Physiologie & Pharmakologie Ergänzungen

eigene Fragen zu externer Kartei von WS22/23

eigene Fragen zu externer Kartei von WS22/23

Flashcards
141
Students
2
Language
German
Category
Psychology
Level
University
Created / Updated
20.01.2026 / 02.02.2026

Flashcards

Wie äußert sich die Wirkung von Curare auf die synaptische Übertragung?

Blockierung Rezeptoren an Postsynapse -> blockiert ACh-Rezeptoren & lähmt Skelettmuskulatur (Myasthenia gravis)

Wie äußert sich die Wirkung von Botolinumtoxin auf die synaptische Übertragung?

Hemmung Transmitterausschüttung -> hemmt Verschmelzung von Vesikeln mit Zellmembran

Wie äußert sich die Wirkung von Conotoxin auf die synaptische Übertragung?

Hemmung Ca2+ Freisetzung -> blockiert Ca2+ Kanäle an Präsynapse

Wie äußert sich die Wirkung von TTX (Kugelfischgift) auf die synaptische Übertragung?

Hemmung des APs -> Bildung AP in Präsynapse unterbunden

Wie äußert sich die Wirkung von Lidokain auf die synaptische Übertragung?

Lidokain (Anästhetikum): Hemmung des APs -> Bildung AP in Präsynapse unterbunden

Wie funktioniert aktive synaptische Hemmung?

  1. Aktivierung exzitatorische Synapse & Depolarisation
  2. Elektronische Erregungsfortleitung
  3. Hyperpolarisation der Membran, da inhibitorische Synapse aktiv
  4. Auslöschung der Erregung -> erreicht Axonhügel/Soma nicht

Wie passiert, wenn synaptische Hemmung inaktiv ist?

 

  1. Aktivierung exzitatorische Synapse & Depolarisation
  2. Elektronische Erregungsfortleitung mit Verringerung des EPSP
  3. Erregung erreicht Axonhügel, da inhibitorische Synapse inaktiv

 

Welche Summationsmechanismen gibt es?

Räumliche Summation

= Erregung an verschiedenen Stellen -> Summation -> Vergrößerung EPSP -> Bildung AP

Zeitliche Summation

= Erregung am Axonhügel kurz nacheinander -> Summation -> Bildung AP

Wann ist eine Summation nötig?

bei unterschwelligem EPSP im Soma

Wie kann sich synaptische Integration äußern?

Summation & Hemmung

Was passiert beim IPSP?

  1. Bindung des inhibitorischen Neurotransmitters (z.B. GABA)
  2. Aktivierung ionotroper Rezeptoren
  3. Öffnung Cl- Kanäle
  4. Einstrom Cl-
  5. Hyperpolarisation = IPSP

Was passiert bei einem EPSP?

  1. Bindung des exzitatorischen Neurotransmitters
  2. Aktivierung ionotroper Rezeptoren
  3. Öffnung Na+ Kanäle
  4. Einstrom Na+
  5. Depolarisation = EPSP

Was bedeutet inhibitorisch?

hemmender Effekt an postsynaptischer Membran

Was bedeutet exzitatorisch?

erregender Effekt an postsynaptischer Membran

Was bedeutet IPSP?

inhibitorisches postsynaptisches Potenzial

Was bedeutet EPSP?

exzitatorisches postsynaptisches Potenzial

Wie unterscheiden sich ionotrope und metabotrope Rezeptoren?

Transmitter-gesteuerter Ionenkanal = ionotrop

G-Protein-gekoppelter Rezeptor = metabotrop

Was ist die Wirkung von Neurotransmittern?

wirken direkt oder indirekt auf Ionenkanäle, um postsynaptisches Potenzial zu verändern

Wie lassen sich Neurotransmitter chemisch gliedern?

Aminosäuren

  • Exzitatorisches Nervensystem: Glutamat, Aspartat (erregend)
  • Inhibitorisches Nervensystem: GABA, Glycin (hemmend)

 

Monoamine

  • Katecholamine: Dopamin, Adrenalin, Noadrenalin
  • Indolamine: Serotonin

 

Lösliche Gase: Stickstoffmonoxid (retrograder Neurotransmitter)

 

Acetylcholin

  • erregende & hemmende Rezeptoren
  • Neurotransmitter am Skelettmuskel im ZNS & VNS

 

Neuropeptide

  • Endorphine: Schmerzhemmung, Emotion
  • Somatostatin, Oxytocin (Milchproduktion, Bindungshormon)

Unterschied primäre und sekundäre Sinneszelle

primäre Sinneszelle: bilden Rezeptor- & Aktionspotenziale; Weiterleitung Rückenmark

sekundäre Sinneszelle: generiert Rezeptorpotenzial; Weiterleitung Nervenzelle

Wo entsteht das postsynaptische Potenzial?

an Synapsen von Nerven-/Muskelzellen

Was ist ein Aktionspotenzial?

