Makroökonomie
Einführung in die Makroökonomie
Einführung in die Makroökonomie
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Flashcards
Kritik am BIP
Vergliech von realen BIPs über längere Zeiträume ist eingeschränkt, weil Preise, Menge und Qualität von Produkten sich über längere Zeiträume verändern kann
->Neue Produkte kommen auf den Markt
->voranschreitende Digitalisierung Erschwert Bemsseung von Gütern (z.B. Smartphones)
Wenn der Überschuss des Privatsektores größer ist als das Defizit des Staates, hat das betreffende Land ein Leitsungsbilanzdefizit oder einen Leitsungsbilanzüberschuss?
Offene Volkswirtschaft mit Staat:
(Y^HH+Y^F-C-I) + (Y^ST-G) + (M-X) = 0
private HH + staatliche Einkommen + Nettoexporte = 0
Finanzierungssalenden des Privatsektores, des Staaates und des Auslandes addieren sich immer zu null
->Wenn der Überschuss des Privatsektores größer ist als das Defizit des Staates, hat das betreffende Land einen Leitsungsbilanzüberschuss
Definiton von Finanzierungssaldo
Der Finanzierungssaldo stellt die Differenz der Einnahmen und Ausgaben eines Sektors innerhalb einer bestimmten Periode dar.
Schuldenstandquote soll nie größer sein als ? %
Schuldenstandquote soll nie größer sein als 60 %
Welche regel gilt nach dem Maastricht-Kriterium für das staatliche Budgetsaldo?
staatliche Budgetsaldo nie kleiner als -3%
Definiton für “animal spirits”
animalspirits sind irrationale Elemente im Wirtschaftsgeschehen, wie unreflektierte Instinkte, Emotionen und Herdenverhalten
Beschrieben im Keynsianismus das Verhalten der Unternehmen
Definiton: autonomer Konsum
Der autonome Konsum bezeichnet in der Makroökonomie den Teil der Konsumausgaben, der unabhängig von der Höhe des verfügbaren Einkommens ist. Er stellt das Existenzminimum dar, das selbst bei einem Einkommen von Null für Grundbedürfnisse wie Nahrung und Wohnen aufgewendet werden muss. Er ist eine exogene Variable in Konsumfunktionen.
Definiton: marginale Konsumneigung
Die marginale Konsumneigung bezeichnet den prozentualen Anteil des Einkommens der ausgegeben wird.
->Wenn du 100 Euro Einkommen hast und der marginale Konsum bei 0,8 liegt gibt man 80 € aus
Worin besteht der Unterschied zwischen dem Gleichgewichtsoutput und dem Vollbeschäftigungsoutput?
Der Gleichgewichtsoutput beschreibt die Lösung des keynesianischen Modells, in dem sich Y^A an Y^N anpasst. Das durch die Nachfragebestimmte Gleichgewicht kann dabei unter halb des Vollbeschäftigungsoutputs liegen. Das Gleichgewichtsoutput im Vollbeschäftigungsoutput ist also ein Spezialfall verschiedener von der Nachfrage abhängiger Gleichgewichtoutputs. Liegt das Gleichgewichtsoutput unterhalb (oberhalb) des Vollbeschäftigungsouputs so haben wir eine negative (positive) Ouputlücke und Arbeitslosigkeit (Vollbeschäfitgung mit Inflation, die das reale Output längerfristig wieder absenkt).
Vollbeschäftigungsoutput: Das Einkommen/der Output, der sich aus dem Arbeitsmarkt bei Vollbeschäftigung ergibt, also dem Produktionspotenzial der Volkswirtschaft entspricht (Kapazitäten voll ausgelastet, aber nicht überhitzt)
Herleitunsschritte für Y*
YN= C + I
C = c0 + c1YVT
YA= YN = YVT
-> Y = c0 + c1YVT+ I (1. Schritt: -c1YVT)
<=> Y - c1YVT = c0 + I (2. Schritt: Y ausklammern)
<=> (1- c1) ⋅ Y = c0 + I
<=> Y* = 1/ (1- c1) ⋅ (c0 + I)
1/ (1- c1) = Multiplikator und c0 + I = autonome Nachfrage
Nenne mir die Konsumfunktion und die unterschiedlichen Bestandteile
C = c0 + c1YVT
• c0 : Autonomen Konsumausgaben, die unabhängig vom Einkommen sind.
• c1: Marginale Konsumneigung (wenn das Einkommen um eine Einheit steigt, steigt der Konsum um c1 Einheiten)
• YVT: Höhe des laufenden Einkommens
Was ist das Keynesianische Kreuz zeichne und erkläre es!
