamung aus flugfähigen Samen,

Natürliche Verjüngung

Bestandeserneuerung mit Hilfe der natürlichen Ansamung,

Massnahmen der Waldpflege

Massnahmen der Waldpflege umfassen auslesende und pflegerische waldbauliche Eingriffe zur zielgerechten Lenkung der Lebensabläufe von Bäumen und Beständen.

Verjüngungsziel

Beschreibt den im Hinblick auf das Bestockungsziel anzustrebenden Jungwuchs nach der Verjüngung des vorherigen Bestandes .

Pflegeziel

Für den einzelnen Pflegeeingriff massgebendes Zwischenziel (z.B. nächste Entwicklungsstufe), auf dem Weg zum Bestockungsziel. 

Bestockungsziel

Bezeichnet die dem Wirtschaftsziel entsprechende, langfristige Zusammensetzung und Struktur des Bestandes (bezogen auf die Baumholzstufe)

Wirtschaftsziel

Bestimmt die vom Forstbetrieb geforderten Leistungen und Prioritäten in Bezug auf die Waldfunktionen.

Study