Reizweiterleitung durch Änderung des elektrischen Membranpotentials in das Positive (Alles-Oder-Nichts-Gesetz)

Was ist ein Rezeptorpotenzial?

Änderung des Membranpotenzials (Depolarisation) durch Reiz-Einwirkung (je höher Reiz, desto höher Potenzial)

Wie werden Frequenzen der Aktionspotenziale kodiert?

APs immer gleich hoch, aber durch mehr APs pro Zeit können unterschiedliche Stärken wahrgenommen werden

Arten der Weiterleitung von Aktionspotenzialen

  1. Kontinuierlich = nicht myelinisiert kein Ranvier Schnürring (Internodium)
  2. Saltatorisch = springt von Schnürring zu Ring

Durch was werden Potenziale verhindert?

  • Lidokain (LOkalanästhetika)
  • Tetratoxin (Kugelfischgift)
  • Hohe Ka+ Konzentrationen
  • Blockierte Natriumkanäle

Wie werden Potenziale ausgelöst?

Physiologisch

  • sensorische Enden von afferenten Nerven
  • Axonhügel
  • Muskelfaserriss
  • Herzschrittmacher

 

Unphysiologisch

  • starker mechanischer Druck
  • Elektrische Stimulation

Reizweiterleitung durch das Postsynaptische Potenzial

Synapsen, Muskeln, Nervenzellen

Reizweiterleitung durch das Aktionspotenzial

Weiterleitung; nicht abhängig von Reizstärke -> Amplitute immer gleich

  1. Schwelle: Natriumkanäle öffnen bis zur Schwelle
  2. Depolarisierung: spannungsgesteuerte Natriumkanäle öffnen, Depolarisation bis +20mV (Overshoot)
  3. Repolarisation: Na+ schließen, spannungsgesteuerte Ka+ Kanäle öffnen vermehrt, Zelle negativer
  4. Nach-Hyperpolarisation: spannungsgesteurte Ka+ schließen nach Ruhepotenzial, negativer als -70mV

Reizweiterleitung durch das Rezeptorpotenzial

sensorisches Potenzial, afferente Nervenfasern; hängt in seiner Stärke von Reizstärke ab

Reiz -> Na+ Einstrom -> Depolarisierung 

Welche Potenzialarten gibt es?

Rezeptorpotenzial, Aktionspotenzial, Postsynaptisches Potenzial

Wie therapiert man eine Hypokaliämie?

kaliumreiche Getränke

Wie therapiert man eine Hyperkaliämie?

  • kaliumarme Diät
  • Diuretika
  • Dialyse

Was sind Ursachen einer Hypokaliämie?

  • starkes Schwitzen
  • starker Durchfall
  • starkes Erbrechen

Was sind Ursachen einer Hyperkaliämie?

  • chronische Niereninsuffizienz
  • schwere Verletzungen
  • OPs

Was passiert bei einer Hypokaliämie?

= Membranpotenzial wird negativer
 

Symptome:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Muskelschwäche
  • Verstopfung (Obstipation)

Was passiert bei einer Hyperkaliämie?

= Membranpotenzial wird positiver
 

Symptome:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Missempfindungen (Parästhesien)
  • körperliche Schwäche

Wie sieht ein normaler Elektrolythaushalt aus?

Außen:

  • K+ = 5mM
  • Na+ = 150mM
  • Ca2+ = 2mM

 

Innen:

  • K+ = 150mM
  • Na+ = 15mM
  • Ca2+ = 0,0002 mM

Wie entsteht das Ruhemembranpotenzial?

Ruhemembranpotenzial = Kaliumdiffusionspotenzial

  1. Konzentrationsgradient durch Transport von Na+ nach außen und K+ nach innen durch ATPase
  2. Membranpotenzial abh. von unterschiedlichen Ionenkonzentrationen
  3. Membran in Ruhe 20-40x leitfähiger für K+ als für Na+ (Ruhepotenzial nahe K+Gleichgewichtspotenzial)

Wie verhält sich die Ionenverteilung bzw. das Membranpotenzial in Neuronen?

ungleich

  • innen: K+ und A-
  • außen: Na+ und Cl-
  • selektive Permeabilität: K+ strömen entlang Konzentrationsgefälle nach außen -> außen +, innen - (elektrischer Gradient)
  • Gleichgewicht von chemischem & elektrischem Gradienten = K+Gleichgewichtspotenzial (-90mV, selten)
  • Ruhepotenzial -70mV

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