Das keynesianische Kreuz ist ein einfaches Modell, das zeigt, bei welchem Einkommens‑/Outputniveau die gesamtwirtschaftliche Nachfrage genau so groß ist wie das Angebot (Einkommen)
- Dieses Gleichgewicht wird allein von der Nachfrage bestimmt (Höhe der autonomen Ausgaben, Konsumneigung, Investitionen, Staatsausgaben).
- Es kann unterhalb des Vollbeschäftigungsoutputs liegen: Dann herrscht ein Unterbeschäftigungs‑Gleichgewicht mit Arbeitslosigkeit.
- Erhöht sich z.B. der Staat seine Ausgaben, verschiebt sich die Nachfragekurve nach oben und der Schnittpunkt (das Gleichgewichtseinkommen) wandert nach rechts – der Output steigt über den Multiplikator‑Mechanismus.
Welche zwei Variablen kann der Staat für die Fiskalpolitik verändern?
Veränderung der Staatsaugaben G (Staatliche Endnachfrage)
->G sind Ausgaben des Staates für Güter und Dienstleistungen (Konsum + Investitionen)
->Erhöht sofort BIP und Beschäftigung (G sehr dirketes Instrumnt zu beinflussung der Nachfrage)
->Wichtig: Rentenzahlungen und Kindergeld gehört nicht zu G sondern zu T (indirekte Maßnahmen)
und
Veränderung der Einnahmen aus Steuern und Abgaben T (bzw. des Steuersatzes t)
->Annahme das der Staat über seine Steuereinnahmen T (Betrag in Euro) absolut entscheiden kann (vereinfacht um zu rechnen)
->Wichtig!: T ist nicht nur Einnahmen aus Steuern und Sozialversicherungen sondern auch die Abzüge die sich durch Transferzahlungen und Subventionen ergeben (die der Staat an HAushalte und Unternhemen zahlt)
->Bei anteig des Kindergeldes sinkt T
Wie setzt sich das Budgetsaldo zusammen?
Budgetsaldo (BS) = T - G
Was bedeutet restrikitve Fiskalpolitik und was bedeutet expansive Fiskalpolitik?
restriktive Fiskalpolitik: Gesamtnachfrage wird gebremst durch Steuererhöhung oder Ausgabenkürzung
expansive Fiskalpoltik: höhere Gesamtnachfrage durch Mehrausgaben (höheres G) oder Einnahmesenkung (kleineres T)
Formel der Staatsquote
Staatsquote: Ausgaben des Staates / BIP
/ = in Prozent des
-> nicht nur staatliche Endnachfrage (G) sondern auch staatliche Ausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung, Krankenversicherung, indergeld, etc.
Formel Steuerquote
Steuerquote: Steuereinnahmen / BIP
/ = in Prozent des
Fornel Abgabenquote
Abgabenquote: Steuereinnahmen + Abgaben / BIP
/ = in Prozent des
Formel Zinslastquote
Zinslastquote = Zinszahlungen des Staates/ BIP bzw. Steuereinnahmen
Formel Finanzierungssaldo
Finanzierungssaldo = Staatseinnahmen - Staatsausgaben = Defizit x (-1)
Warum ist es Unsinn die Höhe der Staatsausgaben zu bewerten?
Schlagzeilen wie "Die Staatsausgaben waren noch nie so hoch" sind Schwachsinn, weil sie eine Nullaussage ist.
- Staatsausgaben ist ist eine absolute Zahl (z.B. 2 Billionen Euro) -> sie steigt fast automatisch mit Inflation, Bevölkerungswachstum und steigendem BIP
- Sinnvoll bewerten kannst du Staatsausgaben erst relativ: z.B. Staatsausgaben in Prozent des BIP (Staatsquote)
Beantworte folgende Frage sowohl aus neoklassischer als auch aus keynesianischer Sicht: Unterstellt die keynesianische Konsumfunktion irrationale Haushalte?
Im Sinne der Neoklassik eindeutig ja, da in diesem Sinne die Haushalte ihre Konsumentscheidung für die jeweilige Periode nicht auf Grundlage des laufenden Einkommens, sondern des gesamten erwarteten Einkommens über den Lebenszyklus treffen.
Keynes jedoch betont explizit die Unmöglichkeit hyperrationaler Entscheidungen über die Zeit! Dazu passt das Zitat "In the long run, we are all dead.". Außerdem passt hierzu das Konzept der "bounded rationality", welches besagt, dass wenn wir nur sehr wenig über die Zukunft wissen, die jüngere Vergangenheit sowie die Gegenwart eine vernünftige Orientierungshilfe bieten.
Was ist der Grundlgende Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Inflation?
