Makroökonomie
Einführung in die Makroökonomie
Einführung in die Makroökonomie
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Lernkarten
Definiton von Y^A
BIP im Sinne des Marktwertes der von allen privaten und öffentlichen Unternehmen im Inland produzierten Gütern und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres (Output)
Definiton von Y^N
BIP im Sinne der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nach im Inland produzierten Gütern innerhalb eines Jahres.
Definion von Y^VT
Bruttonationaleinkommen (BNE) im Sinne aller von Inländer:innen bezogenen Einkommen innerhalb eines Jahres.
Definition nominales BIP
Das nominale BIP ist das BIP zu laufenden Preisen. Es wird erfasst welche Güter und Dienstleistungen in einem Jahr hergestellt und verkauft wurden und wie hoch jeweils die Preise waren. Die Mengen des jeweiligen Jahres werden hier mit den jeweiligen Preisen des Jahres multipiziert.
Definion reales BIP
das reale BIP ist das BIP in den Preisen eines Basisjahres. Bei Betrachtung des Wachstums des realen BIP wird von dem Wachstum des nominales BIPs das Wachstum der Preise abgezogen. Das Wachstum der Preise entspricht dabei der Inflation. Bei einem Anstieg des nominalen BIP um 6% von Jahr A auf Jahr B und einer Inflation bzw. Anstieg des Preisniveaus von 2%, so erhöht sich das reale BIP um 4%.
Es gibt drei Seiten bzw. drei Definitionen des Bruttoinlandsproduktes, die Entstehungs-/Angebotsseite, die Verwendungs-/Nachfrageseite und zuletzt die Verteilungsseite.
Das BIP betrachtet von der Angebotsseite ist definiert als
Y^A=Y^A/H×H
Dabei ist:
Y^A = das Güterangebot
Y^A/H = die Produktivität
und H = die gearbietten Stunden
Es gibt drei Seiten bzw. drei Definitionen des Bruttoinlandsproduktes, die Entstehungs-/Angebotsseite, die Verwendungs-/Nachfrageseite und zuletzt die Verteilungsseite.
Das BIP betrachtet von der Nachfrageseite wird definiert als
Y^N=C+I+G+(X-M)
Hierbei ist:
Y^N = die aggregierte Güternachfrage,
C = der private Konsum,
I = die privaten Investitionen,
G = die staatlichen Ausgaben für Güter und Dienstleistungen und
X-M = die Nettoexporte.
Es gibt drei Seiten bzw. drei Definitionen des Bruttoinlandsproduktes, die Entstehungs-/Angebotsseite, die Verwendungs-/Nachfrageseite und zuletzt die Verteilungsseite.
Aus der Perspektive der Verteilungsseite wird das BIP definiert als
Y^VT=W+Π
wobei
Y^VT = das gesamtwirtschaftliche Einkommen ist,
W = das Lohneinkommen,
Π = das Gewinneinkommen
Eine weitere Definition des BIP der Verteilungsseite ist die sektorale Betrachtung. Hier gilt dann:
Y^VT= Y^HH+Y^F+Y^ST
Hierbei ist:
Y^HH = das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte,
Y^F = dem verfügbaren Einkommen der privaten Unternehmen,
Y^ST = dem Einkommen des Staates.
Was gilt für drei Defnitionen vom BIP?
Insgesamt gilt auf für die drei Defintionen des BIP, dass alle zu dem gleichen Ergebnis führen. Es gilt also:
Y^A = Y^N = Y^VT
Definition Stromgröße
Stromgrößen in der VGR sind Geldbeträge, die den Wert von Transaktionen innerhalb eines bestimmten Zeitraums (typischerweise ein Jahr) ausdrücken
Definition Bestandsgrößen
Bestandsgrößen in der VGR sind Geldbeträge, die den Wert von Beständen zu einem bestimmten Zeitpunkt (typischerweise am Ende bzw. zu Beginn eines Jahres) ausdrücken
Was sind davon Stromgrößen
Was sind davon Bestandsgrößen
Formel (mit Herleitung) für den Finanzierungssaldo des Privatsektors
Aus YVT = YN folgt YVT – YN = 0 und damit YHH + YF + YSt – C – I – G – (X – M) = 0 bzw. (YHH + YF – C – I) + (YSt – G) + (M – X) = 0,
-> wobei (YHH + YF – C – I) = Finanzierungssaldo des Privatsektors
Formel (mit Herleitung) für den Finanzierungssaldo des Staates
Aus YVT = YN folgt YVT – YN = 0 und damit YHH + YF + YSt – C – I – G – (X – M) = 0 bzw. (YHH + YF – C – I) + (YSt – G) + (M – X) = 0,
-> wobei (YSt – G) = Finanzierungssaldo des Staates
Formel (mit Herleitung) für den Finanzierungssaldo des Auslands
Aus YVT = YN folgt YVT – YN = 0 und damit YHH + YF + YSt – C – I – G – (X – M) = 0 bzw. (YHH + YF – C – I) + (YSt – G) + (M – X) = 0,
-> wobei (M – X) = Finanzierungssaldo des Auslands.
