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Wirtschaftsfachwirt IHK

Wirtschaftsfachwirt IHK

Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte von Volks- und Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensformen, Marktmechanismen und wirtschaftliche Zielsetzungen. Sie erklären detailliert Rechtsformen wie GmbH, AG oder KG, deren Haftung, Organe und steuerliche Aspekte, gehen auf Produktionsfaktoren, Nachfrage und Angebot ein und veranschaulichen dies durch praktische Beispiele. Ideal für Studierende der Wirtschaftswissenschaften oder angehende Gründer, die sich fundiertes Basiswissen aneignen möchten.
Cartes-fiches
417
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
16.01.2026 / 21.03.2026

Cartes-fiches

Was ist eine AG?

Aktiengesellschaft mit in Aktien zerlegtem Grundkapital.

Wie hoch ist das Mindestgrundkapital einer AG?

50.000 Euro (§ 7 AktG).

Welche Organe hat eine AG?

Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.

Welche Vorteile haben Kapitalgesellschaften?

Haftungsbeschränkung und bessere Kapitalbeschaffung.

Welche Nachteile haben Kapitalgesellschaften?

Hoher Gründungsaufwand und Publizitätspflichten.

Was ist Mitbestimmung?

Beteiligung der Arbeitnehmer an Unternehmensentscheidungen.

Ab wann gilt das Mitbestimmungsgesetz?

Ab mehr als 2.000 Arbeitnehmern (MitbestG).

Welche Rolle spielt die Rechtsformwahl?

Sie beeinflusst Haftung, Steuern und Finanzierung.

Welche Rechtsform eignet sich für Gründer mit geringem Kapital?

Einzelunternehmen oder UG (haftungsbeschränkt).

Was versteht man unter Unternehmenszusammenschlüssen?

Zusammenarbeit oder Vereinigung rechtlich selbstständiger Unternehmen.

Welche Hauptformen von Unternehmenszusammenschlüssen gibt es?

Kooperation und Konzentration.

Was ist eine Kooperation?

Zusammenarbeit rechtlich selbstständiger Unternehmen ohne Aufgabe der Eigenständigkeit.

Was ist Konzentration?

Zusammenfassung von Unternehmen unter einheitlicher Leitung.

Welche Ziele verfolgen Unternehmenszusammenschlüsse?

Kostensenkung, Marktmacht, Risikoteilung und Wachstum.

Welche Formen der Kooperation gibt es?

Arbeitsgemeinschaft, Kartell, Joint Venture.

Was ist eine Arbeitsgemeinschaft?

Zeitlich begrenzte Zusammenarbeit für ein bestimmtes Projekt.

Was ist ein Kartell?

Absprachen zwischen Unternehmen zur Wettbewerbsbeschränkung.

Sind Kartelle erlaubt?

Grundsätzlich verboten (§ 1 GWB), Ausnahmen möglich.

Was ist ein Joint Venture?

Gemeinschaftsunternehmen mehrerer Partner für ein bestimmtes Vorhaben.

Welche Vorteile haben Kooperationen?

Risikoteilung, Kostensenkung und Know-how-Austausch.

Welche Nachteile haben Kooperationen?

Abstimmungsprobleme und mögliche Interessenkonflikte.

Welche Formen der Konzentration gibt es?

Horizontal, vertikal und lateral.

Was ist horizontale Konzentration?

Zusammenschluss von Unternehmen der gleichen Produktionsstufe.

Was ist vertikale Konzentration?

Zusammenschluss von Unternehmen unterschiedlicher Produktionsstufen.

Was ist laterale Konzentration?

Zusammenschluss branchenfremder Unternehmen.

Was ist eine Fusion?

Verschmelzung von Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit.

Welche Arten der Fusion gibt es?

Verschmelzung durch Aufnahme oder Neugründung.

Was ist ein Konzern?

Zusammenschluss rechtlich selbstständiger Unternehmen unter einheitlicher Leitung.

Welche Ziele verfolgt Konzentration?

Marktmachtsteigerung, Synergien und Rationalisierung.

Was sind Synergieeffekte?

Kostenvorteile oder Leistungssteigerungen durch Zusammenschlüsse.

Welche Risiken birgt Konzentration?

Wettbewerbsbeschränkung und Marktmachtmissbrauch.

Welche Rolle spielt das Kartellamt?

Überwachung und Sicherstellung des Wettbewerbs.

Was prüft das Bundeskartellamt?

Zusammenschlüsse auf Wettbewerbsbeschränkung (§§ 35 ff. GWB).

Was ist eine Marktbeherrschung?

Überlegene Stellung eines Unternehmens am Markt (§ 18 GWB).

Ab wann gilt ein Unternehmen als marktbeherrschend?

Bei über 40 % Marktanteil (Vermutungsregel).

Welche Vorteile haben Unternehmenszusammenschlüsse?

Kostenvorteile, Marktausweitung und Wettbewerbsstärkung.

Welche Nachteile haben Unternehmenszusammenschlüsse?

Wettbewerbsverzerrung und Abhängigkeiten.

Was versteht man unter Haftungsdurchgriff bei Kapitalgesellschaften?

Haftungsdurchgriff bedeutet, dass Gesellschafter ausnahmsweise persönlich haften, obwohl grundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen haftet (§ 13 GmbHG). Gründe können Existenzvernichtung, Vermögensvermischung oder Rechtsmissbrauch sein.

Was bedeutet Kapitalaufbringung bei der GmbH?

Kapitalaufbringung bedeutet die ordnungsgemäße Einzahlung des Stammkapitals (§ 7 GmbHG). Mindeststammkapital: 25.000 € (§ 5 GmbHG), davon mindestens 12.500 € vor Eintragung.

Was versteht man unter Kapitalerhaltung bei der GmbH?

Nach § 30 GmbHG darf das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen nicht an Gesellschafter ausgezahlt werden. Unzulässige Auszahlungen müssen nach § 31 GmbHG zurückerstattet werden.

Étudier