Wenn gesamtiwrtschaftliche Nachfrage den Vollbeschäftigungsoutput für längere Zeit übersteigt, könnnen Inflationäre Tendezne einsetzen, weil Arebitenehmer höhere Löhne (hohe Beschäftigung -> Arbeiter verlangen mehr Geld) und Unternemen höhere Preise durchsetzen. Im Extrem all entsheen Lohn-Preis-Spiralen, die schwer unter Kontrolle zu bringen sind
-umgekehrt führt dauerhafter Nachfragemangel mit Unterbeschäftigung zu Defation, die schwer zu bekämpfen ist.
Was sind die Inhalte des Beutelsbacher Konsens?
1. Überwältigungsverbot.
2. Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen.
3. Der Schüler muss in die Lage versetzt werden, eine politische Situation und seine eigene Interessenlage zu analysieren, …
Wie hängen Arbeitslosigkeit und Inflation/Deflation zusammen?
Arbeitslosigkeit und Inflation
Grundidee: Phillipskurve
Kurzfristig gilt häufig: Niedrige Arbeitslosigkeit geht mit höherer Inflation einher, hohe Arbeitslosigkeit mit niedriger oder fallender Inflation.
Wenn wenige Menschen arbeitslos sind, haben Beschäftigte mehr Verhandlungsmacht, Löhne steigen schneller, Unternehmen geben die höheren Kosten über Preise weiter → Inflation
Langfristig gibt es keinen einfachen Trade‑off mehr zwischen einem dauerhaft niedrigeren Arbeitslosen‑Niveau und dauerhaft höherer Inflation, weil sich Lohn‑ und Preiserwartungen anpassen.
Deflation und Arbeitslosigkeit
In schweren Rezessionen kann hohe Arbeitslosigkeit zu sinkenden Löhnen und Preisen führen
Deflation ist gefährlich, weil sie Konsum und Investitionen weiter dämpft (Erwartung noch fallender Preise), die Nachfrage zusätzlich schwächt und so eine Abwärts‑ bzw. Deflationsspirale mit noch höherer Arbeitslosigkeit auslösen kann
Was ist die NAIRU
Konzept der natürlichen Arbeitslosigkeit
NAIRU = Non-Accelerating Inflation Rate of Unemployment
->Infaltionsstabile Arbeitslosenquote, die das angebotsseitige Gleichgweichtg beschreibt
-langfristige Phillipskurve
Wichtig: Zusammenhang Inflation und Arbeitslosigkeit
->bei einem Ansteig der Inflation sinkt die Arbeitslosigkeit
Was ist die Phillips-Kurve?
Die Phillipskurve ist eine Darstellung der Beziehung von Inflaion und Arbeitslosigkeit
Wenn es der Wirtschaft gut geht steigt die Entwicklung -> es gibt mehr jobs -> höhere Löhne -> Inflation =>Arbeitslosigkeit gering
Stagfaltion als Wiederspruch zur Aussage der Phillipskurve
->Stagflation: Hohe Inflation aber auch hohe Arbeitslosigkeit
=> Deshalb entwickelten Ökonmone die langfristige Phillipskurve
->langfristig müssen Reallohnforderungen der Arebiernehmer erfüllt sein ->Arbeitsmarktgleichgewicht
Was sind die Grundlagen der Neuen Neoklassischen Synthese (Neukeynsianismus/Neuer Konsens der Makroökonomie)
- Sehr ähnlich zur neuklassischen Methologie: allgemien Gelichgewichtstheorie, "rationale Erwartungen"
- LAngfristig gelten Neoklassische Prinzipien: Beschäftigung und Produktion werden am ARbeitsmarkt bestimmt
- Kurzfristig gelten keynsianische Prinzipien, eine aktive Rolle der Konjunkturpolitik (v.a. Geldpolitik) ist notwendig für die kurzfritsige Nachfragesteuerung
Unterschied von Fiskal und Geldpolitik
Geldpolitik wird von der Zentralbank gesteuert und beeinflusst durch Geldmenge und Zinssätze die Wirtschaft
Fiskalpolitik wird von der Regierung über Steuern und Staatsausgaben gesteuert und zielt darauf ab, gesamtwirtschaftliche Nachfrage bzw. Stabilität zu beeinflussen.
-> Fiskalpolitik greift direkt in Einkommen/Verteilung ein (z.B. Steuertarife, Sozialleistungen), Geldpolitik wirkt indirekter über Zinsen und Preise.
Perspektive Paradigmen:
Neoklassik:
->Ursache von Arbeitslosigkeit: Vor allem zu wenig Lohn‑ und Preisflexibilität; Märkte haben starke Selbstheilungskräfte, wenn Löhne/Preise flexibel sind.
->Geldpolitik: Geld ist langfristig neutral – eine höhere Geldmenge erhöht vor allem das Preisniveau, nicht dauerhaft Produktion oder Beschäftigung; Ziel der Geldpolitik ist v.a. eine vorhersehbare, niedrige Inflationsrate.