Mit welcher Formel gibst du an ob es sich um einen Nettoexportüberschuss handelt?
Die Nettoexporte (= der Exportüberschuss) sind X – M = 20 – 10 = 10
Formel für den staatlicher Finanzierungssaldo
T – Z – G staatlicher Finanzierungssaldo,
-> wobei T = Einnahmen durch Steuern und Abgaben, Z = Subventionen und Transfers, G = staatliche Ausgaben für Güter und Dienstleistungen (= staatlicher Konsum und staatliche Investitionen)
Formel für der Finanzierungssaldo des Privatsektors
Der Finanzierungssaldo des Privatsektors ist FSPS = YHH + YF – C – I = 90 + 30 – 60 – 40 = 20. Die Einnahmen des Privatsektors sind also um 20 Einheiten höher als dessen Ausgaben.
Nenne aus Sicht der verschiedenen Paradigmen die Kritik am BIP
->Neoklassik
Neoklassik
->BIP sollte Wohlfahrtsmaß sein (desto höher der Wert an Transaktionen desto besser geht es der Wohlfahrt)
->Probleme: Fehlende Berücksichtigung vom Externalitäten (erhöhte Ausgaben bei Umweltschäden) und Preise die durch unvollstädnige Konkurrenz zu stande kommen
=> Externalitäten, welche die Wohlfahrt reduzieren (z.B. Kosten durch Umweltschäden) bleiben
weitgehend unberücksichtigt oder erhöhen sogar das BIP (z.B. Reparaturkosten nach Umweltkatastrophen)
Nenne aus Sicht der verschiedenen Paradigmen die Kritik am BIP
->Feministische Kritik
Feministische Kritik
->Das BIP sollte idealerweise die gesamte ökonomischer Arbeit erfassen
->Probleme: Unbezahlte Arbeit bleibt unberücksichtigt, Bei Sorgearbeit ist die Messung der Arbeitsproduktivität und von „Produktivitätsfortschritten“ kaum möglich und Warum wird so getan, als zahlten sich Wohneigentümer selber Mieten (s.o.), aber keinen Lohn für Kinderbetreuung?
=>Auf der Angebotsseite bleibt unbezahlte Arbeit (z.B. Kinderbetreuung, Hausarbeit) unberücksichtigt
Nenne aus Sicht der verschiedenen Paradigmen die Kritik am BIP
->Keynsianismus
Keynsianismus
->BIP sollte ein Maß für die aggregierte Nachfrage sein
->Probleme: Auf der nachfrageseite gibt es viele Komponenten, die gar keine monetären und beschäftigungswirksamen Aufgaben darstellen (z.B. imputierte Mieten) und implizeirter Konsum von Finanzdienstleitsungen (es wird so getan, als entspräche der Verzicht auf Zinsen fürs Girokonto den Dienstleistungen der Bank an den Kunden)
=>Auf der Nachfrageseite gehen Komponenten (z.B. imputierte Mieten bei selbstgenutztemWohneigentum) ein, die gar keine Nachfrage nach neu produzierten Gütern darstellen
Nenne aus Sicht der verschiedenen Paradigmen die Kritik am BIP
->Klassische/ marxistische Kritik
Klassische/ marxistische Kritik
->Das BIP sollte idealerweise die Grundlage für die Bestimmung der Einkmmensverteilung zwischen gesellschaftlichen Klassen sein
->Probleme: Der Finanzsektor ist unproduktiv, verschiebt nur Werte, ohne neue zu schaffen. „Finanzdienstleistungen“ sollten daher aus klassischer/marxistischer Sicht nicht Teil des BIP sein und ebenso sind „Kapitaleinkommen“ aus dieser Perspektive leistungslose Renten, keine „Faktoreinkommen“, die einen Beitrag zur Produktion vergüten
=>Auf der Verteilungsseite werden leistungslose Einkommen (z.B. Zinsen) gleich behandelt
wie Einkommen, die verdient werden (z.B. Löhne)
