3PM07 Onkologische Pflege
BZ-Pflege
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Lernkarten
Asthenie
Schwäche, kraftlosigkeit
Cetuximab (was ist es? bei welchem Karzinom angewendet?, was sind die Nebenwirkungen?)
- ist ein therapeutischer chimärer monoklonaler Antikörper vom Typ IgG1 gegen den Epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR), der in der Onkologie (Krebsmedizin) zur Krebsimmuntherapie eingesetzt wird.
bei Colorektal CA
akneforme Hautveränderungen Durchfall und Asthenie
Hyperpigmentation reversibel oder nicht?
reversibel
Exanthem
Ausschlag, je nach Schwere muss Therapieziel überprüft werden. Kurativ od. palliativ.
Psoriasis
Schuppenflechten
Pruritus
Hautjucken
Was ist das Hand- Fusssyndrom ?
Unter dem Hand-Fuß-Syndrom versteht man schmerzhafte Rötungen (Erytheme) und Schwellungen an Handflächen und Fußsohlen, die als Nebenwirkung einer Chemotherapie mit Zytostatika auftreten können.
Wie kann man den Patienten psychisch unterstützen?
Ressourcen, Empowerment, Coping, Beziehungsgestaltung, Kommunikation, Spiritualität
Rolle der Pflegenden
- Psychologische Aufgaben
- Schmerztherapie
- Wundversorgung
- Anleitung und Schulung
- Planung von Rehabilitationsmassnahmen
- Frühzeitige Klärung zur notwendigen Unterstützung zu Hause
- Gezielte Informationen
Strahlentherapie
(Welche Möglichkeiten gibt es?)
- kurativ oder palliativ
- Adjuvant oder Neoadjuvant
- Von innen (bradytherapie) oder von aussen (Teletherapie)
- In Kombination mit Chemotherapie
Adjuvant
Therapie, die im Anschluss an die operative Sanierung einer Tumorerkrankung durchgeführt wird
neoadjuvante Therapie
bezeichnet eine Therapie, die vor der geplanten operativen Sanierung einer Tumorerkrankung verabreicht wird. Eine neoadjuvante Therapie kann aus einer Chemotherapie, Tumorbestrahlung (Radiatio) oder Hormontherapie bestehen.
Unerwünschte Auswirkungen auf den Patienten (Physische) Zytostatikas
Körperlich: Akute Folgen und Spätfolgen
Allergische Reaktionen
Knochenmarksdepression
Schmerz
Neurotoxizität
Atemnot
Fatigue
Ernährung
Übelkeit und Erbrechen
Diarrhoe und Obstipation
Haarausfall,
Haut und Nagelveränderungen, Schleimhautveränderungen,
Körperbild, Sex und Fertilität,
Kardiologische Auswirkungen
Kognitive Auswirkungen
Auswirkungen auf den Stoffwechsel,
Rezidiv als Therapiefolge
Therapieplan
Welche Schritte sind notwendig bevor man mit der Therapie beginnt?
Der Therapieplan ist die Planung der gesamten therapeutischen Massnahmen im onkologischen Bereich.
Das Ziel ist die für den spezifischen Tumor wirksamste Therapie zu entwickeln und unter Berücksichtigung der Ausgangslage des Patienten.
Der Therapieplan kann dann umgesetzt werden, wenn der Patient ihn kennt und damit einverstanden ist.
Der Therapieplan wird immer im interdisziplinären Team erstellt
Die Therapiephasen sind abhängig von der Wahl der Methode und den Medikamenten.
Beispiele für Zytokine
• Interferone ( Proteine oder Glykoproteine, die eine immunstimulierende, vor allem antivirale und antitumorale Wirkung entfalten)
• Interleukine (Gruppe von Botenstoffen (Zytokine), die von körpereigenen Abwehrzellen (Leukozyten und Makrophagen) sezerniert werden und der Regulation des Immunsystems dienen.)
• Wachstumsfaktoren der Blutbildung
• Tumornekrosefaktoren
Zytokine haben ihre Bedeutung für die Tumortherapie v.a. auch durch die Einführung der modernen Hemmstoffe der intrazellulären Signalübermittlung deutlich verloren.
Was sind Zytokine?