->Fiskalpolitik: Dauerhafte Beeinflussung von Beschäftigung durch aktive Fiskalpolitik wird skeptisch gesehen; Staatsausgaben sollen auf langfristige Effizienz/Strukturreformen und Haushaltsdisziplin ausgerichtet sein, nicht auf kurzfristiges „Ankurbeln“.
Keynesianismus:
->Ursache von Krisen: Nachfrageschwäche – Unternehmen verkaufen zu wenig, dadurch investieren sie weniger, Arbeitslosigkeit steigt.
->Rolle der Fiskalpolitik: In der Rezession soll der Staat antizyklisch eingreifen (Deficit spending, höhere Ausgaben, Steuersenkungen), um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und Beschäftigung zu erhöhen.
->Rolle der Geldpolitik: Kann unterstützen (niedrige Zinsen), reicht aber bei stark pessimistischen Erwartungen oder Zinsuntergrenze oft nicht aus; daher sieht Keynesianismus die Fiskalpolitik als besonders wirksam in schweren Krisen.
Was ist die Nominalzinsfalle?
In der Nominalzinsfalle hat die Zentralbank den Nominalzins bereits auf Null gesenkt, aber der Realzins ist noch zu hoch, so dass der Vollbeschäftigungsoutput (YV) nicth erreicht wird.
-> In diesem Fall kann nur noch eine expansive Fiskalpolitik des Staates die gesamtwirtschaftliche Nachfrgekurve nach oben verscheiben
Was ist die Investitionsfalle?
In der Investitionsfalle sind die animal spirits der Unternhemer*innen so am Boden, dass die Investitionen auf Zinssenkungen gar nicht reagieren.
Die gesamtwirtschaftliche Nachfragekurve verläuft dann senkrecht
hilft nur noch expanisve Fiskalpolitk des Staates (Nachfragekurve verschiebt sich nach rechts)
Fornel für staatlicher Finanzierungssaldo
YSt – G
oder T – Z – G
wobei T = Einnahmen durch Steuern und Abgaben, Z = Subventionen und Transfers, G = staatliche Ausgaben für Güter und Dienstleistungen (= staatlicher Konsum und staatliche Investitionen)
Formel des Finanzierungssaldo des Privatsektors
YHH + YF – C – I
Formel zum Finanzierungssaldo des Auslands
M – X
Betrachten Sie nun eine geschlossene Volkswirtschaft mit Staat.
a) Es wird das Ziel ausgerufen, dass die privaten Investitionen steigen sollen. Wo würden Sie aus neoklassischer Perspektive ansetzen
b) Wiederum sollen die privaten Investitionen steigen. Wo würden Sie aus keynesianischer Perspektive ansetzen?
a) Um die privaten Investitionen aus neoklassischer Perspektive zu erhöhen, würde beim Staat angesetzt werden. Staatliche Ausgaben verdrängen aus dieser Perspektive private Ausgaben („crowding out“).
b) Um die privaten Investitionen aus keynesianischer Perspektive zu erhöhen, würde ebenfalls beim Staat angesetzt werden. Anstatt die Ausgaben zu kürzen, werde hier die Ausgaben in Investitionen erhöht, um eine Nachfrageschwäche auszugleichen. Durch die staatlichen Investitionen steigt das BIP und somit auch die privaten Einkommen und der private Konsum und die privaten Investitionen.
Welche Effekte hat der Mindestlohns nach der Neoklassischen Perspektive?
Ein staatlich gesetzter Mindestlohn führt zu Arbeitslosigkeit, da mehr Menschen ihre Arbeit anbieten während gleichzeitig weniger Arbeit nachgefragt wird (Arbeit wird für Unternhemn teurer). Das Angebot ist also größer als die Nachfrage. Dies führt auch zu einer geringeren Produktion. Aus neoklassischer Perspektive sollte sich der Staat also aus dem Arbeitsmarkt „raushalten“.
Ökonomie für Expertinnen: Arbeitslosigkeit im einfachen neoklassischen Modell – wipocc.de
Rechtsverschiebung bedeutet das die Arbeitnehmer*innen eher breit sind zu Lohnzugeständnissen, weil die Angst vor Arbeitslosigkeit zunimmt
- Kürzung des Arbeitslosengeld
- Erhöung der Zumutbarkeitskriterien
- senkt die Bezugsdauer des Arbeitslsoengeldes
- Refomeriet Kündigungsschutz (sodass es leichter wird für Unternhemen Arbeitnehmer*innen zu entlassen)
=>Ermöglicht Nachfragesteigerung ohne Lohn-Preis-Spirallen (Inflation)