Nenne aus Sicht der verschiedenen Paradigmen die Kritik am BIP
->Evolutionär-institutionelle Kritik
Evolutionär-institutionelle Kritik
->Das BIP sollte idealerweise ein Wohlfahrtsmaß sein
-> Probleme: Positionaler Konsum wird genauso behandelt wie nicht-positionaler Konsum, es bleibt unberücksichtigt, dass ein höherer Konsum positionaler Güter im Aggregat nicht zu höherer Wohlfahrt führen kann
=>Positionaler Konsum wird genauso behandelt wie nicht-positionaler Konsum, obwohl ein höherer Konsum positionaler Güter im Aggregat nicht zu höherer Wohlfahrt führen kann
Nenne aus Sicht der verschiedenen Paradigmen die Kritik am BIP
->Ökologische Kritik
Ökologische Kritik
->Das BIP lässt die Einbettung der Ökonomie in das Ökosystem außen vor
->Probleme: Konsum zur Befriedigung von energieintensiven Luxusbedürfnissen wird genauso behandelt wie Konsum zur Befriedigung von Grundbedürfnissen
=>Güter, die der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen werden genauso behandelt wie
ethisch problematische Luxusgüter
Welche der folgenden Aussagen ist mit der Neoklassischen Ökonomik vereinbar?
Was ist das Saysche Gesetz aus neoklassischer Sicht?
Das Gesetz lautet: Das Angebot schafft ihre eigene Nachfrage.
Diesem Konzept liegt folgende Logik zugrunde:Y^A wird zuerst über den Arbeitsmarkt bestimmt, indem die Haushalte entscheiden, wie viel sie arbeiten möchten (Y^A = Y^/HxH). Hierbei entstehen Faktoreinkommen (Y^VT=W+ Π). Hierbei ist die Verteilung zwischen Y^HH (Haushalte) und Y^F (Unternehmen) irrelevant, da die Unternehmen letztendlich den einzelnen Aktionären aus den Haushalten gehören. Die Neoklassik setzt den Fokus also auf die Individuen. Die erzielten Faktoreinkommen werden nun entweder konsumiert oder gespart (Y^VT=C+S). Daraus folgt, dass die Güternachfrage (Y^N=C+I) immer genauso groß ist wie das Güterangebot Y^A, da C unmittelbar die Güternachfrage ist und S über den Zinsmechanismus (I) steuert. Also ist die Logik, dass die Kausalität von den Ersparnissen zu den Investitionen verläuft.
Dynamik der Staatsverschuldung
Wie ist die Formel für die Schuldenmechanik und die Logik dahinter?
Schuldenmechanik: D = d/g
• d = Haushaltsdefizit in % des BIP
• D = Verschuldung in % des BIP (Schuldenstandquote)
• g = Wachstum des nominalen BIP
• Logik des SWP: Wenn das BIP jedes Jahr um 5% wächst und der Staat jedes Jahr ein Defizit von 3% macht, bleibt die staatliche Schuldenstandquote dauerhaft bei 60% des BIP
(d= 3%, g=5% dann ist die Schuldenstandquote 60% weil 0.3:0.5=0.6)
Der Konsum der Haushalte steigt. Erläutern Sie welche Auswirkungen das veränderte Konsumverhalten im Rahmen der neoklassischen bzw. keynesianischen Theorie haben kann.
Aus neoklassischer Sicht wird nun weniger Ersparnis auf dem Kapitalmarkt angeboten, dadurch steigt der Zins und die Investitionen der Unternehmen fallen.
Aus keynesianischer Sicht führt der höhere Konsum zu höheren gesamtwirtschaftlichen Einkommen/Produktion und regt damit höhere Investitionen der Unternehmen an.
Betrachten Sie nun eine geschlossene Volkswirtschaft mit Staat. Es wird das Ziel ausgerufen, dass die privaten Investitionen steigen sollen. Wo würden Sie aus neoklassischer Perspektive ansetzen?