Körpereigene Wirkstoffe, die auf noch grösstenteils unbekannten Wegen auf das Tumorwachstum einwirken
Hormontherapie
Was ist der Sinn davon?
Durch diese Therapie wird der hormonell bedingte Wachstumsreiz ausgeschaltet und der weitere Wachstum und Metastasenbildung des Tumors verhindert, oder zumindest verlangsamt.
Die Antihormontherapie in Verbindung mit einer OP erhöht die Heilungschance
In der Behandlung von endokrinen Tumoren, die selbst Hormone produzieren und an die Umgebung abgeben, spielen antihormonelle Medikamente dagegen eine andere Rolle: Sie dienen dazu, Beschwerden zu lindern, die auf die krankhaft ausgeschütteten Hormone zurückzuführen sind.
Wesshalb sind neue Zytostatikas oft auch toxisch?
Die Toxizität neuerer Zytostatika zeigt sich nicht an Geweben mit einer hohen Zellerneuerungsrate, sondern an Geweben, die – wie die Tumorzellen – das «Zielmolekül» in relativ hoher Konzentration aufweisen.
Bspw.
Zielmoleküle des monoklonalen Antikörpers Trastuzumab (Herceptin) befinden sich auch in den Zellen des Herzmuskels. Die Behandlung kann deshalb zu Herzinsuffizienz führen.
Alemtuzumab (gegen das Antigen CD52 gerichtet) zur Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie bspw. wirkt auch auf normale T- und B-Lymphozyten → zu einer starken Lymphopenie und damit zu einer eindrücklichen mehrere Monate anhaltenden Immunschwäche.
Was sind die Reaktionen auf monoklonalen Antikörpern
- kommt es zudem zu teils schweren akuten Infusionsreaktionen
Es kommt zum Teil zu:
Gesichtsrötung
Wärmegefühl
Atemnot (Bronchospasmus, Stridor)
Unruhe
Schüttelfrost
Übelkeit
Fieber
Kopfschmerzen
Ödeme (Gesichts, Zunge, Nasenschleimhaut)
Tachykardie / Blutdruckabfall
Juckreiz, Urtikaria
Die Symptome können einzeln oder kombiniert und mit unterschiedlichem Schweregrad auftreten. Die ersten Symptome werden in der Regel innerhalb von 5-120 min. nach Beginn der Infusion beobachtet, selten auch später (bis zu 24 Std. nach Therapiebeginn).
Ebenen der Entscheidungsfindung (Behandlungsstart)
- Gesetzesrahmen
-Richtlinien der Fachgesellschaften
- Interdisziplinäres Entscheidungsverfahren
- Shaned Declsion Marking mit den Betroffenen
Welche drei Therapie-Absichten gibt es?
- Therapie mit kurativer Absicht.
Therapie mit palliativer Absicht.
symptomatische Therapie
Was ist die Differenzierungstherapie?
Medikamente, die die Tumorzellen zu normalen Zellen ausreifen lassen.
Zytokine
Was sind das und wie wirken sie?
Körpereigene Wirkstoffe, die auf noch grösstenteils unbekannten Wegen auf das Tumorwachstum einwirken.
Hormone und hormonell bzw. antihormonell wirksame Substanzen
Wie funktionierts?
Tumorwachstum wird über hormonelle Mechanismen gehemmt.
Neuere Zytostatika oder Targeted Therapies
Wie funktionieren sie?
Medikamente, die vorwiegend die Signalübermittlung in der Zelle hemmen oder über immunologische Prozesse wirken
Klassische Zytostatika (Chemotherapie)
Was machen sie?
Medikamente, die vorwiegend direkt Vorgänge im Zellkern beeinflussen
Die gebräuchlichsten «Targeted Therapies»
-Monoklonale Antikörper(aktive Proteine, die sich gegen ein einzelnes Epitop richten)
- Hemmstoff der Intrazellulären Signalübermittlung ( Tyrosinkinasehemmer)
- Hemmstoffe der Angiogenese(Entstehung neuer Blutgefäße)
-Immunmodulierende Substanzen
-Protease-Hemmer (Moleküle, welche Proteine spaltende Enzyme, hemmen und damit den Abbau von Proteinen verhindern können)
Wie nennt man Targeted Therapies auch noch?
- «zielgerichtete Krebstherapien» oder
- «neuere» Zytostatika