Um die privaten Investitionen aus neoklassischer Perspektive zu erhöhen, würde beim Staat angesetzt werden. Staatliche Ausgaben verdrängen aus dieser Perspektive private Ausgaben („crowding out“).
Betrachten Sie nun eine geschlossene Volkswirtschaft mit Staat. Wiederum sollen die privaten Investitionen steigen. Wo würden Sie aus keynesianischer Perspektive ansetzen?
Um die privaten Investitionen aus keynesianischer Perspektive zu erhöhen, würde ebenfalls beim Staat angesetzt werden. Anstatt die Ausgaben zu kürzen, werde hier die Ausgaben in Investitionen erhöht, um eine Nachfrageschwäche auszugleichen. Durch die staatlichen Investitionen steigt das BIP und somit auch die privaten Einkommen und der private Konsum und die privaten Investitionen.
Bedeutung der Erhöhung des Mindestlohn aus Neoklassischer Perspektive
Ein staatlich gesetzter Mindestlohn führt zu Arbeitslosigkeit, da mehr Menschen ihre Arbeit anbieten während gleichzeitig weniger Arbeit nachgefragt wird. Das Angebot ist also größer als die Nachfrage. Dies führt auch zu einer geringeren Produktion. Aus neoklassischer Perspektive sollte sich der Staat also aus dem Arbeitsmarkt „raushalten“.
Was bedeutet das Sparparadox (Paradigma?)?
Sparparadoxon (Keynesianismus): Wenn alle Haushalte mehr sparen, sinkt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage, wenn gleichzeitig die Investitionen der Unternehmen nicht ansteigen. Die Investitionen der Unternehmen hängen aus keynesianischer Perspektive primär von den „animal spirits“, aber auch der derzeitigen Nachfrage ab. Steigen die Investitionen nicht, führt dies zu einem Rückgang der Produktion und des Einkommens. Die Haushalte können insgesamt am Ende weniger sparen, weil das Einkommen zurückgeht.
oder anderes formuliert (von den Folien):
Wenn alle mehr sparen wollen, fallen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und die Einkommen, so dass heute nicht mehr gespart wird und in Zukunft nicht mehr konsumiert werden kann
Wie verhalten sich in der Makroökonomie Invstitionen und Sparen?
(Herleitung)
S = I
Herleitung: In einer geschlossenen Volkswirtschaft ohne Staat gilt unabhängig von der Theorie
Y A = Y^N = Y^VT
Y^N= C + I
Y^VT = Y^HH + Y^F
->Y^VT =Y^N
<=> Y^HH + Y^F = C+I I-C
<=> Y^HH + Y^F - C = I I(Y^HH + Y^F - C = S)
<=> S = I
S → I oder I → S?
Neoklassik
Neoklassik: S → I
neoklassische Sicht (Saysche Gesetz) -> Das Angebot schafft seine eigene Nachfrage
Neoklassik rückt Individuum in den Vordergrund
->Einkommen wird von den Individuen entweder konsumiert oder gespart
Investitionen werden duch Sparen übder den Zinsmechanismus gesteuert
=>Wenn Haushalte mehr sparen, fällt der der Zins, wodurch später mehr Investitionen getätigt werden:
Für Unternhemen bedeutet das, dass sie beim heutigen sparen der Bevölkerung, Investitionen tätigen, weil sie davon ausgehen dass die Bevölerkuerung in Zukunft konsumieren wird
kurz gefasst:
Konsum↓ Sparen↑ -> mehr I von Unternehmen
S → I oder I → S?
Keynesianismus
Keynesianismus: I → S
keynesianische Sicht -> das Prinzip der effektiven Nachfrage
- Der Kapitalmarkt versagt bei der Transformation von S in I. Stattdessen hängt I von den “animal spirits” der Unternehmen ab
- Deswegenergibtsich “zuerst” die Güternachfrage YN als Summe von C und I
- Das Güterangebot YA passt sich an die Nachfrage an: Höhere Nachfrage YN führt zu höherer Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt wegen YA = Y/H*H und damit zu höheren EinkommenYVT
- HöheresI führt daher zu höherem Y und daher zu höherem S = YVT– C, d.h. I → S
Welche Aussage(n) ist (sind) richtig?
Welche Aussage(n) ist (sind) richtig?
Welche Aussage(n) ist (sind) richtig?